Die Arbeit der Jesuitenmissionare in Latein- und Südamerika


Seminararbeit, 2004

19 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.Der Jesuitenorden

2.Missionsgebiet Mexiko

3. Die Stellung der Indios in den Kolonien
3.1 Die Arbeit in der Neuen Welt
3.2 Das Verhältnis von Kolonisten und Ureinwohnern
3.3 Die wirtschaftliche Organisation

4. Die Bekehrung der Ureinwohner
4.1 Erste Kontakte mit den Eingeborenen- Anfänge der Missionierung
4.2 Die Bekehrung der Ureinwohner und Probleme innerhalb der Mission

5.Schlussbetrachtung und Zusammenfassung

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahre 1492 sollte die Geschichte ganzer Völker in der Alten und besonders in der Neuen Welt radikal verändern. Abenteurer, Schatzsucher, Kriminelle und politisch Verfolgte sahen eine Chance, in der Neuen Welt ihr Glück zu finden. Die großen Kolonialmächte dagegen versuchten, neben dem Streben nach Macht und Reichtum, auch die europäisch-christliche Kultur auf dem neuentdeckten Kontinent zu etablieren.

Eine wichtige Unterstützung dabei leisteten vor allem die europäischen Missionare. Sie sorgten nicht zuletzt dafür, dass die europäischen Eroberer in der Neuen Welt ihre Macht festigen konnten.

Im Rahmen des Seminars „Die koloniale Expansion“ wählte ich mir das Thema „Die Arbeit der Jesuitenmissionare in Latein- und Südamerika“ aus. Hierbei möchte ich nach einer kurzen Vorstellung des Jesuitenordens dessen Ziele und Aufgabenbewältigung darstellen. Parallel dazu untersuche ich die Wirkungen auf die Ureinwohner, die von einer Missionsstation ausgingen. Einen zentralen Punkt meiner Seminararbeit bildet die Frage, wie eigentlich die Bekehrung der amerikanischen Ureinwohner gelang? Am Ende meiner Betrachtungen fasse ich noch einmal meine Ergebnisse zusammen und versuche dabei, auch die Arbeit der Jesuitenmissionare kritisch einzuschätzen.

In meiner Darstellung möchte ich mich besonders auf das Missionsgebiet Mexiko konzentrieren. Um aber bestimmte Dinge zu erklären oder Parallelen ziehen zu können, werde ich auch Beispiele jesuitisch- missionarischer Arbeit in Südamerika (Amazonasgebiet) heranziehen.

Die Hauptquelle meiner Betrachtungen bildet der Bericht von Hernando Cabero: „ Der Alltag auf einer Zuckerhacienda des Jesuitenordens in Neu-Spanien (1664) “. Hier werden Einblicke in das Leben einer Missionsstation gegeben und auch ganz alltägliche Probleme thematisiert.

In der Forschung ist das Thema der Jesuitenmissionen in Lateinamerika noch nicht vollkommen erschlossen.

Die Quellenlage ist jedoch als recht gut einzuschätzen, weil über Tagesabläufe und wichtige Ereignisse in Briefen, Bittschriften oder Tagebuchaufzeichnungen berichtet wird. Da aber die meisten zeitgenössischen Darstellungen, Quellen etc. zumeist von Europäern bzw. den Missionaren selbst verfasst wurden und einheimische oder indianische Sichtweisen eher selten sind, ist eine objektive Bewertung einiger Sachverhalte nicht immer einfach. Die Quellen jener Zeit spiegeln zwar den Alltag und die auftauchenden Probleme wieder, aber insbesondere Empfindungen der amerikanischen Ureinwohner und deren mögliche Kritik an der Missionsarbeit wurden kaum thematisiert.[1]

Trotz dieser Schwierigkeiten bemühe ich mich in meiner Seminararbeit darum, die Verhältnisse objektiv zu betrachten, denn gerade in den älteren Abhandlungen der Sekundärliteratur wird von den Ureinwohnern in einer sehr abschätzenden und verachtenden Weise geschrieben. Neuere Forschungsberichte dagegen schreiben in Zusammenhang mit den Ureinwohnern aber in einer respektvollen Art und Weise, so wie ich es auch erwarte. Allerdings geben ältere Abhandlungen auch einen Einblick in die Forschung, wie die Missionierungsproblematik in der Vergangenheit gesehen wurde. Darüber hinaus spiegeln sie auch ein Klischee wieder, das in Europa noch bis in die heutige Zeit weit verbreitet ist- die Ureinwohner seien rückständig und wild gewesen.

