Die wirtschaftliche Bedeutung mobiler Datendienste im Mobilfunkmarkt


Studienarbeit, 2004

19 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Mobilfunknetze

2. Mobilfunkstandards
2.1. GSM
2.2. GPRS
2.3. UMTS

3. Mobile Datendienste
3.1. SMS
3.1.1. Funktionsweise
3.1.1. Entwicklungsgeschichte
3.2. EMS
3.3. MMS
3.4. Mobiles Internet
3.4.1. WAP
3.4.2. I-mode
3.5. Multimediaportale

4. Mobilfunknetzbetreiber
4.1. Tarifmodelle der Mobilfunkbetreiber
4.2. Umsätze der Mobilfunkbetreiber

5. Endgerätehersteller

6. Literaturverzeichnis

6.1. Internet

Abbildungen und Tabellen

Abbildung 1: Penetration und Zuwächse in Mobilfunknetzen

Abbildung 2:. Anzahl versendeter SMS in dt. Mobilfunknetzen

Abbildung 3:. Kundenmarktanteile der Netzbetreiber

Abbildung 4: Umsatzerlöse der Mobilfunkbetreiber 1999-2003

Abbildung 5:. Datendienstanteil der Netzbetreiber

Abbildung 6: Marktanteile der Handyhersteller

Tabelle 1: .. SMS Erfolgsfaktoren

Tabelle 2:.MMS Preise der Mobilfunkbetreiber

Tabelle 3: Umsatzverteilung der i-mode Dienste

Einleitung

Knapp 80 Prozent aller Deutschen besitzen heute ein eigenes Mobiltelefon. Dies beschert den Netzbetreibern enorme Umsätze. Dabei spielen Daten­dienste eine immer wichtigere Rolle im Mobilfunkmarkt.

Die Arbeit stellt mobile Datendienste und ihre Netze vor. Die SMS hat sich dabei als umsatzträchtigster Datendienst herausgestellt. Die Arbeit soll klären, wie es zu diesem Wachstum kam und welche Bedeutung mobile Daten­dienste im Mobilfunk haben.

1. Mobilfunknetze

Die Mobilfunkgeschichte in Deutschland begann 1958 mit der Einführung des A-Netzes, das nur von einem exklusiven Teilnehmerkreis genutzt werden konnte. Ein Standardgerät kostete zwischen 8.000 und 15.000 Mark, die Grundgebühr betrug bis zu 270 Mark pro Monat.[1] Die Vermittlung von Gesprächen erfolgte noch per Hand. In den 70er Jahren wurde das A-Netz schrittweise durch das B-Netz ersetzt. Doch auch hier waren die Gerä­te und die Gebühren teuer. Das Netz erreichte 1986 mit fast 27.000 Nutzern sei­ne höchste Teil­nehmer­zahl. 1985 wurde mit dem C-Netz der Deutschen Telekom das erste flä­chen­deckende Funknetz in Deutschland geschaffen. Die C-Netz Telefone waren noch recht unhandlich und wurden als Auto­tele­fone verwendet. Der Dienst blieb auch hier teuer und wurde hauptsächlich für ge­schäft­liche Anwendungen genutzt. A-, B- und C-Netze waren analoge Netze.

Abbildung 3: Penetration und Zuwächse in Mobilfunknetzen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im Juli 1991 bekam das C-Netz Konkurrenz durch das digitale D-Netz. Erster Lizenznehmer des D Netzes war die Deutsche Telekom. Durch die Digitalisierung des Mobilfunknetzes und den dadurch sinkenden Kosten wurde Mobilfunktelefonie nun massentauglich. Neben dem D1 Netz der Deutschen Telekom, kam 1992 das D2 Netz des privaten Wettbe­wer­bers Mannesmann auf den Markt. Bei­de Netze nutzen den GSM Mobilfunkstandard. Im Sommer 1994 begann der dritte Wettbewerber E-Plus mit dem Sendebetrieb des GSM 1800 Netzes (E1). Das E-Netz von VIAG Interkom (heute O2) ging im Oktober 1998 an den Start. Im Jahr 1999 stieg die Zahl der Mobilfunkanschlüsse in Deutschland sprung­haft an. Seit 2001 gibt es sogar mehr mobile als Festnetzanschlüsse.[2] Ende 2003 lag die Zahl der deutschen Mobilfunk­anschlüsse bei 64,8 Mio. Dies entspricht einer Penetrationsrate von 78,3 Prozent und einem Jahreszuwachs von fast 5,7 Mio. Teil­nehmern.[3] Damit dürfte der Markt seine Sättigungsgrenze erreicht haben, auch wenn der Trend zum Zweit- oder Dritthandy geht. Im Jahr 2003 wurden insgesamt 17,3 Mrd. Euro für Mobilfunkdienste und nur 9,3 Mrd. Euro für Festnetzdienste umge­setzt. Der Mobilfunk hat sich damit zum größten Wachstumsmotor im Telekommunikationsmarkt und zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt.[4]

