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Karriere auf dem Schirm? Pädagogische Nutzung medial vermittelter Berufsbilder für die Berufsorientierung Jugendlicher

Titel: Karriere auf dem Schirm? Pädagogische Nutzung medial vermittelter Berufsbilder für die Berufsorientierung Jugendlicher

Hausarbeit , 2014 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Matthias Baum (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Betrachtet man die Lebenswelt Jugendlicher, die sich mit Berufsorientierungsfragen auseinandersetzt, so fällt auf, dass diese Jugendlichen nicht nur in realen, sondern zunehmend in virtuellen Umgebungen handeln. Die Allgegenwärtigkeit neuer Medien und dem Internet im Leben junger Menschen legt nahe, sich im Hinblick auf die Berufsorientierung mit der Frage zu beschäftigen, welche Herausforderungen und Chancen neuer Medien für entsprechende Lehr- und Lernprozesse in Schulen nutzbar gemacht werden können.

Diese Arbeit zeigt auf, was man unter Berufsorientierung in Schulen überhaupt versteht, wie diese umgesetzt werden kann und warum sie für die Pädagogik von großer Bedeutung ist.

In einem weiteren Schritt wird der Einfluss von Fernsehkonsum auf die Berufsorientierung Jugendlicher auf der Basis einschlägiger Forschungsliteratur verschiedener Fachgebiete diskutiert. Das ermöglicht im Anschluss den Versuch einer Auseinandersetzung zwischen Medienkompetenz und Berufsorientierung, in dem ein medienpädagogisches Modell vorgeschlagen und modifiziert wird, um im Sinne der Medienpädagogik Jugendliche im Prozess der Berufsorientierung unterstützen zu können und handlungsfähig zu machen. Abschließend wird ein Fazit gezogen und die Ergebnisse in einen Forschungskontext gebracht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Von der Schule ins Leben: Qualität im Hinblick auf die erfolgreiche Umsetzung von berufsorientierenden Maßnahmen in der Schule

2.1 Vom Bildschirm in den Klassenraum: der aktuelle medienpädagogische Diskurs zum Verhältnis von TV-Serien-Konsum und schulisch vermittelter Berufsorientierung

3. Medienkompetenz in Schule und fernsehvermittelte Berufsbilder

3.1 Ein medienpädagogisches Modell zur Nutzbarmachung fernsehvermittelter Bilder für die Berufsorientierung in Schulen

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss von durch das Fernsehen vermittelten, oft verzerrten Berufsbildern auf das Berufswahlverhalten Jugendlicher. Ziel ist es, ein medienpädagogisches Modell aufzuzeigen, das es Schulen ermöglicht, Medienkompetenz als Korrektiv in die Berufsorientierung zu integrieren, um Schüler bei einer realistischen Berufsfindung zu unterstützen.

  • Einfluss von Medien und Fernsehen auf die Wahrnehmung der Arbeitswelt bei Jugendlichen
  • Qualitätsanforderungen an die schulische Berufsorientierung
  • Die Rolle der Medienkompetenz bei der Reflexion medialer Berufsdarstellungen
  • Entwicklung eines medienpädagogischen Modells zur schrittweisen Umsetzung in Schulen
  • Prävention von unrealistischen Berufserwartungen und daraus resultierenden Ausbildungsabbrüchen

Auszug aus dem Buch

3.1 Ein medienpädagogisches Modell zur Nutzbarmachung fernsehvermittelter Bilder für die Berufsorientierung in Schulen

Aus den vorangegangenen Abschnitten geht zunächst hervor, dass Schule und deren Lehrerinnen und Lehrer mit den Herausforderungen einer mediatisierten Welt umgehen müssen. So ist es auch entscheidende Aufgabe der Institution Schule als Knotenpunkt im Berufswahlprozess Jugendlicher handlungsfähig zu sein. Handlungsfähigkeit in diesem Zusammenhang bedeutet in erster Linie, dass Berufsbilder von Schülerinnen und Schülern, die oftmals durch den Fernsehkonsum geprägt sind, überhaupt vom Lehrpersonal wahrgenommen und kritisch reflektiert werden, um falschen Vorstellungen über die Arbeitswelt und daraus resultierende Enttäuschungen von Jugendlichen vorzubeugen.

Damit eine kritische Reflexion durch Medien - wie bspw. dem Fernseher - vermittelter Berufsbilder im Schulunterricht überhaupt möglich ist, ist es nötig Medienkompetenz in Schulen kompetent zu lehren. Der Schüler reflektiert mit dem Lehrer gemeinsam über Berufsbilder und beide Seiten schaffen im Diskurs miteinander ein realistisches Bild über die Arbeitswelt und deren Berufe. Daher kann man sagen, dass eine schulische Berufsorientierung ohne das Lehren von Medienkompetenz in Schulen kaum möglich ist.

Denn wenn innerhalb der Berufsorientierung verzerrten Berufsbildern nachgegangen wird, kann dies zu einer erhöhten Ausbildungs- und Studienabbrecher-Quote führen (Jasper, Richter, Haber, Vogel, 2009, S. 12-13; auch Heublein, Spangenberg, Sommer, 2003, S. 56-59). Deshalb wird im Folgenden der Versuch unternommen, anhand eines Modells von Tulodziecki, Herzig und Blömeke (2009) zur Implementierung von Medienkompetenz in den Unterricht eine Schrittfolge zu entwickeln. Dieses Modell scheint nämlich besonders geeignet, da es kognitionstheoretische, konstruktivistische sowie didaktische Positionen berücksichtigt (Tudolziecki, 2011, S. 56). Mit Hilfe der schritthaften Vorgehensweise bietet das Modell die Möglichkeit, dass in Schulen Berufsorientierung und zugleich Medienkompetenz thematisiert werden können, da Letztere für die kritische Reflexion von Berufsbildern von Notwendigkeit ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Problematik unrealistischer Berufsvorstellungen bei Jugendlichen durch mediale Einflüsse und definiert das Ziel der Arbeit, medienpädagogische Ansätze zur Unterstützung der Berufsorientierung in Schulen zu entwickeln.

