Für die Hausarbeit wurde ausschließlich eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, welche sich damit befasst hat, was ein nationaler Expertenstandard ist und wie sich dieser in die Pflegepraxis implementieren lässt. Zudem wurde in der folgenden Arbeit aufgezeigt, welche Hindernisse und Rahmenbedingungen dabei auftreten können. Zusätzlich wird eine detaillierte Implementierung eines Expertenstandards dargestellt, von der Konsensuskonferenz bis hin zu Tipps und den vier Phasen der Implementierung in die Pflegepraxis. Zudem wurde sich mit dem jetzigen Stand und den Erfolgen auseinandergesetzt.
Wichtig zu nennen ist auf jeden Fall, dass nach vielen Studien und Befragungen eine Zufriedenheitssteigerung und Akademisierung der Pflege stattgefunden hat. Die Expertenstandards sind nach einer längeren Pause der Grund für einen großen Sprung nach vorne in der deutschen Pflege. Ebenfalls ist es wichtig zu sagen, dass der Weg zur Gründung eines Expertenstandards und dessen Implementierung hart und lang ist. Es werden besonders Ressourcen der Zeit, des Personals, der Qualifikation der Mitarbeiter und die Finanzierung, benötigt, wobei sich häufig aber Probleme erkennen lassen, besonders in der ambulanten Pflege.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Idee hinter der Implementierung von Expertenstandards sehr gut ist, aber viele Ressourcen benötigt. Hinzu müssen viele Hindernisse ausgeschaltet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. ABSTRACT
2. EINLEITUNG
3. PROBLEMSTELLUNG
4. METHODE
5. ERGEBNISSE
5.1 ABLAUF EINER IMPLEMENTIERUNG VON EXPERTENSTANDARDS
5.2 VIER PHASEN DER IMPLEMENTIERUNG IN DIE PRAXIS
5.3 RAHMENBEDINGUNGEN UND NUTZEN VON EXPERTENSTANDARDS
5.4 HINDERNISSE UND KRITIK VON EXPERTENSTANDARDS
5.5 DERZEITIGER STAND DER IMPLEMENTIERUNG VON EXPERTENSTANDARDS
6. DISKUSSION
7. SCHLUSSFOLGERUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Nutzen nationaler Expertenstandards für die Pflegepraxis und analysiert die Herausforderungen bei deren Implementierung in Gesundheitseinrichtungen. Im Fokus steht dabei die Beantwortung der Forschungsfrage, wie eine erfolgreiche und sichere Implementierung gestaltet werden kann, um die Qualität der pflegerischen Versorgung nachhaltig zu verbessern.
- Systematische Analyse des Nutzens von Expertenstandards für die Pflege.
- Untersuchung der strukturierten Implementierungsprozesse und Phasen.
- Identifikation von Rahmenbedingungen und kritischen Erfolgsfaktoren.
- Diskussion von Hindernissen, personellen und finanziellen Ressourcen.
- Bewertung der Auswirkungen auf die Professionalisierung der Pflege.
Auszug aus dem Buch
5.1 Ablauf einer Implementierung von Expertenstandards
Jeder Expertenstandard wird in 15- 20 Einrichtungen des Gesundheitswesen und der Altenhilfe eingeführt. Darunter zählen Krankenhäuser jeder Art, Ambulante Pflegedienste und Pflegeheime. All diese Einrichtungen brauchen Erfahrungen in der Qualitätssicherung und benötigen zeitliche und personelle Ressourcen, sowie müssen das entwickelte Audit-Instrument verwenden, welches zur Akzeptanz, Praxistauglichkeit und Nachhaltigkeit des Standards verwendet wird. Der ganze Vorgang dauert ca. 6 Monate und wird streng und organisiert durchgeführt. Die Implementierung von diesen Expertenstandards läuft in vier entwickelten Phasen ab(vgl. Brandenburg, 2005, S. 2).
Die Arbeitsteilung findet zwischen DNQP an der FH Osnabrück und den an einer wissenschaftlichen Einrichtung angesiedelten Expertenarbeitsgruppe. Daraus wird dann ein angewiesener Fachexperte zur Leitung bestimmt und es werden 8-12 Fachexperten aus Pflegewissenschaft und Pflegepraxis für die Experten-AG gesucht und ausgewählt. Zusätzlich werden dann frühzeitig Patientenvertreter und Verbraucherschutzorganisationen, sowie wissenschaftliche Mitarbeiter mit einbezogen. Die Experten-AG ist dann für die aktuelle nationale und internationale Literaturstudie zuständig. Sie sucht nach vorliegenden Ergebnissen und überprüft und bewertet diese. So lässt sich sagen, dass Expertenstandards aus vorhandenen Forschungsergebnissen, sowie der Experteneinschätzung entsteht. Zusätzlich berät die AG auch schon über wesentliche Inhalte der Standards, wie z.B. die Einschätzung eines Risikos oder die Beratung und Schulung von Patienten und Angehörigen zum Thema(vgl. Moers, Schiemann, 2004, S. 1 – 2).
