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Das Lehrer-Schüler-Verhältnis im öffentlichen Diskurs. Die Dokumentarische Methode in der Anwendung

Título: Das Lehrer-Schüler-Verhältnis im öffentlichen Diskurs. Die Dokumentarische Methode in der Anwendung

Trabajo Escrito , 2016 , 25 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Jan-Kristof Boß (Autor)

Pedagogía - General
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In dieser Hausarbeit soll das Lehrer-Schüler-Verhältnis im öffentlichen Diskurs betrachtet werden. Der Arbeit wird der öffentliche Diskurs um den Missbrauchsskandal der vergangenen Jahre zugrunde gelegt. Im öffentlichen Diskurs um den Missbrauchsskandal in der Odenwaldschule und anderen pädagogischen und kirchlichen Einrichtungen wurde das Verhältnis vom Lehrer zum Schüler oder Zögling häufig diskutiert. Anhand von verschiedenen Zeitungsartikeln sollen unterschiedliche Argumentationsweisen und -strukturen herausgearbeitet werden.

Die Analysemethode, welche in dieser Arbeit verwendet wird, basiert auf der Dokumentarischen Methode nach Mannheim und Bohnsack. Bei der Untersuchung öffentlicher Diskurse wird die Dokumentarische Methode in einer modifizierten Weise im Sinne von Nohl verwendet. Die Dokumentarische Methode zur Analyse von öffentlichen Diskursen ist noch vergleichsweise neu und befindet sich derzeit noch in der Entwicklung.

Zu Beginn wird die Analysemethode knapp erläutert und die Besonderheiten in Abgrenzung zur klassischen Dokumentarischen Methode nach Mannheim und Bohnsack werden dargestellt. Im Anschluss an die theoretischen Grundlagen der Hausarbeit wird die Methode praktisch angewendet. Hierzu werden zwei ausgewählte Zeitungsartikel in mehreren Analyseschritten bearbeitet. Die unterschiedlichen Argumentationsstrukturen der verschiedenen Autoren sollen deutlich werden. Aufgrund des begrenzten Umfangs der Arbeit, kann keine vollständige Analyse im Sinne der Dokumentarischen Methode geleistet werde. Auf Typenbildung und andere weiterführende Schritte wird deshalb verzichtet. Die wesentlichen Schritte zu Interpretation der einzelnen Artikel aber, werden im Folgenden durchgeführt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Dokumentarische Methode

2.1 Grundlagen der Dokumentarischen Methode

2.2 Die Dokumentarische Methode zur Interpretation von öffentlichen Diskursen

3. Die Dokumentarische Methode in der Anwendung

3.1 Fall 1: Lehrer und Schüler passen nicht zueinander

3.2 Komparative Analyse Fall 1

3.2.1 Formulierende Interpretation

3.2.2 Reflektierende Interpretation

3.3 Fall 2: Pädagogischer Eros

3.4 Komparative Analyse Fall 2

3.4.1 Formulierende Interpretation

3.4.2 Reflektierende Interpretation

3.5 Vergleich der beiden Fälle

4. Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht das Lehrer-Schüler-Verhältnis im Spiegel des öffentlichen Diskurses um den Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule, um anhand einer dokumentarischen Analyse unterschiedliche Argumentationsstrukturen und Denkstile in der pädagogischen Berichterstattung freizulegen.

  • Analyse des Lehrer-Schüler-Verhältnisses in öffentlichen Diskursen
  • Anwendung der Dokumentarischen Methode zur Diskursinterpretation
  • Vergleich konkurrierender Argumentationsweisen zum Begriff "pädagogischer Eros"
  • Kritische Reflexion reformpädagogischer Erziehungsansätze
  • Untersuchung medialer Deutungsmuster von institutionellem Missbrauch

Auszug aus dem Buch

3.1 Fall 1: Lehrer und Schüler passen nicht zueinander

Heutzutage kann man froh sein, wenn man in eine stinknormale Schule gegangen und von den Segnungen jedweder Internats-Erziehung verschont geblieben ist. Wir wollen jetzt zunächst gar nicht vom sexuellen Missbrauch reden, dem man dadurch möglicherweise entgangen ist, sondern nur davon, dass es in vielerlei Hinsicht vernünftig ist, wenn sich die Wege von Schülern und Lehrern mittags trennen. Schüler und Lehrer passen eigentlich nicht zusammen. Sie sind natürliche Gegner. Wenn sie einen Vormittag lang nach halbwegs verbindlichen Regeln miteinander ringen, dann ist in der Schule schon viel gelungen. An der Grundtatsache, dass Lehren und Lernen ein mühseliges Geschäft sind, lässt sich ohnehin nichts ändern. Man kann den Stoff, den die Lehrpläne vorschreiben, didaktisch zurichten wie man will, das Verabreichen und das Schlucken des Stoffes sind Vorgänge, die selten dem Bildungssinn des Pädagogen und fast nie dem Freiheitsdrang und der kreatürlichen Faulheit des jugendlichen Eleven gefallen.

