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Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IAS 39

Title: Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IAS 39

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 15 Pages , Grade: gut

Autor:in: Alexander Düning (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Im Zuge von Globalisierung und europäischer Harmonisierung ist es notwendig geworden, international einheitliche Bilanzierungsstandards zu entwickeln, um Jahresabschlüsse vergleichbar zu machen. Während die Bilanzierung anhand der durch das International Accounting Standards Board erlassenen International Accounting Standards noch nicht ausreicht, um an einer US-Börse zugelassen zu werden, müssen nach einer EU-Verordnung ab dem 1.1.2005 alle kapitalmarktorientierten Unternehmen der EU ihren Konzernabschluss nach IAS erstellen. Im Unterschied zur Rechnungslegung des deutschen Handelsrechts ist das Ziel des Abschlusses nach IAS die Vermittlung von entscheidungsnützlicher Information an (potentielle) Investoren. Eine Zahlungsbemessungsfunktion (z.B. Ausschüttung oder Steuerzahlung) ist nicht vorgesehen. Aufgrund dieses ausschließlichen Informationszwecks tritt das Vorsichtsprinzip des HGB hinter dem IAS-Grundsatz des true-and- fair-view, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermitteln soll, zurück. Das IASRegelwerk besteht aus einem framework, welches die Grundsätze enthält sowie den einzelnen Standards.

In dieser Arbeit werden die Vorschriften des IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) betrachtet, der zusammen mit IAS 32 (Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung) die Bilanzierung bestimmter Finanzinstrumente regelt. Der IAS 39 ist zur Zeit noch sehr umstritten und seine zukünftige endgültige Fassung unklar. Obwohl das IASSystem ab 2005 in der EU verbindlich anzuwenden ist, sind die IAS 32 und 39 als einzige Standards noch nicht vom Accounting Regulatory Committee der EU zertifiziert worden und ohne dieses Endorsement nicht anwendbar. Die erst im Dezember 2003 veröffentlichte neue Fassung des IAS 39 wurde nach starker Kritik bereits im März 2004 wieder durch ein Amendment korrigiert. Im April und Juli 2004 wurden der interessierten Öffentlichkeit wiederum zwei Exposure Drafts zur Stellungnahme vorgelegt, die wohl zu weiteren Änderungen des Standards führen werden. Die vorliegende Arbeit stellt die aktuell gültige Fassung des IAS 39 sowie den Stand der Diskussion dar, geht auf Gründe für die geplanten Änderungen ein und schließt mit einem kritischen Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktuelle Regelungen (rev. 2003; Amendment 3/2004)

2.1 Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39

2.2 Ansatz dem Grunde nach (Recognition)

2.3 Ansatz der Höhe nach (Measurement)

2.3.1 Erfolgswirksam mit dem fair-value bewertete Instrumente

2.3.2 Kredite und Forderungen

2.3.3 Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen

2.3.4 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

2.3.5 Wertminderungen

2.3.6 Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

3. Geplante Änderungen

3.1 Exposure Draft April 2004

3.2 Exposure Draft July 2004

4. Kritische Würdigung

4.1 Angestrebte Änderungen

4.2 Vorgehensweise des IASB

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die Bilanzierung von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39, wobei der Fokus auf den aktuellen Regelungen sowie den im Jahr 2004 diskutierten Änderungsvorschlägen des IASB liegt. Ziel ist es, die Auswirkungen dieser komplexen Bilanzierungsvorschriften zu beleuchten und den Einfluss der kritischen Debatten aus der Praxis auf die Standardsetzung zu analysieren.

  • Struktur und Definition von Finanzinstrumenten nach IAS 39
  • Bewertungskategorien und deren bilanzieller Ansatz
  • Analyse der geplanten Änderungen durch Exposure Drafts des IASB
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Fair-Value-Bilanzierung
  • Einfluss von Interessengruppen auf den Standardsetzungsprozess