Im Bereich der Sekundärliteratur stütze ich mich vor allem auf die Darstellung von Bernd Hausberger „ Jesuiten aus Mitteleuropa im kolonialen Mexiko “. In dieser Ausgabe werden u.a. die neuesten Ergebnisse in der Forschung (Stand 1995) herausgearbeitet. Weitere Grundlagen meiner Betrachtungen bilden die Werke von Heinrich Boehmer „ Die Jesuiten “ und die Übersichtsabhandlung von Wolfgang Reinhard „ Geschichte der europäischen Expansion “.

1.Der Jesuitenorden

Der Jesuitenorden war eine katholische Glaubensgemeinschaft, welche bereits im Jahre 1534 durch Ignatius von Loyola gegründet worden war. Papst Paul III. bestätigte den Orden 1540. Die Ziele der Jesuiten lagen hauptsächlich in der Ehelosigkeit, der Armut und in der Wiederbelebung der Palästinamission. Der Orden war sehr papstergeben, was sich besonders im 19. und 20. Jahrhundert als ein Problem darstellte. Die konsequente Verfolgung der eigenen Ziele brachte dem Orden ein zunehmendes Misstrauen bei den europäischen Staaten ein. In vielen Ländern wurde der Jesuitenorden schließlich verboten. Auf diese Problematik möchte ich in meiner Betrachtung nicht eingehen.

Ein Jesuit war in der Regel sehr gebildet und in das feste hierarchische System des Ordens eingebunden. Die gute Ausbildung sollte sich für die Zukunft als sehr positiv herausstellen. Besonders die mitteleuropäischen Jesuiten waren für die Kolonialmächte von großer Bedeutung. So waren die Mitteleuropäer beispielsweise sehr gut ausgebildet, um geographische Werke oder Karten anzufertigen.[2] In Jesuitenkollegen wurden die zukünftigen Missionare auf ihre Arbeit in der Neuen Welt vorbereitet.

Während der Gegenreformation in Europa übernahm der Orden eine führende Position, um verlorenes Vertrauen in den katholischen Glauben, bedingt durch die Erfolge der Reformation, zurückzugewinnen. Die Entdeckung der Neuen Welt schließlich entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem großen Betätigungsfeld des Ordens. Hier konnte sich die katholische Kirche insbesondere durch den Jesuitenorden fest etablieren.

Das Hauptbetätigungsfeld der Glaubensgemeinschaft lag jedoch in der Missionierung, die sich auf Asien[3], Afrika, aber zu allergrößten Teilen auf die Neue Welt bezog. In Amerika gehörten die Jesuiten neben anderen missionarischen Organisationen zu den aktivsten. Begünstigt wurde die rege Tätigkeit der Jesuiten auf der einen Seite durch die verhältnismäßig gute Ausbildung der Mönche bzw. Anhänger, auf der anderen Seite benötigte insbesondere die spanische Krone fähige Missionare, um die eroberten Gebiete in der Neuen Welt zu christianisieren. Den Jesuiten kamen daher – auch durch das päpstliche Wohlwollen bedingt- eine Reihe von Aufgaben zu. So war das primäre Ziel natürlich, neue Christen zu gewinnen, andererseits konnte den Ureinwohnern der europäische Lebensstil vermittelt werden.[4]

