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Lokale Agenda 21 - Ein Instrument zur nachhaltigen Stadtentwicklung in Berlin am Beispiel des Bezirks Treptow- Köpenick

Title: Lokale Agenda 21 - Ein Instrument zur nachhaltigen Stadtentwicklung in Berlin am Beispiel des Bezirks Treptow- Köpenick

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 36 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Levke Godbersen (Author), Peer Priewich (Author)

Geography / Earth Science - Miscellaneous
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Am Beginn eines jeden Buches oder Artikels, der lokale Agenden 21 zum Thema hat, wird der innovative, ganzheitliche und zukunftsfähige Charakter der lokalen Agenden 21 auf dem Weg zu einer nachhaltigen Nutzung der Erde gelobt. Quasi ein Allheilmittel für die Krankheiten der Welt. Ganzheitlich meint hier die Einbeziehung sowohl ökologischer, ökonomischer als auch sozialer Aspekte und die Berücksichtigung der Interessen aller gesellschaftlichen Gruppen in jedem Planungsbereich. Über die Bedeutung der Begriffe Nachhaltigkeit oder Zukunftsfähigkeit, die vom englischen Begriff „sustainability” abgeleitet wurden, gab es in der jüngeren Vergangenheit viele Interpretationsversuche, weshalb im Rahmen dieser Arbeit auf eine weitreichende Interpretation verzichtet werden soll. Nur eine kurze Definition, um klar zu machen was gemeint ist: Nachhaltigkeit hat die Bewahrung der Leistungsfähigkeit vorhandener Potentiale oder die Erschließung neuer Potentiale mit gleicher Leistungsfähigkeit zur dauerhaften Sicherung natürlicher Grundlagen und der Existenz der Menschheit zum Ziel.1 In den Begriffen „Ganzheitlich“ und „Nachhaltigkeit“ stellt sich auch schon das Problem der Agenda 21, ob sie in dem geforderten Maße umsetzbar ist, oder ob es von den Kommunen nicht zu viel verlangt ist, zwar in kleinem Maßstab, die Krankheiten der Welt zu heilen.

Diese Arbeit soll einen Einblick in die lokalen Agenda 21 Prozesse geben. Voraussetzung hierfür ist das Wissen, was die Agenda 21 ist, weswegen im nachfolgenden Kapitel eine Einführung in die Agenda 21 gegeben wird. Hier werden die UNCED2 in Rio de Janeiro und ihre Dokumente, im Speziellen die Agenda 21, vorgestellt. Der Artikel 28, der die Rolle der Kommunen hervorhebt und die Aufstellung einer lokalen Agenda 21 in jeder Kommune fordert, wird genauer erläutert. Im darauf folgenden Kapitel wird der lokale Agenda- Prozess in Deutschland sowie die Akteure der Lokalen Agenda 21 in Berlin vorgestellt. Im Anschluss werden die zur Überprüfung der Qualität einer lokalen Agenda notwendigen Indikatoren und Ansätze zur Indikatorenfindung vorgestellt. Am Beispiel Treptow- Köpenick wird dann ein Umsetzungsbeispiel gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Einführung in die Agenda 21

