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Geschichte der Menschenrechte

Title: Geschichte der Menschenrechte

Seminar Paper , 2003 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Diane Schmidt (Author)

Politics - Topic: Public International Law and Human Rights
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Summary Excerpt Details

Das menschliche Leben und ebenso die menschliche Würde wurden zu allen Zeiten und
werden auch heute noch verletzt und missbraucht. Trotzdem versucht die Menschheit
seit vielen Jahrhunderten, eine für alle Menschen gültige und ohne Diskriminierung
auskommende Gemeinschaftsordnung zu schaffen. In jeder Gesellschaft, selbst bei
Naturvölkern, gibt es Regeln, die gewisse Rechte sichern, beispielsweise das
Naturrecht, welches nach Platon und Aristoteles schon so alt wie die Menschheit selbst
ist. Hier kann man auch schon eine der ersten Menschenrechtsverletzungen erkennen,
da in der Antike nur die Männer als Menschen galten. Das Naturrecht galt lange Zeit als
Ursprung und Richtlinie für politische Rechte. Leider ve rsuchte man stets, Gründe für
die Unterscheidung zwischen den Rechten der Menschen zu finden, aufgrund der
falschen Einschätzung, dass einige Menschen mehr Fähigkeiten besitzen als andere, ja
sogar vom Erbgut unterschiedlich (minderwertig) sind. Im 19. Jahrhundert dienten diese Argumente als Rechtfertigung für den Raub und die anschließende Versklavung von Afrikanern. Ebenso wurden bestimmten
Arbeitergruppen und besitzlosen Teilen der Landbevölkerung einige, wenn nicht sogar
jegliche Rechte verweigert. Bis heute werden diese Argumente benutzt, um die
Diskriminierung von Frauen (Sexismus) und die von Menschen bestimmter Hautfarbe
zu rechtfertigen. 1 Im 18. Jahrhundert wurde der frühe Gedanke des Naturrechts zur Sicherung gewisser
Rechte in ein gesetzlich festgelegtes Recht umgewandelt. Dies spiegelt sich in den
nationalen Verfassungen der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und der
Französischen Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte wieder. Während des 19. und
20. Jahrhunderts griffen viele europäische, lateinamerikanische und nicht- kolonisierte
asiatische Staaten dieses Prinzip auf und erweiterten es durch Neuerungen in den
Bereichen der sozialen und wirtschaftlichen Rechte. Durch die politische Neuordnung
der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg erlangten viele afrikanische und asiatische
Staaten die Unabhängigkeit. [...]
1 Reardon, Betty: Discrimination, Rinehart & Winston, Sydney, 1977

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorläufer der modernen Menschenrechtserklärungen

3 Bedeutende Akteure in der Menschenrechtsentwicklung

3.1 Jean Bodin

3.2 Thomas Hobbes

3.3 John Locke

3.4 Jean Jacques Rousseau

4 Die UNO ( United Nation Organisation)

4.1 Geschichte der UNO und Entstehung der Charta

4.1.1 Die Präambel der Charta der Vereinten Nationen

4.2 Ziele und Grundsätze der UNO

4.3 Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte

4.4 Der Beitritt zur UNO

4.5 Wichtige Organe der UNO

4.5.1 Die Generalversammlung

4.5.2 Der Sicherheitsrat

4.5.3 Der Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC)

4.5.4 Der Treuhandrat

4.5.5 Der Internationale Gerichtshof

4.5.6 Das Sekretariat

5 Weitere Konvention – Probleme und Fragen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die historische Entwicklung der Menschenrechte nachzuzeichnen, die einflussreichsten Vordenker zu identifizieren und die Rolle der Vereinten Nationen (UNO) bei der Etablierung, Verwirklichung und dem Schutz dieser Rechte im globalen Kontext zu untersuchen.

  • Historische Evolution der Menschenrechtserklärungen (von 1215 bis heute).
  • Staatstheoretische Grundlagen durch Akteure wie Bodin, Hobbes, Locke und Rousseau.
  • Gründung, Ziele, Grundsätze und organisatorische Struktur der Vereinten Nationen.
  • Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und nachfolgende Konventionen.
  • Herausforderungen, Problematiken und Grenzen der globalen Menschenrechtsumsetzung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Thomas Hobbes

Thomas Hobbes, der von 1588 – 1679 lebte, nutzte die kriegerischen Konflikte zwischen dem englischen Königshaus und dem Parlament als historischen Hintergrund für seine Staatstheorie. Eine gefestigte Staatsgewalt zur Wahrung des Rechte und der innerstaatlichen Ordnung waren der Hauptkern seiner Staatsphilosophie. Geprägt durch die Bürgerkriege vertrat er ein sehr pessimistisches Menschen- und Gesellschaftsbild, welches in einem seiner berühmtesten Zitate: „Homo homini lupus“ (Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf) zum Ausdruck kommt.

