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Die EU-Osterweiterung - Chancen und Risiken für den Standort Deutschland

Título: Die EU-Osterweiterung - Chancen und Risiken für den Standort Deutschland

Trabajo , 2004 , 21 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Dietrich Eichhorn (Autor)

Economía política - Economía laboral
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Am 1. Mai 2004 ist die Europäische Union (EU) um zehn neue Mitgliedstaaten auf nunmehr 25 angewachsen. Damit wurde die größte Erweiterungsrunde in der Geschichte der EU vollzogen und die fast 50jährige Teilung Europas gehört dadurch endgültig der Vergangenheit an. „Die Spaltung des Kontinents und die Trennung seiner Bürger ist endgültig überwunden“. Das hatte zur Folge, dass sich die Bevölkerung der EU von 380 Millionen auf über 450 Millionen Einwohner steigerte und damit die größte Wirtschaftszone der Welt bildet. Die Bundesrepublik Deutschland rückt nun vom ehemaligen Rand der EU in deren Zentrum. Weiterhin stellt sie in der EU das wirtschaftlich stärkste und einflussreichste Land dar. Damit entsteht für Deutschland aber eine neue Situation. Seit Jahrzehnten bereits das Ziel tausender Immigranten, wird seit dem 1.Mai einerseits die Zuwanderung speziell aus dem ehemaligen Ostblock und andererseits die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Staaten erheblich erleichtert.

Das hat zur Konsequenz, dass die Möglichkeiten deutscher Unternehmen, neue Absatzmärkte zu gewinnen und somit das wirtschaftliche Überleben zu sichern, gegeben sind. Es birgt allerdings auch ökonomische und gesellschaftliche Gefahren für Deutschland. Den Schwerpunkt dieser Arbeit bildet daher die Betrachtung der Ziele der EU- Osterweiterung sowie die Gegenüberstellung und Abwägung der Chancen und Risiken, die damit für den Wirtschaftsstandort Deutschland verbunden sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ziele der EU-Osterweiterung

3 Risiken für den Standort Deutschland durch die EU- Osterweiterung im Hinblick auf den deutschen Arbeitsmarkt

3.1 Lohn- und Lohnkostenniveau in den neuen EU- Staaten

3.2 Steuerwettbewerb begünstigt Abwanderung

3.3 Migration aus den neuen EU-Staaten nach Deutschland

3.4 Maßnahmen der EU zur Steuerung des europäischen Arbeitsmarktes

3.4.1 Einschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit – Art. 39 EG- Vertrag i.V.m. § 284 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 SGB III n.F.

3.4.2 Niederlassungsfreiheit – Art. 43 EG-Vertrag

3.4.3 Dienstleistungsfreiheit – Art. 49 EG-Vertrag

4 Chancen für den Standort Deutschland

4.1 Chancen durch Außenhandel

4.2 Chancen durch gemeinsamen Arbeitsmarkt

5 Abschließende Betrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf den Wirtschaftsstandort Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des Arbeitsmarktes, um eine Abwägung zwischen den befürchteten Risiken und den potenziellen wirtschaftlichen Chancen vorzunehmen.

  • Analyse der Ziele und Motive der fünften EU-Erweiterungsrunde
  • Untersuchung ökonomischer Risiken wie Lohnkostendruck und Standortverlagerungen
  • Evaluierung der EU-Regularien zur Steuerung des europäischen Arbeitsmarktes
  • Identifikation von Chancen durch den Ausbau des Außenhandels
  • Bewertung der Standortvorteile und künftiger Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Lohn- und Lohnkostenniveau in den neuen EU- Staaten

Ein nicht von der Hand zu weisender Vorteil der Arbeitnehmer aus den neuen EU-Staaten liegt in den niedrigen Arbeitskosten. So kostet ein Arbeitnehmer in Litauen nur 2,93 Euro, in Slowenien 11,71 Euro und in Deutschland 28,82 Euro je Stunde.

Gleichzeitig wurden in den letzten Jahren dort immer mehr Industriestandorte zu wettbewerbsfähigen Technologiezentren ausgebaut. Deutschland kann also nicht mehr weiterhin die hohen Löhne und Lohnkosten damit rechtfertigen, dass dadurch auch eine besondere Qualität zu gewährleisten ist, denn die „Ost-Konkurrenz“ hat auf diesem Feld gleichgezogen. Dies hat zur Folge, dass 44 Prozent aller Unternehmen in Deutschland planen, Betriebsteile nach Osteuropa zu verlegen oder dies bereits getan haben. In der letzten Dekade war zu beobachten, dass vorwiegend Arbeitsplätze, die in Industrie und Produktion angesiedelt sind, ins osteuropäische Ausland verlagert wurden. Inzwischen ist dieser Trend auch im Dienstleistungssektor zu erkennen. So verlagert z.B. der Großkonzern Esso seine Buchhaltung von Hamburg nach Prag.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Erweiterung der EU im Jahr 2004 dar und beleuchtet die damit verbundene neue wirtschaftliche Situation für Deutschland als Zentrum der erweiterten Union.

2 Ziele der EU-Osterweiterung: Dieses Kapitel erläutert die politischen und ökonomischen Motivationen hinter der Osterweiterung, insbesondere die Schaffung eines geeinten europäischen Wirtschaftsraums.

