Die Mosaiken von SS. Cosma e Damiano zeugen von höchstem künstlerischen Rang und stellen eines der bedeutendsten Denkmale der spätantiken Malerei dar.
In der vorliegenden Arbeit wird zu Beginn ein historischer Überblick auf die Baugeschichte der Kirche gegeben sowie das Innere und Äußere des Gebäudes beschrieben. Im Anschluss folgt ein kurzer Exkurs über die beiden Kirchenpatrone Kosmas und Damian.
Im Hauptteil der Arbeit werden die Mosaiken in der Apsis und am Triumphbogen zuerst allgemein beschrieben, ikonographisch analysiert und die stilistischen Merkmale näher erläutert. Den Abschluss bildet dann die Datierung der Mosaiken.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitendes
2. Die Kirche SS. Cosma e Damiano in Rom
2.1 Lage der Kirche
2.2 Geschichte des Baus
2.3 Außenansicht
2.4 Inneres der Kirche
3. Kosmas und Damian
4. Die Mosaiken von SS. Cosma e Damiano
4.1 Allgemeine Beschreibungen der Mosaiken
4.1.1 Apsismosaik
4.1.2 Triumphbogenmosaik
4.2 Zu Inhalt und Deutung der Mosaiken
4.2.1 Apsismosaik
4.2.2 Triumphbogenmosaik
4.2.3 Ikonographische Parallelen
4.3 Zu Bildkomposition und Stil der Mosaiken
4.3.1 Apsismosaik
4.3.2 Triumphbogenmosaik
4.4 Zur Datierung der Mosaiken
4.4.1 Apsismosaik
4.4.2 Triumphbogenmosaik
5. Abschließendes
6. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die bedeutenden Mosaiken der Kirche SS. Cosma e Damiano in Rom. Das primäre Ziel ist eine detaillierte kunsthistorische Analyse der Mosaiken in der Apsis sowie am Triumphbogen, wobei sowohl inhaltliche Deutungen als auch stilistische Merkmale und Datierungsfragen im Zentrum der wissenschaftlichen Auseinandersetzung stehen.
- Historische Baugeschichte der Kirche SS. Cosma e Damiano
- Ikonographische Analyse der Apsis- und Triumphbogenmosaiken
- Stilistische Untersuchung und Vergleich mit zeitgenössischen Werken
- Diskussion der Datierung der Mosaiken unter Einbeziehung kirchengeschichtlicher Aspekte
- Untersuchung der Bedeutung der Kirchenpatrone Kosmas und Damian
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Apsismosaik
Das Mosaik in der Apsis von SS. Cosma e Damiano wurde von Papst Felix IV. (526-30) gestiftet und ist nach Joseph Wilpert „unter den erhaltenen ohne Zweifel das hervorragendste“.
Ursprünglich war das Mosaik in der Apsis an einen tiefer stehenden Betrachter gerichtet, da die Raumhöhe erst unter Papst Urban VIII. (1623-1644) verändert worden war. So beträgt die heutige Höhe nur noch 2/3 der ursprünglichen Raumhöhe. Auch wurde das Apsismosaik in seiner Wirkung beeinträchtigt durch den Altaraufbau, der 1638 von Domenico Castelli errichtet worden war sowie durch die Verengung des Apsisbogens unter Papst Clemens IX. (1667-1669).
Es fanden im Laufe der Jahre mehrere Restaurierungen am Apsismosaik statt – die letzte erfolgte 1988-89.
Schematisch lässt sich das Mosaik der Apsis in drei Zonen unterteilen: in der ersten Zone, in der Apsiskalotte, ist die Parusie dargestellt. Die zweite Zone darunter besteht aus einem Lämmerfries auf Goldgrund. Unterhalb des Frieses ist dann in einer dritten Zone ein Band mit goldener Inschrift auf blauem Grund, welches den Stifter Papst Felix IV. nennt und die Schönheit des Mosaiks preist, ausmosaiziert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitendes: Einführung in das Thema der spätantiken Mosaiken von SS. Cosma e Damiano und kurzer Ausblick auf den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Die Kirche SS. Cosma e Damiano in Rom: Historischer Überblick über die Umnutzung des antiken Tempelbaus und Beschreibung der architektonischen Entwicklung sowie des Innen- und Außenraums.
3. Kosmas und Damian: Vorstellung der beiden Kirchenpatrone und Erläuterung der Bedeutung ihres Kultes sowie dessen rascher Ausbreitung in Rom.
4. Die Mosaiken von SS. Cosma e Damiano: Detaillierte Beschreibung, Analyse der ikonographischen Bedeutung, Untersuchung des Stils sowie Erörterung der Datierung der Mosaiken im Hauptteil der Arbeit.
5. Abschließendes: Zusammenfassung der Ergebnisse bezüglich der künstlerischen Bedeutung und Einzigartigkeit der Mosaikdarstellungen.
6. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Analyse verwendeten Fachliteratur und Quellen.
Schlüsselwörter
SS. Cosma e Damiano, Mosaiken, Apsismosaik, Triumphbogenmosaik, Spätantike, Rom, Ikonographie, Parusie, Theophanie, Hetoimasia, Stifterpapst, Felix IV., Sergius I., Kunstgeschichte, Frühchristliche Kunst
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich der kunsthistorischen Untersuchung der berühmten Mosaiken in der Kirche SS. Cosma e Damiano in Rom, die als herausragendes Beispiel spätantiker Kunst gelten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Baugeschichte der Kirche, der ikonographischen Analyse der Mosaikprogramme in Apsis und Triumphbogen sowie der stilistischen Einordnung und Datierung.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Das Ziel ist eine fundierte wissenschaftliche Analyse, wie die Mosaiken sowohl inhaltlich (Theophanie, Parusie) als auch formal (Stil, Technik) zu bewerten sind und wie sie in den kirchengeschichtlichen Kontext Roms eingebettet sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und analytische kunsthistorische Methode angewandt, die durch den Vergleich mit ikonographischen Parallelen und das Studium historischer Quellen gestützt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil erfolgen die detaillierte Beschreibung, die inhaltliche Deutung, die Stilanalyse und die kritische Diskussion der Datierung der Mosaiken.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den prägenden Begriffen gehören die Parusiedarstellung, die Hetoimasia, der spezifische römische Einfluss sowie der ikonographische Vergleich mit Werken wie S. Vitale.
Welche Bedeutung hat das Apsismosaik für die kunsthistorische Forschung?
Es gilt als eines der hervorragendsten erhaltenen Mosaike und markiert einen Wendepunkt zwischen der spätantiken Tradition und den sich entwickelnden mittelalterlichen Darstellungsweisen.
Wieso ist die Datierung des Triumphbogenmosaiks umstritten?
Während einige Forscher auf stilistische Unterschiede verweisen und eine Entstehung unter Papst Sergius I. vermuten, sehen andere aufgrund der verwendeten Technik eine engere zeitliche Nähe zum Hauptmosaik der Apsis.
Welche Rolle spielten die beiden Ärzteheiligen Kosmas und Damian?
Sie dienen als Schutzpatrone der Kirche und als Fürsprecher, wobei ihre Darstellung eine spezifische patronatsstrukturierte Einführung bei Christus widerspiegelt.
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- MA Angelika Wöss (Autor), 2010, Die Mosaiken der Kirche SS Cosma e Damiano in Rom. Beschreibung, Deutung und Datierung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/333931