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Die "Annales regni Francorum" und die Königssalbung Pippins

Eine kritische Betrachtung

Título: Die "Annales regni Francorum" und die Königssalbung Pippins

Trabajo Escrito , 2016 , 23 Páginas

Autor:in: Laura Sophie Kersch (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Die folgende Arbeit beschäftigt sich intensiv mit dem Dynastiewechsel von 751, der sich durch die Königserhebung in Soissons und insbesondere der Salbung Pippins durch den heiligen Bonifatius vollzog sowie dessen Verschriftlichung in der „offiziellen Geschichtsschreibung“ des Frühmittelalters, den fränkischen Reichsannalen: "Annales regni Francorum".

Die "Annales regni Francorum" gelten als ausschlaggebende Vorlage für nahezu alle Quellen, die nach dem 8. Jahrhundert verfasst wurden und ihre Schilderungen prägen bis heute unsere Sichtweise vom damaligen Geschehen, wodurch sie vielmals als Hauptquelle angeführt werden. Trotz ihrer intensiven Nutzung in den einschlägigen Nachschlagewerken, muss ihre gebotene Darstellung als problematisch angesehen werden. Auffälligkeiten, die dies bestätigen, sind vorhanden: Entstehungszeit, Verfasser und Auftragsgeber eines Textes sowie die variierenden Wahrnehmungsmuster sprechen unter anderem für ihre kritische Betrachtung. Obwohl sich aktuelle Quellenstudien mit der genannten Problematik beschäftigen, ist dieses Gebiet noch nicht auszureichend von der Wissenschaft erforscht, was wiederrum ein Gesamturteil erschwerlich macht. Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob eine Neubewertung der Reichsannalen als historiographische Quelle für deren Glaubwürdigkeit unerlässlich ist.

Der Hausarbeit liegt folgender Aufbau zugrunde: als erstes befasse ich mich mit dem historischen Kontext zum fränkischen Dynastiewechsel, in dem ich die Vorgeschichte und Abfolge der Königserhebung skizziere. Im Folgenden wird ein Überblick über die zugehörigen Quellen gegeben, um die Quellenlage und den Quellenwert beurteilen zu können. In der Hoffnung ein gewisses Schema zu erkennen, wird nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden gesucht. Die Arbeit legt ihren Schwerpunkt auf die Quellenkritik des Annalenwerks, welche am Beispiel der Königssalbung durchgeführt werden soll. Bei der Untersuchung wird besonders der Frage nach der Salbung Pippins nachgegangen, auch die Rolle des Bonifatius wird thematisiert. Ferner werden am Beispiel mögliche Gründe für die Verfälschung der Reichsannalen aufgezeigt, um entweder von einer bewussten Verformung auszugehen oder einen solchen Verformungsprozess auszuschließen. Als letztes werden Forschungskontroversen herangezogen, die sich mit derselben Problematik beschäftigt haben, um das Gesamtkonzept der Arbeit abzurunden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Errichtung einer Dynastie

3. Quellen zum Dynastiewechsel

3.1 Die Annales regni Francorum - Fränkische Reichsannalen

3.2 Die Continuationes Fredegarii - Fredegar-Fortsetzung

3.3 Die Liber Pontificalis - Papstvita des Zacharias

3.4 Die Clausula de Unctione Pippini – Notiz über die Salbung Pippins

3.5 Die Vita Bonifatii auctore Willibaldo – Vita und Briefe des Bonifatius

4. Kritische Betrachtung der Reichsannalen am Beispiel der Königserhebung

4.1 Bonifatius und die Frage nach der Königssalbung – Alleinsalbender?

4.2 Frage nach einer bewussten Verformung in den Reichsannalen

4.3 Forschungskontroversen zum Dynastiewechsel 751

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht kritisch den Dynastiewechsel von den Merowingern zu den Karolingern im Jahr 751, insbesondere die Verschriftlichung der Königserhebung Pippins des Jüngeren in den Annales regni Francorum. Ziel ist es, die Glaubwürdigkeit der Reichsannalen als historiographische Quelle zu bewerten, die Rolle des heiligen Bonifatius bei der Salbung zu hinterfragen und zu prüfen, ob eine bewusste historische Verformung vorliegt, um die karolingische Herrschaft zu legitimieren.

