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Die Hexenverfolgungen in den fränkischen Hochstiften

Title: Die Hexenverfolgungen in den fränkischen Hochstiften

Term Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christian Hermes (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der
Hexenverfolgung in der frühen Neuzeit. Im Zentrum stehen hierbei die in
ihrem Ausmaße sehr heftigen Verfolgungswellen in den fränkischen
Hochstiften Würzburg, Bamberg und Eichstätt im ersten Drittel des 17.
Jahrhunderts.
Ausgehend von einer knappen Skizzierung der Hexenprozesse im
Gesamtgebiet Franken (1.1) bilden die großen Verfolgungen in den
Hochstiften das eigentliche Thema, da sie sich in ihrem Umfang, ihrer
Systematik und in ihrer zeitlichen „Verspätung“ von den übrigen
Verfolgungen in Franken abgrenzen lassen (Kap. 2).
Dabei verfolgt die Arbeit das primäre Ziel, einen systematisch geordneten
Überblick über die fränkischen Prozesse zu liefern. Besonderes Augenmerk
wird auf die Prozesszeiträume (2.1), die immanente Systematik und
Durchführung der Verfahren (2.2) sowie auf die Frage nach den Opfern
(2.4) gelegt. Kapitel 3 versucht abschließend, die Gründen für das für die
fränkischen Hochstifte charakteristische abrupte Ende der Hexereiverfahren
um 1630 zu skizzieren. Ein kurzes Fazit versucht zentrale Besonderheiten
der Hexenverfolgungen in den Bistümern Frankens in Abgrenzung zu
allgemeinen Erkenntnissen der europäischen Verfolgungswellen
herauszustellen.
Der Überblickscharakter der Arbeit sowie der beschränkter Umfang setzt
notwendigerweise Grenzen. Zwar kann in einem chronologischen Abriss
das Wesentliche der Verfahrensweisen – wie etwa Beginn, Höhepunkt und
Ende der Prozesse – berücksichtigt werden. Aber auf die explizite
Darlegung von Einzelheiten, etwa der gezielte Auseinandersetzung mit
biographischen Faktoren, muss an dieser Stelle verzichtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Hinführung zum Thema

1.1 Hexenprozesse in Franken zu Beginn des 17. Jahrhunderts

1.2 Auslöser der Hexenverfolgungen

2. Die Hexereiverfahren in den Hochstiften Frankens: Würzburg, Bamberg und Eichstätt

2.1 Prozesszeiträume

2.2 Durchführung und Charakteristik der Verfahren

2.3 Die Opfer

3. Das Ende der Verfolgungen in den Hochstiften Frankens

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das primäre Ziel, einen systematisch geordneten Überblick über das Phänomen der Hexenverfolgung in den fränkischen Hochstiften Würzburg, Bamberg und Eichstätt im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts zu liefern und die Ursachen für deren abruptes Ende um 1630 zu analysieren.

  • Systematische Analyse der Prozessverläufe und ihrer zeitlichen Einordnung.
  • Untersuchung der spezifischen Durchführung und Charakteristik der Hexereiverfahren.
  • Analyse der sozioökonomischen und strukturellen Hintergründe der verfolgten Opfergruppen.
  • Erforschung der Gründe für das abrupte Ende der Verfolgungswellen um 1630.
  • Abgrenzung der fränkischen Verfolgungswellen von europäischen Entwicklungen.

Auszug aus dem Buch

2.2 Durchführung und Charakteristik der Verfahren

Wenngleich der Tatbestand der „Hexerei“ ein zwischen geistlicher und weltlicher Gerichtsbarkeit angesiedelter Verbrechenstatbestand war, wurden die Prozesse in den Hochstiften Frankens selbst, wie in den meisten Fällen der frühneuzeitlichen Verfolgungen, von weltlichen Gerichten durchgeführt.

Zu Beginn folgten die Verfahren relativ festen Regelungen wobei sowohl die „Carolina“ als auch die z.B. aus Bamberg bekannte „Generalinstruction gegen die Trutten“ des Zisterziensers Francisci oder die sogenannte „Bambergensis“ die entsprechende juristische Grundlage sein konnte.

