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Erwerbslosigkeit und Gesundheit

Die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit auf die Gesundheit Betroffener

Title: Erwerbslosigkeit und Gesundheit

Seminar Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas Worch (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Nahezu jeder Mensch strebt nach einem angenehmen Leben, nach Ansehen, Einfluss
und existenzieller Sicherheit. Verfügt man nicht über Einkünfte aus eigenem Vermögen,
so kann man sich diese Wünsche in unserer Gesellschaft nur mit einer regelmäßigen
Erwerbstätigkeit finanzieren.
Was genau geschieht aber, wenn man zu der Gruppe der Erwerbslosen gehört? Als
unumstritten gilt, dass jene Menschen ihren Platz in dieser Gesellschaft verlieren, in
die Isolierung und an den Rand gedrängt werden. Arbeitslosigkeit kann den Menschen
zerstören – wirtschaftlich, sozial, seelisch und körperlich.
Im Folgenden soll der Zusammenhang zwischen dem Thema Arbeitslosigkeit und Gesundheit
diskutiert werden. Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit Arbeitslosigkeit die
Gesundheit von erwerbslosen Frauen und Männern tatsächlich beeinflusst. Schwerpunktmäßig
soll auf die Veränderung des Gesundheitszustands dieser Personengruppen, unter Besonderer Beachtung physischer, psychosomatischer und psychiatrischer Störungen, eingegangen werden.
Leben Betroffene gesundheitlich riskanter? Wie schätzen Arbeitslose
ihren Gesundheitszustand eigentlich selber ein? Welche Möglichkeiten gibt es, dem entgegenzuwirken?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Zahlen und Fakten

1.1 Erwerbslosigkeit in Deutschland

2 Erkrankungen als Folge von Arbeitslosigkeit

2.1 Arbeitslosigkeit und physische Gesundheit

2.1.1 Männer

2.1.2 Frauen

2.2 Arbeitslosigkeit und psychische, psychosomatische Störungen

2.3 Arbeitslosigkeit und psychiatrische Erkrankungen

2.3.1 Männer

2.3.2 Frauen

2.4 Arbeitslosigkeit und Drogenkonsum

2.4.1 Alkohol

2.4.2 Nikotin

3 Arbeitslose und ihr Befinden durch Selbsteinschätzung

4 Fazit

5 Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse, inwieweit der Verlust der Erwerbstätigkeit den Gesundheitszustand Betroffener verändert und welche physischen, psychosomatischen sowie psychiatrischen Folgen auftreten können.

  • Gesundheitliche Auswirkungen von Arbeitslosigkeit
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Erkrankungen
  • Einfluss von Suchtverhalten (Alkohol und Nikotin)
  • Selbsteinschätzung des Gesundheitszustands durch Arbeitslose
  • Bedeutung der Dauer der Arbeitslosigkeit für das Befinden

Auszug aus dem Buch

2.2 Arbeitslosigkeit und psychische, psychosomatische Störungen

Erwerbsarbeit hat neben materieller Funktionen auch immaterielle, latente Funktionen. So ist sie letztlich auch wie ein mittelalterlicher Brunnen anzusehen, an dem man sich traf, um soziale Kontakte zu pflegen und um zu kommunizieren. Vertrauensbeziehungen außerhalb des familiären Umfeldes wurden damals genauso gepflegt wie auch in der heutigen Zeit. Da man die meiste Zeit seines Lebens auf Arbeit verbringt, schmiedet man genau dort auch häufig außerfamiliäre Vertrauensbeziehungen. Kommt es nun zum Verlust eben dieser Erwerbsarbeit, so brechen neben den materiellen auch die immateriellen Funktionen weg. Beides führt zu psychischen Belastungen, zum Verlust von Identität und Selbstwertgefühl.