Gerade wenn es darum ging, neue Gebiete zu erschließen und Kontakt mit anderen bzw. indianischen Kulturen aufzunehmen, griffen die Kolonialmächte, insbesondere Spanien, auf die Jesuitenmissionare zurück. Sie verfügten über eine große Kenntnis von Sprachen bzw. die Fähigkeit, schnell eine fremde Sprache zu erlernen. Dieser Umstand sollte sich aber auch für die Arbeit der Jesuiten selbst auszahlen. In der Neuen Welt wurde der Jesuitenorden mit Länderein von den Regierungen (Portugal, meist aber Spanien) belehnt. Als Gegenleistung hatten die sich darauf befindlichen Siedlungen regelmäßig Abgaben an das Mutterland zu leisten. Da die finanziellen Unterstützungen für die Orden aus dem Mutterland aber eher gering waren und mit der Zeit auch kontinuierlich sanken, waren die Orden gezwungen, sich selbst wirtschaftlich zu betätigen.[5] Dieses führte dazu, dass die Orden sich eine eigene Wirtschaft aufbauten, um sich selbst finanziell zu unterhalten und die Zahlungen an das Mutterland leisten zu können. Zentrale Bedeutung bei den Jesuiten kam hauptsächlich der Landwirtschaft zu. Insbesondere die Nahrungsmittelversorgung, aber auch der Anbau von für den Genuss bestimmte Pflanzen, wie Zuckerrohr oder Tabak, standen im Vordergrund des wirtschaftlichen Aufbaus.

Die guten Kenntnisse der Jesuiten im Bereich der Landwirtschaft und der Agrartechnik schufen günstige Bedingungen, den Aufbauprozess schnell und zielgerichtet voranzutreiben.

2. Missionsgebiet Mexiko

Aus Sicht der Missionen war das heutige Mexiko in zwei Teile geteilt. Der Norden und Nordwesten zeigten eine große Dichte an Missionsstationen. Im Süden und Südosten dagegen gab es wenige bzw. nur kleine und unbedeutende Stationen.

Der Nordwesten Mexikos war nicht von Hochkulturen bevölkert, vielmehr lebten dort die Menschen in einfachen Bauerngesellschaften ohne Herrschaftsstrukturen.[6] In einigen Gebieten waren die Ureinwohner nicht einmal sesshaft, sondern zogen nomadenartig durch die Gegend.

In Zentral- Süd- und Ostmexiko dagegen lebten die Nachkommen der einstigen Hochkulturen der Azteken und Maya.

Die Hauptquelle meiner Seminararbeit „ Der Alltag auf einer Zuckerhacienda des Jesuitenordens in Neuspanien (1664) “ stammte von Hernando Cabero. Dieser beschreibt in seiner Darstellung den Alltag in dem Ort Xochimancas.[7] Es ist aber immer noch umstritten, ob er wirklich der Verfasser dieser Beschreibung war. Reinhard nimmt in seiner Darstellung an, dass es sich bei dem Verfasser der Quelle nicht um Cabero selbst, sondern um Pater Quevedo[8] handelte.

Auch wenn der Autor dieser Denkschrift über den Alltag auf dieser Zuckerhacienda nicht eindeutig auszumachen ist, werden doch einige Einblicke in das Leben der damaligen Zeit gegeben. Für meine Betrachtungen spielt es daher eine untergeordnete Rolle, welche Person diese Quelle verfasst hat. Klar ist, dass es sich um einen Anhänger der christlichen Religion bzw. der Jesuiten handelte.

Es werden Arbeitsabläufe beschrieben und aufgezeigt, welche verschiedenen Gewerke in der Hacienda tätig waren. Darüber hinaus enthält die Quelle Abschnitte, die wöchentliche, monatliche und jährliche Abläufe, Tätigkeiten und Gewohnheiten näher erläutern.

Eine Besonderheit ist mir bei der Betrachtung sofort aufgefallen. Die ganze Arbeit der Indios, aber auch der Sklaven und Bediensteten, war in einen festen religiösen Zeitplan eingebunden. Das Leben auf dieser Zuckerhacienda lässt sich also so zusammenfassen, dass die anwesenden Personen nur gearbeitet, gebetet und geschlafen haben. Die einzige Abwechslung waren die christlichen Feste: „Das Hauptfest dieser Zuckerhacienda ist das der Jungfrau vom Rosenkranz, was am zweiten Tag des Weihnachtsfestes gefeiert wird. Veranstaltet wird das Fest von den Indios, den Bruderschaften der Jungfrau, die den Pfarrer bezahlen.“.[9]

Das Leben innerhalb dieser Ordensgemeinschaft war, aus meiner Sicht betrachtet, streng monoton und wenig abwechslungsreich. Das spricht dafür, dass durch diesen Ablauf für die Indios wenig Zeit gegeben war, ihren eigenen religiös- kulturellen Handlungen nachzugehen.

