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Shielding. Zur mobilen Mediennutzung in Transport- und Wartesituationen

Titre: Shielding. Zur mobilen Mediennutzung in Transport- und Wartesituationen

Dossier / Travail , 2015 , 23 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Médias / Communication - Multimédia, Internet, Nouvelles Technologies
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Résumé Extrait Résumé des informations

Shielding zählt hier zu einem der Phänomene und ist ein immer wieder auftretendes Alltagsverhalten der Nutzungsepisoden von mobilen Medien insbesondere in Transport- und Wartesituationen. Wie schon Paul Watzlawick sagte: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ (Watzlawick, Beavin, und Jackson 2011: 60) So verhält es sich auch mit dem Shielding. Es gibt Personen, die in bestimmten Augenblicken nicht direkt kommunizieren wollen, deswegen shielden sie, egal ob auf bewusste oder unbewusste Weise. Dadurch senden sie automatisch eine Botschaft an ihr Umfeld, nämlich dass sie gerade kein Interesse am Kommunizieren haben. Aufgrund dieser Botschaft handelt es sich aber trotzdem um eine Form von Kommunikation. Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit folgender forschungsleitenden Fragestellung:

Inwiefern nutzt man mobile Medien, um Nicht-Kommunikation zu betreiben?

Um diese Frage zu beantworten, stütze ich mich auf ein Projekt, welches wir im Sommersemester im Rahmen des Seminars „‘Soll ich mich etwa langweilen?‘ - Zur Mediennutzung in Transport- und Wartesituation“ durchgeführt haben. Der inhaltliche Schwerpunkt des Projektes ist das Verhalten von Menschen in der Öffentlichkeit, speziell in Transport- und Wartesituationen, in Bezug auf die Nutzung mobiler Medien, insbesondere dem Smartphone. Dazu führte der Kurs eine Umfrage in Rostock und Berlin mit Fahrgästen des öffentlichen Nahverkehrs durch, um Aussagen darüber zu treffen, wofür die Menschen ihr Smartphone nutzen. Meine Gruppe legte dabei den Schwerpunkt auf das Shielding.

Im Folgenden wird in Kapitel 2 ein Überblick über den bereits existierenden Forschungsstand zum Thema gegeben. Darauf aufbauend werden drei Hypothesen in Anlehnung an die forschungsleitende Fragestellung aufgestellt. In Kapitel 3 zur ‚Empirischen Untersuchung‘ wird das Erhebungsinstrument unserer Umfrage beschrieben und erläutert, wie die Hypothesen gemessen werden, bevor sie anschließend getestet und ausgewertet werden. Im abschließenden Fazit werden die Befunde der Forschung zusammengetragen und in Bezug auf die forschungsleitende Frage ausgewertet. Es wird auf Auffälligkeiten eingegangen, Probleme betrachtet sowie eine kritische Bewertung durchgeführt.

Extrait


Struktur der wissenschaftlichen Arbeit

1. Einleitung

2. Theoretische Fundierung

2.1 Forschungsstand

2.2 Hypothesenformulierung

3. Die Empirische Untersuchung

3.1 Beschreibung des Instruments und Operationalisierung

3.2 Hypothesengenese

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des "Shielding", bei dem mobile Medien – primär Smartphones – genutzt werden, um sich in öffentlichen Verkehrs- und Wartesituationen bewusst oder unbewusst von der sozialen Umwelt abzugrenzen. Ziel der Untersuchung ist es, mittels einer quantitativen Befragung zu ermitteln, inwiefern mobile Geräte als Instrument zur Vermeidung von Interaktion fungieren und welche demografischen sowie geografischen Faktoren dieses Verhalten beeinflussen.

  • Phänomenologie des "Shielding" und Abgrenzung zu verwandten Begriffen (z. B. Cocooning, Civil Inattention).
  • Analyse der Smartphone-Nutzung als Schutzstrategie ("symbolic bodyguard") im öffentlichen Raum.
  • Einfluss der Urbanität (Metropole vs. Regiopole) auf das Vermeidungsverhalten.
  • Generationsspezifische Unterschiede in der mobilen Mediennutzung (Smart-Natives).
  • Geschlechtsspezifische Aspekte des Schutzbedürfnisses durch mobile Endgeräte.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Wer heute mit dem Zug, der U- oder S-Bahn fährt, wird gleich mit einer ganzen Reihe von Smartphone-Nutzern mittelbar oder unmittelbar konfrontiert werden. Auch an anderen öffentlichen Orten wird das Smartphone als Schlüssel zur Telekommunikationswelt immer häufiger als Multiunterhaltungs- und Informationsgerät sichtbar. Die einen hören Musik, die anderen lesen, dritte schauen einen Film oder betrachten Urlaubsfotos. Wieder andere chatten, surfen im Netz, schreiben Mails oder – auch wenn es schon altbacken wirkt – telefonieren sogar. (Müller-Lietzkow, Ganguin, und Hoblitz 2014: 283)

