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Das Projekt einer gesamtamerikanischen Freihandelszone (FTAA) - eine Chance für das Konzept des offenen Regionalismus in Amerika?

Title: Das Projekt einer gesamtamerikanischen Freihandelszone (FTAA) - eine Chance für  das Konzept des offenen Regionalismus in Amerika?

Term Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Häsel (Author)

Economics - Case Scenarios
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Einleitung

Kanada, Mexico und die Vereinigten Staaten von Amerika haben am 1.1.1994 eine nordamerikanische Freihandelszone, genannt NAFTA (North American Free Trade Agreement), ins Leben gerufen. Nach diesem Vorbild haben, ebenfalls im Jahre 1994, unter dem Vorsitz der Vereinigten Staaten, 34 Staats- und Regierungschefs Nord- Mittel- und Südamerikas Verhandlungen zur Erweiterung der NAFTA zu einer FTAA1 (Free Trade Area of the Americas), also einer Freihandelszone auf dem gesamten amerikanischen Kontinent, aufgenommen. Die Verhandlungen sollen nach dem Wunsch der USA bis zum Januar 2005 mit der Unterzeichnung des Abkommens abgeschlossen sein. Grundlegendes Ziel ist es, nach NAFTA Vorbild, eine Liberalisierung des Handels mit Produkten, Investitionen und Dienstleistungen unter den Mitgliedsstaaten zu erreichen und ein Abkommen zur Schaffung einer einheitlichen panamerikanischen Freihandelszone zu unterzeichnen. Im Folgenden beschäftige ich mich mit der Einordnung des Verhandlungsprozesses in die vor Ort existierenden Rahmenbedingungen und einer kurzen Definition des Konzeptes des offenen Regionalismus. Im Anschluss daran soll der Aufbau und der bisherige Verlauf des Verhandlungsprozesses erläutert werden. Danach erfolgt eine Aufstellung und Interpretation der möglichen Interessen, die die einzelnen zukünftigen Mitgliedsstaaten mit der Verwirklichung einer panamerikanischen Freihandelszone verbinden. Hierbei soll insbesondere auf den vermeintlichen Machtkampf zwischen den USA und Brasilien um die Vormachtstellung in Südamerika eingega ngen werden. Im letzten Teil der Arbeit werden dann die grundlegenden Probleme, mit denen sich das FTAA Projekt konfrontiert sieht, skizziert, die zum Teil durch ungleiche ökonomische Entwicklungen, zum Teil durch fest verwurzelte unterschiedliche Überzeugungen und (auch) daraus resultierenden aktuellen politischen Machtfragen entstanden sind. Am Ende der Arbeit steht eine Beurteilung der Aussichten für eine Umsetzung der FTAA und eine Einordnung der Perspektiven des Projektes für das Konzept des offenen Regionalismus in Amerika.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorbemerkungen

2.1 Ausgangssituation

2.2 offener Regionalismus

3 FTAA Verhandlungen

3.1 Entwicklung und Stand der Verhandlungen

3.2 Struktur des Verhandlungsprozesses

3.3 Ergebnisse der bisherigen Verhandlungen

4 Interessen der potentiellen Mitglieder

4.1 allgemeine Interessen

4.2 Interessenkonflikte zwischen den potentiellen Mitgliedsstaaten

5 Probleme der FTAA

5.1 ökonomische Ungleichheiten

5.2 politische Spannungsfelder

5.3 kulturelle und soziale Unterschiede

6 Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Projekt einer gesamtamerikanischen Freihandelszone (FTAA) und analysiert, inwieweit dieses Vorhaben eine Chance für das Konzept des offenen Regionalismus in Amerika darstellt. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob unter den gegebenen ökonomischen Ungleichheiten und politischen Spannungsfeldern ein Erfolg des Projekts möglich ist.

  • Analyse der historischen Entwicklung und des Verhandlungsprozesses der FTAA.
  • Untersuchung der widerstreitenden Interessen der beteiligten Nationen.
  • Erörterung des Machtkampfes zwischen den USA und Brasilien um die regionale Vorherrschaft.
  • Bewertung der ökonomischen und kulturellen Hindernisse für eine erfolgreiche Integration.

Auszug aus dem Buch

3.2 Struktur des Verhandlungsprozesses

Grundsätzlich gilt, dass das FTAA Abkommen WTO konform, ausgewogen und umfassend sein soll und eine individuelle Verpflichtung erzeugt. Entscheidungen müssen immer im Konsens mit allen Mitgliedsländern getroffen werden. Die Struktur der FTAA soll der der NAFTA ähneln. Insbesondere soll auch der durchaus bedenkliche NAFTA-Paragraph übernommen werden in dem es Unternehmen erlaubt ist Regierungen gerichtlich zu verklagen und dadurch die Möglichkeit zu haben sie dazu zu zwingen ihre Interessen zu vertreten.