2.1. UNCED in Rio de Janeiro 1992

2.2. Die Agenda 21

2.3. Der Artikel 28

3.Lokale Agenda 21 in Deutschland an Beispielen aus Berlin

3.1.Lokale Agenda Prozesse

3.1.1. Dialog

3.1.2. Handlungsprogramm und Leitbilder

3.1.3. Die Systematische Umsetzung der Ziele

3.2. Akteure der Lokale Agenda 21 in Berlin

4. Indikatoren

4.1. Entwicklungsstand und Funktionen von Indikatorensystemen

4.2. Bildung von Indikatoren

4.3. Bildung einer lokalen Agenda21

5.Lokale Agenda21 Treptow Köpenick

5.1. Der Bezirk Treptow-Köpenick

5.1. Chronik der Lokalen Agenda21 in Treptow-Köpenick

5.1.1. Das politische Mandat

5.1.2. Erarbeitung der lokalen Agenda21

5.1.3. Fertigstellung der lokalen Agenda21

5.2. Akteure der Agenda21 in Treptow-Köpenick

5.3.Die Themenfelder der lokaler Agenda

5.4. Die Leitbilder der lokalen Agenda des Bezirks

5.5. Indikatoren der lokalen Agenda

5.5.1. Ansatz für das Lokale Indikatorensystem

5.5.2. Berechnung des Nachhaltigkeitsindex

5.6. Agendaprojekte

5.7. Fortführung der Agenda

6. Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung des Konzepts der Lokalen Agenda 21 als Instrument für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Ziel ist es, den theoretischen Rahmen des Agenda-Prozesses darzulegen und dessen praktische Anwendung sowie die damit verbundenen Herausforderungen am Beispiel des Berliner Bezirks Treptow-Köpenick zu analysieren.

  • Grundlagen und Entstehung der Agenda 21 auf internationaler und nationaler Ebene.
  • Prozessabläufe und Akteursstrukturen bei der Etablierung lokaler Agenda-Prozesse.
  • Methoden zur Entwicklung und Anwendung von Indikatorensystemen zur Messung von Nachhaltigkeit.
  • Fallstudie zur praktischen Umsetzung in Treptow-Köpenick unter besonderer Berücksichtigung der Steuerungsmodelle.

Auszug aus dem Buch

3.1.3. Die Systematische Umsetzung der Ziele

Nachdem also ein Handlungsplan auf Basis eines im Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen gefundenen Konsens über die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung erstellt wurde, geht es nun an die konkrete Umsetzung der Ziele. Oftmals wird die Verabschiedung eines Maßnahmenkonzepts bereits als erfolgreiche Umsetzung der Agenda 21 angesehen. Dies ist jedoch nicht der Fall, vielmehr geht es bei der Umsetzung darum, ein langfristiges Umdenken in Bezug auf die Nutzung der natürlichen, kapitalen und personellen Ressourcen zu erzielen. Denn Deutschland hat sich 1992 mit der Unterzeichnung der Dokumente von Rio, speziell der Agenda 21, verpflichtet, in den Kommunen ein bestimmtes Handeln sicherzustellen. In dem Artikel 28 der Agenda 21 wird jedoch nicht von den Kommunen gefordert, alle in der Agenda 21 aufgeführten Bereiche einer nachhaltigen Entwicklung zur Umsetzung zu bringen.

Das würde ihre Mittel und Kompetenzen auch in vielerlei Hinsicht übersteigen. Für eine lokale Agenda 21 reicht es in den meisten Fällen aus, einzelne überschaubare, gestaltbare Bereiche auszuwählen (z.B. Bodenschutz und Flächenversiegelung, Lebensqualität in den Innenstädten oder Mobilität und Nahverkehr), diese dafür umso konsequenter und langfristiger umzusetzen. Langfristig bedeutet in diesem Zusammenhang ein Zeithorizont von 20 Jahren oder länger. Eine nachhaltige Entwicklung wird nicht durch hastig veranlasste Aktionsprogramme, die zu einem schnellen und öffentlichkeitswirksamen Ergebnis führen, erreicht. Auch sollte ein Handlungsprogramm nicht mit einer „to-do Liste“ verwechselt werden, bei der die aufgeführten Ziele abgearbeitet werden und so eine Lokale Agenda21 erfolgreich umgesetzt wurde. Eine lokale Agenda 21 ist vielmehr ein Entwicklungsprozess und ein Leitfaden für einer generationsgerechte, umweltverträgliche und zukunftsbeständige Lebensweise.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in den ganzheitlichen Charakter der Lokalen Agenda 21 ein und definiert kurz den Begriff der Nachhaltigkeit, bevor das weitere Vorgehen der Arbeit skizziert wird.

2. Einführung in die Agenda 21: Hier werden die Ergebnisse der UNCED 1992 in Rio de Janeiro sowie die Bedeutung und Struktur der Agenda 21 und insbesondere des Artikels 28 für die Rolle der Kommunen erläutert.

3.Lokale Agenda 21 in Deutschland an Beispielen aus Berlin: Dieses Kapitel beschreibt die drei Prozessstufen der Lokalen Agenda – Dialog, Handlungsprogramm und Umsetzung – sowie die Akteurslandschaft in der Stadtregion Berlin.

