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Fallstudie zum spontanen Schreiben

Titre: Fallstudie zum spontanen Schreiben

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2004 , 15 Pages

Autor:in: Luise Helfrich (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles
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Schrift dient der Kommunikation und besteht aus einem graphischen Zeichensystem, Schrift kann daher als zeit- und raumunabhängiges Kommunikationsmittel genutzt werden.

Unser Schriftsystem besteht aus einzelnen Buchstaben, die jedem Einzellaut eines Wortes e in graphisches Äquivalent, Buchstabe/Graphem, zuordnen. Einzelnen Sprechlauten, Phoneme, werden einzelne oder mehrere Buchstaben zugeordnet. Die Problematik besteht dabei darin, dass der gesprochene Laut (Phon) nicht hundertprozentig mit dem schriftlichen Abbild (Graphem) übereinstimmt, da es wesentlich mehr Phone als Buchstaben gibt. Somit besteht die Leistung beim Schreiben im Kodieren und beim Lesen im Dekodieren, dazu müssen beide, Leser und Schreiber, jedoch größten Teils über das gleiche Wissen verfügen. Erschwerend ist bei diesen Prozessen, die phonemische Mehrdeutigkeit, das heißt, dass für mehrere ähnliche Laute (Phoneme) ein Graphem (Buchstabe) verwendet wird und wiederum die graphemische Mehrdeutigkeit, wobei für einen Laut (Phon) mehrer Grapheme (Buchstaben/-kombinationen) verwendet werden.

In vielen Lebensbereichen findet die Schrift Verwendung, gerade in unserer heutigen kapitalistisch-westlichen Welt ist das Beherrschen der Schrift eine grundlegende Fertigkeit. Mit Hilfe der Schrift können wir uns Erleichterung schaffen, indem wir Fakten, Gedanken, Emotionen und vieles andere festhalten und mit anderen kommunizieren können. Kinder die sich mit Schrift auseinandersetzten, haben begriffen, dass die Schrift eine Form von Kommunikation ist und werden auf Grund dieses Wissens angetrieben.

Schreibanlässe können dem spontanen oder freien Schreiben zugeordnet werden. Unter spontanem Schreiben wird der allein vom Kind ausgehende

Anstoß zum Schreiben verstanden. Somit schreibt das Kind auf, was es mitteilen möchte unter Verwendung der ihm bekannten Zeichen Kenntnisse. Das Kind schreibt frei, dass heißt, es liegt allein beim Kind selbst, was es schreibt, welchen Inhalt, wie lange und welche Form das Geschriebene besitzt. Dieser Vorgang geschieht spontan, ohne Hilfe von Erwachsenen oder Schreibvorlagen.

Im Gegensatz dazu steht das freie Schreiben, hier kann ein gezielter Anstoß von außen, dass heißt von Eltern, Erziehern oder Lehrern, die Ursache für das Schreiben des Kindes sein. Jedoch kann das Kind in recht hohem Maße über Länge, Form, Inhalt oder Stil des zu Schreibenden entscheiden, somit besteht ein deutlicher Untersied zum angeleiteten oder zielgerichteten Schreiben. [...]

Extrait


Inhalt

1. Allgemeiner Teil

1.1 Zur Schrift

1.2 Sprach- und Schrifterwerb

1.2.1 Schreibphasen

1.3.1 Motivation

1.3.2 Schreibanlässe

1.4 Auffälligkeiten bei Spontanschreibungen

2. Analyse: Sandro

2.1 Zeitraum der erfassten Schreibversuche

2.2 Familiäre Voraussetzungen

2.3 Besonderheiten

2.4 Auswertung der erfassten Schreibungen

3. Literatur

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Fallstudie untersucht den Prozess des spontanen Schreibens bei Kindern im Vorschulalter, am Beispiel des Kindes Sandro, um die Entwicklung der Schreibfähigkeit sowie die zugrunde liegenden Motivationsfaktoren und Schreibanlässe zu erfassen.

  • Grundlagen des Sprach- und Schrifterwerbs
  • Phasen der Schreibentwicklung bei Kindern
  • Motivation und Anlässe für spontane Schreibversuche
  • Analyse typischer Auffälligkeiten in kindlichen Schreibungen
  • Fallbeispiel zur Anwendung theoretischer Erkenntnisse

Auszug aus dem Buch

1.1 Zur Schrift

Schrift dient der Kommunikation und besteht aus einem graphischen Zeichensystem, Schrift kann daher als zeit- und raumunabhängiges Kommunikationsmittel genutzt werden.

