Bandscheibenleiden. Behandlungsmöglichkeiten und Prävention


Hausarbeit, 2013

13 Seiten


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Die Bandscheiben
2.1 Aufbau der Bandscheiben
2.2 Funktion der Bandscheibe

3 Entstehung von Bandscheibenleiden
3.1 Der Bandscheibenvorfall
3.2 Ursachen
3.3 Symptome des Bandscheibenvorfalls
3.4 Die Diagnose

4 Behandlungsmöglichkeiten und präventive Maßnahmen
4.1 Nicht-operative Behandlung von Bandscheibenleiden
4.2 Operative Behandlungsmöglichkeiten
4.3 Prävention

5 Fazit

6 Anhang

7 Literaturverzeichnis

8 Schlusserklärung

1) Einleitung

Wer hat nicht schon einmal an Rückenschmerzen gelitten?

In der Tat, Rückenschmerzen sind in der Gesellschaft sehr verbreitet. Häufig sind diese Schmerzen mit der fortschreitenden Überlastung, Abnutzung oder auch Degeneration im Alter verbunden.

Vor allem die Bandscheiben spielen dabei eine wichtige Rolle wenn man von Schmerzen in allen möglichen Teilen der Wirbelsäule spricht. Dass Bandscheibenprobleme eine der häufigsten Ursachen für Fehlzeiten am Arbeitsplatz sind, ist wissenschaftlich erwiesen. Oft finden sich diese Probleme oder auch Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Im Laufe des Lebens sollen etwa 80 % der Menschen einmal an Schmerzen in dem Lendenwirbelbereich leiden (vgl. Oldenkott & Scheiderer, 2005, S. 9). Bekannte Formen dieses Bandscheibenleidens sind der Hexenschuss oder auch Ischias.

Bandscheibenprobleme können neben den ständig wiederkehrenden Schmerzen weitere ne- gative Effekte mit sich führen. Sie haben zum einen Einfluss auf Beweglichkeit und Wohlbe- finden aber auch auf sein Verhalten in der Gesellschaft, sein Leben in der Familie, in der Ehe, auf der Arbeit und auf seine Psyche. Die Ursachen hierfür liegen meist in den Misserfolgen der jeweiligen Behandlung aber auch in der Unwissenheit oder unzureichenden Aufklärung über die vielfältigen Möglichkeiten die Leiden zu behandeln oder damit umzugehen.

Diese recht kurz gefasste Hausarbeit soll auf der einen Seite zunächst durch wesentliche Er- kenntnisse und Beschreibungen darüber aufklären was die Bandscheiben eigentlich genau sind oder wozu genau sie dienen und auf der anderen Seite einen Einblick in verschiedene Ansätze und Lösungsmuster geben mit Bandscheibenleiden umzugehen oder bereits aktiv dagegen vorzubeugen.

2) Die Bandscheiben

2.1) Aufbau der Bandscheiben

Die Bandscheiben, auch Zwischenwirbelscheiben genannt, sind in erster Linie die Stoßdämpfer für die Wirbelsäule (vgl. Oldenkott & Scheiderer, 2005, S. 21f.). Die Wirbelsäule hat insgesamt 23 Bandscheiben, welche zwischen je zwei Wirbelkörpern liegen. Der erste und zweite Halswirbel verfügen über keine Bandscheibe, ebenso wie Kreuz- und Steißbeinwirbel. Die Zwischenwirbelscheiben bestehen aus knorpelartigem Material. Man unterscheidet zwischen dem Gürtel, welcher aus Faserringen besteht und der gallertartigen Masse im Inneren, dem Gallertkern, welcher einen hohen Wasser- gehalt und Verformbarkeit aufweist (siehe Abb.1). Die Bandscheiben sind den Wirbelkörpern annähernd angepasst, mit ihnen verwachsen und dem Rückenmark und den Nerven folglich sehr nahe.