Die schnelle und große Verbreitung mobiler Endgeräte bildet eine wichtige infra­strukturelle Voraussetzung für die Bereitstellung mobiler Dienste und Anwendungen. Die Vorteile des Mobiltelefons liegen klar auf der Hand: In der Regel wird es nur von einer Person benutzt und ist deren ständiger Begleiter. Das Handy ist somit ein viel genutztes und modernes Kommunikationsmittel, das sich zum festen Lebensbe­standteil der Deutschen etabliert hat. Im Jahr 2002 hatten 80,1 Prozent der 14 bis 19jährigen und 87,5 Prozent der 20 bis 29jährigen ein eigenes Mobiltelefon. Mit zunehmendem Alter nimmt dann die Penetrationsrate der Handys ab. Bei den 30 bis 39jährigen sind es 78,1 Prozent, die ein Handy besitzen, danach folgen: die 40 bis 49jährigen mit 72,6 Prozent, die 50 bis 59jährigen (58,8 Prozent) und die 60 bis 64jährigen (45,8 Prozent).[5] Die prozentual höchste Handydichte befindet sich somit in der Altersgruppe der 14 bis 29jährigen. Dies lässt sich zum einen damit erklä­ren, dass Jugendliche und junge Erwachsene sich im allge­meinen schneller mit neuen Technologien aus­einandersetzen als ältere Menschen. Zum anderen spielt für diese Zielgruppe Kom­munikation mit Gleichgesinnten und Freunden eine wesent­liche Rolle. „Durch das Handy wird das Telefonieren für Kinder und Jugendliche weitaus interessanter, da sie es nicht – wie bisher das Fest­netztelefon – nur im familiären Kontext, sondern indi­vidu­eller nutzen können.“[6] Das Handy ist das Integrationsinstrument in der Clique, dient dem Ausbau der sozialen Kontakte oder ganz einfach der Unterhaltung.[7] Darüber hinaus erfüllt das Mobiltelefon bei Jugendlichen eine Status­funktion. Es ist davon auszugehen, dass die Marke und das Design des Mobiltelefons gerade für Jugendliche eine soziale Relevanz besitzt, die über die rein kommunikative Funktion hinausgeht.[8]

Zu einem wichtigen Markttreiber könnten die subventionierten Handys der Mobilfunknetzbetreiber gehört haben. Die deutschen Mobilfunkbetreiber bezuschussten bislang einen Vertragsabschluss mit durchschnittlich 200 Euro beim Gerätepreis. Der Kunde erhielt somit alle 18 bis 24 Monate ein kostengünstiges Telefon mit aktuellen Funktionen. Die Mobilfunknetzbetreiber wollen zukünftig diese Subventionen zu Gunsten niedriger Tarife im Datenverkehr abbauen.[9]

[...]


[1] Zum Vergleich: der Preis für einen VW-Käfer lag damals bei etwa 5.000 Mark (Quelle: izmf)

[2] 52,2 Mio Festnetzanschlüsse gegenüber 56,1 Mobilfunkanschlüsse (Quelle: regTp)

[3] Jahresbericht der RegTP, S.32

[4] izmf

[5] ACTA 2002

[6] Hasebrink, Uwe

[7] S. 9, Zobel

[8] S.434, M&K 52. Jahrgang 3/2004

[9] Petzke, Kai

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Die wirtschaftliche Bedeutung mobiler Datendienste im Mobilfunkmarkt
Hochschule
Hochschule Mittweida (FH)
Veranstaltung
BWL
Note
1
Autor
Jahr
2004
Seiten
19
Katalognummer
V32728
ISBN (eBook)
9783638333801
ISBN (Buch)
9783638772204
Dateigröße
787 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Knapp 80 Prozent aller Deutschen besitzen heute ein eigenes Mobiltelefon. Dies beschert den Netzbetreibern enorme Umsätze. Dabei spielen Daten-dienste eine immer wichtigere Rolle im Mobilfunkmarkt. Die Arbeit stellt mobile Datendienste und ihre Netze vor. Die SMS hat sich dabei als umsatzträchtigster Datendienst herausgestellt. Die Arbeit soll klären, wie es zu diesem Wachstum kam und welche Bedeutung mobile Datendienste im Mobilfunk haben.
Schlagworte
Bedeutung, Datendienste, Mobilfunkmarkt
Arbeit zitieren
Yvonne Trappe (Autor), 2004, Die wirtschaftliche Bedeutung mobiler Datendienste im Mobilfunkmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32728

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