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Projetkmanagement - Vorgehensweise bei Aufbau und Einführung der Prozesskostenrechnung

Title: Projetkmanagement - Vorgehensweise bei Aufbau und Einführung der Prozesskostenrechnung

Seminar Paper , 2004 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thomas Hayer (Author)

Business economics - Controlling
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Diese Arbeit befasst sich mit der Vorgehensweise bei der Einführung und beim Aufbau einer Prozesskostenrechnung (PKR) in ein Unternehmen. Die PKR ist ein Kostenrechnungsverfahren, welches vor allem für strategische Entscheidungen relevante Informationen liefern soll. Damit steht sie im Vergleich zu den traditionellen Kostenrechnungsverfahren, die lediglich ein kurzfristig ausgerichtetes Steuerungsinstrument zur Lösung operativer Planungs-, Kontroll-, und Lenkungsaufgaben darstellen. Diese Verfahren entstanden in einer Zeit, in denen das Umfeld der meisten Unternehmen durch Verkäufermärkte und Massenproduktion gekennzeichnet war. Jedoch hat sich dieses Umfeld seit Ende der siebziger Jahre nachdrücklich verändert, und auf diese Weise wandelten sich auch die Prozesse der betrieblichen Leistungserstellung. Es hat sich im Laufe der Zeit eine Kostenstrukturverschiebung herausgebildet, durch die sich der Anteil der Lohneinzelkosten an der Wertschöpfung immer mehr verringerte, während der Anteil der Gemeinkosten anstieg.1

In Folge dieser neuen Situation kommen die traditionellen Kostenrechnungsverfahren aufgrund ihrer Zurechnungsmethodik zu ungenauen Ergebnissen, da sie die wirklichen Gemeinkostenabhängigkeiten ignorieren, und damit fehlerhafte Informationen für das Management bereitstellen. Genau dort setzt die PKR an, denn sie soll eine verursachungsgerechtere Verrechnung der Gemeinkosten, vor allem in den indirekten Bereichen, gewährleisten. Die Leistungserstellung soll als eine Kette von Tätigkeiten und Prozessen betrachtet werden, die durch alle Bereiche des Unternehmens laufen. Die Einführung und der Aufbau der PKR in ein Unternehmen wird als ein Projekt2 durchgeführt. Dieses bedarf eines Projektmanagements3, welches durch die Unternehmensführung gewährleistet werden muss. Nach der Definition einiger Grundbegriffe folgt im Hauptteil der Arbeit die Darstellung der Vorgehensweise des Projektteams bei der Implementierung der PKR. Daran anschließend werden die wichtigsten Erfolgsfaktoren und Hindernisse, auf die das Management und das Projektteam bei der Einführung stoßen können, gezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundbegriffe

2.1. Tätigkeiten

2.2. Teilprozesse

2.3. Hauptprozesse

2.4. Prozesshierarchie

3. Vorgehensweise beim Aufbau einer Prozesskostenrechnung

3.1. Auswahl zweckmäßiger Unternehmensbereiche

3.2. Tätigkeitsanalyse

3.2.1. Vorstrukturierung der Hauptprozesse

3.2.2. Tätigkeitsanalyse und Bildung von Teilprozessen und Maßgrößen

3.3. Kostenzuordnung und Kalkulation der Teilprozesskosten

3.4. Prozessverdichtung

3.5. Ermittlung und Auswahl der Kostentreiber

3.7. Kalkulation der Hauprozesskosten

4. Erfolgsfaktoren und Hindernisse der Implementierung

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen strukturierten Leitfaden für die Einführung und den Aufbau einer Prozesskostenrechnung (PKR) in Unternehmen zu vermitteln, um eine verursachungsgerechtere Verrechnung von Gemeinkosten zu ermöglichen. Sie untersucht dabei systematisch die methodischen Schritte von der Identifikation der Tätigkeiten bis zur Kalkulation von Prozesskostensätzen.

  • Grundlagen der Prozesskostenrechnung und Prozesshierarchie
  • Kriterien für die Auswahl geeigneter Unternehmensbereiche für die Implementierung
  • Methoden der Tätigkeitsanalyse sowie Bildung von Teil- und Hauptprozessen
  • Verfahren der Kostenzuordnung und Berechnung von Prozesskostensätzen
  • Analyse kritischer Erfolgsfaktoren und potenzieller Hindernisse bei der Implementierung

Auszug aus dem Buch

3.2. Tätigkeitsanalyse und Bildung von Teilprozessen und Maßgrößen

Die nun folgende Tätigkeitsanalyse in den Kostenstellen bildet das Grundgerüst der PKR. Daher muss diese besonders genau und ausführlich durchgeführt werden.

Ziel ist es, die in den einzelnen Kostenstellen ablaufenden Arbeitsschritte und Teilprozesse zu finden, und nach Art und Menge zu strukturieren. Das Projektteam soll analysieren, welchen Anteil an der Kostenstruktur der Kostenstelle ein Teilprozess jeweils beansprucht, und welche zeitliche Beanspruchung für eine Tätigkeit durch einen Mitarbeiter vorliegt.

