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Leistungsmotivation in der Legasthenieförderung

Title: Leistungsmotivation in der Legasthenieförderung

Diploma Thesis , 2004 , 45 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michaela Wittich (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

[...] Diese Theorien sind natürlich kritisierbar, dennoch
wird sich in der von mir verwendeten Literatur immer wieder auf diese Ansätze bezogen, was
ihre Bedeutsamkeit bestätigt. Da es nicht Ziel dieser Arbeit ist, die Ansätze auf ihre
Wahrhaftigkeit zu überprüfen, sondern sie für die Verstehbarkeit von Motivation zu nutzen,
werde ich auf ihre Kritisierbarkeit nicht weiter eingehen.
Im weiteren Verlauf werde ich dann auf die Definition und Aspekte der Leistungsmotivation
eingehen und auch diese durch einen theoretischen Ansatz begründen. Da ich die Erläuterungen zur Motivation im Allgemeinen und speziell zur
Leistungsmotivation für grundlegend halte, werde ich erst im Anschluss an diese das Thema
der Legasthenie konkretisieren. Dabei greife ich auf die Definition nach dem ICD-10 (s.
III.1.) zurück, dessen Anwendung ebenfalls kritisierbar ist, jedoch international stattfindet und
für meine Arbeit grundlegend ist, wenn beispielsweise die Förderung aufgrund dieser
Diagnose durch das Jugendamt nach §35a SGB VIII finanziert wird. Um sich ein Bild von
den Auswirkungen der Legasthenie machen zu können, werde ich ihre Symptomatik in einer
kurzen Übersicht darstellen (Kap.III).
Im weiteren Verlauf werde ich dann auf die Entstehung, Grundprinzipien und
Rahmenbedingungen des Förderkonzeptes eingehen. Dabei verzichte ich auf die Darstellung
des sprachsystematischen Aufbaus, da sich dieser nicht direkt auf die Leistungsmotivation
auswirkt und das Ausmaß dieser Arbeit übersteigen würde (Kap. IV).
Sowohl für die Entstehung, als auch für den Verlauf einer Lese-Rechtschreib-Schwäche sind
verschiedene Einflussfaktoren verantwortlich. So unterliegt auch die Leistungsmotivation
unterschiedlichen Einflüssen. Wie in Abb.7 ersichtlich gehören dazu u.a. die Einflüsse durch
die Familie, die individuellen Lernvoraussetzungen, die ich hier hinsichtlich des emotionalen
Bereiches und dem damit eng zusammenhängenden Thema der Pubertät fokussieren werde,
und die Motivation durch den Lehrer und den Einfluss der Schülermotivation auf die des
Lehrers. Mir ist es wichtig, diese bedeutenden Einflussfaktoren der Leistungsmotivation in
der Legasthenieförderung anzusprechen, wenn dies auch nur in einem begrenzten Rahmen
möglich ist, denn jeder dieser Faktoren wäre es wert, in einer eigenen Arbeit behandelt zu
werden.
Zuletzt möchte ich die beschriebenen theoretischen Grundlagen anhand eines Fallbeispiels
aus meiner Berufspraxis verdeutlichen (Kap.VI).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Motivation

1. Definition

2. Determinanten und ihre theoretischen Bezüge

a) Motive und die Maslowsche Bedürfnispyramide

b) Anreize und die Feldtheorie Lewins

c) Kognitive Prozesse und Weiners Attributionstheorie

3. Intrinsische und extrinsische Motivation

a) Intrinsische Motivation

b) Extrinsische Motivation

4. Leistungsmotiv und Leistungsmotivation

a) Definitionen

b) Gütemaßstab und Anspruchsniveau

c) Atkinsons Theorie der Leistungsmotivation

III. Legasthenie

1. Definition

2. Symptome

a) Lesestörungen

b) Rechtschreibstörungen

c) Vorausgehende oder begleitende Schwierigkeiten

IV. Förderkonzept nach C. Reuter-Liehr

1. Das Forschungsprojekt

2. Grundprinzipien

3. Rahmenbedingungen

V. Einflussflaktoren

1. Pubertät

2. Familie

3. Selbstwertgefühl und Emotionen

4. Motivation der Förderlehrer

VI. Fallbeispiel

VII. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Leistungsmotivation bei Schülern mit Legasthenie. Ziel ist es, theoretische Ansätze der Motivationsforschung auf die konkrete Situation der Legasthenieförderung anzuwenden und aufzuzeigen, wie durch eine gezielte pädagogische Herangehensweise die Lernmotivation und das Selbstvertrauen der betroffenen Schüler gestärkt werden können.

  • Theoretische Grundlagen der Motivationsforschung (Maslow, Lewin, Weiner).
  • Symptomatologie und Grundlagen der Legasthenie.
  • Analyse des Förderkonzepts nach C. Reuter-Liehr.
  • Einflussfaktoren wie Pubertät, Familie und die Motivation der Lehrkraft.
  • Praktische Fallbeispielanalyse zur Verdeutlichung der Konzepte.

Auszug aus dem Buch

b) Gütemaßstab und Anspruchsniveau

„Ziel des Leistungsmotivs (und der aktuellen Leistungsmotivation) ist der Erfolg bei der Auseinandersetzung mit einem Gütemaßstab“ (McClelland, Atkinson, Clark & Lowell, 1953 zitiert nach Edelmann 2000, S.253).

Bei der Bewältigung von Aufgaben setzt sich jeder Mensch ein individuelles Anspruchsniveau. Bedeutend ist dabei die „subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit“ (Edelmann 2000, S.253). Bei Aufgaben mit einem subjektiv zu geringen oder zu hohen Schwierigkeitsgrad kann kein Befriedigungsgefühl oder sogar Enttäuschung und Beschämung, somit also ein Misserfolgserlebnis, entstehen (vgl. Heckhausen 1973, S.95). Daher wählen Menschen in den meisten Fällen einen mittleren Schwierigkeitsgrad (realistisches Anspruchsniveau).

Jeder Mensch bewertet grundsätzlich seine eigenen Leistungen, was das Auftreten von Gefühlen begründet (vgl. Edelmann 2000, S.253). „Ein wesentlicher Impuls zum Leistungshandeln ist die Vorwegnahme der Gefühle von Stolz bei Erfolg und von Beschämung bei Misserfolg“ (Edelmann 2000, S.253).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Autorin legt dar, warum sie die Leistungsmotivation von Schülern in der Legasthenieförderung für einen zentralen Aspekt ihrer pädagogischen Arbeit hält.

II. Motivation: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Motivation anhand von Definitionen, Motivarten, kognitiven Prozessen und Modellen wie der Maslowschen Bedürfnispyramide.

III. Legasthenie: Es erfolgt eine Definition der Legasthenie als Entwicklungsstörung sowie eine Übersicht der typischen Symptome im Lese- und Rechtschreibbereich.

IV. Förderkonzept nach C. Reuter-Liehr: Das Kapitel beschreibt das wissenschaftlich fundierte Förderkonzept, dessen Grundprinzipien und die notwendigen Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Lernprozess.

V. Einflussflaktoren: Hier werden externe und interne Faktoren wie Pubertät, familiäre Situation, das Selbstwertgefühl der Kinder und die Rolle der Lehrkraft auf die Motivation analysiert.

VI. Fallbeispiel: Anhand eines Praxisbeispiels eines 13-jährigen Schülers wird der Prozess von der anfänglichen Motivationskrise bis zur erfolgreichen Förderung verdeutlicht.

VII. Schlusswort: Die Autorin zieht Bilanz und betont die Notwendigkeit, individuelle Bedürfnisse der Schüler in den Vordergrund zu stellen, um eine nachhaltige Förderung zu gewährleisten.

Schlüsselwörter

Leistungsmotivation, Legasthenie, Lernprozess, Selbstwertgefühl, Förderung, Reuter-Liehr, Pubertät, Attributionstheorie, Maslow, Schüler, Motivation, Erfolgserlebnis, Förderkonzept, Pädagogik, Lernmotivation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der zentralen Rolle der Leistungsmotivation innerhalb der Legasthenieförderung und der Bedeutung einer positiven Lernumgebung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die psychologischen Grundlagen der Motivation, die Merkmale der Legasthenie und die praktische Anwendung von Förderkonzepten unter Berücksichtigung individueller Einflussfaktoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, wie durch professionelle Förderung und das Verständnis motivationaler Zusammenhänge das Selbstvertrauen und der Lernerfolg legasthener Schüler gesteigert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse psychologischer Grundlagen sowie einer reflektierten Fallbeispielanalyse aus der eigenen beruflichen Praxis der Autorin.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Motivationsmodelle (z.B. von Maslow und Weiner) als auch spezifische Einflussfaktoren wie Pubertät, Familie und die pädagogische Beziehungsarbeit detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Leistungsmotivation, Legasthenie, Selbstwertgefühl, Förderkonzept, pädagogische Diagnostik und der Lernprozess.

Welche Bedeutung hat die Pubertät in der Arbeit?

Die Pubertät wird als kritische Lebensphase identifiziert, in der sich die Prioritäten der Jugendlichen verschieben, was die Förderung der Leistungsmotivation erschweren, aber auch als Chance zur Persönlichkeitsentwicklung nutzen kann.

Wie wird das Fallbeispiel im Dokument verwendet?

Das Fallbeispiel dient als praktische Illustration dafür, wie durch eine gezielte Umstellung der Förderung – vom Gruppensetting zur Einzelförderung – eine motivierende Beziehung aufgebaut und der Lernerfolg des Schülers maßgeblich verbessert werden konnte.

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Details

Title
Leistungsmotivation in der Legasthenieförderung
College
Protestant University of Applied Sciences Hamburg  (Institut für Soziale Praxis, Hamburg)
Grade
1,0
Author
Michaela Wittich (Author)
Publication Year
2004
Pages
45
Catalog Number
V33400
ISBN (eBook)
9783638338875
Language
German
Tags
Leistungsmotivation Legasthenieförderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Wittich (Author), 2004, Leistungsmotivation in der Legasthenieförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33400
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