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Das Konzept der Flexicurity. Expansion atypischer Beschäftigung in Deutschland

Title: Das Konzept der Flexicurity. Expansion atypischer Beschäftigung in Deutschland

Term Paper , 2016 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Rebecca Lo Bello (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Diese Arbeit widmet sich der folgenden Problemstellung: Welches sind die geschlechtsspezifischen Implikationen, Gründe und Folgen atypischer Beschäftigungsverhältnisse? Kann Flexicurity aus einer gender Perspektive ein Lösungsansatz darstellen?

Diese Problematiken werden in zwei Schritten bearbeitet.
In ersten Teil der Arbeit sollen die Charakteristika der atypischen Beschäftigungsverhältnisse näher analysiert werden. Dabei wird sowohl die Verteilung atypischer Beschäftigung unter den Geschlechtern aufgezeigt, als auch die Gründe und Folgen derartiger Beschäftigungsbedingungen differenzierter herausgearbeitet.

Der zweite Teil ist hingegen dem Flexicurity Ansatz gewidmet. Einer allgemeinen Einführung des Konzeptes folgt eine Analyse aus der gender Perspektive. Dabei soll das Potential des Flexicurity Konzeptes von zweit zentralen Seiten untersucht werden: Zum einen in Bezug auf eine sicherere Gestaltung atypischer Beschäftigung. Zum anderen hinsichtlich einer Gleichstellung der Geschlechter und der Verteilung von Reproduktionsarbeit. Dabei muss klargestellt werden, dass trotz einer Fokussierung auf die deutsche Situation, auch internationale Autoren mit in die Analyse eingehen.

Der Schlussteil dient hingegen dazu, die zentralen Ergebnisse dieser Arbeit noch einmal zusammenzufassen und somit eine klare Stellungnahme zur hier formulierten Problemstellung zu beziehen.

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Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Atypische Beschäftigung: Frauensache?

2.1. Definitionen und Begriffe

2.2. Frauen und Männer im Vergleich

2.3. Ursachen und Folgen

3. Flexicurity und Geschlecht

3.1. Ein europäisches Leitkonzept

3.2. Geschlechtsspezifische Implikationen: Benachteiligungen und Gleichstellung

4. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die geschlechtsspezifischen Implikationen, Ursachen und Folgen atypischer Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland und bewertet kritisch, inwieweit das europäische Konzept der Flexicurity als Lösungsansatz zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Frauen dienen kann.

  • Analyse der Verbreitung und Charakteristika atypischer Beschäftigung nach Geschlechtern
  • Untersuchung der strukturellen Gründe für die geschlechtsspezifische Segregation des Arbeitsmarktes
  • Evaluierung des Flexicurity-Konzepts im Hinblick auf seine gleichstellungspolitische Dimension
  • Diskussion der Bedeutung der Reproduktionsarbeit für die berufliche Situation von Frauen
  • Reflektion über notwendige Reformen des Flexicurity-Ansatzes unter einer Gender-Perspektive

Auszug aus dem Buch

3.1. Ein europäisches Leitkonzept

Bereits seit 2003 ist das Konzept der Flexicurity ein zentraler Bestandteil der Europäischen Beschäftigungsstrategie (Schulze Buschoff 2010: 193).

Als Verknüpfung zwischen Flexibilität und Sicherheit, soll die Flexicurity sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gewährleisten, als auch die soziale Sicherheit der ArbeitnehmerInnen stärken (EU-Kommission 2007: 7). Flexibilität und Sicherheit sind in diesem Sinne nicht mehr als Interessengegensatz zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen aufzufassen, sondern als Möglichkeit gegenseitiger Ergänzung und Befruchtung (Bekker/Wilthagen 2008: 63).

Dieses Doppelziel wird auch in der Definition von Wilthagen und Rogowski (zitiert in Wilthagen/ Tros/ van Lieshout 2003: 3) deutlich:

„Flexicurity can […] be defined as a policy strategy that attempts, synchronically and in a deliberate way, to enhance the flexibility of labour markets, the work organisation and labour relations on the one hand, and to enhance security – employment security and social security – notably for weaker groups in and outside the labour market on the other hand. “

Damit kommt ein Grundgedanken des Flexicurity Konzepts zum Ausdruck: Sicherheit bedeutet in Kombination mit Flexibilität am Arbeitsmarkt nicht mehr Arbeitsplatzsicherheit, sondern vielmehr Beschäftigungssicherheit und zielt damit verstärkt auf die Fähigkeit innerbetrieblicher und zwischenbetrieblicher Arbeitsplatzmobilität (Kronauer/Linne 2005: 14).