2. Von der Schule ins Leben: Qualität im Hinblick auf die erfolgreiche Umsetzung von berufsorientierenden Maßnahmen in der Schule: Das Kapitel erörtert die zentrale Rolle der Schule bei der Berufsorientierung und die Qualitätsanforderungen an Lehrkräfte sowie die Notwendigkeit systematischer Ansätze zur Vorbereitung auf den Übergang in das Berufsleben.

2.1 Vom Bildschirm in den Klassenraum: der aktuelle medienpädagogische Diskurs zum Verhältnis von TV-Serien-Konsum und schulisch vermittelter Berufsorientierung: Hier wird der Einfluss von Fernsehkonsum auf das Berufswahlverhalten analysiert, wobei insbesondere die Divergenz zwischen medialen Inszenierungen und der Berufsrealität sowie deren Auswirkungen auf Jugendliche hervorgehoben werden.

3. Medienkompetenz in Schule und fernsehvermittelte Berufsbilder: Dieses Kapitel definiert Medienkompetenz als essenzielle Fähigkeit, um audiovisuelle Codes kritisch zu hinterfragen, und begründet die Notwendigkeit einer entsprechenden Medienbildung im pädagogischen Kontext.

3.1 Ein medienpädagogisches Modell zur Nutzbarmachung fernsehvermittelter Bilder für die Berufsorientierung in Schulen: Basierend auf einem didaktischen Modell von Tulodziecki et al. wird ein konkreter Schritt-für-Schritt-Ansatz entwickelt, um Medienkompetenz und Berufsorientierung im Unterricht zu verknüpfen.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Bedeutung der Medienkompetenz als notwendiges Korrektiv für die Berufsorientierung, um Schülern bei der Einordnung und Realitätsprüfung medial vermittelter Berufsbilder zu helfen und so Studien- oder Ausbildungsabbrüche zu reduzieren.

Schlüsselwörter

Berufsorientierung, Medienkompetenz, Schule, Berufswahl, Fernsehkonsum, Berufsbilder, Medienpädagogik, Jugendliche, Berufsrealität, Mediensozialisation, Unterrichtsgestaltung, Berufswahlprozess, Lehrpersonal, mediatisierte Welt, Berufsberatung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik, dass Jugendliche durch Medien, insbesondere das Fernsehen, oft verzerrte Berufsvorstellungen entwickeln, und untersucht, wie Schulen diesen Herausforderungen durch die Vermittlung von Medienkompetenz begegnen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Berufsorientierung in Schulen, der Einfluss von Medienkonsum (speziell TV) auf Jugendliche, die Entwicklung von Medienkompetenz und die Gestaltung pädagogischer Prozesse zur beruflichen Orientierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein medienpädagogisches Modell vorzuschlagen, das Schulen hilft, fernsehvermittelte Berufsbilder in den Unterricht zu integrieren, damit Schüler diese kritisch reflektieren und ein realistischeres Bild der Arbeitswelt erhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die fachspezifische Literatur aus der Bildungs- und Medienwissenschaft, Pädagogik, Soziologie und Psychologie sichtet, diskutiert und auf dieser Basis ein Modell adaptiert und modifiziert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Qualität schulischer Berufsorientierung, den Einfluss von TV-Serien auf Berufswünsche, die Definition und Wichtigkeit von Medienkompetenz und die konkrete Ausgestaltung eines pädagogischen Modells zur Umsetzung im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Berufsorientierung, Medienkompetenz, Schule, Berufswahl, Fernsehkonsum, Berufsbilder, Medienpädagogik und Jugendliche sind zentrale Begriffe.

Warum wird dem Fernsehen ein so großer Einfluss auf die Berufswahl zugeschrieben?

Das Fernsehen ist ein omnipräsentes Medium im Alltag Jugendlicher und konstruiert eine "genuine Realität", in der Berufe oft verzerrt dargestellt werden, was Erwartungen an Gehalt, Freizeit und Status prägt, die selten mit der beruflichen Realität korrespondieren.

Wie soll das vorgeschlagene Modell die Berufsorientierung verbessern?

Das Modell integriert die kritische Reflexion von Berufsbildern aus Medien in den Unterricht. Schüler lernen so, ihre "von zuhause mitgebrachten" oder medial geprägten Berufsbilder auf den Prüfstand zu stellen, zu recherchieren und gemeinsam mit Lehrkräften zu "entmystifizieren".

Welche Folgen können unrealistische Berufsbilder für Jugendliche haben?

Wenn Erwartungen nicht mit der Arbeitsrealität übereinstimmen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für spätere Enttäuschungen, Desillusionierungen und letztlich für den Abbruch von Ausbildungen oder Studiengängen.

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Details

Titel
Karriere auf dem Schirm? Pädagogische Nutzung medial vermittelter Berufsbilder für die Berufsorientierung Jugendlicher
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
2,0
Autor
Matthias Baum (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V334421
ISBN (eBook)
9783668240001
ISBN (Buch)
9783668240018
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Berufsorientierung Medienkompetenz Berufsbilder Mediale Bildung Schule Fernsehen Medienkommunikation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Matthias Baum (Autor:in), 2014, Karriere auf dem Schirm? Pädagogische Nutzung medial vermittelter Berufsbilder für die Berufsorientierung Jugendlicher, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334421
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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