Im Zuge der Mediatisierung der Gesellschaft nimmt das Smartphone einen immer größer werdenden Einfluss auf die Bereiche unseres Alltags ein, wobei viele Menschen kaum noch von ihrem Smartphone zu trennen sind. Wie die einleitenden Gedanken von Müller-Lietzkow et al. bestätigen, wirkt sich die Nutzung des Smartphones und der mobilen Kommunikation auch auf die Öffentlichkeit aus. Hierzu zählen unter anderem auch sämtliche Transportmittel. Doch nicht immer gab es S- und U-Bahnen. Wenn wir zwei Jahrhunderte in der Zeit zurückspringen, prägte die Eisenbahn das Bild eines praktischen Transportmittels. Hier verbrachten Fremde teils stundenlang ihre Zeit in geschlossenen Abteilen miteinander und entweder wurden neue Kontakte geknüpft oder man versuchte die peinliche Stille durch Ablenkung, wie z.B. durch das Lesen von Büchern oder Zeitschriften, zu überspielen. Diese dienten vor allem aber auch als Signal, nicht kommunizieren zu wollen, da man durch das Lesen beschäftigt und nicht ansprechbar zu sein schien. Heutzutage sind mobile Medien und vor allem das Smartphone Beispiele dafür, sich an öffentlichen Orten der Kommunikation mit Fremden zu entziehen und sich in seine eigene Welt abzuschotten (Urry 2006: 363). Für dieses Verhalten ist ein Fachbegriff entstanden: ‚Shielding‘.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der mobilen Mediennutzung im öffentlichen Raum ein, definiert den Begriff "Shielding" als gezielte Abschirmung von der Umwelt und leitet die forschungsleitende Fragestellung ab.

2. Theoretische Fundierung: Hier wird der aktuelle Forschungsstand zum Medienkonsum und dessen Auswirkungen auf das soziale Verhalten in städtischen Räumen dargelegt sowie drei Hypothesen zu demografischen und räumlichen Einflussfaktoren formuliert.

3. Die Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, die Operationalisierung der Variablen sowie die Datenerhebung und stellt die Ergebnisse zur Verifizierung oder Falsifizierung der aufgestellten Hypothesen vor.

4. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Studie zusammen, reflektiert die methodischen Grenzen der Arbeit und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Shielding, Smartphone-Nutzung, Interspace, Mediatisierung, Öffentlicher Nahverkehr, Nicht-Kommunikation, Smart-Natives, Cocooning, Civil Inattention, Symbolischer Bodyguard, Absent-Presence-Verhalten, Empirische Sozialforschung, Medienbewusstsein, Mobile Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhalten von Menschen in öffentlichen Transport- und Wartesituationen und analysiert, wie diese ihre Smartphones nutzen, um sich sozial von ihrer Umgebung abzugrenzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind Mediatisierung, mobiles Verhalten im öffentlichen Raum, soziale Interaktion sowie die psychologischen Schutzfunktionen, die von mobilen Endgeräten im Alltag übernommen werden.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, inwiefern das Smartphone dazu verwendet wird, gezielt Nicht-Kommunikation zu betreiben und sich vor unerwünschten sozialen Interaktionen zu schützen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine quantitative in-situ Befragung (Paper-Pencil-Methode) bei Fahrgästen in Rostock und Berlin durchgeführt, deren Daten mittels SPSS ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes zu Phänomenen wie "Cocooning" und "Civil Inattention" sowie eine empirische Analyse, in der drei Hypothesen zu Ort, Alter und Geschlecht geprüft werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Kernbegriffe sind Shielding, Interspace, mobile Kommunikation, soziale Abschirmung, Smart-Natives und mediatisierte Öffentlichkeit.

Wie definiert die Autorin den Begriff "Shielding"?

Es wird als das bewusste oder unbewusste Abschotten von der Umwelt durch die Nutzung mobiler Medien als Schutz oder Schild interpretiert.

Wurde die Hypothese bestätigt, dass in Metropolen häufiger geshieldet wird?

Nein, diese Hypothese konnte nicht verifiziert werden, da die Unterschiede zwischen den Ergebnissen in Berlin und Rostock zu gering und nicht eindeutig aussagekräftig waren.

Welche Rolle spielt das Geschlecht beim Shielding?

Die Studie ergab, dass Frauen das Smartphone häufiger als "symbolic bodyguard" nutzen, um sich in der Öffentlichkeit sicherer zu fühlen, womit die entsprechende Hypothese verifiziert werden konnte.

Welche Altersgruppe tendiert am stärksten zum Shielding?

Personen unter 30 Jahren neigen laut den Ergebnissen deutlich stärker dazu, ihr Smartphone zur sozialen Abgrenzung zu nutzen als die Gruppe der über Dreißigjährigen.

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Résumé des informations

Titre
Shielding. Zur mobilen Mediennutzung in Transport- und Wartesituationen
Université
University of Rostock  (Institut für Medienforschung)
Cours
Empirische Medien- und Kommunikationsforschung: Mediennutzung in Transport- und Wartesituationen
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
23
N° de catalogue
V324082
ISBN (ebook)
9783668233126
ISBN (Livre)
9783668233133
Langue
allemand
mots-clé
shielding mobilen mediennutzung transport- wartesituationen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2015, Shielding. Zur mobilen Mediennutzung in Transport- und Wartesituationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/324082
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Extrait de  23  pages
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