Diese Arbeit stellt eine Einführung in die Quellenkunde in Stichpunkten dar.
Aus dem Inhalt:
- Wie bringen wir Geschichtswissenschaft zum Sprechen?;
- Die Epochen und ihre Quellen;
- Sinn und Zweck;
- Urkunden und Briefe;
- Akten und Gegenstände;
- Ton und Film
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Wie bringen wir Geschichtswissenschaft zum Sprechen?
3. Die Epochen und ihre Quellen
4. Vorlesung Quellenkunden: Sinn und Zweck
5. Vorlesung
6. Vorlesung
7. Urkunden und Briefe
8. Akten und Gegenstände
9.
10. Ton und Film
11. Zusammenfassung& Wiederholung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein umfassendes Verständnis für die methodischen Grundlagen der Geschichtswissenschaft zu vermitteln, insbesondere im Hinblick auf den fachgerechten Umgang mit verschiedenen Quellengattungen. Es wird untersucht, wie Historiker aus den Überresten der Vergangenheit Erkenntnisse gewinnen, diese kritisch kontextualisieren und historische Zusammenhänge rekonstruieren können.
- Einführung in die quellenkritische Methodik und Hermeneutik
- Differenzierung zwischen verschiedenen Quellentypen und Epochen
- Analyse der Transformation von Kommunikation durch Medienwechsel
- Erforschung von Objektgeschichten und ihrer Bedeutung für das Geschichtsbewusstsein
- Professionalisierung der Geschichtswissenschaft seit dem 19. Jahrhundert
Auszug aus dem Buch
1. Einführung
Warum/Wofür Quellenkunde? Um mit jeder Sorte Text/Quelle umgehen zu können und Fehler, die durch irrtümlichen Umgang mit Quellen entstehen könnten, zu vermeiden.
Ziele von Quellenkunde: Überblick über das Spektrum der Quellen und Quellengattungen geben - epochenübergreifend. Sensibilisierung für die Bedingungen der Entstehung, Überlieferung und Entschlüsselung von Quellen. Einführung in den (sinn)adäquaten Umgang mit Quellen (was ist bei der Interpretation zu berücksichtigen?).
Grund-Satz der Geschichtswissenschaft: „man muss wissen was die Quelle will, erst dann kann man klären was man von ihr erwarten kann“ (Kontextualisierung der Quelle in ihrer Zeit). Aus dem Grundsatz ergibt sich Idee und Anspruch der Vorlesung: deutlich machen dass Quellen eine doppelte Kommunikationssituation wiederspiegeln: geben Auskunft über die Vergangenheit wie die Gegenwart.
In Hinblick auf die Vergangenheit enthalten Quellen sinnhafte Äußerungen und reflektieren das Denk- und Sagbare der Zeit, geben ausschnitthaft Auskunft über die Kommunikationshandlungen in vergangenen Gesellschaften. In Hinblick auf die Gegenwart nutzen Historiker ihr verfügbares Wissen, um die sinnhafte Überlieferung des vergangenen zu befragen. In diesem Sinn arbeiten Historiker als Detektive, Übersetzer, Psychologen, Sozialwissenschaftler usw., um vergangenes soziales Handeln und Denken zu rekonstruieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Quellenkunde, die Ziele des fachgerechten Umgangs mit Quellen und erläutert den zentralen Grundsatz der Geschichtswissenschaft, Quellen in ihrem zeitlichen Kontext zu verstehen.
2. Wie bringen wir Geschichtswissenschaft zum Sprechen?: Hier wird die Notwendigkeit einer wissenschaftlichen Historik erörtert und anhand des Beispiels des lutherischen Thesenanschlags aufgezeigt, wie Quellenkritik und methodisches Vorgehen zur historischen Erkenntnis beitragen.
3. Die Epochen und ihre Quellen: Dieser Abschnitt bietet einen epochenübergreifenden Überblick über die Quellengattungen von der Antike bis zur Moderne und reflektiert die Bedingungen ihrer Überlieferung und Entstehung.
4. Vorlesung Quellenkunden: Sinn und Zweck: Es wird die Rolle des Geschichtsbewusstseins als Übersetzungsleistung betont und der methodische Umgang mit Bildquellen, insbesondere im Kontext des „iconic turn“, thematisiert.