Wie Seelsorger, Berater und Ärzte zuhauf berichten, kann Arbeitslosigkeit „zugleich tiefe persönlichkeitszerstörende Auswirkungen haben.“ (vgl. Synodenpapier aus der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau 1983) So beschreibt u.a. Stößel (1991) in diesem Zusammenhang: „Die befragten Ärzte waren überwiegend der Ansicht, daß Beziehungen zwischen Beschäftigungssituation und dem Gesundheitszustand ihrer Patienten bestehen. Arbeitslosigkeit wird dabei i.d.R. mit Verschlechterungen des Befindens in Zusammenhang gebracht. Schwerpunkt dieser Veränderungen sind eindeutig psychosomatische Beschwerden, psychische Auffälligkeiten und Störungen des sozialen Verhaltens. Bei den psychosomatischen Veränderungen handelt es sich überwiegend um unklare psychovegetative Störungen, wie Schlaflosigkeit, Nervosität, Abgespanntheit etc.“ (vgl. Stößel, 1999 S. 19) Auch Elkeles führt an „daß Arbeitslose sehr viel häufiger als Erwerbstätige unter psychosomatischen Beschwerden wie Schlaflosigkeit, depressiven Symptomen, Ängsten oder Magen-Darmstörungen leiden.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zahlen und Fakten: Dieses Kapitel gibt einen statistischen Überblick über die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland im Zeitraum von 1992 bis 2002.

2 Erkrankungen als Folge von Arbeitslosigkeit: Hier wird detailliert auf physische, psychische und psychosomatische Erkrankungen sowie den Einfluss von Suchtmitteln wie Alkohol und Nikotin eingegangen.

3 Arbeitslose und ihr Befinden durch Selbsteinschätzung: Dieses Kapitel befasst sich mit Studien zur subjektiven Wahrnehmung des Gesundheitszustands durch Betroffene in Abhängigkeit von der Dauer der Arbeitslosigkeit.

4 Fazit: Das Fazit fasst die gesundheitlichen Risiken zusammen und betont die Wechselwirkungen zwischen Arbeitslosigkeit und individuellen Lebensumständen.

5 Ausblick: Der Ausblick diskutiert notwendige arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, um Langzeitarbeitslosigkeit und daraus resultierende gesundheitliche Schäden zu verhindern.

Schlüsselwörter

Arbeitslosigkeit, Gesundheit, psychosomatische Störungen, psychische Erkrankungen, Suchtverhalten, Alkohol, Nikotin, Selbsteinschätzung, Langzeitarbeitslosigkeit, Prävention, Krankenkassenstatistik, Arbeitsplatzverlust, gesundheitliche Belastung, Arbeitsmarktpolitik, stationäre Leistungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die gesundheitlichen Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf die betroffenen Menschen und analysiert die verschiedenen Facetten der dadurch entstehenden gesundheitlichen Belastungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die physische und psychische Gesundheit, geschlechtsspezifische Unterschiede bei Erkrankungen sowie die Rolle von Suchtverhalten wie Alkohol- und Nikotinkonsum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Arbeitslosigkeit den Gesundheitszustand verändert, welche Rolle die Dauer der Erwerbslosigkeit spielt und wie Betroffene ihr eigenes Befinden einschätzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf die Auswertung vorhandener empirischer Daten, Krankenkassenstatistiken und bestehender Studien zu diesem Themenbereich zurückgreift.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse physischer Auswirkungen, psychischer und psychosomatischer Störungen, das Thema Drogenkonsum sowie die Auswertung der subjektiven Befindlichkeit von Arbeitslosen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Arbeitslosigkeit, Gesundheit, psychosomatische Belastung, Suchtprävention und psychisches Wohlbefinden charakterisieren.

Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der gesundheitlichen Belastung?

Ja, die Arbeit stellt dar, dass arbeitslose Männer und Frauen unterschiedliche gesundheitliche Belastungsprofile und Inanspruchnahmen stationärer Leistungen aufweisen.

Welchen Einfluss hat die Dauer der Arbeitslosigkeit?

Studien belegen, dass mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit das Risiko für psychische Belastungen und ein als schlecht empfundener Gesundheitszustand signifikant ansteigen.

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Details

Title
Erwerbslosigkeit und Gesundheit
Subtitle
Die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit auf die Gesundheit Betroffener
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Course
Medizinsoziologie
Grade
1,0
Author
Andreas Worch (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V33266
ISBN (eBook)
9783638337854
ISBN (Book)
9783638749022
Language
German
Tags
Erwerbslosigkeit Gesundheit Medizinsoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Worch (Author), 2004, Erwerbslosigkeit und Gesundheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33266
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