Auf jeden Fall ist klar, dass der Verfasser Jesuit bzw. jesuitenfreundlich war, denn es wird keinerlei Kritik an den bestehenden Bedingungen geübt. Vielmehr finden sich in einigen Passagen Worte, die aus meiner Sicht die Verhältnisse in einem sehr positiven Licht dastehen lassen: „Man gibt ihnen keine feste Arbeitszeit, denn sie legen nur so viele aus, wie man ihnen bringt. Auf dem Heimweg singen sie im Laufen die Gebete, wodurch sie alles mühelos erlernen.“.[10]

Die Darstellung Caberos ist eher nüchtern, was aus quellenkritischer Sicht zum einen als positiv zu werten ist, da persönliche Eindrücke das Bild eher verfälschen könnten. Zum anderen wird diese zumeist sachliche Darstellung allerdings dadurch getrübt, dass sie einseitig- eben nur aus missionarischer Sicht verfasst ist. Ein relativ objektives Gesamtbild des Lebens auf der Zuckerhacienda mit inneren Problemfeldern wird somit nicht vermittelt. Trotz dieser kleinen Mängel halte ich den Bericht bzw. die Denkschrift Caberos für sehr aussagekräftig, was zumindest die innere Struktur und die Organisation der Missionsstation oder Zuckerhacienda betrifft. Empfindungen, Schwierigkeiten beider Gruppen (Indios und Missionare) kommen in meinen Augen jedoch viel zu kurz vor oder werden gar nicht thematisiert.

3. Die Stellung der Indios in den Kolonien

Die Indios zu missionieren war das Ziel der Jesuiten und anderer Ordensgruppen. Entscheidend für den Prozess der Missionierung war auch die Position der Eingeborenen in den Kolonien. Aus meiner Sicht gab es große Unterschiede in der Stellung der Indios zu den Herrschenden in der Neuen Welt.

Durch die Quellen wird deutlich, dass die Rechte der Indios und ihre Position in den Kolonien sehr unterschiedlich waren: Für die spanischen Kolonien, welche den Hauptteil des Latein- und Südamerikanischen Raumes ausmachten, galt der Grundgedanke der „encomendia – doctrina“. Diese sicherte den Indios grundsätzlich die Freiheit zu. Sie bestand in einem wesentlichen Punkt darin, dass sich die Stellung der Indios in der Gesellschaft weit von der der Sklaven unterschied. Während die schwarzen Sklaven für alle Arbeiten herangezogen werden konnten und sie gefangen gehalten wurden, konnten sich die Ureinwohner relativ frei bewegen und waren nicht immer gezwungen, ihr Leben vollkommen in den Dienst der Missionsstation zu stellen.[11]

Darüber hinaus galten sie als Untertanen des Königs. Trotzdem waren sie den spanischen Kolonisten nicht gleichberechtigt. Im Gegenteil, um die Indios zu „vollwertigen Menschen“ zu erziehen, war es den spanischen Kolonisten erlaubt, eine bestimmte Anzahl von ihnen auf ihren Besitzungen zur Arbeit zu zwingen. Diese Anpassung an die spanische Lebensart wurde von der Kirche überwacht. Der Einsatz der Indios auf Plantagen war besonders in den Anfangsjahren in der Neuen Welt das einzige Mittel, um die riesigen Felder zu bewirtschaften. In der Folgezeit ging der Zugriff auf die Ureinwohner sukzessive zurück, da erstens die Zahl der Indios durch eingeschleppte Krankheiten und die harte Arbeit bei den Kolonisten stark gesunken war, zum anderen, weil sich ab Mitte des 16. Jahrhunderts der Sklavenhandel bzw. der Dreieckshandel stark etabliert hatte und drittens, weil die Missionare, insbesondere die Jesuiten, sich für den Schutz der Ureinwohner einsetzten.

