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ADS/ADHS: Erscheinungsformen und Therapiemöglichkeiten

Titre: ADS/ADHS: Erscheinungsformen und Therapiemöglichkeiten

Dossier / Travail , 2004 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Christian Daase (Auteur)

Pédagogie - Psychologie pédagogique
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Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (Abkürzung für: attention-deficit-(hyperactivity)-disorder) ist eine Verhaltensdiagnose, in der eine Gruppe von störenden Verhaltensmustern beschrieben wird.
Wie das Wort Syndrom (griechisch: “das Zusammenkommen“) schon aussagt, treten beim Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom eine Gruppe von Krankheitszeichen typischerweise gleichzeitig auf.
Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom kann mit und ohne Hyperaktivität auftreten, und wird entsprechend als ADS oder AD/HS bezeichnet.
Kinder mit Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom zeigen Verhaltensmuster, die nahtlos in „normales“ Verhalten übergehen können.
Die ärztliche Diagnose ADS wird gestellt, wenn diese Verhaltensmuster Schwierigkeiten für das Kind in den folgenden Bereichen mit sich bringen:

- Entwicklung
- Verhalten und Leistung
- Familienbeziehungen
- soziale Interaktion

Menschen mit ADS haben keine spezifischen Symptome. Alle bei ihnen auftretenden Symptome können auch bei „gesunden“ Kindern auftreten. Was allerdings Kinder mit der Symptomatik des Aufmerksamkeits- Defizit- Syndroms von anderen unterscheidet, „ist deren Intensität, Penetranz und schlechte Beeinflussbarkeit durch die Intervention ihrer Bezugspersonen.“
Auch müssen nicht immer alle Symptome gleichzeitig, beziehungsweise in der gleichen Intensität auftreten. Man kann zwischen so genannten Kernsymptomen, die die eigentliche Störung beschreiben und sekundären Symptomen, die daraus resultieren, unterscheiden. Zu den Kernsymptomen werden im allgemeinen Unaufmerksamkeit (Aufmerksamkeitsschwäche) und Impulsivität gezählt. Die Hyperaktivität zählt nur bei einem Teil der ADS Kinder dazu. Andere Autoren zählen auch die „Störung der (…) Informationsaufnahme, deren Verarbeitung und Wiedergabe“ zu den Kernsymptomen.
Aufmerksamkeitsschwäche äußert sich durch Ablenkbarkeit und der Schwierigkeit, sich über einen angemessenen Zeitraum hinweg zu konzentrieren. Gleichzeitig ist die „Wahrnehmung gestört, denn alles, was an Informationen aus der Umgebung auf- und wahrgenommen wird, ist abhängig von der Aufmerksamkeit“. Da die Aufmerksamkeit stunden - oder tageweise sehr schwankt, "verführt (das) die Beobachter dazu anzunehmen, es (das Kind) könne, wenn es nur wolle. Es kann aber nicht, wie es will."

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition

3.Das Erscheinungsbild des Aufmerksamkeits- Defizit- Syndroms

3.1 Symptome

3.2 Diagnose

3.3 Ätiologie

3.3.1 Physiologische Theorien

3.3.2 Psychologische Theorien

3.4 Veränderung der Symptome in den verschiedenen Lebensphasen

4. Therapiemöglichkeiten

4.1 Medikamentöse Therapien

4.2 Psychologische Therapien

5. Unterstützung und Intervention

5.1 Der Umgang im Klassenzimmer

5.2Der Umgang im Elternhaus

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein fundiertes Verständnis für das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) zu entwickeln, dessen Symptomatik sowie Ursachen zu beleuchten und wirksame therapeutische sowie unterstützende Interventionsmöglichkeiten im kindlichen und jugendlichen Umfeld aufzuzeigen.

  • Krankheitsbild, Symptomatik und Diagnose von ADS
  • Physiologische und psychologische Ätiologie
  • Verlauf und Symptomwandel über verschiedene Lebensphasen
  • Therapeutische Ansätze (medikamentös und psychologisch)
  • Unterstützungsmaßnahmen in Schule und Elternhaus

Auszug aus dem Buch

3.1 Symptome

Menschen mit ADS haben keine spezifischen Symptome. Alle bei ihnen auftretenden Symptome können auch bei „gesunden“ Kindern auftreten. Was allerdings Kinder mit der Symptomatik des Aufmerksamkeits- Defizit- Syndroms von anderen unterscheidet, „ist deren Intensität, Penetranz und schlechte Beeinflussbarkeit durch die Intervention ihrer Bezugspersonen.“

Auch müssen nicht immer alle Symptome gleichzeitig, beziehungsweise in der gleichen Intensität auftreten. Man kann zwischen so genannten Kernsymptomen, die die eigentliche Störung beschreiben und sekundären Symptomen, die daraus resultieren, unterscheiden. Zu den Kernsymptomen werden im allgemeinen Unaufmerksamkeit (Aufmerksamkeitsschwäche) und Impulsivität gezählt. Die Hyperaktivität zählt nur bei einem Teil der ADS Kinder dazu. Andere Autoren zählen auch die „Störung der (…) Informationsaufnahme, deren Verarbeitung und Wiedergabe“ zu den Kernsymptomen.

