Obwohl der Begriff des interkulturellen Trainings eine homogene Lehrmethode suggeriert, existiert eine Vielzahl an Möglichkeiten, welche theoretischen Überlegungen dem Training zu Grunde liegen soll, wie ein kulturelles Training gestaltet werden kann und welche Ziele ein interkulturelles Training verfolgt. Im Laufe dieser Arbeit sollen die verschiedenen Möglichkeiten der interkulturellen Trainings vorgestellt werden, die Ziele und der theoretische Rahmen der Trainings erläutert sowie deren Nutzen diskutiert werden.
Während der methodischen Vorbereitung auf interkulturelle Kontakte lange Zeit nur wenig Aufmerksamkeit zuteil wurde, steigt die Nachfrage nach interkulturellen Trainings auch in Deutschland stetig. Dafür dürfte neben einem wachsenden Bewusstsein für die Konflikte, die aus interkulturellen Missverständnissen erwachsen können, vor allem die starke Zunahme von weltweiten Migrationsströmen sowie die globalisierte Weltwirtschaft verantwortlich sein, die die Gesellschaften und Unternehmen in vielen Länder vor neue Herausforderungen stellen. Aus dem jahrelangen Zuwachs des multiethnischen Segments vieler Gesellschaften, sowie der Ausweitung internationaler Handelsbeziehungen resultiert eine wachsende Anzahl von interkulturellen Begegnungen, die immer auch das Potential für Missverständnisse und Fehlinterpretationen bei der Interaktion zwischen zwei Personen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen in sich bergen. Interkulturelle Trainings setzen an diesem Punkt an und haben das Ziel, die Unsicherheiten der Akteure bei interkulturellen Begegnungen zu verringern und die Teilnehmer des Trainings zu befähigen, das Verhalten ihres Interaktionspartners besser zu verstehen. Wegen der vielfältigen Möglichkeiten, in deren Rahmen interkultureller Kontakt zustande kommen kann, stellen auch die Personen, an die sich das Angebot richtet eine äußerst heterogene Masse dar. Als Hauptzielgruppen für interkulturelle Trainings gelten dennoch solche Personen, die berufsbedingt oder aus privaten Gründen in einem fremden kulturellen Umfeld leben sowie deren Angehörige und Personen die an Kulturaustauschprogrammen mitarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Ziele Interkulturellen Trainings
- Theoretischer Rahmen
- Stufen interkulturellen Lernens
- Typen Interkulturellen Lernens
- Didaktische und erfahrungsbildende Maßnahmen
- Kulturallgemeine und kulturspezifische Trainings
- Konkrete Trainingsmethoden
- Didaktische Trainingsmaßnahmen
- Erfahrungsbasierte Trainingsmaßnahmen
- Alternative Konzepte
- Die Problematik der Vielfalt Interkultureller Trainings
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Thematik interkultureller Trainings und analysiert deren Bedeutung, Ziele, Methoden und Herausforderungen. Der Fokus liegt dabei auf der Vermittlung von interkultureller Kompetenz, die für das erfolgreiche Agieren in einem globalisierten Umfeld von entscheidender Bedeutung ist.
- Die Ziele interkultureller Trainings und deren Bedeutung für verschiedene Akteursgruppen
- Die verschiedenen Ebenen des interkulturellen Lernens und die damit verbundenen Lernziele
- Die wichtigsten theoretischen Ansätze und Konzepte im Bereich der interkulturellen Kompetenzentwicklung
- Die verschiedenen Typen und Methoden interkultureller Trainings
- Die Herausforderungen und die Problematik der Vielfalt interkultureller Trainings
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Relevanz interkultureller Trainings in einer globalisierten Welt dar und führt in die Thematik ein. Kapitel 2 widmet sich den Zielen interkultureller Trainings und erläutert, wie diese zur Entwicklung interkultureller Kompetenz beitragen sollen. Kapitel 3 beleuchtet den theoretischen Rahmen, indem verschiedene Ansätze zum Kulturbegriff und zum interkulturellen Lernen vorgestellt werden. Kapitel 4 beschreibt die verschiedenen Stufen des interkulturellen Lernens und die dazugehörigen Phasen der Kompetenzentwicklung. Kapitel 5 analysiert verschiedene Typen interkultureller Trainings, darunter didaktische und erfahrungsbasierte Maßnahmen, sowie kulturallgemeine und kulturspezifische Trainings. Kapitel 6 beschäftigt sich mit konkreten Trainingsmethoden und stellt verschiedene Ansätze vor, die in der Praxis Anwendung finden. Kapitel 7 diskutiert die Problematik der Vielfalt interkultureller Trainings und die Herausforderungen, die sich daraus ergeben.
Schlüsselwörter
Interkulturelle Trainings, interkulturelle Kompetenz, Kulturbegriff, interkulturelles Lernen, Trainingsmethoden, kulturelle Unterschiede, globalisierung, Kommunikation, Missverständnisse, Handlungskompetenz, Unternehmensführung, Mitarbeiterentwicklung, internationales Management, Entwicklungshilfe, Militär, friedenssichernde Einsätze.
Häufig gestellte Fragen zu interkulturellen Trainings
Was ist das Hauptziel interkultureller Trainings?
Ziel ist es, die Unsicherheiten bei interkulturellen Begegnungen zu verringern und Teilnehmer zu befähigen, fremdes Verhalten besser zu verstehen.
Welche Arten von interkulturellen Trainings gibt es?
Man unterscheidet zwischen didaktischen (wissensbasierten) und erfahrungsbasierten Trainings sowie zwischen kulturallgemeinen und kulturspezifischen Ansätzen.
Wer ist die Zielgruppe dieser Trainings?
Vor allem Personen, die beruflich oder privat in ein fremdes kulturelles Umfeld wechseln, sowie deren Angehörige und Mitarbeiter in Austauschprogrammen.
Was sind Stufen des interkulturellen Lernens?
Lernen erfolgt meist in Phasen: von der Wahrnehmung kultureller Unterschiede über die Reflexion bis hin zur Entwicklung von Handlungskompetenz.
Warum steigt die Nachfrage nach solchen Trainings?
Gründe sind die globalisierte Wirtschaft, zunehmende Migrationsströme und das wachsende Bewusstsein für Konflikte durch interkulturelle Missverständnisse.
Gibt es Kritik an interkulturellen Trainings?
Die Arbeit diskutiert die Problematik der Vielfalt und Heterogenität der Angebote, die eine Standardisierung und Qualitätskontrolle erschweren.
- Quote paper
- Robert Stockton (Author), 2012, Interkulturelles Lernen im Rahmen interkultureller Trainings. Stufen, Typen, Trainingsmethoden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/333954