Unser Schriftsystem besteht aus einzelnen Buchstaben, die jedem Einzellaut eines Wortes ein graphisches Äquivalent, Buchstabe/Graphem, zuordnen. Einzelnen Sprechlauten, Phoneme, werden einzelne oder mehrere Buchstaben zugeordnet. Die Problematik besteht dabei darin, dass der gesprochene Laut (Phon) nicht hundertprozentig mit dem schriftlichen Abbild (Graphem) übereinstimmt, da es wesentlich mehr Phone als Buchstaben gibt.

Somit besteht die Leistung beim Schreiben im Kodieren und beim Lesen im Dekodieren, dazu müssen beide, Leser und Schreiber, jedoch größten Teils über das gleiche Wissen verfügen. Erschwerend ist bei diesen Prozessen, die phonemische Mehrdeutigkeit, das heißt, dass für mehrere ähnliche Laute (Phoneme) ein Graphem (Buchstabe) verwendet wird und wiederum die graphemische Mehrdeutigkeit, wobei für einen Laut (Phon) mehrer Grapheme (Buchstaben/-kombinationen) verwendet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Allgemeiner Teil: Dieser Abschnitt erläutert die theoretischen Grundlagen der Schriftsprache, den Spracherwerb, die verschiedenen Schreibphasen sowie psychologische Faktoren wie Motivation und Schreibanlässe.

2. Analyse: Sandro: In diesem Kapitel wird die praktische Fallstudie des Kindes Sandro durchgeführt, wobei seine familiäre Umgebung, sprachliche Besonderheiten und konkrete Schreibproben ausgewertet werden.

3. Literatur: Das Verzeichnis listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen zur Erarbeitung der theoretischen und praktischen Grundlagen auf.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Spontanschreiben, Schreibphasen, Graphem, Phonem, Motivation, Intrinsische Motivation, Schreibanlässe, Fallstudie, Großbuchstaben, Schreibrichtung, Sprachstruktur, Vorschulalter, Schriftsystem, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen des kindlichen Schriftspracherwerbs und untersucht anhand einer Fallstudie, wie Kinder spontan zu schreiben beginnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Arbeit behandelt die Zusammenhänge zwischen Sprache und Schrift, die verschiedenen Entwicklungsphasen des Schreibens sowie die Rolle von Motivation und externen Schreibanlässen im Alltag.

Welches Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, durch die Erfassung und Analyse der Einzelschreibungen eines Kindes zu verstehen, wie sich spontane Schreibversuche im Vorschulalter manifestieren und welche Einflüsse dabei eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Teil zur Fundierung und eine qualitative Fallstudie zur Analyse der Schreibprodukte eines einzelnen Kindes über einen Zeitraum von drei Jahren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung des Schrifterwerbs und eine spezifische Analyse der Schreibbiografie des Kindes Sandro, inklusive der Auswertung seiner Zeichnungen und Schreibversuche.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Schreibentwicklung, phonemische Mehrdeutigkeit, Spontanschreiben und die psychologische Bedeutung von Schreibanlässen im familiären Kontext charakterisieren.

Welche Rolle spielt das familiäre Umfeld bei Sandro?

Das familiäre Umfeld, insbesondere die Leseförderung und Kommunikation durch die Mutter, trägt signifikant zur überdurchschnittlichen sprachlichen Entwicklung von Sandro bei.

Wie verändert sich Sandros Schreibverhalten über die Zeit?

Im Zeitverlauf zeigt Sandro deutliche Fortschritte in der Schriftgröße, der phonetischen Lautbeschreibung der Buchstaben und der Fähigkeit, auch unbekannte Namen durch lautliches Vorbilden korrekt zu schreiben.

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Résumé des informations

Titre
Fallstudie zum spontanen Schreiben
Université
University of Koblenz-Landau
Auteur
Luise Helfrich (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
15
N° de catalogue
V32699
ISBN (ebook)
9783638333566
Langue
allemand
mots-clé
Fallstudie Schreiben
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Luise Helfrich (Auteur), 2004, Fallstudie zum spontanen Schreiben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32699
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Extrait de  15  pages
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