Wer sich für das Thema Coaching als eine mögliche Form der Beratung interessiert, findet dazu unzählige Informationen und Angebote im Internet. Auffallend zahlreich sind dabei jene Angebote, die entweder ausschließlich oder aber ergänzend zum persönlichen Kontakt Coaching per E-Mail anbieten.
Mit den Besonderheiten dieser Beratungsform setzt sich die vorliegende Arbeit unter Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren auseinander.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. INTERNET
2.1 DER INTERNET -DIENST E-MAIL
2.2 CMC- BESONDERHEITEN DER INTERAKTION UND KOMMUNIKATION IM INTERNET
3. COACHING
3.1 COACHING - EINE SPEZIELLE FORM DER BERATUNG
3.1.1 Beratung
3.1.2 Beratung im von Rogers verstandenen Sinne
3.2 BEGRIFFSHERKUNFT UND –BEDEUTUNG
3.3 COACHINGARTEN
3.3.1 Differenzierung nach Art und Anzahl der Klienten
3.3.2 Differenzierung nach Art und Herkunft des Coach
3.3.3 Differenzierung nach Inhalten
3.3.4 Differenzierung nach verwendeten Medien
3.4 VERWIRRENDE DEFINITIONSVIELFALT
3.5 VERGLEICH MIT ANDEREN INTERVENTIONSFORMEN
3.5.1 Unterschiede zur Beratung
3.5.2 Unterschiede zur Therapie
3.6 HISTORIE
3.7 GRÜNDE FÜR COACHING
3.8 ZIELE
3.9 SETTING
3.10 METHODE
4. KLIENTENZENTRIERTE BERATUNG NACH CARL ROGERS
4.1 PERSÖNLICHKEITSTHEORIE
4.1.1 Persönlichkeitsstruktur
4.1.2.Persönlichkeitsdynamik
4.2 ZIELE
4.3 SETTING
4.4 DIE DREI BASIS-VARIABLEN
4.4.1 Selbstkongruenz und Echtheit
4.4.2 Empathie bzw. einfühlendes Verstehen
4.4.3 Positive Wertschätzung und emotionale Wärme
5. KLIENTENZENTRIERTE BERATUNG IM RAHMEN EINES E-MAIL-COACHING?
5.1 EINFLUSSFAKTOR CMC
5.2 EINFLUSSFAKTOR ZEIT
5.3 EINFLUSSFAKTOR WAHRNEHMUNG
5.4 EINFLUSSFAKTOR ANONYMITÄT
5.5 EINFLUSSFAKTOR DATENARCHIVIERUNG
6. ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG UND PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die Verwendbarkeit des klientenzentrierten Beratungsansatzes nach Carl Rogers im Kontext des E-Mail-Coachings. Ziel ist es, die Eignung der humanistischen Grundhaltung für ein computervermitteltes, asynchrones Setting unter Berücksichtigung spezifischer Einflussfaktoren zu bewerten.
- Internetberatung und CMC (Computer-Mediated Communication)
- Grundlagen und Definitionen des Coachings
- Klientenzentrierte Beratung nach Carl Rogers
- Einflussfaktoren bei E-Mail-Coaching (Zeit, Anonymität, Wahrnehmung)
- Methodenplurale Coachingkonzepte
Auszug aus dem Buch
3.4 Verwirrende Definitionsvielfalt
Die Vielfalt der Coachingarten lässt bereits die Zahl der Definitionsversuche ahnen. An dieser Stelle soll der verwirrenden Viel falt jedoch kein Raum gegeben werden, weshalb hier lediglich eine Zusammenfassung der recht umfassenden Definition von Rauen Berücksichtigung findet.
