Schundliteratur. Trivialliteratur. Märchenbücher. Zeitverschwendung. Phantastische Literatur stand im Rahmen einer überwiegend realistischen und problemorientierten Kinder- und Jugendliteratur lange Zeit einer Fülle von Vorurteilen gegenüber.
Einen ersten Wendepunkt markierte 1979 die Veröffentlichung von Michael Endes "Die unendliche Geschichte", ein Buch, das mit einer geringen Startauflage in die Buchhandlungen kam und sich innerhalb von weniger als zwölf Monaten mehr als zweihunderttausend Mal verkaufte und 1980 schließlich die Bestsellerliste des Spiegel erklomm, wo es sich jahrelang auf den vorderen Plätzen behaupten konnte.
Diese Arbeit geht - anhand Endes Roman - der Frage nach, welches Potential phantastische Literatur für den Einsatz im Literaturunterricht der Sekundarstufe I bietet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- TEIL 1 - Merkmale der Phantastik
- 1.1 Kurzdefinition und Position
- 1.2 Merkmale der Phantastik
- 1.3 Die unendliche Geschichte - Ein phantastischer Roman?
- TEIL 2 - Vom Potential der Imagination
- 2.1 Das verborgene Potential
- 2.2 Die Funktionen der Phantastik
- 2.3 Literarisches Lernen mit Phantasie
- 2.4 Magie im Klassenzimmer - Eine Reise durch Phantásien
- Schlussbemerkung
- Literaturangaben
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht das Potential der Phantastik im Literaturunterricht anhand von Michael Endes Roman „Die unendliche Geschichte“. Sie analysiert die Merkmale der Phantastik und ihre Bedeutung im Kontext des literarischen Lernens.
- Definition und Merkmale der Phantastik
- Das verborgene Potential der Phantastik für den Literaturunterricht
- Die Funktionen der Phantastik im Unterricht
- Die Bedeutung von Michael Endes „Die unendliche Geschichte“ für das literarische Lernen
- Der Einsatz von Phantastischer Literatur im Klassenzimmer
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Relevanz der Phantastik im Literaturunterricht dar und skizziert den Forschungsstand. Teil 1 definiert den Begriff der Phantastik und untersucht die Merkmale phantastischer Literatur. Teil 2 beleuchtet das Potential der Phantastik für den Literaturunterricht und analysiert die Funktionen der Phantastik im Lernprozess.
Schlüsselwörter
Phantastik, Literaturunterricht, Michael Ende, Die unendliche Geschichte, Imagination, Funktionen der Phantastik, literarisches Lernen, Kreativität, Fantasie, Intertextualität,
Häufig gestellte Fragen
Welches Potential bietet phantastische Literatur für den Unterricht?
Phantastische Literatur fördert die Imagination, ermöglicht literarisches Lernen durch kreative Zugänge und hilft Schülern, komplexe Themen jenseits des Realismus zu begreifen.
Ist „Die unendliche Geschichte“ ein phantastischer Roman?
Ja, die Arbeit analysiert den Roman anhand spezifischer Merkmale der Phantastik und bestätigt seine Einordnung in dieses Genre.
Warum wurde Phantastik früher als „Schundliteratur“ bezeichnet?
Lange Zeit dominierte ein realistischer und problemorientierter Ansatz in der Kinderliteratur, der phantastische Werke als Zeitverschwendung oder trivial ansah.
Was bewirkte die Veröffentlichung von Michael Endes Buch 1979?
Es markierte einen Wendepunkt, da es trotz anfänglicher Skepsis ein Riesenerfolg wurde und das Ansehen phantastischer Literatur in Deutschland nachhaltig veränderte.
Was bedeutet „Literarisches Lernen mit Phantasie“?
Es beschreibt den Prozess, bei dem Schüler durch die Auseinandersetzung mit imaginären Welten (wie Phantásien) Lesekompetenz, Textverständnis und kreative Analysefähigkeiten entwickeln.
- Arbeit zitieren
- Arkadius A. Kozera (Autor:in), 2013, Vom Potential der Imagination. Michael Endes "Die unendliche Geschichte" im Literaturunterricht der Sekundarstufe I, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334044