In den Verhandlungsprozess wurden alle 34 Staaten Nord-, Mittel- und Südamerikas eingeschlossen – mit Ausnahme Kubas. Bei der Verwirklichung des Projekts entstünde ein Wirtschaftsraum mit knapp 800 Millionen Einwohnern und einem Bruttoinlandsprodukt von rund 11 Billionen Dollar.

Nach dem Beschluss von Miami aus dem Jahre 1994, das Projekt FTAA bis 2005 abzuschließen, wurden in den folgenden Jahren die insgesamt acht Treffen der Handelsminister der 34 zukünftigen Mitgliedsstaaten zur konkreten politischen Ebene für den FTAA Prozess. In der Regel parallel dazu fanden so genannte panamerikanische Wirtschaftsforen statt in denen privaten Wirtschaftsvertretern des Kontinents die Möglichkeit gegeben werden sollte den FTAA Prozess nachzuvollziehen, darüber zu diskutieren und so Kontakte aufzubauen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der FTAA und Darlegung der Zielsetzung sowie des methodischen Vorgehens der Arbeit.

2. Vorbemerkungen: Darstellung der Ausgangssituation im Kontext der Globalisierung sowie Erläuterung des theoretischen Konzepts des offenen Regionalismus.

3 FTAA Verhandlungen: Analyse der historischen Entwicklung, der institutionellen Struktur des Verhandlungsprozesses und der bisherigen Ergebnisse.

4 Interessen der potentiellen Mitglieder: Untersuchung der allgemeinen Motive der Beteiligten sowie der spezifischen Interessenkonflikte, insbesondere zwischen den USA und Brasilien.

5 Probleme der FTAA: Analyse der grundlegenden ökonomischen, politischen und kulturellen Herausforderungen, die eine erfolgreiche Umsetzung erschweren.

6 Schlussfolgerungen: Fazit und Beurteilung der Erfolgsaussichten der FTAA unter Berücksichtigung der untersuchten Spannungsfelder.

Schlüsselwörter

FTAA, Freihandelszone, offener Regionalismus, NAFTA, MERCOSUR, USA, Brasilien, Handelsliberalisierung, Wirtschaftsintegration, Importsubstitution, Globalisierung, Wirtschaftsraum, Verhandlungsprozess, Protektionismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Projekt der gesamtamerikanischen Freihandelszone (FTAA) und hinterfragt deren Potenzial für das Konzept des offenen Regionalismus in Amerika.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Verhandlungsgeschichte, die divergierenden Interessen der Mitgliedsstaaten, die ökonomischen Disparitäten sowie die kulturellen Unterschiede auf dem Kontinent.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob die FTAA unter den gegebenen Rahmenbedingungen tatsächlich als Chance für einen offenen Regionalismus dienen kann oder ob sie an zu großen politischen und ökonomischen Hürden scheitert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Diskursanalyse, um den Verhandlungsprozess und die politischen Machtkonstellationen auf Basis aktueller Fachpublikationen und Verträge einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung der FTAA, die Rollen der Akteure (insbesondere USA und Brasilien) sowie die strukturellen Probleme, die den Fortschritt der Verhandlungen hemmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Freihandelszone, offener Regionalismus, Wirtschaftsintegration, Handelsliberalisierung und die geopolitische Rivalität zwischen Nord- und Südamerika charakterisieren.

Warum ist der Machtkampf zwischen den USA und Brasilien so entscheidend?

Beide Staaten beanspruchen eine Führungsposition in der Region; während die USA den Markt für sich öffnen wollen, fürchtet Brasilien den Verlust der eigenen regionalen Hegemonie und agiert als Korrektiv in den Verhandlungen.

Was ist eine FTAA "light"?

Dies bezeichnet eine abgeschwächte Form des Abkommens, bei der strittige Themen ausgeklammert werden, um den Verhandlungsprozess nicht komplett scheitern zu lassen.

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Details

Title
Das Projekt einer gesamtamerikanischen Freihandelszone (FTAA) - eine Chance für das Konzept des offenen Regionalismus in Amerika?
College
University of Tubingen
Course
Hauptseminar VWL
Grade
1,0
Author
Christian Häsel (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V32575
ISBN (eBook)
9783638332583
Language
German
Tags
Projekt Freihandelszone Chance Konzept Regionalismus Amerika Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Häsel (Author), 2004, Das Projekt einer gesamtamerikanischen Freihandelszone (FTAA) - eine Chance für das Konzept des offenen Regionalismus in Amerika?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32575
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