In den Missionsstationen waren die Indios fest in eine hierarchische Struktur eingebunden. Aus der Quelle Caberos wird die Stellung der Ureinwohner in den Kolonien am deutlichsten. Er stellt die Arbeitsteilung dar; an dieser ist erkennbar, dass die schwarzen Sklaven vor allem schwere körperliche Arbeit zu verrichten hatten: „...denn es ist nicht zuträglich, daß Schwarze in den großen Pflanzungen gießen.“; „Ebensowenig (sic!) sollen die Schwarzen die Mühlen einstellen, sondern nur die Schreinermeister,...“. Den Indios wurden dagegen leichtere Arbeiten zugeteilt: „Jeden Tag achte man darauf, daß alle Landparzellen (suerte) bewässert werden oder daß jemand das Wasser für zwei oder drei Parzellen verteilt. Wenn die Indios wegbleiben,“[12]

[...]


[1] Dies geschah natürlich nicht ohne Grund. Die Missionare oder Mönche hätten sich nur selbst

geschadet, wenn sie ihre Arbeit oder ihren Umgang mit den Ureinwohnern kritisch betrachtet hätten.

Nur gelegentlich werden gewisse Probleme am Rande erwähnt oder durch aktive Verfechter der Sklaverei der Ureinwohner jener Zeit wie u. a. von Las Casas erwähnt und kritisch reflektiert.

[2] Weiterhin sieht Hausberger die Neugier und Abenteuerlust bzw. die Exotik der Neuen Welt als einen

weiteren Grund, warum sich besonders mitteleuropäische Jesuiten hervortaten, in die Neue Welt aufzubrechen. B. Hausberger 1995, S. 17.

[3] Die Jesuiten waren vor allem in Indien, Japan und China engagiert.

[4] An dieser Stelle möchte ich dazu noch keine Bewertung abgeben, inwieweit die Europäisierung der

lateinamerikanischen Ureinwohner als positiv oder negativ gesehen werden kann.

[5] W. Reinhard, 1983-1988, S. 536.

[6] B. Hausberger 1995, S. 10-11.

[7] Gelegentlich wird dieser Ort auch Xuchimancas genannt. Er liegt in Zentralmexiko im heutigen

Bundesstaat Morelos, nahe Mexiko-Stadt.

[8] W. Reinhard 1983- 1988, S. 537.

[9] H. Cabero 1664, S. 543.

[10] H. Cabero 1664, S. 539.

[11] H. Cabero 1664, S. 539. Inwieweit die Indios aber zu bestimmten Dingen (Gebete, Messen und

Arbeiten) gezwungen wurden, ist aus der Quelle Caberos allerdings nicht zu erschließen. Vielmehr wird

der Eindruck vermittelt, dass alles auf freiwilliger Basis beruhte. Ich denke, dass dieser Eindruck aber

täuscht, da eine wirkungsvolle Missionierung nur dann funktionierte, wenn die zu Bekehrenden auch

wirklich ständig zugegen waren. Ob dieses bei den Jesuiten auch mit Gewalt (an anderer Stelle komme

ich auf das Thema Gewalt zusprechen) geschah, ist fraglich, jedoch wie ich finde, auch nicht auszuschließen. Die Quelle sagt darüber allerdings nichts aus.

[12] H. Cabero 1664, S. 539 u.540.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Die Arbeit der Jesuitenmissionare in Latein- und Südamerika
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Die koloniale Expansion
Note
1,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
19
Katalognummer
V32954
ISBN (eBook)
9783638335416
ISBN (Buch)
9783656468530
Dateigröße
502 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand
Schlagworte
Jesuiten, Missionare, Arbeit, Jesuitenmissionare, Südamerika, Neue Welt, Spanien, Kirche, Mission, Gegenreformation, Lateinamerika, koloniale Expansion
Arbeit zitieren
Thomas Mrotzek (Autor), 2004, Die Arbeit der Jesuitenmissionare in Latein- und Südamerika, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32954

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die Arbeit der Jesuitenmissionare in Latein- und Südamerika



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden