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Feminismus in Peru. Gesellschaftliche Entwicklung und die Arbeit der Asociación de Desarrollo Comunal

Título: Feminismus in Peru. Gesellschaftliche Entwicklung und die Arbeit der Asociación de Desarrollo Comunal

Trabajo , 2012 , 25 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Robert Stockton (Autor)

Etnología / Folclore
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Neben einem Überblick über die peruanische Gender-Problematik stellt die vorliegende Arbeit die theoretischen Ansätze und die praktische Arbeit der ADC durch die Beschreibung eines durchgeführten Seminars zu weiblicher Führung aus dem Jahr 2009 vor.

Im April 1833 brach die französische Feministin Flora Tristan mit dem Schiff nach Peru auf um dort eine Erbangelegenheit zu klären. Während ihres knapp einjährigen Aufenthaltes im dortigen Hochland verfasste sie ihr erstes Buch mit dem Titel Les pérégrinations d’une paria, in dem sie die Sklaverei und die Unterdrückung der Frau durch die peruanische Gesellschaft kritisiert. Die von ihr beschriebenen Beobachtungen stellten den ersten publizierten Versuch einer Beschreibung der Mechanismen dar, welche die gesellschaftliche Benachteiligung von Frauen in Peru begründen.

Mit diesem Werk wurde der Grundstein für eine soziale Bewegung gelegt, die allerdings nur langsam an Fahrt gewann. So sollte nach Tristans Peru-Reise beinahe ein Jahrhundert vergehen, bevor der Feminismus in Peru im Jahr 1914 mit der Gründung des Movimiento Evolución Feminina institutionalisiert wurde. Immerhin blickt Peru damit aber auch auf eine beinahe einhundertjährige Geschichte von engagierten Feministinnen zurück. Während in den vergangenen Jahrzehnten sich sowohl die Arbeitssituation der Frauen, ihre politische Partizipationsfähigkeit als auch die öffentliche Wahrnehmung von gesellschaftlichen Mechanismen der Benachteiligung von Frauen deutlich verbessert hat, bleiben jedoch alte geschlechtsabhängige Ungleichheiten bestehen: Armut, Analphabetismus, niedrigere Gehälter und häusliche Gewalt stellen einige der Probleme dar, mit denen sich vor allem Frauen in Peru konfrontiert sehen. Um dieser Problematik entgegenzutreten, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten besonders in der Hauptstadt Lima eine Vielzahl an Organisationen angesiedelt, die für eine Gleichstellung der Frauen in der Gesellschaft eintreten.

Eine dieser Organisationen ist die NGO ADC, die sich in erster Linie der Arbeit mit Frauen in Gewerkschaften, mit Arbeiterinnen im informellen Sektor und dem Gender-Mainstreaming verschrieben hat. Sie wurde im Jahr 1995 in der Provinz Huaura, nördlich von Lima gegründet, bevor im Jahr 1998 die neue Zentrale in Lima eröffnetet wurde. In den Folgejahren wurden enge Partnerschaften mit der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen, der Friedrich Ebert Stiftung und verschiedenen in Spanien ansässigen Organisationen gebildet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die gesellschaftliche Situation der peruanischen Frauen

2.1 Annäherung an die Lage in Peru

2.2 Zur Entstehung der Ungleichheit

2.2.1 Folgen der Kolonialisierung

2.2.2 Das traditionelle Familienmodell und die gesellschaftlichen Konsequenzen

2.2.3 Folgen des bewaffneten Konflikts

3. Verbesserungsansätze

3.1 Staatliche Initiativen

3.2 NGOs als Katalysator für gesellschaftlichen Wandel

4. Die Asociación de Desarrollo Comunal (ADC)

4.1 Ziele, Strategie, Wirkungsfelder

4.2 Arbeit und Programme

5. Das Seminar zum Thema Weibliche Führung

5.1 Teilnehmerinnen und Organisation

5.2 Ziele und Methode

5.3 Die Durchführung des Seminars

5.4 Bewertung und Nachhaltigkeit

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die gesellschaftliche Benachteiligung von Frauen in Peru und analysiert die Rolle nichtstaatlicher Organisationen (NGOs) bei der Förderung der Chancengleichheit, insbesondere am Beispiel der Asociación de Desarrollo Comunal (ADC) und deren Seminarprogramm zur weiblichen Führung.

  • Historische und soziale Ursachen der Ungleichheit peruanischer Frauen
  • Staatliche Gesetzesinitiativen und deren praktische Relevanz
  • Die Rolle von NGOs als Katalysatoren für gesellschaftlichen Wandel
  • Strategien und Wirkungsbereiche der Asociación de Desarrollo Comunal (ADC)
  • Methodik und langfristige Wirkung von Empowerment-Seminaren

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Folgen des bewaffneten Konflikts

Zwischen den Jahren 1980 und 2000 kam es in Peru zu einem bewaffneten Binnenkonflikt zwischen der autoritär geführten Regierung unter Präsident Alberto Fujimori und der Guerilla Gruppierung Sendero Luminoso sowie der kleineren Movimiento Revolucionario Túpac Amaru. Als Folge von gesellschaftlichen Spannungen, enttäuschten Hoffnungen und extremen sozialen Unterschieden im Land erhielten die terroristisch agierenden Organisationen besonders in den ärmsten Regionen im Hochland großen Zulauf durch die indigene Bevölkerung.

Die sexuelle Gewalt gegen Frauen stellte ein Mittel der Kriegsführung dar. Sie richtete sich in erster Linie gegen junge Frauen und Mädchen im Alter zwischen 10 und 29 Jahren und wurde durch die Armee des Staates, die für ca. 83% der sexuellen Übergriffe verantwortlich ist gezielt zur Bestrafung und Erniedrigung des vermeintlichen Feindes eingesetzt. So gab beinahe die Hälfte der von der peruanischen Menschenrechtskommission befragten Frauen an, im Rahmen einer Verhaftung Opfer einer Vergewaltigung geworden zu sein.

Eine besondere Problematik entstand ebenfalls als Folge der Vergewaltigungen während des Konflikts. So wurden 18% der weiblichen Opfer in Folge der Vergewaltigungen schwanger und in manchen Fällen alleinerziehende Mütter. Auch wenn sie nicht verstoßen wurden, wurde es den Betroffenen besonders in der Dorfgemeinschaft erschwert, soziale Kontakte zu pflegen. Hinzu kommt noch erschwerend, dass eben die Frauen, die Opfer von Vergewaltigungen wurden, soziodemographisch ohnehin schon zu den am stärksten marginalisierten Personengruppen der Gesellschaft gehörten und daher in besonderem Maße auf funktionierende Netzwerke angewiesen waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Frauenbewegung in Peru ein und beschreibt die Gründung sowie Zielsetzung der NGO Asociación de Desarrollo Comunal (ADC).

2. Die gesellschaftliche Situation der peruanischen Frauen: Dieses Kapitel beleuchtet die tiefgreifenden sozialen Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen, die durch patriarchale Strukturen, historische Kolonialisierung und die Folgen bewaffneter Konflikte geprägt sind.

3. Verbesserungsansätze: Der Abschnitt diskutiert staatliche gesetzliche Reformen sowie die bedeutende Rolle lokaler NGOs bei der Durchsetzung von Chancengleichheit.

4. Die Asociación de Desarrollo Comunal (ADC): Hier werden die spezifischen Ziele, Strategien und Arbeitsprogramme der ADC vorgestellt, wobei der Fokus auf Empowerment und informeller Arbeit liegt.

5. Das Seminar zum Thema Weibliche Führung: Dieses Kapitel dokumentiert detailliert die Organisation, Methodik, Durchführung und Evaluierung eines spezifischen Empowerment-Seminars für gewerkschaftlich engagierte Frauen.

6. Schluss: Das Fazit fasst die Rolle der ADC zusammen und betont die Notwendigkeit kontinuierlicher Arbeit an der gesellschaftlichen Basis zur nachhaltigen Veränderung der Lebenssituation peruanischer Frauen.

Schlüsselwörter

Peru, Frauenrechte, Gender-Mainstreaming, ADC, Empowerment, Weibliche Führung, soziale Ungleichheit, Gewerkschaften, NGO, Patriarchat, Gewalt gegen Frauen, informeller Sektor, Menschenrechte, gesellschaftlicher Wandel, Studienkreise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die soziopolitische Situation von Frauen in Peru sowie die Ansätze und Strategien der NGO Asociación de Desarrollo Comunal (ADC) zur Förderung der Gleichberechtigung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den historischen Ursachen der geschlechtsspezifischen Ungleichheit, staatlichen Schutzgesetzen, der Rolle von NGOs sowie praktischen Methoden des Frauen-Empowerments.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu verstehen, wie Organisationen wie die ADC durch politische Einflussnahme und Bildungsprogramme einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit in einer historisch gewachsenen patriarchalen Gesellschaft leisten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus Literaturanalyse und empirischen Beobachtungen des Autors, der als Praktikant an einem Seminar der ADC teilnahm.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Lebensrealität peruanischer Frauen, eine Übersicht der ADC-Strukturen und eine detaillierte Fallstudie zu einem Führungskräfte-Seminar.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Peru, Frauenrechte, Gender-Mainstreaming, Empowerment, soziale Ungleichheit und nichtstaatliche Organisationen charakterisieren.

Welche Bedeutung hat das "Maripili-Syndrom" in diesem Kontext?

Es beschreibt ein Gefühl der Minderwertigkeit aufgrund der Gruppenzugehörigkeit, das dazu führt, dass Frauen ihre eigenen Interessen vernachlässigen, um traditionellen Rollenbildern zu entsprechen.

Wie bewerten die Teilnehmerinnen den Erfolg der ADC-Seminare?

Die Teilnehmerinnen zeigen eine hohe Zufriedenheit und berichten von einer persönlichen Stärkung; die langfristige Nachhaltigkeit bleibt jedoch aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen und fehlender Ressourcen oft eine Herausforderung.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Feminismus in Peru. Gesellschaftliche Entwicklung und die Arbeit der Asociación de Desarrollo Comunal
Universidad
University of Trier
Curso
Leistungsnachweis ohne Veranstaltung
Calificación
1,7
Autor
Robert Stockton (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
25
No. de catálogo
V333955
ISBN (Ebook)
9783668236103
ISBN (Libro)
9783668236110
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ethnologie Peru Feminismus Lateinamerika NGO Gender Führungsfähigkeiten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Robert Stockton (Autor), 2012, Feminismus in Peru. Gesellschaftliche Entwicklung und die Arbeit der Asociación de Desarrollo Comunal, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/333955
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