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Wie berichten französische und deutsche Medien über die EU? Ein Vergleich

Titre: Wie berichten französische und deutsche Medien über die EU? Ein Vergleich

Thèse de Bachelor , 2015 , 63 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Eva Hetzner (Auteur)

Médias / Communication - Médias imprimés, Presse
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In Zeiten, in denen die EU eine Reihe von politisch wichtigen Entscheidungen trifft, liegt es im besonderen Interesse sich folgender Forschungsfrage zu widmen: Wie berichten französische und deutsche Medien über die EU, wenn es um Politik geht?

Die europäische Politikberichterstattung in Deutschland und Frankreich wird deshalb in dieser Arbeit das zentrale Hauptthema darstellen. Das Ziel dieser Arbeit ist es, den Prozess näher zu analysieren, in welchem die EU-Bürger von der französischen und deutschen Presse über EU-Politik informiert werden. Außerdem liegt es im besonderen Interesse mögliche Unterschiede oder gar Gemeinsamkeiten der nationalen französischen und deutschen Politikberichterstattung über die EU zu analysieren.

Auf der Suche nach Orten von Vermittlung europäischer Politikberichterstattung bieten sich überregionale und mein-ungsführende Tageszeitungen an. Da insbesondere Qualitätszeitungen eine gesellschaftliche Leitfunktion nachgesagt wird, soll ein Vergleich der auflagenstarken Qualitätsblätter Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Le Monde und Le Figaro Aufschluss hinsichtlich der Forschungsfrage geben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Nationale Kommunikationsräume Europas im Vergleich: Frankreich – Deutschland

2.1 Institutionell-politische Rahmenbedingungen des Politikjournalismus in Frankreich und Deutschland

2.2 Strukturbedingungen des Mediensystems

3. Europa – Politische Kommunikation in allen Sphären

3.1 Politische Berichterstattung in Deutschland und Frankreich - Gemeinsamkeiten, Unterschiede

3.2 Auf der Suche nach einer europäischen Öffentlichkeit - aktueller Forschungsstand

3.3 Europaberichterstattung in Frankreich und Deutschland – ausgewählte Studien

3.3.1 AIM Research Consortium: Europaberichterstattung in Frankreich und Deutschland

3.3.2 Der Pressecorps in Brüssel: Zwischen Verlautbarungsjournalismus und transnationalem investigativem Journalismus

4. Die Produktionsbedingungen der Medien

4.1 Das Problem der Selektion

4.2 Die Nachrichtenwerttheorie

4.3 Themenselektion der Europaberichterstattung

5. Untersuchungs- und Methodenkonzeption

5.1 Forschungsfragen

5.2 Hypothesengenerierung

5.3 Zur Methode der Inhaltsanalyse

5.4 Definition der Analyseeinheit

5.5 Stichprobe und Untersuchungszeitraum

5.6 Kategorienbildung und Definition der Codiereinheiten

5.6.1 Formale Ebene

5.6.2 Inhaltliche Ebene

5.7 Datenerhebung

6. Ergebnispräsentation und –interpretation

6.1 Umfang der europäischen Politikberichterstattung in der deutschen und französischen Presse

6.2 Formale Struktur der europäischen Politikberichterstattung

6.3 Stellenwert und Bewertung der Europäischen Union innerhalb der Berichterstattung

6.4 Nationale Bezugnahme innerhalb der Berichterstattung

6.5 Dominierende Nachrichtenanlässe

6.6 Nachrichtenfaktoren der Berichterstattung

7. Fazit

8. Codebuch

9. Tabellenanhang

10. Hinweise zu den untersuchten Zeitungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert vergleichend die europäische Politikberichterstattung in überregionalen Tageszeitungen aus Deutschland und Frankreich, um zu untersuchen, wie Bürger über EU-Politik informiert werden und ob sich nationale Unterschiede in der Berichterstattung manifestieren.

  • Vergleich der Mediensysteme in Deutschland und Frankreich
  • Theoretische Grundlagen zur Nachrichtenwerttheorie und Themenselektion
  • Quantitative Inhaltsanalyse ausgewählter Qualitätszeitungen (SZ, FAZ, Le Monde, Le Figaro)
  • Untersuchung von Umfang, Darstellungsformen und Bewertung der EU
  • Analyse dominierender Nachrichtenfaktoren und nationaler Bezüge

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Nachrichtenwerttheorie

Warum publizieren Medien manche Nachrichten und lassen andere Themen wiederum in der Informationsflut untergehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Nachrichtenwertforschung und bildet eine ideale Kombination zur empirischen Untersuchung der europäischen Politikberichterstattung. Denn den Erfolg einer Nachricht bei den Rezipienten und Redaktionen bestimmen Nachrichtenwertfaktoren. (vgl. Schulz 2011: 91)

