Das Islamische Bankwesen ist eine aufstrebende Sparte im Finanzsektor. Daher ist es sinnvoll, die Funktionsweise und die Konzeption dieses Modells zu betrachten und ebenfalls die Hintergründe zu verstehen. Diese Seminararbeit untersucht die Entstehungsgeschichte und die Idee dieses Konzeptes.
Das Islamic Banking kann als eine ethisch normative Bankbetriebslehre angesehen werden. Dies bedeutet, dass die Moral und die Abwägung zwischen mehreren Handlungsalternativen im Vordergrund steht. Um diese Aussage zu verstehen, ist ein historischer Exkurs in die Entstehungsgeschichte des Islam notwendig. Dargestellt werden die primären Begrifflichkeiten und die wesentlichen Verbote des Islam, bevor die Entstehung des Islamic Banking dargelegt wird. Anschließend folgt eine Erklärung des Finanzierungssystems islamischer Banken sowie ein Einblick in deren Investmentbereich.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Islam
- Primäre Begrifflichkeiten im Islam
- Der Koran
- Die Sunnah
- Die Scharia
- Die wesentlichen Verbote im Islam
- Riba
- Gharar
- Maisir
- Haram
- Einkommen nach der Scharia
- Mieteinnahmen
- Arbeitsentlohnung
- Handelsgewinn
- Primäre Begrifflichkeiten im Islam
- Entstehung und Entwicklung des Islamic Banking
- Anfänge und Ankunft in Europa
- Kundenklientel
- Sharia Board
- Finanzierungssystem islamischer Banken
- Das Islamkonforme Einlagegeschäft
- Das Islamkonforme Kreditgeschäft und seine Vertragsformen
- Murabaha
- Musharaka
- Mudaraba
- Jjiara
- Investmentbereich
- Sukuk
- Aktien im Islamic Banking
- Exkurs: Takaful
- Marktpotenzial in Deutschland und Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit der Funktionsweise und Konzeption des Islamic Banking. Sie analysiert die Entstehungsgeschichte und die Idee dieses ethisch normativen Bankbetriebsmodells, das die Moral und die Abwägung zwischen Handlungsalternativen in den Vordergrund stellt.
- Die Entstehung und Entwicklung des Islamic Banking
- Die zentralen Verbote im Islam (Riba, Gharar, Maisir)
- Die Funktionsweise des islamischen Finanzsystems
- Die wichtigsten Vertragsformen im Islamic Banking
- Das Marktpotenzial des Islamic Banking in Deutschland
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung: Die Einleitung stellt das Islamic Banking als eine aufstrebende Sparte im Finanzsektor vor und erläutert die Notwendigkeit, die Funktionsweise und die Konzeption dieses Modells zu verstehen.
- Kapitel 2: Der Islam: Dieses Kapitel führt in die Grundprinzipien des Islams ein, darunter die Bedeutung des Korans, der Sunnah und der Scharia. Es erläutert auch die wichtigsten Verbote im Islam, insbesondere das Riba-Verbot (Zinsverbot), das Gharar-Verbot (Spekulationsverbot) und das Maisir-Verbot (Glücksspielverbot).
- Kapitel 3: Entstehung und Entwicklung des Islamic Banking: Dieses Kapitel untersucht die Anfänge des Islamic Banking und seine Entwicklung bis zur Ankunft in Europa. Es beleuchtet die Kundenklientel des Islamic Banking und die Rolle des Sharia Board.
- Kapitel 4: Finanzierungssystem islamischer Banken: Dieses Kapitel analysiert das islamische Einlage- und Kreditgeschäft. Es beschreibt verschiedene islamische Vertragsformen wie Murabaha, Musharaka, Mudaraba und Jjiara.
- Kapitel 5: Investmentbereich: Dieses Kapitel behandelt den Investmentbereich im Islamic Banking, insbesondere Sukuk (islamische Anleihen) und Aktien.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Seminararbeit sind: Islamic Banking, Scharia, Riba, Gharar, Maisir, Murabaha, Musharaka, Mudaraba, Jjiara, Sukuk, Takaful. Diese Begriffe repräsentieren die wichtigsten Aspekte des Islamic Banking und seiner ethischen Grundlagen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Grundprinzip des Islamic Banking?
Es handelt sich um ein ethisch normatives Bankwesen, das auf den Prinzipien der Scharia basiert und moralische Abwägungen über reine Gewinnmaximierung stellt.
Was bedeutet das Zinsverbot (Riba)?
Im Islam ist es verboten, Zinsen zu verlangen oder zu zahlen. Stattdessen basieren Geschäfte auf Gewinn- und Verlustbeteiligungen oder Handelsaufschlägen.
Was sind "Gharar" und "Maisir"?
Gharar bezeichnet das Verbot von übermäßiger Unsicherheit oder Spekulation, während Maisir das Verbot von Glücksspiel und darauf basierenden Finanzgeschäften ist.
Welche Vertragsformen nutzt das Islamic Banking?
Wichtige Formen sind Murabaha (Kauf mit Aufschlag), Musharaka (Partnerschaft), Mudaraba (stille Beteiligung) und Ijara (Leasing).
Was sind Sukuk?
Sukuk sind das islamische Äquivalent zu Anleihen. Da Zinsen verboten sind, verbriefen sie Anteile an einem realen Vermögenswert und dessen Erträgen.
Gibt es Potenzial für Islamic Banking in Deutschland?
Die Arbeit untersucht das Marktpotenzial und kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der wachsenden muslimischen Bevölkerung und des Interesses an ethischem Investment Chancen bestehen.
- Arbeit zitieren
- Hüseyin Keles (Autor:in), 2016, Funktionsweise und Konzeption des Islamic Banking, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/324021