Auszug aus dem Buch

2.3.6 Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Im Rahmen des Risikomanagements in Unternehmen werden besonders derivative Finanzinstrumente, wie Forwards, Futures oder Swaps, eingesetzt, wenn das Risiko eines Sicherungsgegenstandes (z.B. ein Kredit) durch Verknüpfung vermindert werden soll. Im Idealfall gleichen sich die Wertänderungen des einen durch entsprechende Wertänderungen des anderen Instruments aus (sog. Hedging). In den IAS gibt es spezielle Hedge Accounting-Regelungen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Sicherungszusammenhangs richtig ausweisen zu können. Die Anwendung erübrigt sich jedoch, wenn für den Sicherungsgegenstand das Wahlrecht zu erfolgswirksamer fair-value Bewertung ausgeübt wird, da dann die gleichen Bewertungsregeln wie für das Sicherungsinstrument angewandt werden (Derivat wird nach IAS 39.9 „zu Handelszwecken gehalten“ zugeordnet). Ist dies nicht der Fall, gibt es in IAS 39 drei Möglichkeiten zur Sicherung von Grundgeschäften: das Fair-Value Hedge Accounting zur Absicherung von (Rein-)Vermögensrisiken, das Cash-Flow Hedge Accounting zur Begrenzung von Zahlungsstromrisiken und eine Absicherung gegen eine Veränderung von Wechselkursen.

Der Absicherungszusammenhang muss vorab als hoch wirksam eingeschätzt werden, verlässlich bestimmbar sein und dokumentiert werden. Zudem ist der Zusammenhang zwischen Sicherungsinstrument und abgesicherter Position regelmäßig durch Effektivitätstests nachzuweisen. Grundgeschäfte können neben einzelnen Vermögenswerten, Verbindlichkeiten, Verpflichtungen und vorgesehene Transaktionen auch Portfolios dieser Instrumente mit vergleichbarem Risikoprofil sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Notwendigkeit internationaler Standards und der besonderen Relevanz der IAS 39 für kapitalmarktorientierte Unternehmen.

2. Aktuelle Regelungen (rev. 2003; Amendment 3/2004): Detaillierte Erläuterung der Kategorisierung, des Ansatzes und der Bewertung von Finanzinstrumenten nach dem damaligen Standard.

3. Geplante Änderungen: Analyse der Änderungsvorschläge durch Exposure Drafts als Reaktion auf die Kritik an der Fair-Value-Option.

4. Kritische Würdigung: Diskussion über die Auswirkungen der Fair-Value-Bilanzierung auf die Volatilität der Unternehmensergebnisse und den Standardsetzungsprozess des IASB.

Schlüsselwörter

IAS 39, Finanzinstrumente, Fair-Value, Hedge Accounting, Rechnungslegung, Bilanzierung, International Accounting Standards Board, Exposure Draft, Risiko, Risikomanagement, Bewertung, Eigenkapital, Verbindlichkeiten, Derivate, Portfolio Hedge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach dem Standard IAS 39 und analysiert dabei sowohl die geltenden Regeln als auch laufende Änderungsvorschläge.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Kategorisierung von Finanzinstrumenten, deren Bewertungsmethoden, die Behandlung von Sicherungsbeziehungen (Hedging) und die kritische Diskussion über die Anwendung der Fair-Value-Bewertung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexe Bilanzierung nach IAS 39 zu schaffen und aufzuzeigen, warum der Standard zum Zeitpunkt der Erstellung stark umstritten war und durch neue Entwürfe angepasst werden sollte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die den aktuellen regulatorischen Stand und die öffentliche sowie fachliche Diskussion basierend auf Fachpublikationen und Standardsetzungspapieren auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der aktuellen Regelungen, eine Übersicht der geplanten Änderungen durch Exposure Drafts sowie eine abschließende kritische Würdigung des Standardsetzungsprozesses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind IAS 39, Fair-Value, Finanzinstrumente, Hedge Accounting und Standardsetzung.

Warum kritisieren Banken die Fair-Value-Option im IAS 39?

Kritiker aus Bankenkreisen bemängeln, dass eine durchgehende Fair-Value-Bewertung zu einer künstlichen Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung führt, da nicht realisierte Wertveränderungen sofort ausgewiesen werden müssen.

Was ist unter dem „Never-Ending-Story“-Charakter des IAS 39 zu verstehen?

Dieser Begriff bezeichnet die ständigen Korrekturen und Änderungen am Standard, die zu einer Verunsicherung bei den Anwendern führen und den Prozess der finalen Etablierung unnötig in die Länge ziehen.

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Details

Title
Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IAS 39
College
University of Cologne  (Seminar für Allg. BWL und Betriebswirtschaftliche)
Course
HS Ausgewählte Fragen zur Rechnungslegung und Konzernbesteuerung in Europa
Grade
gut
Author
Alexander Düning (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V32978
ISBN (eBook)
9783638335621
Language
German
Tags
Bilanzierung Finanzinstrumenten Ausgewählte Fragen Rechnungslegung Konzernbesteuerung Europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Düning (Author), 2004, Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IAS 39, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32978
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