Die Nachrichtenwerttheorie kam vermutlich in den 60er Jahren so richtig ins Rollen, als skandinavische Wissenschaftler sich mit der Frage beschäftigten, welche Faktoren für die Nachrichtenselektion maßgeblich seien. Östgaard (1965) und Galtung & Ruge (1965) nannten diese Kriterien „news factors“, also Nachrichtenfaktoren. Sie beschrieben diese als Merkmale von Ereignissen, die deren Nachrichtenwert bestimmen. Gleichzeitig untersuchten die Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen Nachrichtenfaktoren und Nachrichtenwert in Form von „Wenn, dann“ Aussagen. (vgl. Galtung/Holmboe Ruge 1965: 64ff.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der EU-Berichterstattung ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Unterschieden zwischen französischer und deutscher Presseberichterstattung über EU-Politik.

2. Nationale Kommunikationsräume Europas im Vergleich: Frankreich – Deutschland: Das Kapitel beleuchtet die institutionellen und politischen Rahmenbedingungen sowie die Mediensysteme beider Länder als Basis für den transnationale Journalismusvergleich.

3. Europa – Politische Kommunikation in allen Sphären: Hier werden der aktuelle Forschungsstand zur europäischen Öffentlichkeit diskutiert und bereits existierende Studien zur Praxis der EU-Berichterstattung in Deutschland und Frankreich ausgewertet.

4. Die Produktionsbedingungen der Medien: Das Kapitel erläutert die Mechanismen der Nachrichtenwerttheorie und der Themenselektion, um zu verstehen, wie EU-Politik in Nachrichtenmedien selektiert und gerahmt wird.

5. Untersuchungs- und Methodenkonzeption: Dieser Teil legt die methodische Grundlage der quantitativen Inhaltsanalyse, beschreibt die Forschungsfragen, Hypothesenbildung, Stichprobenauswahl und Kategorienbildung.

6. Ergebnispräsentation und –interpretation: Die empirischen Daten werden hier dargestellt und interpretiert, wobei insbesondere Umfang, Darstellungsformen, Stellenwert und Nachrichtenfaktoren der EU-Berichterstattung analysiert werden.

7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und diskutiert methodische Grenzen sowie Ansätze für weiterführende Forschung.

Schlüsselwörter

Europaberichterstattung, Politikjournalismus, Deutschland, Frankreich, Nachrichtenwerttheorie, Inhaltsanalyse, Qualitätszeitungen, EU-Integration, Medienvergleich, Nachrichtenfaktoren, Skandalisierung, Politische Kommunikation, Europäische Öffentlichkeit, Medienwirkung, Journalismusforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht vergleichend, wie überregionale Tageszeitungen in Deutschland und Frankreich über europäische Politikthemen berichten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Mediensysteme beider Länder, die Faktoren der Themenselektion sowie der Umfang und die Qualität der EU-Berichterstattung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: Wie berichten französische und deutsche Medien über die EU, wenn es um Politik geht?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine quantitative, vergleichende Inhaltsanalyse von Artikeln aus den Politikressorts der ausgewählten Qualitätszeitungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung durch die Nachrichtenwerttheorie als auch die methodische Konzeption und die anschließende empirische Auswertung der Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Europaberichterstattung, Medienvergleich, Nachrichtenwerttheorie, politische Kommunikation und Inhaltsanalyse.

Warum wurden genau diese vier Zeitungen ausgewählt?

Süddeutsche Zeitung, FAZ, Le Monde und Le Figaro wurden als auflagenstarke, meinungsführende Qualitätsmedien gewählt, um eine hohe Vergleichbarkeit für die Analyse zu gewährleisten.

Was unterscheidet die französische von der deutschen EU-Berichterstattung?

Die Untersuchung zeigt unter anderem, dass die französische Presse stärker zu meinungsorientierten, kritischen Darstellungsformen neigt, während die deutsche Presse häufiger sachlich-faktische Berichte liefert.

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Résumé des informations

Titre
Wie berichten französische und deutsche Medien über die EU? Ein Vergleich
Université
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Note
1,7
Auteur
Eva Hetzner (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
63
N° de catalogue
V334360
ISBN (ebook)
9783668241244
ISBN (Livre)
9783668241251
Langue
allemand
mots-clé
medien vergleich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Eva Hetzner (Auteur), 2015, Wie berichten französische und deutsche Medien über die EU? Ein Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334360
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Extrait de  63  pages
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