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Die Vergangenheitsbewältigung in Deutschland nach 1945 aus psychologischer Perspektive

Título: Die Vergangenheitsbewältigung in Deutschland nach 1945 aus psychologischer Perspektive

Trabajo , 2014 , 21 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Student Niels Schreiber (Autor)

Historia de Alemania - Posguerra, Guerra Fría
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Der Umgang mit der NS-Vergangenheit war in Deutschland immer eine schwierige Thematik und durchlief verschiedene Phasen der Aufarbeitung (von der Entnazifizierung über die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ bis zur Einweihung des Mahnmals in Berlin). Auch noch heute ist Vergangenheitsbewältigung ein wichtiges Thema in der deutschen Gesellschaft, auch wenn der 2.Weltkrieg vor 70 Jahren zu Ende ging.

In dieser Seminararbeit möchte ich mich mit dem Thema Vergangenheitsbewältigung in Deutschland auseinandersetzen, hierbei geht es mir allerdings nicht darum, die geleistete oder nicht geleistete Bewältigung der Vergangenheit moralisch zu bewerten, sondern mich diesem Thema auch aus psychologischer Sicht zu nähern. Ich werde mich daher in meinem ersten Kapitel mit der Traumabewältigung befassen und die aus psychologischer Sicht wichtigen Schritte erklären, die zur Bewältigung eines Traumas notwendig sind. Hierfür werde ich mich auf Grundlagenwerke der Psychotherapie stützen (z.B.„Traumatherapie. Eine Einführung“ von Martin Zobel). Am Ende des ersten Kapitels werde ich bereits ein kleines Zwischenfazit ziehen, inwiefern Traumatherapien auf ein ganzes Land angewendet werden können.

Im zweiten Kapitel werde ich die verschiedenen Phasen des Umgangs mit der NS-Vergangenheit in Deutschland erläutern, um dann in meinem Fazit in der Lage zu sein Parallelen zwischen der Traumabewältigung (allgemeine psychologische Herangehensweise) und der Vergangenheitsbewältigung aufzeigen zu können. Des Weiteren werde ich in meinem Fazit sowohl Fehler in dem Umgang mit der NS-Vergangenheit aus psychologischer Sicht aufzeigen. Auch für das zweite Kapitel werde ich mich weitestgehend auf Grundlagenliteratur stützen, indem ich Werke von Norbert Frei, Peter Reichel und Christoph Cornelißen verwenden werde.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Traumabewältigung

2.2 Vergangenheitsbewältigung in Deutschland von 1945 bis heute

2.2.1 1.Phase: 1945 bis 1958

2.2.2 2.Phase: 1958 bis 1979

2.2.3 3.Phase: 1979 bis heute

3. Schlussteil

3.1 Zusammenfassung/Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, den gesellschaftlichen Prozess der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland aus einer psychologischen Perspektive zu analysieren, indem sie Parallelen zur individuellen Traumabewältigung zieht und die historischen Aufarbeitungsphasen seit 1945 untersucht.

  • Psychologische Grundlagen der individuellen Traumabewältigung
  • Phasen der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland (1945 bis heute)
  • Rolle der Strafverfolgung und öffentlicher Debatten (z. B. Verjährungsdebatte)
  • Bedeutung von Erinnerungskultur und Gedenkstätten
  • Analyse des Historikerstreits und dessen Auswirkungen auf das kollektive Gedächtnis

Auszug aus dem Buch

Traumabewältigung

Zu Beginn diese Kapitels ist zunächst einmal festzuhalten, dass sich die Theorien selbstverständlich auf Personen beziehen und nicht auf Länder. Daher werde ich die Behandlung von Personen erläutern und diese Behandlung am Ende des Kapitels auf ein Land beziehen. Des Weiteren müssen wir uns bewusst machen, dass Deutschland zwei Traumas zu bewältigen hatte: 1.das Trauma des Krieges und der Zerstörung (Deutschland in der Rolle der Bevölkerung) und 2.das Trauma der Schuld und Gewalt (Deutschland in der Rolle des Soldaten).

Es gibt mehrere grundlegende Therapiemöglichkeiten, allerdings werde ich mich auf eine fokussieren und die anderen nur vergleichend erwähnen, um abschließend die wichtigsten Aspekte aller Therapien zusammenzufassen.

Mein Fokus wird auf der Krisenintervention bei posttraumatischen Belastungsstörung nach Hans Menning und Andreas Maercker liegen, da sich ihr Konzept mit am besten auf ein Land anwenden lässt (da sie z.B. auf Medikamente verzichten).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der NS-Vergangenheitsbewältigung ein und legt den theoretischen Rahmen fest, der psychologische Konzepte der Traumabewältigung auf die gesamtgesellschaftliche Aufarbeitung überträgt.

2. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert zunächst therapeutische Ansätze der Traumabewältigung und gliedert anschließend den historischen Umgang Deutschlands mit seiner NS-Vergangenheit in drei chronologische Phasen.

2.1 Traumabewältigung: Dieses Kapitel definiert die Schritte der individuellen Traumabewältigung und prüft, inwiefern diese Konzepte auf ein Land und seine Bevölkerung übertragbar sind.

2.2 Vergangenheitsbewältigung in Deutschland von 1945 bis heute: Das Kapitel strukturiert den historischen Aufarbeitungsprozess und bietet die Basis für die parallele Betrachtung zur psychologischen Krisenintervention.

2.2.1 1.Phase: 1945 bis 1958: Eine Phase, die von der Entnazifizierung, dem Wunsch nach Entlastung von der Kollektivschuld und einer starken Fokussierung auf den Wiederaufbau geprägt war.

2.2.2 2.Phase: 1958 bis 1979: Diese Phase markiert ein Umdenken, angestoßen durch NS-Prozesse und eine kritischere Auseinandersetzung mit der Vergangenheit durch die jüngere Generation.

2.2.3 3.Phase: 1979 bis heute: Eine Phase, die durch eine verstärkte Konfrontation mit dem Holocaust, einen breiten Erinnerungsdiskurs und eine intensivere mediale sowie politische Auseinandersetzung gekennzeichnet ist.

3. Schlussteil: Der Schlussteil reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und zieht ein psychologisches Fazit über den Stand der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland.

3.1 Zusammenfassung/Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den deutschen Umgang mit der NS-Vergangenheit als einen Prozess, der trotz psychologischer Schwierigkeiten weitgehend gelungen ist.

Schlüsselwörter

Vergangenheitsbewältigung, Traumabewältigung, NS-Diktatur, Krisenintervention, posttraumatische Belastungsstörung, PTBS, Erinnerungskultur, Historikerstreit, Entnazifizierung, Holocaust, kollektive Schuld, Opferbewusstsein, Verjährungsdebatte, NS-Verbrechen, Traumatherapie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Umgang der deutschen Gesellschaft mit der NS-Vergangenheit, indem sie historische Entwicklungen mit psychologischen Erkenntnissen zur Traumabewältigung verknüpft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die psychologische Krisenintervention, die historische Phasenlehre der deutschen Erinnerungskultur sowie der gesellschaftliche Wandel im Umgang mit Schuld und Identität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Parallelen zwischen der individuellen therapeutischen Traumabewältigung und der gesellschaftlichen Vergangenheitsbewältigung aufzuzeigen und dabei psychologische Stärken und Schwächen des deutschen Prozesses zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretisch-analytische Methode angewandt, bei der Grundlagenwerke der Psychotherapie und geschichtswissenschaftliche Literatur zur Analyse der verschiedenen Bewältigungsphasen herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine psychologische Einleitung zur Traumatherapie und eine dreiphasige historische Analyse der deutschen Aufarbeitung seit 1945, inklusive der Auswirkungen des Historikerstreits.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Vergangenheitsbewältigung, Traumabewältigung, PTBS, Erinnerungskultur und Kollektive Schuld beschreiben.

Warum wird das Konzept von Menning und Maercker zur Krisenintervention genutzt?

Der Autor wählt diesen Ansatz, da das Konzept auf den Einsatz von Medikamenten verzichtet und somit besser auf die metaphorische Behandlung eines gesamten Landes übertragen werden kann.

Welchen Einfluss hatte der Historikerstreit auf die Traumabewältigung eines Landes?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Historikerstreit zwar für die Forschung wichtig war, aus psychologischer Sicht jedoch die Traumabewältigung durch die Infragestellung der Einzigartigkeit des Genozids eher belastet hat.

Wie bewertet die Arbeit den aktuellen Stand der Vergangenheitsbewältigung?

Die Arbeit zieht das Fazit, dass die deutsche Gesellschaft ihr Trauma der NS-Vergangenheit zwar bewältigt hat, dieses Thema jedoch weiterhin ein sensibles Element im kulturellen Gedächtnis bleibt.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Vergangenheitsbewältigung in Deutschland nach 1945 aus psychologischer Perspektive
Universidad
University of Paderborn  (Historisches Institut)
Curso
Hauptseminar
Calificación
2,0
Autor
Student Niels Schreiber (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
21
No. de catálogo
V334689
ISBN (Ebook)
9783668243125
ISBN (Libro)
9783668243132
Idioma
Alemán
Etiqueta
Vergangenheitsbewältigung Deutschland 1945 2.Weltkrieg Traumabewältigung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Student Niels Schreiber (Autor), 2014, Die Vergangenheitsbewältigung in Deutschland nach 1945 aus psychologischer Perspektive, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334689
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