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Flachs / Leinen - eine Naturfaser

Titre: Flachs / Leinen - eine Naturfaser

Exposé (Elaboration) , 2003 , 13 Pages , Note: 2

Autor:in: Luise Helfrich (Auteur)

Textile, Imprimé, Bricolage
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Leinpflanze gehört zu den ältesten Textilrohstoffen und ist somit auch eine der ältesten Kulturpflanzen, die von Menschen verwendet wurde. Bereits 5000 v. Chr. wurde diese Pflanze bei den Ägyptern zur Gewinnung von Nahrung, Öl und Kleidung angebaut, so wurden die Mumien der Ägypter ausschließlich in Leinengewebe eingewickelt. Der als „Gewebtes Mondlicht“ bezeichnete Leinenstoff war zudem ein Symbol der Reinheit. Auch Etrusker, Babylonier, Phönizier und andere Völker nutzten die Leinpflanze zur Herstellung von Öl, Nahrung und Kleidung. Die Etrusker nutzten Leingewebe als Segel und in Leinöl getaucht und anschließend an der Luft oxidierte Gewebe dienten als Rüstung oder Glasersatz für Gefäße. Römern und Griechen war zudem noch die heilsame Wirkung des Leins bekannt, er diente als Heilpflanze für Hauterkrankungen.Während des Mittelalters war der Lein, vor allem als Kleidung, sehr beliebt und einer der meist verbreiteten Textilrohstoffe. Jedoch hielt dies nur bis Mitte 18 Jh. an, denn mit der Industrialisierung, kam die Entwicklung von synthetischen Faser, die dann den Markt eroberten und somit den Lein verdrängten. Erst in der 80er Jahren lebte die Leinherstellung wieder auf, da nach bio-logisch abbaubaren und somit unbedenklich einsetzbaren Textilalternativen gesucht wurde. Zudem eröffnete sich eine völlig neue Einsatzmöglichkeit des Leins in der Bau- und Werkstoffindustrie.
Der Lein genießt ein relativ hohes Ansehen als Naturprodukt und wird seit 1991 in Schleswig-Holstein ökologisch angebaut. (vgl. www.flachs.de, www.die-leinweber.de, www.lauftext.de, www.8ung.at)

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Geschichte

2. Die Pflanze

2.1 Verschiedene Arten des Leins

3. Anbau/Fasergewinnung

3.1 Raufen

3.2 Riffeln

3.3 Rösten oder Rotten

3.4 Brechen und Schwingen

3.5 Hecheln

3.6 Spinnen

4. Produkte

4.1 Das Gewebe

4.2 Gewebearten

4.3 Weitere Produkte aus der Leinpflanze

5. Marktentwicklung

6. Quellen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über die Nutzpflanze Lein, beleuchtet deren historische Bedeutung, die botanischen Grundlagen sowie den komplexen Prozess der Fasergewinnung und deren vielseitige industrielle Verwertung.

  • Historische Nutzung der Leinpflanze von der Antike bis zur Gegenwart
  • Botanische Klassifizierung und Artenvielfalt des Leins
  • Technologische Verfahren der Anbau- und Fasergewinnung
  • Veredelung und textile Eigenschaften des Leinengewebes
  • Diversität der industriellen Anwendungsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

3.3 Rösten oder Rotten

Dieses Verfahren hat die Funktion den Pflanzenleim zu zersetzten, so dass sich der Bast vom Holzteil des Stängels löst. Das Rösten bezeichnet im Grunde einen Fäulnisvorgang bei dem der Leim vergoren wird. Folgende Methoden des Röstens werden angewandt:

Tau- oder Luftröste: In dünnen Schwaden wird der Lein auf der Anbaufläche verteilt, hierbei werden sich Pilze und Bakterie zu Nutzen gemacht. Kommt es zur Taubildung sorgen diese für den oben beschriebenen Fäulnisvorgang. Wichtig ist dabei, dass der Lein alle paar Tage gewendet wird, so ist eine gleichmäßige Qualität der späteren Flachsfasern gewährleistet. Dieser Vorgang kann aber auch in modernen maschinellen Dampfhochdruck-Verfahren vollzogen werden.