Aufmerksamkeitsschwäche äußert sich durch Ablenkbarkeit und der Schwierigkeit, sich über einen angemessenen Zeitraum hinweg zu konzentrieren. Gleichzeitig ist die „Wahrnehmung gestört, denn alles, was an Informationen aus der Umgebung auf- und wahrgenommen wird, ist abhängig von der Aufmerksamkeit“. Da die Aufmerksamkeit stunden - oder tageweise sehr schwankt, „verführt (das) die Beobachter dazu anzunehmen, es (das Kind) könne, wenn es nur wolle. Es kann aber nicht, wie es will.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bekanntheit des Erscheinungsbildes ein und thematisiert die aktuelle Relevanz sowie die wissenschaftlichen Diskrepanzen bei der Diagnose von ADS.

2. Definition: Das Kapitel definiert ADS als Verhaltensdiagnose und erläutert die verschiedenen Bereiche, in denen die auftretenden Verhaltensmuster zu Schwierigkeiten führen können.

3. Das Erscheinungsbild des Aufmerksamkeits- Defizit- Syndroms: Hier werden die unterschiedlichen Formen von ADS, die Symptomatik sowie die Ursachenforschung aus physiologischer und psychologischer Perspektive analysiert.

4. Therapiemöglichkeiten: Das Kapitel vergleicht medikamentöse Behandlungsmethoden mit verschiedenen psychologischen Therapieansätzen und deren Eignung.

5. Unterstützung und Intervention: Es werden konkrete pädagogische Tipps und organisatorische Hilfestellungen für den Umgang mit betroffenen Kindern im schulischen und häuslichen Umfeld gegeben.

6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass angesichts der Komplexität des Themas ein integrativer Therapieansatz notwendig bleibt und betont die Bedeutung von Sensibilität und Aufklärung.

Schlüsselwörter

Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, ADS, Hyperaktivität, Impulsivität, Aufmerksamkeitsschwäche, Ätiologie, Diagnose, Methylphenidat, Verhaltenstherapie, Intervention, Elternhaus, Schule, Psychomotorik, Symptomatik, Kindesentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms (ADS), beleuchtet dessen Ursachen und zeigt verschiedene Therapie- und Interventionsmöglichkeiten für betroffene Kinder und Jugendliche auf.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Definition und Symptomatik des Syndroms, die medizinischen und psychologischen Ursprungstheorien, der Verlauf in verschiedenen Altersstufen sowie praktische Unterstützungsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Störung zu schaffen, um Eltern und Lehrern konkrete Hilfestellungen für einen entlastenden Umgang mit betroffenen Kindern zu bieten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender wissenschaftlicher Studien, Fachbücher und medizinischer Klassifikationskriterien wie ICD-10 und DSM-IV.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Erscheinungsbildes, die Diagnosekriterien, die Ätiologie, die medikamentösen und psychologischen Therapiemöglichkeiten sowie Interventionen im Klassenzimmer und im Elternhaus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie ADS, Hyperaktivität, Impulsivität, Symptomatik, Therapie und unterstützende pädagogische Interventionen charakterisiert.

Wie unterscheidet sich ADS mit Hyperaktivität von der Form ohne diese Komponente?

Die Arbeit differenziert zwischen Kindern mit Hyperaktivität (umgangssprachlich „Zappelphilippe“) und der hypoaktiven Form (die „Träumer“), wobei letztere eher durch geistige Abwesenheit auffallen.

Warum ist die Kooperation zwischen Eltern und Lehrern so wichtig?

Da die Diagnose ADS nach DSM-IV und ICD-10 das Auftreten der Symptomatik in mehreren Lebensbereichen voraussetzt, ist eine enge Zusammenarbeit aller Bezugspersonen für eine wirksame Unterstützung zwingend erforderlich.

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Résumé des informations

Titre
ADS/ADHS: Erscheinungsformen und Therapiemöglichkeiten
Université
Catholic University for Applied Sciences Berlin
Note
1,3
Auteur
Christian Daase (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
22
N° de catalogue
V32937
ISBN (ebook)
9783638335270
ISBN (Livre)
9783638652056
Langue
allemand
mots-clé
ADS/ADHS Erscheinungsformen Therapiemöglichkeiten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Daase (Auteur), 2004, ADS/ADHS: Erscheinungsformen und Therapiemöglichkeiten , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32937
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