Unternehmensbewertung unter Berücksichtigung von Steuern mit dem Discounted-Cashflow-Verfahren


Hausarbeit, 2015

18 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Symbolverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2 Einfluss von Steuern auf das Unternehmen
2.1 Berücksichtigung der Gewerbesteuer auf Unternehmensebene
2.2 Berücksichtigung der Körperschaftsteuer auf Unternehmensebene
2.3 Tax Shield

3 Discounted-Cashflow-Verfahren im Überblick
3.1 Definitionen
3.2 Equity-Methode (Nettomethode)
3.2.1 Definition
3.2.2 Berechnung
3.2.3 Zahlenbeispiel
3.3 Entity-Methoden (Bruttomethoden)
3.3.1 Definition
3.3.2 Weighted Average Cost of Capital-Ansatz
3.3.3 Adjusted Present Value-Ansatz

4 Schluss/Fazit

Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Systematisierung der Discounted-Cashflow-Verfahren

Abbildung 2: Berechnungsschema zur Ermittlung des freien Cashflows

1. Einleitung

Die Bewertung von Unternehmen ist ein anspruchsvoller Themenkomplex. Bereits seit mehreren Jahrzehnten stehen Verfahren zur Unternehmensbewertung im Fokus der Betriebswirtschaftslehre. Die Bedeutung des Themas hat besonders in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dies ist unter anderem aufgrund der gestiegenen Kapitalmarktorientierung der Unternehmen zurückzuführen.

Die Discounted-Cashflow-Methode wird mehrfach mit dem Shareholder Value-Ansatz gleichgestellt.[1] In Deutschland wurde das Gebiet der Unternehmensbewertung lange Zeit vom Ertragswertverfahren dominiert. Aufgrund der Globalisierung kam es zu einem zunehmenden Anstieg grenzübergreifender Transaktionen und damit zu einer größeren Bedeutung der in den USA vorhanden Discounted-Cashflow-Methoden. Nun wird auch verstärkt von deutschen Unternehmen das Discounted-Cashflow-Verfahren zur Unternehmensbewertung verwendet.[2] Der Unternehmenswert wird bei diesem Verfahren ermittelt, indem die zukünftig zu erwartenden Einzahlungsüberschüsse des Unternehmens auf einen Bewertungsstichtag diskontiert werden.[3] In der folgenden Abhandlung wird zunächst der Einfluss von Steuern auf das Unternehmen (Abschnitt 2) vorgestellt, gefolgt von einer Zusammenfassung der Discounted-Cashflow-Verfahren (Abschnitt 3). Im Einzelnen werden die Methoden in ihrer Vorgehensweise zur Ermittlung des Unternehmenswertes aufgezeigt. Anhand einer Beispielrechnung werden diese nochmal verdeutlicht. Abschließend erfolgt eine Bewertung der erarbeiteten Ergebnisse (Abschnitt 4). Da das Thema sehr umfangreich ist, wird im Rahmen der Hausarbeit und mit Absprache des Dozenten auf die Total Cashflow-Methode nicht eingegangen.

2 Einfluss von Steuern auf das Unternehmen

Die Steuern spielen bei der Unternehmensbewertung eine bedeutende Rolle. Die auf der Unternehmensebene anfallenden Ertragsteuern sowie die auf der Ebene des Unternehmenseigentümers anfallenden persönlichen Ertragsteuern sind zu berücksichtigen. Geht man von einem Unternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft aus, so zählen zu den abzuführenden betrieblichen Ertragsteuern die Gewerbesteuer, die Körperschaftsteuer sowie der Solidaritätszuschlag.[4] Auf die persönlichen Ertragsteuern der Unternehmenseigner (Berücksichtigung der Einkommensteuer, Gewerbesteuer auf Unternehmensanteile im Betriebsvermögen, der Solidaritätszuschlag und ggf. die Kirchensteuer) wird im Rahmen der Hausarbeit und in Absprache mit dem Dozenten nicht weiter eingegangen. Nachfolgend wird auf die Gewerbesteuer und auf die Körperschaftsteuer näher eingegangen.

2.1 Berücksichtigung der Gewerbesteuer auf Unternehmensebene

Nach § 5 Abs. 1 GewStG ist der Steuerschuldner der Gewerbesteuer der Unternehmer, für dessen Rechnung das Gewerbe betrieben wird. Die hebeberechtigte Gemeinde hat einen festgesetzten Hebesatz in Höhe von 5 % und berechnet die Gewerbesteuerschuld indem der Hebesatz in Höhe von 5 % des Gewerbeertrags auf den Gewerbesteuermessbetrag berechnet wird. Der Gewerbeertrag ist somit als Bemessungsgrundlage heranzuziehen und ergibt sich aus dem Gewinn des Gewerbebetriebs, vermehrt um die Hinzurechnungen nach § 8 GewStG und vermindert um die Kürzungen die in § 9 GewStG festgelegt sind. Geht man davon aus, dass der im Unternehmen vorhandene Fremdkapitalbestand als Dauerschuld nach § 8 Nr. 1 GewStG zu sehen ist, so muss die Hälfte der auf das Fremdkapital zu leistenden Zinszahlungen dem Gewinn aus Gewerbebetrieb wieder hinzugerechnet werden.[5]