Wasserröste: Die Wasserröste wird hauptsächlich in China, Osteuropa und in Ägypten angewendet. Dazu werden die Leinpflanzen für 5–6 Tage in Wasser eingelegt und mit Steinen beschwert, so dass diese vollkommen mit Wasser bedeckt sind. Im Wasser vollzieht sich dann der notwendiger Fäulnisvorgang des Leims. Im Anschluss werden die Pflanzenstängel in Warmluftöfen getrocknet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Geschichte: Beschreibt den jahrtausendelangen Einsatz von Leinen als Textilrohstoff, seine religiöse und praktische Bedeutung sowie den Rückgang durch synthetische Alternativen und die spätere Renaissance als ökologisches Naturprodukt.

2. Die Pflanze: Erläutert die botanischen Merkmale der Familie der Linaceen und differenziert zwischen verschiedenen Sorten wie Faserlein und Öllein unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Anbauanforderungen.

3. Anbau/Fasergewinnung: Detailliert die notwendigen Schritte von der Ernte durch Raufen und Riffeln über verschiedene Röstverfahren bis hin zur mechanischen Trennung von Fasern und Holzanteilen.

4. Produkte: Analysiert die Weiterverarbeitung zu Textilien, die verschiedenen Gewebearten und die enorme Bandbreite an industriellen Nebenprodukten, die von der Leinpflanze gewonnen werden können.

5. Marktentwicklung: Analysiert die wirtschaftliche Situation des Leinanbaus im globalen Markt und beleuchtet die Herausforderungen bei der Etablierung in Deutschland unter Berücksichtigung von Anbauflächen und Kapazitäten.

6. Quellen: Listet die zugrunde liegende Fachliteratur und Online-Ressourcen auf, die zur Erstellung der Arbeit herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Lein, Flachs, Naturfaser, Fasergewinnung, Rösten, Leinen, Linum usitatissimum, Textilindustrie, Öllein, Pflanzenanbau, Nachhaltigkeit, Veredelung, Gewebearten, Landwirtschaft, industrielle Verwertung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Pflanze Lein (Flachs) als historischen und modernen Textilrohstoff, ihre botanischen Eigenarten sowie die industriellen Verwertungsmöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Historie, der botanischen Differenzierung, den technologischen Schritten der Fasergewinnung und den vielfältigen Produktanwendungen in unterschiedlichen Industriezweigen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die umfassende Darstellung der Leinpflanze als universell verwertbarer Rohstoff, inklusive einer Analyse ihrer Anbaubedingungen und ihrer wirtschaftlichen Bedeutung im Vergleich zu Konkurrenzfasern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Literatur- und Dokumentationsanalyse, die auf Fachbüchern sowie Online-Quellen zur Agrar- und Textiltechnologie basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die botanischen Grundlagen, den detaillierten Prozess der Fasergewinnung vom Raufen bis zum Spinnen sowie eine ausführliche Aufzählung der Produktpalette von Textilien bis hin zu Dämmstoffen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Naturfaser, Lein, Flachs, Anbau, Rösten und industrielle Verwertung beschreiben.

Warum ist das Rösten der Pflanze so wichtig für die Fasergewinnung?

Das Rösten ist essenziell, um durch einen kontrollierten Fäulnisvorgang den Pflanzenleim zu zersetzen, damit sich die wertvollen Bastfasern effizient vom holzigen Stängel lösen lassen.

Worin liegt der Hauptnachteil von Flachs gegenüber Baumwolle?

Der Hauptnachteil liegt in den höheren Produktionskosten bei der Gewinnung und Verarbeitung der Flachsfasern im Vergleich zu den kostengünstigeren Baumwollprodukten.

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Résumé des informations

Titre
Flachs / Leinen - eine Naturfaser
Université
University of Koblenz-Landau
Cours
Seminar / Übung "Textiltechnologie"
Note
2
Auteur
Luise Helfrich (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
13
N° de catalogue
V32697
ISBN (ebook)
9783638333559
Langue
allemand
mots-clé
Flachs Leinen Naturfaser Seminar Textiltechnologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Luise Helfrich (Auteur), 2003, Flachs / Leinen - eine Naturfaser, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32697
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Extrait de  13  pages
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