Da selbst der Schwächste den Stärksten noch zu töten vermag, spielt für ihn die natürliche Ungleichheit keine größere Rolle. Sich daraus ergebende Folgen sind für ihn das Misstrauen und die Versuche, durch Präventivschläge, dem potentiellen Feind zuvorzukommen. Ohne eine friedenssichernde Macht, die alle Menschen zum friedlichen Miteinander zwingt, würden sie aus purer Gewinnsucht und ihrem eigenen Sicherheitsbedürfnis sowie reiner Ruhmgier in einem Krieg aller gegen alle leben. Erst wenn ein Recht, welches das Zusammenleben aller Menschen regelt, existiert, verschwindet die ständige Lebensgefahr, in der jeder schwebt. So ist es auch leicht verständlich, warum Hobbes dachte, dass das höchste Ziel der Menschheit die Vermeidung eines gewaltsamen Todes ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Menschenrechte und deren Verletzung, sowie Darlegung des Ziels dieser Arbeit.

2 Vorläufer der modernen Menschenrechtserklärungen: Untersuchung der historischen Ursprünge von der Magna Charta bis hin zur Französischen Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte.

3 Bedeutende Akteure in der Menschenrechtsentwicklung: Analyse der staatstheoretischen Beiträge von Jean Bodin, Thomas Hobbes, John Locke und Jean Jacques Rousseau zur Begründung moderner Rechte.

4 Die UNO ( United Nation Organisation): Detaillierte Betrachtung der Geschichte, Ziele, Organe und Beitrittsmodalitäten der Vereinten Nationen.

5 Weitere Konvention – Probleme und Fragen: Darstellung ergänzender internationaler Abkommen und kritische Reflexion der Herausforderungen bei der weltweiten Durchsetzung von Menschenrechten.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Naturrecht, UNO, Charta der Vereinten Nationen, Souveränität, Sicherheitsrat, Generalversammlung, Thomas Hobbes, John Locke, Jean Jacques Rousseau, internationale Abkommen, Rechtsstaatlichkeit, Diskriminierung, Frieden, Friedenstruppen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die geschichtliche Entwicklung der Menschenrechte, ihre theoretische Begründung durch bedeutende Philosophen sowie die Rolle der UNO als internationale Organisation zu deren Schutz und Durchsetzung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Wandel des Naturrechts, die historische Entwicklung von der Magna Charta bis zur Gegenwart, die Staatsphilosophie der Aufklärung und die Struktur sowie Funktion der UN-Organe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Verbindung zwischen der historischen Herleitung der Menschenrechte und ihrer heutigen praktischen Umsetzung durch die Vereinten Nationen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur Aufarbeitung der staatstheoretischen Konzepte und der historischen Entwicklung, kombiniert mit einer strukturellen Analyse der UN-Charta und der UN-Organe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung klassischer Staatstheoretiker (Bodin, Hobbes, Locke, Rousseau) und eine detaillierte Erläuterung der Organe und Ziele der Vereinten Nationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Menschenrechte, Souveränität, Naturrecht, Vereinte Nationen, Gesellschaftsvertrag und internationale Friedenssicherung.

Welche Bedeutung misst Hobbes dem staatlichen Vertrag bei?

Für Hobbes ist der Vertrag das Mittel zur Schaffung eines künstlichen Staates, dessen einziger Zweck die Wahrung der allgemeinen Sicherheit durch ein Gewaltmonopol ist, um einen „Krieg aller gegen alle“ zu verhindern.

Wie unterscheidet sich Rousseaus Konzept vom Gemeinwillen von reinem Eigeninteresse?

Rousseaus Konstruktion des Gemeinwillens („volonté général“) zielt darauf ab, dass sich individuelle Interessen in der Gemeinschaft vereinen und an einer gemeinsamen Identität orientieren, anstatt sich gegenseitig zu neutralisieren.

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Details

Title
Geschichte der Menschenrechte
College
University of Erfurt
Grade
1,7
Author
Diane Schmidt (Author)
Publication Year
2003
Pages
29
Catalog Number
V32837
ISBN (eBook)
9783638334594
Language
German
Tags
Geschichte Menschenrechte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diane Schmidt (Author), 2003, Geschichte der Menschenrechte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32837
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