Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit den EU-Mitgliedsstaaten und ihren Pressemärkten.
Am 01. Mai 2004 traten 10 ost- und südeuropäische Staaten der Gemeinschaft bei. Nun ist zu überprüfen, was für Pressesysteme in diesen Ländern etabliert sind und auf welchem Niveau diese im europäischen Vergleich einzuordnen sind. Zuvor ist hierfür festzustellen, welche Entwicklungen die jetzigen EU-Mitglieder in den letzten Jahren durchlaufen haben, um eventuelle Entwicklungen der nächsten Jahre vorausahnen zu können. Am Ende wird eine Einordnung der neuen Beitrittskandidaten durchgeführt und deren zukünftigen Entwicklungen prognostiziert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geschichtlicher Kurzüberblick
3. Westeuropa im Vergleich (zur Studie von Gustafsson und Weibull)
3.1. Drei Zeitungsregionen
3.2. Die Entwicklungstendenzen
4. Vier Zeitungsregionen heute
5. Die einzelnen Zeitungsregionen und ihre Entwicklungen
5.1 Zeitungsregion 1
5.2 Zeitungsregion 2
5.3 Zeitungsregion 3
5.4 Zeitungsregion 4
6. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Pressesysteme der EU-Mitgliedsstaaten im Kontext der EU-Osterweiterung zu analysieren und einzuordnen. Dabei wird geprüft, welche Entwicklungen die bisherigen Mitgliedsstaaten durchlaufen haben, um daraus Rückschlüsse auf die Zukunft der Medienmärkte in den neuen Mitgliedsstaaten zu ziehen.
- Analyse europäischer Pressesysteme und deren Strukturen
- Vergleich der Zeitungsregionen auf Basis der Studie von Gustafsson und Weibull
- Untersuchung von Entwicklungstendenzen bei Auflagen und Reichweiten
- Betrachtung von Konzentrationsprozessen und Werbemarktanteilen
- Prognose für die Zukunft der verschiedenen Zeitungsregionen
Auszug aus dem Buch
3.1. Drei Zeitungsregionen
1994 wurden in Westeuropa über 1300 Zeitungen herausgegeben (ebd.). Insgesamt sind die Auflagenzahlen und die Zahl der Zeitungstitel (Tabelle 1) in Westeuropa sehr stabil. Dennoch erkannten die Autoren einige interessante Tendenzen. Wenn man sich die Tabelle 2 anschaut, kann man drei Zeitungsregionen erkennen:
Die erste, die die Länder Norwegen, Schweden, Finnland, die Schweiz und Luxemburg beinhaltet, zeichnet sich durch eine sehr hohe Auflagenzahl und eine sehr hohe Lesehäufigkeit aus.
In der zweiten Zone befinden sich Österreich, Großbritannien, Deutschland, Dänemark, die Niederlande, Belgien und Irland. Diese Länder haben eine durchschnittliche Lesehäufigkeit und eine mittelhohe Auflagenzahl.
Die letzte Zone schließt Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland und Portugal ein. Diese Länder zeichnen sich durch eine geringe Lesehäufigkeit und eine ebenso kleine Auflage aus.
Man kann also eine relativ durchgängige Nord-Süd-Linie erkennen (Gustafsson & Weibull, 1996, S. 40). Auch wenn es in Mitteleuropa nicht immer genau geografisch zu erklären ist (Dänemark schneidet im Vergleich zur südlich gelegeneren Schweiz um einiges schlechter ab), kommt man doch zu dem Schluss, dass die nordeuropäischen Länder sich durch eine hohe Zeitungsverbreitung auszeichnen, während diese Zahlen in Südeuropa ziemlich gering sind. Mitteleuropa liegt bei den Zahlen genau zwischen diesen beiden Extremen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der Analyse von Pressesystemen im Kontext der EU-Erweiterung.
2. Geschichtlicher Kurzüberblick: Darstellung der Entwicklung der EU von den Gründungsländern bis zur geplanten Osterweiterung 2004.
3. Westeuropa im Vergleich (zur Studie von Gustafsson und Weibull): Theoretische Grundlage durch die Untersuchung von Gustafsson und Weibull zur europäischen Presse zwischen 1988 und 1994.
4. Vier Zeitungsregionen heute: Einführung einer neuen Klassifizierung der europäischen Zeitungslandschaft unter Einbeziehung der osteuropäischen Staaten.
5. Die einzelnen Zeitungsregionen und ihre Entwicklungen: Detaillierte Analyse der vier Zonen hinsichtlich Auflagen, Reichweiten, Konzentration und Werbemarktentwicklung.
6. Ausblick: Zusammenfassende Prognose zur zukünftigen Entwicklung der verschiedenen Zeitungsregionen.
Schlüsselwörter
Europäische Union, Pressemärkte, Zeitungsregionen, Auflagenzahlen, Reichweite, Lesehäufigkeit, Medienkonzentration, Osterweiterung, Werbemarkt, Zeitungsverleger, Pressesysteme, Medienpolitik, Printmedien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Zustand und die Entwicklung der europäischen Pressemärkte vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Auflagenzahlen, Reichweiten, Medienkonzentration und die Rolle von Werbeeinnahmen in verschiedenen europäischen Zeitungsregionen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, durch die Analyse historischer Trends zu prüfen, wie die Pressesysteme der neuen Mitgliedsstaaten einzuordnen sind und welche zukünftigen Entwicklungen zu erwarten sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine komparative Analyse auf Basis existierender Studien (u.a. von Gustafsson und Weibull) und aktueller statistischer Daten durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert Europa in vier Zeitungsregionen und untersucht diese differenziert nach ihrer jeweiligen ökonomischen und strukturellen Lage.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem EU-Osterweiterung, Pressemärkte, Medienkonzentration, Reichweite und Zeitungsauflagen.
Warum wird eine neue Einteilung in vier Regionen vorgenommen?
Die Einteilung wurde erweitert, um die osteuropäischen Beitrittsstaaten, für die noch keine vergleichbaren Daten vorlagen, als vierte Region zu integrieren.
Wie unterscheidet sich Region 1 von Region 3?
Region 1 weist eine sehr hohe Auflagenzahl und Lesehäufigkeit auf, während Region 3 durch eine geringe Reichweite und schwache Auflagenzahlen gekennzeichnet ist.
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- Christoph Mischke (Author), 2004, Die EU und ihre Pressemärkte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32446