  • Historischer Kontext des fränkischen Dynastiewechsels von 751
  • Quellenkritische Analyse der Annales regni Francorum und zeitgenössischer Chroniken
  • Untersuchung der historischen Rolle des heiligen Bonifatius und der Königssalbung
  • Diskussion über bewusste historische Verformungen und Legitimationsstrategien
  • Auseinandersetzung mit Forschungskontroversen zur Nomen-Theorie und zum Begriff des ordo

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Annales regni Francorum - Fränkische Reichsannalen

Die Annales regni Francorum (Reichsannalen) wurden um das Jahr 790 von einem gut informierten Geistlichen am Hofe Karls des Großen verfasst und gelten somit als offizielle Geschichtsschreibung der karolingischen Dynastie. Durch ihren Entstehungszeitpunkt berichten sie rückwirkend über die Ereignisse der Jahre 751 bis 769. Trotz ihrer fraglichen Datierung von Pippins Königserhebung auf 749 und 750, dienen sie als Vorlage für nahezu alle Quellen, die nach dem 8. Jahrhundert verfasst wurden und prägen bis heute unsere Sichtweise vom damaligen Geschehen. Das Annalenwerk nennt im Hinblick auf die Königserhebung zahlreiche Namen der Beteiligten, schweigt aber größtenteils über die Rolle der Franken. Sie verfügen über eine sehr detaillierte Darstellung der Geschehnisse um die Pippinsche Königserhebung und wirken umfassender als andere, frühere Notizen, die über dieselben Ereignisse berichten. Auffällig ist, dass die Eintragungen zu den Jahren 749 und 751/52 fehlen und zudem alle Einträge vor und nach der Erhebung eher kurz gehalten sind, was für die Fülle des Annalenwerks eher untypisch war. Daher muss der Frage nachgegangen werden, ob die Darstellung von der Königserhebung nicht nachträglich eingefügt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Dynastiewechsel von 751 ein und formuliert die Problemstellung bezüglich der Glaubwürdigkeit der offiziellen Geschichtsschreibung in den Reichsannalen.

2. Errichtung einer Dynastie: Es wird der historische Kontext skizziert, in dem die Karolinger ihre Machtstellung festigten und durch ein Bündnis mit dem Papsttum moralische Legitimation suchten.

3. Quellen zum Dynastiewechsel: In diesem Teil werden die zentralen historischen Quellen kritisch vorgestellt und hinsichtlich ihrer Sichtweisen auf die Ereignisse von 751 analysiert.

4. Kritische Betrachtung der Reichsannalen am Beispiel der Königserhebung: Hier wird die Rolle des Bonifatius sowie der Verdacht einer bewussten Verformung der Ereignisse in den Reichsannalen eingehend geprüft.

5. Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Reichsannalen eine starke Überhöhungstendenz zur Legitimation der Karolinger aufweisen.

Schlüsselwörter

Dynastiewechsel, 751, Karolinger, Merowinger, Pippin der Jüngere, Reichsannalen, Königssalbung, Bonifatius, Legitimationsstrategien, Quellenkritik, Annales regni Francorum, Nomentheorie, Frühmittelalter, Geschichtsschreibung, Papst Zacharias

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch den Dynastiewechsel von 751 und die Darstellung dieses Ereignisses in den fränkischen Reichsannalen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Königserhebung Pippins, die Rolle des heiligen Bonifatius bei der Salbung und die Frage nach der Glaubwürdigkeit historiographischer Quellen des Frühmittelalters.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Hauptziel ist die quellenkritische Neubewertung der Reichsannalen, um aufzuzeigen, wie historische Ereignisse zur Legitimation der karolingischen Herrschaft bewusst verformt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die historisch-kritische Quellenanalyse, indem sie die Reichsannalen mit zeitgenössischen Chroniken vergleicht und Forschungskontroversen einbezieht.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene zeitgenössische Quellen, hinterfragt die Rolle von Bonifatius als Salbungsspender und diskutiert wissenschaftliche Theorien wie die Nomen-Theorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Dynastiewechsel, 751, Reichsannalen, Quellenkritik, Königssalbung und Legitimation.

Warum wird die Rolle des Bonifatius als Alleinsalbender in der Arbeit in Frage gestellt?

Aufgrund des Vergleichs mit anderen Quellen, die von mehreren beteiligten Bischöfen berichten, und der Tatsache, dass zeitgenössische Zeugnisse keine eindeutige Rolle von Bonifatius als alleiniger Salber belegen.

Welche Bedeutung kommt der Nomen-Theorie in diesem Kontext zu?

Die Nomen-Theorie verdeutlicht die Kluft zwischen dem königlichen Namen und der tatsächlichen Macht, welche die Reichsannalen durch die päpstliche Entscheidung für Pippin als legitimierend interpretieren.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Die "Annales regni Francorum" und die Königssalbung Pippins
Subtítulo
Eine kritische Betrachtung
Universidad
University of Cologne
Curso
Mittelalterliche Geschichtsschreibung
Autor
Laura Sophie Kersch (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
23
No. de catálogo
V334466
ISBN (Ebook)
9783668241428
ISBN (Libro)
9783668241435
Idioma
Alemán
Etiqueta
eine betrachtung annales francorum königssalbung pippins
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Laura Sophie Kersch (Autor), 2016, Die "Annales regni Francorum" und die Königssalbung Pippins, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334466
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