Diese Bachelorarbeit thematisiert die Rezeption des antiken Orpheus-Mythos in der Lyrik Rainer Maria Rilkes (Sonette an Orpheus, Teil 1, I-III), Gottfried Benns (Orphische Zellen, Orpheus' Tod) und Georg Trakls (Passion). Innerhalb der Einleitung wird der Ursprungsmythos beschrieben, gefolgt von einem kurzen Abriss der zetilichen Entwicklung des Mythos von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Im Hauptteil findet die Rezeption statt. Innerhalb derer wird die Funktion des Mythos bei den einzelnen Autoren beschrieben und dadurch auf den Mythos in der Moderne eingegangen. Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Orpheus im Wandel der Zeit
- 3. Orpheus in der Lyrik Rainer Maria Rilkes
- 3.1: Erster Teil, I: Da stieg ein Baum. O reine Übersteigung!
- 3.2: Erster Teil, II: Und fast ein Mädchen wars und ging hervor...
- 3.3: Erster Teil, III: Ein Gott vermags. Wie aber, sag mir, soll...
- 4. Orpheus in der Lyrik Gottfried Benns
- 4.1: Orphische Zellen
- 4.2: Orpheus' Tod
- 5. Orpheus in der Lyrik Georg Trakls
- 5.1: Passion
- 6. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Rezeption des Orpheus-Mythos in der Lyrik von Rainer Maria Rilke, Gottfried Benn und Georg Trakl zu untersuchen. Dabei wird insbesondere auf die Funktion des Mythos in den ausgewählten Werken eingegangen. Die Arbeit analysiert, wie die Dichter den Mythos in ihren eigenen Kontexten interpretieren und in ihre Werke einfügen.
- Entwicklung des Orpheus-Mythos in der Literatur
- Die Rolle des Gesangs in der orphischen Mythologie
- Die Bedeutung des Todes und der Trauer
- Die Ambivalenz der Liebe und des Verlangens
- Die Grenzen zwischen Mensch und Gott
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Orpheus-Mythos und seine verschiedenen Deutungen vor. Das zweite Kapitel betrachtet die Entwicklung des Mythos in der Geschichte und beleuchtet die unterschiedlichen Interpretationen, die er im Laufe der Zeit erfahren hat. Kapitel drei analysiert die Rezeption des Orpheus-Mythos in der Lyrik Rainer Maria Rilkes, wobei ausgewählte Werke aus dem ersten Teil seiner "Duineser Elegien" näher betrachtet werden. Kapitel vier befasst sich mit der Lyrik Gottfried Benns und untersucht die Funktion des Mythos in seinen Werken "Orphische Zellen" und "Orpheus' Tod". Kapitel fünf widmet sich der Rezeption des Mythos in der Lyrik Georg Trakls und analysiert das Gedicht "Passion". Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die Bedeutung des Orpheus-Mythos für die Lyrik der drei Dichter.
Schlüsselwörter
Orpheus-Mythos, Lyrik, Rainer Maria Rilke, Gottfried Benn, Georg Trakl, Gesang, Tod, Liebe, Trauer, Gott, Mensch, Rezeption, Deutung, Interpretation, Funktion, Kontext
Häufig gestellte Fragen
Wie wird der Orpheus-Mythos bei Rainer Maria Rilke rezipiert?
Rilke nutzt Orpheus in seinen „Sonetten an Orpheus“ als Symbol für die verwandelnde Kraft der Kunst und des Gesangs, die Tod und Leben miteinander verbindet.
Welche Rolle spielt Orpheus in der Lyrik von Gottfried Benn?
Bei Benn wird der Mythos oft fragmentarischer und kühler behandelt, etwa in „Orphische Zellen“ oder „Orpheus' Tod“, wobei die existenzielle Isolation im Fokus steht.
Wie deutet Georg Trakl den Orpheus-Mythos?
In Trakls Gedicht „Passion“ erscheint der Mythos in einer düsteren, schwermütigen Atmosphäre, die eng mit den Themen Verfall, Schuld und Erlösung verknüpft ist.
Was ist die zentrale Funktion des Orpheus-Mythos in der Moderne?
Er dient als Metapher für die Grenzen der Sprache, die Unmöglichkeit der dauerhaften Liebe und die Sehnsucht des Dichters nach Transzendenz.
Welche Bedeutung hat der Gesang im orphischen Kontext?
Der Gesang ist das Werkzeug, mit dem Orpheus die Unterwelt bezwingt; in der Lyrik symbolisiert er die Macht der Poesie über die Vergänglichkeit.
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- Lena Wegener (Autor), 2016, Orpheus. Rezeption des Mythos in den Werken von Rainer Maria Rilke, Gottfried Benn und Georg Trakl, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/324364