Daraus entstehen dann die ersten Konsensuskonferenzen zu den Themen, welches eine der größten Bestandteile der Implementierung von Expertenstandards ist. Wichtig ist vor diesen Konferenzen die Bekanntgabe über das Thema und das Datum dieser Zusammensetzung. Denn so können sich Fachvertreter und Institutionen aus den Pflegeberufen frühzeitig ihre Mitwirkung zu planen und sich anzumelden. Anzutreffende Gruppen sind dort, Fachexperten aus der Praxis, Angehörige anderer Berufsgruppen des Gesundheitswesen, Vertreter aus Spitzenorganisationen und Verbänden des Gesundheitswesen, welche auch als Beobachter mitwirken und später Stellungnahme abgeben sollen. Zudem wird vorher noch ein umfangreicher Arbeitstext, Entwurf des Standards und die Literaturstudie an alle Teilnehmer zur besseren Vorbereitung verteilt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. ABSTRACT: Gibt einen kurzen Überblick über die methodische Vorgehensweise, die zentralen Inhalte der Arbeit sowie die wesentlichen Erkenntnisse zur Implementierung von Expertenstandards.
2. EINLEITUNG: Führt in die Entstehungsgeschichte der Expertenstandards durch das DNQP ein und definiert den Begriff der Pflegestandards im Kontext der Qualitätssicherung.
3. PROBLEMSTELLUNG: Thematisiert die Kluft zwischen Theorie und Praxis in der Pflege und hinterfragt die Wirksamkeit sowie den Ressourcenbedarf bei der Einführung von Standards.
4. METHODE: Beschreibt das systematische Vorgehen der Literaturrecherche in verschiedenen Fachdatenbanken im Zeitraum von 2004 bis 2016.
5. ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung des Implementierungsprozesses, der Phasen, der Rahmenbedingungen sowie der kritischen Auseinandersetzung mit Hindernissen und dem aktuellen Stand.
6. DISKUSSION: Kritische Reflexion der Ergebnisse unter Einbeziehung verschiedener Akteursperspektiven und Gegenüberstellung von Nutzen und Herausforderungen.
7. SCHLUSSFOLGERUNG: Fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Einführung von Expertenstandards als wertvolle Investition für die professionelle Pflege trotz bestehender Barrieren.
Schlüsselwörter
Expertenstandards, Pflegepraxis, Implementierung, DNQP, Qualitätssicherung, Pflegewissenschaft, Theorie-Praxis-Transfer, Versorgungsqualität, Ressourcenmanagement, Professionalisierung, Patientenorientierung, Evidenzbasierte Pflege, Gesundheitswesen, Pflegemanagement, Sturzprophylaxe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und der Implementierung von nationalen Expertenstandards innerhalb des deutschen Gesundheitssystems und deren Auswirkungen auf die pflegerische Versorgungsqualität.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind der Prozess der Standardentwicklung, die vier Phasen der praktischen Umsetzung, notwendige Rahmenbedingungen sowie die kritische Auseinandersetzung mit Hindernissen wie Ressourcenknappheit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den Nutzen der Expertenstandards zu bewerten und zu klären, wie eine sichere und effektive Implementierung in verschiedenen Gesundheitseinrichtungen gelingen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Für die Arbeit wurde eine systematische Literaturrecherche in gängigen Datenbanken wie Google Scholar, CINAHL und PubMed für den Zeitraum von 2004 bis 2016 durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Implementierungsablaufs, die Erläuterung der vier Phasen, eine Analyse der Rahmenbedingungen und Nutzenaspekte sowie eine kritische Betrachtung der Kritikpunkte und des aktuellen Umsetzungsstandes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Expertenstandards, Implementierung, Qualitätssicherung, Pflegewissenschaft, Evidenzbasierte Pflege und Professionalisierung.
Warum ist der ambulante Bereich laut der Arbeit besonders benachteiligt bei der Implementierung?
Im ambulanten Sektor fehlen laut Arbeit oft die Zeit, die finanziellen Mittel und ein ausreichender Personalschlüssel, um den Mehraufwand für die Implementierung der Expertenstandards zu leisten.
Welche Rolle spielt die Konsensuskonferenz bei der Erstellung eines Expertenstandards?
Die Konsensuskonferenz ist ein zentraler Bestandteil, in dem Fachvertreter, Experten und Angehörige den Entwurf erörtern, wichtige Standardaussagen herausfiltern und eine wissenschaftliche Begründung für das spätere Dokument festlegen.
- Arbeit zitieren
- Niklas Westermann (Autor:in), 2016, Expertenstandards in der Pflegepraxis. Tipps, Hindernisse und Wege für die Implementierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334754