Dass die Schule ein notwendiger Teil des Lebens ist, aber eben nur ein Teil, das ist allerdings manchen Pädagogen, manchen Eltern und manchen Schülern nicht genug. Sie leiden an der Spaltung von Schule und Leben und wollen das ganze Leben der Schule und die ganze Schule dem Leben widmen. Ganzheitliche Erziehung bedeutet, dass die Pädagogik keine Minute zur Ruhe kommt. Sie ist allzuständig und rund um die Uhr im Einsatz. Im Internat, im Landschulheim, in all den oft idyllisch gelegenen Orten der Rundumerziehung schlägt dem pädagogischen Eros keine Stunde. Lehrer und Schüler, Erzieher und Zöglinge sind Tag und Nacht zur Lebens- und Lerngemeinschaft verbunden, und ein Leben lang sollen dann auch die gewonnenen Bindungen und Freundschaften, die gemeinsamen Erfahrungen, der besondere Schulgeist und das Elitebewusstsein halten und wirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema des Lehrer-Schüler-Verhältnisses ein und stellt die methodische Herangehensweise mittels der Dokumentarischen Methode vor.

2. Die Dokumentarische Methode: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Dokumentarischen Methode und ihre spezifische Adaptation zur Analyse öffentlicher Diskurse.

3. Die Dokumentarische Methode in der Anwendung: In diesem Hauptteil wird die Methode praktisch anhand zweier Zeitungsartikel erprobt, wobei deren Argumentationsstrukturen analysiert und verglichen werden.

4. Ausblick: Der Ausblick resümiert die Analyseergebnisse und weist auf die Notwendigkeit weiterführender Untersuchungen sowie die Möglichkeiten einer vollumfänglichen Typenbildung hin.

Schlüsselwörter

Lehrer-Schüler-Verhältnis, Dokumentarische Methode, Öffentlicher Diskurs, Missbrauchsskandal, Odenwaldschule, Pädagogischer Eros, Reformpädagogik, Argumentationsstruktur, Diskursanalyse, Erziehungswissenschaft, Modus operandi, Ganzheitliche Erziehung, Mediale Darstellung, Schulalltag, Gesellschaftlicher Kontext.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern im öffentlichen Diskurs thematisiert wird, insbesondere vor dem Hintergrund des Missbrauchsskandals an der Odenwaldschule.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die kritische Auseinandersetzung mit der Reformpädagogik, das Konzept der ganzheitlichen Erziehung sowie die mediale Verarbeitung pädagogischer Krisenphänomene.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, mithilfe der Dokumentarischen Methode die unterschiedlichen Argumentationsmuster und Denkstile verschiedener Autoren zu rekonstruieren, die den Missbrauchsskandal im Kontext von Reformpädagogik und Schulalltag bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Dokumentarische Methode nach Mannheim und Bohnsack angewandt, in einer für die Diskursanalyse modifizierten Form, wie sie von Arnd-Michael Nohl beschrieben wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beinhaltet die methodische Analyse zweier Zeitungsartikel, wobei jeweils eine formulierende und eine reflektierende Interpretation durchgeführt werden, gefolgt von einer komparativen Analyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Dokumentarische Methode, Pädagogischer Eros, Reformpädagogik und Diskursanalyse charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise der beiden analysierten Autoren?

Eckhard Fuhr sieht im "pädagogischen Eros" eine Gefahr und Ursache für Missbrauch, während Kerstin Decker den Begriff verteidigt und die Ursachen eher in individuellem Fehlverhalten als im System der Reformpädagogik verortet.

Welche Bedeutung kommt der Odenwaldschule in den untersuchten Diskursen zu?

Die Odenwaldschule dient als zentrales Fallbeispiel, das sowohl als Leuchtturm der Reformpädagogik als auch als Ort institutionellen Versagens kontrovers diskutiert wird.

Warum wird im Rahmen dieser Arbeit auf eine Typenbildung verzichtet?

Die Autorin/der Autor weist darauf hin, dass der Umfang der Arbeit für eine umfassende Typenbildung, die eine größere Anzahl von Fällen erfordern würde, nicht ausreicht.

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Detalles

Título
Das Lehrer-Schüler-Verhältnis im öffentlichen Diskurs. Die Dokumentarische Methode in der Anwendung
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Calificación
2,0
Autor
Jan-Kristof Boß (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
25
No. de catálogo
V334607
ISBN (Ebook)
9783668251809
ISBN (Libro)
9783668251816
Idioma
Alemán
Etiqueta
lehrer-schüler-verhältnis diskurs dokumentarische methode anwendung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jan-Kristof Boß (Autor), 2016, Das Lehrer-Schüler-Verhältnis im öffentlichen Diskurs. Die Dokumentarische Methode in der Anwendung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334607
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