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der zunehmenden atypischen Beschäftigung in Deutschland ein und stellt die Forschungsfrage nach deren geschlechtsspezifischen Implikationen sowie der Eignung des Flexicurity-Ansatzes.

2. Atypische Beschäftigung: Frauensache?: Hier werden zentrale Begrifflichkeiten geklärt, die hohe Überrepräsentanz von Frauen in atypischen Beschäftigungsverhältnissen statistisch belegt und die Ursachen sowie negativen Folgen, wie Prekaritätsrisiken, analysiert.

3. Flexicurity und Geschlecht: Dieses Kapitel untersucht das europäische Konzept der Flexicurity, seine theoretischen Grundlagen und die Defizite in der praktischen Umsetzung hinsichtlich einer geschlechtergerechten Arbeitsmarktpolitik.

4. Schlussfolgerungen: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass das Flexicurity-Modell in Deutschland bisher kaum zur Absicherung atypischer Beschäftigung beigetragen hat und eine Erweiterung um gleichstellungspolitische Aspekte notwendig ist.

Schlüsselwörter

Atypische Beschäftigung, Prekarität, Flexicurity, Geschlechtersegregation, Reproduktionsarbeit, Normalarbeitsverhältnis, Arbeitsmarktpolitik, Gleichstellung, Teilzeitarbeit, Minijob, Beschäftigungssicherheit, Gender Mainstreaming, FlexiCarity, Altersarmut, Erwerbsverläufe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die geschlechtsspezifische Verteilung atypischer Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland und prüft, inwiefern das europäische Politikkonzept der Flexicurity dazu beitragen kann, diese Arbeitsverhältnisse sicherer zu gestalten und Geschlechtergerechtigkeit zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Flexibilisierung der Arbeitswelt, die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, die Bedeutung der Reproduktionsarbeit sowie die kritische Auseinandersetzung mit arbeitsmarktpolitischen Leitbildern und deren Auswirkungen auf die soziale Sicherung von Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass atypische Beschäftigung keine geschlechtsneutrale Entwicklung ist und dass der aktuelle Flexicurity-Ansatz die spezifischen Benachteiligungen von Frauen, die oft durch eine Doppelbelastung aus Erwerbs- und Reproduktionsarbeit entstehen, nicht ausreichend adressiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer fundierten Auswertung bestehender Fachliteratur, aktueller Statistiken und europäischer Strategiepapiere basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der atypischen Beschäftigungsformen (Teilzeit, Befristung, Minijobs) und deren Folgen für Frauen sowie in eine detaillierte Analyse des Flexicurity-Konzepts unter einer Gender-Perspektive.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Atypische Beschäftigung, Flexicurity, Reproduktionsarbeit, Gender-Perspektive, Prekarisierung, Geschlechtergleichstellung und Arbeitsmarktpolitik.

Inwiefern beeinflusst die Reproduktionsarbeit die Ergebnisse der Arbeit?

Die Autorin argumentiert, dass die Geschlechtsblindheit des Flexicurity-Konzepts darauf beruht, dass die notwendige Reproduktionsarbeit (wie Kinderbetreuung und Pflege) innerhalb des Ansatzes kaum berücksichtigt wird, was für viele Frauen die Aufnahme einer atypischen Beschäftigung oft zur einzig verbleibenden Option macht.

Was schlägt die Autorin zur Verbesserung des Flexicurity-Konzepts vor?

Sie schlägt vor, die Gender-Perspektive explizit in die Strategie aufzunehmen und diese in „FlexiCarity“ umzubenennen, wobei öffentliche Pflege- und Betreuungsleistungen als fester Bestandteil des Konzepts etabliert werden sollten.

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Details

Title
Das Konzept der Flexicurity. Expansion atypischer Beschäftigung in Deutschland
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,0
Author
Rebecca Lo Bello (Author)
Publication Year
2016
Pages
18
Catalog Number
V324169
ISBN (eBook)
9783668232747
ISBN (Book)
9783668232754
Language
German
Tags
konzept flexicurity expansion beschäftigung deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebecca Lo Bello (Author), 2016, Das Konzept der Flexicurity. Expansion atypischer Beschäftigung in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/324169
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