4. Indikatoren: Der Fokus liegt hier auf der Notwendigkeit und den Methoden zur Bildung lokaler Indikatoren, um den Fortschritt einer nachhaltigen Entwicklung messbar und bewertbar zu machen.

5.Lokale Agenda21 Treptow Köpenick: Dieses Kapitel analysiert das konkrete Fallbeispiel, angefangen bei der politischen Chronik über die organisatorische Drei-Säulen-Struktur bis hin zur Anwendung eines Nachhaltigkeitsindexes.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Umsetzbarkeit des Agenda-Prinzips, wobei die Chancen und Risiken der Bürgerbeteiligung und der Indikatorensteuerung hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Lokale Agenda 21, Nachhaltige Stadtentwicklung, Nachhaltigkeitsindikatoren, Bürgerbeteiligung, Agenda-Prozess, Treptow-Köpenick, Konsensfindung, Nachhaltigkeitsindex, Kommunalverwaltung, Umweltpolitik, Nachhaltigkeit, Partizipation, Aktionsprogramm, Ressourcenschutz, Stadtplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die praktische Umsetzung der Lokalen Agenda 21 als Instrument zur Förderung nachhaltiger Entwicklung, wobei der Fokus auf den Prozessen in deutschen Kommunen und speziell im Bezirk Berlin Treptow-Köpenick liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind der theoretische Ursprung der Agenda 21 aus der Konferenz von Rio, die Notwendigkeit von Bürgerbeteiligung, der Aufbau von lokalen Akteursstrukturen sowie die methodische Entwicklung von Indikatorensystemen zur Erfolgskontrolle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie eine lokale Gebietskörperschaft durch strukturierte Dialogprozesse und messbare Indikatoren eine zukunftsfähige Entwicklung einleiten kann, und dabei die Wirksamkeit dieses Instruments kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Dokumentenanalyse zum theoretischen Rahmen sowie eine detaillierte Fallstudie zur Organisation und Steuerung der Lokalen Agenda 21 im Bezirk Treptow-Köpenick.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Phasen eines Agenda-Prozesses, der Rolle der beteiligten Akteure (Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft) und der technischen sowie methodischen Herausforderung, soziale und ökologische Ziele in einem Nachhaltigkeitsindex greifbar zu machen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Lokale Agenda 21, Nachhaltigkeitsindikatoren, Bürgerbeteiligung und kommunale Stadtentwicklung geprägt.

Was zeichnet das in Treptow-Köpenick angewandte Drei-Säulen-Modell besonders aus?

Das Modell integriert die Bezirksverwaltung, die Zivilgesellschaft (Forum für Umwelt und Entwicklung) und kirchliche Institutionen in einer festen Organisationsstruktur, um Kontinuität über politische Legislaturperioden hinweg zu sichern.

Welche Rolle spielt die Berechnung eines Nachhaltigkeitsindexes für den Bezirk?

Der Index dient als Instrument zur Operationalisierung der Nachhaltigkeitsziele. Er macht Fortschritte oder Defizite transparent und ermöglicht es der Verwaltung, Handlungsbedarfe datengestützt zu begründen und entsprechende Maßnahmen zu steuern.

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Details

Title
Lokale Agenda 21 - Ein Instrument zur nachhaltigen Stadtentwicklung in Berlin am Beispiel des Bezirks Treptow- Köpenick
College
Humboldt-University of Berlin  (Geographisches Institut)
Course
Multidisziplinäre Umweltanalyse und -bewertungsverfahren
Grade
2,0
Authors
Levke Godbersen (Author), Peer Priewich (Author)
Publication Year
2004
Pages
36
Catalog Number
V32455
ISBN (eBook)
9783638331722
Language
German
Tags
Lokale Agenda Instrument Stadtentwicklung Berlin Beispiel Bezirks Treptow- Köpenick Multidisziplinäre Umweltanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Levke Godbersen (Author), Peer Priewich (Author), 2004, Lokale Agenda 21 - Ein Instrument zur nachhaltigen Stadtentwicklung in Berlin am Beispiel des Bezirks Treptow- Köpenick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32455
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