Als Grundregel ist festzuhalten, dass sich jeder analysierte Teilprozess einer Kostenstelle eindeutig zuordnen lässt, aber in einer Kostenstelle in der Regel mehrere Teilprozesse nebeneinander ablaufen. Die Ermittlung der Tätigkeiten in den Kostenstellen kann auf unterschiedliche Art und Weise geschehen:

- Durchführen von Interviews mit dem Kostenstellenleiter bzw. mit allen Kostenstellenmitarbeitern (wenn der Aufwand in Relation zum Nutzen steht);

- Auswerten von Fragebögen, die durch die Kostenstellenmitarbeiter ausgefüllt werden, die sich mit ihrer Zeitverwendung für die anfallenden Tätigkeiten befassen;

- Nutzen von verfügbaren Unterlagen, wie z.B. Arbeitsanweisungen, Organisationsplänen und Arbeitsplatzbeschreibungen.

Die Erhebungsform mit Hilfe von Fragebögen lässt die genauesten Daten hinsichtlich der durchzuführenden Tätigkeiten erwarten. Jedoch bedarf diese Methode, besonders bei einer Vielzahl von Kostenstellenmitarbeitern, eines erheblichen Arbeitsaufwandes einerseits für das Erstellen der Fragebögen und andererseits für die exakte Auswertung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die PKR als Kostenrechnungsverfahren für strategische Entscheidungen ein und erläutert die Notwendigkeit aufgrund veränderter Kostenstrukturen.

2. Grundbegriffe: Hier werden die zentralen Terminologien definiert, insbesondere die Hierarchie von Tätigkeiten, Teilprozessen und Hauptprozessen.

3. Vorgehensweise beim Aufbau einer Prozesskostenrechnung: Dieses Kapitel bildet den Kern der Arbeit und beschreibt detailliert den methodischen Ablauf von der Bereichsauswahl über die Analyse bis zur Kalkulation.

4. Erfolgsfaktoren und Hindernisse der Implementierung: Dieser Teil beleuchtet die Bedeutung der Unternehmenskultur, des Projektmanagements und der Einbindung der Mitarbeiter als entscheidende Faktoren.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Relevanz der PKR für das Kostenmanagement zusammen und kritisiert zugleich Herausforderungen bei komplexen Tätigkeitsbereichen.

Schlüsselwörter

Prozesskostenrechnung, Gemeinkosten, Kostenstelle, Tätigkeitsanalyse, Teilprozess, Hauptprozess, Kostentreiber, Prozessorientierung, Prozessverdichtung, Implementierung, Kostenmanagement, Projektmanagement, Prozesskostensatz, Kostenrechnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die methodische Vorgehensweise bei der Einführung und dem Aufbau einer Prozesskostenrechnung in Unternehmen, um eine verursachungsgerechtere Kostenverrechnung zu erzielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Prozesshierarchie, die Tätigkeitsanalyse, die Kostenzuordnung sowie die Identifikation von Erfolgsfaktoren für die Implementierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Projektteam einen Leitfaden an die Hand zu geben, um Prozesse transparent zu erfassen und mittels geeigneter Kostensätze steuerbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse der betriebswirtschaftlichen Fachliteratur, ergänzt durch beispielhafte Berechnungsmodelle (z.B. Kostenstellentableau).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der praktischen Umsetzung: der Auswahl von Bereichen, der Analyse von Tätigkeiten und der Aggregation zu Hauptprozessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Prozesskostenrechnung, Kostentreiber, Gemeinkostenmanagement, Teilprozess und Prozessorientierung.

Warum spielt die Unterscheidung von leistungsmengeninduzierten und leistungsmengenneutralen Prozessen eine Rolle?

Diese Differenzierung ist notwendig, da lmi-Prozesse direkt vom Leistungsvolumen abhängen und somit eine direkte Kostenzuordnung ermöglichen, während lmn-Prozesse über Umlagen verrechnet werden müssen.

Wie gehen Unternehmen mit innovativen Tätigkeiten um, die sich nicht für die PKR eignen?

Der Autor weist darauf hin, dass Tätigkeiten mit hohen Entscheidungsspielräumen, wie in der Forschung und Entwicklung, bei der PKR oft nicht in die Verrechnung einbezogen werden, da sie schwer quantifizierbar sind.

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Details

Title
Projetkmanagement - Vorgehensweise bei Aufbau und Einführung der Prozesskostenrechnung
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Institut für Controlling und Unternehmensrechnung)
Course
Interne und externe Unternehmensrechnung
Grade
1,3
Author
Thomas Hayer (Author)
Publication Year
2004
Pages
24
Catalog Number
V33240
ISBN (eBook)
9783638337649
ISBN (Book)
9783640257126
Language
German
Tags
Projetkmanagement Vorgehensweise Aufbau Einführung Prozesskostenrechnung Interne Unternehmensrechnung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Hayer (Author), 2004, Projetkmanagement - Vorgehensweise bei Aufbau und Einführung der Prozesskostenrechnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33240
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