Seit 1616 lässt sich eine hochgradige Institutionalisierung der Verfahren beobachten. „Hier bildete sich ein regelrechtes Verfolgerspezialistentum heraus [...]“. Gemeint sind die sogenannten „Hexenkommissare“, die an den jeweiligen Zentgerichten nicht nur häufig als Kontrollinstanz eingesetzt wurden sondern darüber hinaus in allen Belangen den ortsansässigen Amtsleuten weisungsbefugt waren. Somit zeigt sich eine Besonderheit der fränkischen Verfahren: In Abgrenzung zum „Druck von unten“, d.h. dem Ergreifen der Prozessinitiative durch das Volk durch Gründung von Gemeindeausschüssen, wurde die Hexenfrage in den Hochstiften Würzburg, Bamberg und Eichstätt weitgehend von der Obrigkeit aufgegriffen und ausgeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in das Phänomen der intensiven Hexenverfolgungswellen in den fränkischen Hochstiften während des 17. Jahrhunderts ein und definiert den methodischen Fokus der Untersuchung.

1. Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel verortet die fränkischen Prozesse in den größeren historischen Kontext der frühen Neuzeit und beschreibt die wesentlichen Auslöser der Verfolgungen.

2. Die Hexereiverfahren in den Hochstiften Frankens: Würzburg, Bamberg und Eichstätt: Hier werden die zeitliche Abfolge, die systemische Durchführung der Verfahren und die soziale Zusammensetzung der Opfergruppen detailliert analysiert.

3. Das Ende der Verfolgungen in den Hochstiften Frankens: Das Kapitel untersucht die Faktoren, die zum relativ plötzlichen Auslaufen der Hexenprozesse um 1630 führten.

4. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Rolle der obrigkeitlichen Steuerung in den untersuchten Bistümern.

Schlüsselwörter

Hexenverfolgung, Franken, Hochstift Würzburg, Hochstift Bamberg, Hochstift Eichstätt, Hexenprozesse, Frühe Neuzeit, Prozesswellen, Hexenkommissare, Justiz, Obrigkeitsstaat, Dreißigjähriger Krieg, Volksaberglaube, Hexenjagd, Rechtsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Hexenverfolgung in den fränkischen Hochstiften Würzburg, Bamberg und Eichstätt im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts.

Welche Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind der Prozessverlauf, die systemische Institutionalisierung der Verfahren durch Hexenkommissare sowie die sozioökonomischen Faktoren und Krisen, welche die Verfolgungen begünstigten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen systematischen Überblick über die fränkischen Hexenprozesse zu liefern und die Gründe für das abrupte Ende dieser Verfolgungswellen zu skizzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Seminararbeit, die auf einem chronologischen Abriss und der Auswertung der einschlägigen Fachliteratur sowie zeitgenössischer Dokumente basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Prozesszeiträume, die Durchführung der Verfahren unter Einbeziehung juristischer Regelwerke sowie die betroffenen Opfergruppen und die Widerstände gegen die Verfolgungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hexenprozesse, frühneuzeitliche Rechtsgeschichte, fränkische Hochstifte und obrigkeitliche Verfolgungspraxis charakterisieren.

Warum wird besonders Eichstätt in der Analyse hervorgehoben?

Eichstätt nimmt eine Sonderstellung ein, da die Prozesse dort im Vergleich zu Würzburg und Bamberg zwar kontinuierlicher verliefen, aber insgesamt moderatere Opferzahlen aufwiesen.

Welche Rolle spielte das Reichskammergericht?

Das Reichskammergericht fungierte in einigen Fällen als Instanz gegen die lokale Willkür, wobei die regionale Obrigkeit jedoch oft versuchte, sich diesen übergeordneten rechtlichen Mandaten zu entziehen.

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Details

Title
Die Hexenverfolgungen in den fränkischen Hochstiften
College
University of Trier  (Fachbereich III)
Course
Die Hexenverfolgungen in der frühen Neuzeit
Grade
1,7
Author
Christian Hermes (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V32719
ISBN (eBook)
9783638333726
Language
German
Tags
Hexenverfolgungen Hochstiften Hexenverfolgungen Neuzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Hermes (Author), 2004, Die Hexenverfolgungen in den fränkischen Hochstiften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32719
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