Er versteht Coaching als „interaktiven, personenzentrierten Beratungs- und Betreuungsprozess“, der sich auf berufliche und private Probleme beziehen kann, durch wechselseitige Akzeptanz, Vertrauen und vor allem Freiwilligkeit gekennzeichnet ist, auf „Selbstreflexion und –wahrnehmung, Bewusstsein und Verantwortung“ zielt und damit „Hilfe zur Selbsthilfe“ ermöglicht. Außerdem durch „transparente Interventionen“ gekennzeichnet ist (was ein entsprechendes Konzept voraussetzt), „mehrere Sitzungen“ umfasst, jedoch „zeitlich begrenzt“ ist und sich entweder an „eine bestimmte Person“ oder Gruppe von Personen aus der Führungs- oder Managementebene richtet. Der Coach sollte mit fundierten „psychologischen und betriebswissenschaftlichen Kenntnissen sowie praktischer Erfahrung“ aufwarten können.
Das Ziel besteht darin, die „Selbstregulationsfähigkeiten“ des Klienten soweit wieder herzustellen, dass der Coach überflüssig wird (vgl. 2002, S. 69, alle Hervorhebungen im Original).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Darstellung der Relevanz des E-Mail-Coachings und der Forschungsfrage nach der Anwendbarkeit des klientenzentrierten Ansatzes.
2. INTERNET: Definition des Internets und der Besonderheiten computervermittelter Kommunikation (CMC) im Kontext der Beratung.
3. COACHING: Umfassende Auseinandersetzung mit dem Begriff Coaching, dessen Historie, Arten, Zielen und Abgrenzung zu anderen Interventionsformen.
4. KLIENTENZENTRIERTE BERATUNG NACH CARL ROGERS: Einführung in die Persönlichkeitstheorie und die drei Basisvariablen (Echtheit, Empathie, positive Wertschätzung) nach Rogers.
5. KLIENTENZENTRIERTE BERATUNG IM RAHMEN EINES E-MAIL-COACHING?: Kritische Untersuchung der Anwendbarkeit des Rogers-Ansatzes unter Berücksichtigung von Faktoren wie Zeit, Anonymität und Datenarchivierung.
6. ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG UND PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME: Synthese der Erkenntnisse und persönliche Einschätzung der Autorin zur Eignung des klientenzentrierten E-Mail-Coachings.
Schlüsselwörter
E-Mail-Coaching, Klientenzentrierte Beratung, Carl Rogers, Computer-mediated Communication (CMC), Persönlichkeitstheorie, Selbstexploration, Coaching, Internetberatung, Beratungsbeziehung, Selbstaktualisierung, Tele-Coaching, Online-Beratung, Beratungsprozess, Psychosoziale Beratung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, ob und wie der klientenzentrierte Beratungsansatz von Carl Rogers in der Praxis des E-Mail-Coachings angewendet werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Coaching-Methodik, Internetkommunikation (CMC) und die humanistische Psychologie nach Rogers.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die kritische Überprüfung, ob die notwendigen Bedingungen einer klientenzentrierten Beratung schriftlich via E-Mail vermittelt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit ist eine theoretische Auseinandersetzung, die Literaturrecherche mit der Analyse von Praxisangeboten verbindet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet die Definitionen des Coachings, die theoretischen Grundlagen von Rogers sowie die spezifischen Einflussfaktoren des E-Mail-Settings.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind E-Mail-Coaching, klientenzentrierte Beratung, Empathie, Kongruenz und computervermittelte Kommunikation.
Warum wird das E-Mail-Coaching als "Hilfsform" betrachtet?
Die Autorin sieht es als Ergänzung, da die direkte, persönliche Begegnung von Angesicht zu Angesicht für eine tiefe, vertrauensvolle Beziehung nicht vollständig ersetzbar ist.
Welche Rolle spielt die Anonymität beim E-Mail-Coaching?
Anonymität kann Schwellenängste senken und den Klienten dabei unterstützen, sich freier auszudrücken, was die Selbstexploration fördern kann.
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- Yasmin Stiwitz (Author), 2004, E-Mail-Coaching unter besonderer Berücksichtigung des klientenzentrierten Beratungsansatzes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33057