5. Vorlesung: Dieses Kapitel fokussiert auf Münzen und Geld als historische Quellen, deren Wert in der Vermittlung politischer Botschaften und als erste Massenkommunikationsmittel der Geschichte liegt.
6. Vorlesung: Der Fokus liegt auf der Erinnerungskultur, illustriert durch Projekte wie Stolpersteine, sowie auf der Analyse von Zeitungen als Medien der aktuellen Information und Meinungsbildung.
7. Urkunden und Briefe: Hier werden die Merkmale, Unterschiede und die formale Struktur von Urkunden und Briefen sowie ihre Bedeutung für die historische Analyse dargelegt.
8. Akten und Gegenstände: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung von Akten als Produkt bürokratischer Prozesse sowie die Rolle von Sachquellen und Objekten für die Rekonstruktion vergangener Lebenswelten.
9.: Dieses Kapitel dient der Rekapitulation, vertieft das Konzept der Objektgeschichte und zeigt auf, wie durch die Kontextualisierung von Dingen vergangene soziale und kulturelle Realitäten erschlossen werden.
10. Ton und Film: Hier wird der quellenkritische Umgang mit Ton- und Filmquellen diskutiert, ihre Rolle in totalitären Systemen beleuchtet und die Herausforderung der analytischen Distanz angesprochen.
11. Zusammenfassung& Wiederholung: Abschließend werden die zentralen Teilbereiche der Historik wie Methodik, Quellenkunde, Textkritik, Heuristik und Hermeneutik zusammenfassend reflektiert und deren Zusammenspiel im Forschungsprozess verdeutlicht.
Schlüsselwörter
Quellenkunde, Historik, Quellenkritik, Hermeneutik, Heuristik, Geschichtswissenschaft, Quellenarten, Überlieferung, Kontextualisierung, Urkunden, Akten, Bildquellen, Sachquellen, Historische Methode, Erkenntnisinteresse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die methodischen Grundlagen der Geschichtswissenschaft mit einem starken Fokus auf die Quellenkunde als wissenschaftliche Disziplin.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen gehören der quellenkritische Umgang mit verschiedenen Medien wie Schriftquellen, Bildern, Objekten sowie Ton- und Filmaufnahmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, Studierenden das notwendige Instrumentarium zu vermitteln, um Quellen zu kontextualisieren, kritisch zu hinterfragen und als Basis für wissenschaftliche historische Analysen zu nutzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden methodische Instrumente wie die Äußere und Innere Quellenkritik, die Heuristik, die Hermeneutik sowie die Arbeit mit Handschriftenstemma und Dispositiv-Analysen angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Einführung, die Differenzierung von Quellengattungen nach Epochen und die praktische Anwendung der Historik auf konkrete Beispiele.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Quellenkritik, Historik, Quellenarten, Kontextualisierung und historische Methode definiert.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Überrest und Tradition für Historiker wichtig?
Die Unterscheidung hilft zu reflektieren, ob eine Quelle primär für die Zukunft (Tradition) oder unmittelbar für die Gegenwart (Überrest) produziert wurde, was für die Interpretation und den Erkenntniswert entscheidend ist.
Wie unterscheidet sich die Arbeit mit antiken Quellen von der mit Quellen der Zeitgeschichte?
Während bei antiken Quellen oft Vollständigkeit angestrebt wird und die Quellenlage begrenzt ist, erfordert die neuere Geschichte den Umgang mit einer Fülle an Daten, was Methoden der Auswahl und theoretischen Sättigung notwendig macht.
Welche Rolle spielt die „Choreographie der Nutzung“ bei der Analyse von Objekten?
Dieser Begriff beschreibt, wie ein Objekt in einem Raum genutzt wird und wie dieses Zusammenspiel von Nutzer, Apparat und Umgebung Aufschluss über die jeweilige Gesellschaftsstruktur und Mentalität gibt.
Warum ist die „Mehrwert des Hörens“ bei der Analyse der Posener Rede von Himmler relevant?
Dieser Aspekt verdeutlicht, dass die akustische Ebene einer Rede – etwa der informelle, kollegiale Tonfall in einem kleinen Kreis – Informationen über die interne Motivation und die Rechtfertigung von Verbrechen liefert, die im reinen Text verloren gehen könnten.
- Citation du texte
- Ella Lamper (Auteur), 2014, Zusammenfassung zur "Quellenkunde". Geschichtswissenschaft zum Sprechen bringen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/324055