3 Risiken für den Standort Deutschland durch die EU- Osterweiterung im Hinblick auf den deutschen Arbeitsmarkt: Hier werden die existentiellen Ängste und ökonomischen Herausforderungen wie Lohnkostendruck und Steuerwettbewerb thematisiert.

3.1 Lohn- und Lohnkostenniveau in den neuen EU- Staaten: Analyse des erheblichen Lohngefälles und dessen Einfluss auf die Abwanderung von Produktionsstätten ins osteuropäische Ausland.

3.2 Steuerwettbewerb begünstigt Abwanderung: Untersuchung der steuerlichen Standortvorteile der neuen Beitrittsländer und der Auswirkungen auf die Unternehmensentscheidungen.

3.3 Migration aus den neuen EU-Staaten nach Deutschland: Beleuchtung der Sorgen bezüglich möglicher Zuwanderungsströme und deren Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit in Deutschland.

3.4 Maßnahmen der EU zur Steuerung des europäischen Arbeitsmarktes: Überblick über die regulatorischen Rahmenbedingungen, die zur Steuerung des Arbeitsmarktes implementiert wurden.

3.4.1 Einschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit – Art. 39 EG- Vertrag i.V.m. § 284 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 SGB III n.F.: Erklärung der Übergangsregelungen zur Begrenzung der Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus neuen Beitrittsländern.

3.4.2 Niederlassungsfreiheit – Art. 43 EG-Vertrag: Darstellung des Rechts für EU-Bürger zur Ausübung selbständiger Tätigkeiten innerhalb der Union.

3.4.3 Dienstleistungsfreiheit – Art. 49 EG-Vertrag: Erörterung der grenzüberschreitenden Erbringung von Dienstleistungen und möglicher Schutzregelungen in sensiblen Sektoren.

4 Chancen für den Standort Deutschland: Dieses Kapitel stellt die positiven Effekte der Erweiterung, insbesondere durch gesteigerten Export, den Risiken gegenüber.

4.1 Chancen durch Außenhandel: Analyse der wachsenden Absatzmärkte für deutsche Produkte und der Rolle Deutschlands als Exportweltmeister.

4.2 Chancen durch gemeinsamen Arbeitsmarkt: Aufzeigen der positiven Effekte durch Mischkalkulationen und Investitionen, die zur Standortsicherung beitragen können.

5 Abschließende Betrachtung: Zusammenfassende Bewertung der EU-Erweiterung als Chance für notwendige Strukturreformen in Deutschland unter Erhalt der hohen Qualitätsstandards.

Schlüsselwörter

EU-Osterweiterung, Standort Deutschland, Arbeitsmarkt, Lohnkostenniveau, Steuerwettbewerb, Migration, Arbeitnehmerfreizügigkeit, Niederlassungsfreiheit, Dienstleistungsfreiheit, Außenhandel, Export, Wettbewerbsfähigkeit, Strukturreform, Standortverlagerung, Wirtschaftswachstum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der EU-Osterweiterung von 2004 und untersucht deren spezifische Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland unter dem Aspekt der Chancen und Risiken.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf dem deutschen Arbeitsmarkt, den Auswirkungen von Lohnunterschieden, steuerlichen Wettbewerbsvorteilen und der regulatorischen Steuerung durch EU-Verträge.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Befürchtungen im Hinblick auf den Arbeitsmarkt (wie Abwanderung und Billigkonkurrenz) den wirtschaftlichen Chancen (wie Exportsteigerung) gegenüberzustellen und objektiv zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien, Berichte und ökonomischer Prognosen, um die Auswirkungen der EU-Erweiterung theoretisch und praxisnah zu reflektieren.

Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Risiken (Lohnniveau, Migration, Steuern) sowie die rechtlichen Steuerungsmechanismen der EU und stellt diesen die Chancen durch den Außenhandel und die internationale Wettbewerbsfähigkeit gegenüber.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Die wichtigsten Begriffe sind EU-Osterweiterung, Standort Deutschland, Exportweltmeister, Arbeitsmarkt, Freizügigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

Wie bewertet der Autor die Auswirkungen auf die deutsche Automobilindustrie?

Der Autor führt die Automobilindustrie als positives Beispiel an, bei dem Investitionen im Osten zur Absicherung und zum Aufbau von Arbeitsplätzen im Inland führten.

Welche Rolle spielt die „Mischkalkulation“ für Unternehmen?

Durch die Mischkalkulation können deutsche Unternehmen ihre hohen Produktionskosten durch preiswertere Anteile der Fertigung in Osteuropa ausgleichen, um so insgesamt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Die EU-Osterweiterung - Chancen und Risiken für den Standort Deutschland
Universidad
Schmalkalden University of Applied Sciences
Curso
Praktikerseminar - Schwerpunkt Arbeitsrecht - Personalmanagement
Calificación
1,7
Autor
Dietrich Eichhorn (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
21
No. de catálogo
V32880
ISBN (Ebook)
9783638334938
ISBN (Libro)
9783656610069
Idioma
Alemán
Etiqueta
EU-Osterweiterung Chancen Risiken Standort Deutschland Praktikerseminar Schwerpunkt Arbeitsrecht Personalmanagement
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dietrich Eichhorn (Autor), 2004, Die EU-Osterweiterung - Chancen und Risiken für den Standort Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32880
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