2.2 Berücksichtigung der Körperschaftsteuer auf Unternehmensebene

Das zu versteuernde Einkommen nach § 7 Abs. 1 KStG ist gemäß § 23 Abs. 1 KStG als Bemessungsgrundlage heranzuziehen. Der Definitiv-Körperschaftsteuersatz beträgt 25 %, unabhängig von Thesaurierungen und Ausschüttungen auf der Unternehmensebene. Zusätzlich ist auf die Körperschaftsteuer der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % zu berechnen.[6]

2.3 Tax Shield

Der Vorteil der sich durch die Fremdkapitalfinanzierung ergibt bzw. die aus den Zinszahlungen ergebenden niedrigeren Steuern (Zinsaufwand mindert die Steuerbemessungsgrundlage), bezeichnet man als Tax Shield.[7]

3 Discounted-Cashflow-Verfahren im Überblick

3.1 Definitionen

Die Discounted-Cashflow-Methode (DCF-Methode) ist eine Methode der Unternehmensbewertung und besteht aus mehreren Verfahren.

Diese gehört neben dem Ertragswertverfahren zum Gesamtbewertungsverfahren und basiert auf der Investitionstheorie. Den Eigentümern fließen hierbei Mittel, wie Dividenden oder Zinsen zu, die als Cashflow bezeichnet werden und einen Ertrag darstellen. Die zukünftigen Mittelzuflüsse sind auf den Bewertungsstichtag zu diskontieren. Der Unternehmenswert wird aus dem Gesamtbetrag berechnet, der aus der Nutzung aller im Unternehmen vorhandenen Aktiva und Passiva (Vermögensgegenstände bzw. Schulden) in der Zukunft zu erwarten ist.[8] Grundsätzlich unterscheidet man zwei verschiedene Arten der DCF-Methode: Der Nettoansatz (Equity-Approach), die direkte Ermittlung des Unternehmenswertes als Marktwert des Eigenkapitals und der Bruttoansatz (Entity-Approach), die indirekte Ermittlung des Unternehmenswertes.[9]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Systematisierung der Discounted-Cashflow-Verfahren

Quelle: Inga Braun (2005), S. 62.

Weitere Unterschiede bestehen bei den zu diskontierenden Cashflows, dem Kapitalkostensatz sowie bei der Berücksichtigung finanzierungsbedingter Steuervorteile (Tax Shield).[10] Der Entity-Ansatz kann wiederum in die Weighted Average Cost of Capital-Methode (WACC), die Total Cashflow-Methode (TCF) sowie das Adjusted Present Value-Verfahren (APV) aufgeteilt werden.[11] Die Total Cashflow-Methode (TCF) wird jedoch in der Praxis kaum angewandt und wird im Rahmen der Hausarbeit nicht weitet thematisiert.[12]

3.2 Equity-Methode (Nettomethode)

3.2.1 Definition

Im Rahmen der Nettomethode (Equity-Approach) wird der Marktwert des Eigenkapitals direkt berechnet. Nach Abzug der Zahlungen an die Fremdkapitalgeber wird dieser durch Diskontierung des Cashflows an die Eigentümer mit der Eigenkapitalrendite berechnet. Grundsätzlich entspricht der Equity-Ansatz damit der in Deutschland gängigen Ertragswertmethode.[13]

Im Gegensatz zum Bruttoverfahren werden beim Nettoverfahren Zahlungsströme, die aus Fremdfinanzierung erwartet werden, in die Cashflow Ermittlung mit einbezogen. Die resultierenden Cashflows werden als Flow to Equity (FTE) bezeichnet und stehen ausschließlich den Eigenkapitalgebern zu. Aus diesem Grund werden sie mit der Renditeforderung der Eigenkapitalgeber eines verschuldeten Unternehmens abgezinst.[14]

3.2.2 Berechnung

= Marktwert des Eigenkapitals

= Cashflow an die Eigentümer

= Renditeforderung der Eigentümer des verschuldeten Unternehmens

[...]


[1] Vgl. Kreyer (2009), S. 1.

[2] Vgl. Hommel/Braun (2005), S. 213.

[3] Vgl. Kreyer (2009), S. 2.

[4] Vgl. Braun (2005), S. 138-139.

[5] Vgl. Braun (2005), S. 139-140.

[6] Vgl. Braun (2005), S. 142.

[7] Vgl. Lodowicks (2007), S. 28.

[8] Vgl. Ballwieser/Hachmeister (2013), S. 8.

[9] Vgl. Braun (2005), S. 62.

[10] Vgl. Kreyer (2009), S. 23.

[11] Vgl. Braun (2005), S. 61.

[12] Vgl. Ballwieser/Hachmeister (2013), S. 187.

[13] Vgl. Schlacht/Fackler (2005), S. 226.

[14] Vgl. Mandl /Rabel (1997), S. 368.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Unternehmensbewertung unter Berücksichtigung von Steuern mit dem Discounted-Cashflow-Verfahren
Hochschule
Hochschule RheinMain
Veranstaltung
Controlling & Finanzierung
Note
2,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V334651
ISBN (eBook)
9783668243811
ISBN (Buch)
9783668243828
Dateigröße
808 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
DCF-Verfahren, Unternehmensbewertung, Discounted Cashflow Verfahren
Arbeit zitieren
Tomislav Pavic (Autor), 2015, Unternehmensbewertung unter Berücksichtigung von Steuern mit dem Discounted-Cashflow-Verfahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334651

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