2.2) Funktion der Bandscheibe Abb. 1 Aufbau und Lage einer Bandscheibe

Gesunde Bandscheiben haben eine übergeordnete Rolle wenn es um die ungestörte Funktion der Wirbelsäule geht. Die Wirbelsäule trägt nämlich nicht nur ihr Eigengewicht, sondern auch Halswirbelsäule, Kopf, Arme, Brustkorb und Weichteile (Muskeln etc.). Sie ist vielerlei Kräften wie Druckbelastungen, Drehungen oder Überdehnung ausgesetzt, welche die Zwischenwirbelscheiben versuchen auszugleichen. „Die Zwischenwirbelscheibe dient ähnlich einem Wasserkissen dazu, Erschütterungen der Wirbelsäule aufzufangen und das Bewegungsausmaß zu bestimmen“ (Oldenkott & Scheiderer, 2005, S. 22).

Die Bandscheiben machen die Flexibilität der Wirbelsäule im Alltag möglich. Mit Hilfe des Gallertkerns findet Flüssigkeitsverschiebung, also Wasseraufnahme aus der Umgebung oder Abgabe (Diffusion), statt sobald Druck auf die Bandscheibe ausgeübt wird oder sie in eine Ruhephase kommt, wie dies beispielsweise im Liegen der Fall wäre. „Der ständige Wechsel von Belastung und Entlastung ist für den Stoffwechsel und damit für den Erhalt der Bandscheibenfunktion von zentraler Bedeutung“(Harms, 2007a, S. 2).

3) Entstehung von Bandscheibenleiden

3.1) Der Bandscheibenvorfall

Wurden die Bandscheiben im Laufe der Jahre zu stark abgenutzt oder sind sie zu hohen Be- lastungen ausgesetzt, kann es zu Spalten- und Rissbildungen kommen, die im Endeffekt einen Bandscheibenvorfall einleiten können. Vom Bandscheibenvorfall spricht man wenn es entwe- der zu einer Vorwölbung des Gallertkerns mit einem erhaltenen Faserring kommt (Protrusion1, siehe Anhang, Abb.2) oder wenn der Faserring reißt und der Gallertkern langsam durch diesen zerstörten Gürtel austritt (Prolaps2, siehe Anhang, Abb.3) und direkten Druck auf die Rückenmarksnerven ausübt. (vgl. Harms, 2007a, S.3; 2007b, S.2). Die häufigsten Bandscheibenschäden betreffen die Lendenwirbelsäule, weil genau in diesem Bereich täglich die höchste Gewichtsbelastung auf die Bandscheiben wirkt.

3.2) Ursachen

Es gibt zahlreiche Ursachen, die Bandscheibenleiden auslösen können. Überdurchschnittliche Belastungen durch körperliche Arbeit, falsches Sitzen in Fahrzeugen, Bus oder Bahn, das Tragen von schweren Lasten oder das Heben aus dem Kreuz führen zu einer starken Beanspruchung der Bandscheiben. Die Bandscheiben sind ständigen Fliehkräften (z.B. Bremsen) und Vibrationen ausgesetzt, welche sie abfangen und ausgleichen müssen. Ebenso können die Ursachen in Aufbaustörungen durch Leistungssport in der Jugend oder in Unfällen jeglicher Art liegen. Vor allem im Sport können Unfälle wie das Fallen auf den Kopf bei Reit- oder Turnübungen zu Bandscheibenvorfällen führen (vgl. Scheibe, Greiter & Bachl, 1989, S. 78).

3.3) Symptome des Bandscheibenvorfalls

Bandscheibenverletzungen wie z.B. der allgemein bekannte Hexenschuss lösen plötzliche, blitzartige Schmerzen aus und führen zu erheblicher Bewegungseinschränkung. Bei einer Vorwölbung der Bandscheibe können durch den dadurch erzeugten Druck auf die Nerven ebenfalls Beinschmerzen ausgelöst werden, welche meist mit dem Begriff Ischias in Verbindung gebracht werden (vgl. Oldenkott & Scheiderer, 2005, S. 44). Es gibt zahlreiche Symptome, die für Bandscheibenverletzungen sprechen können. Neben Bewegungsblockierungen, stechenden und auch langfristigen Schmerzen in den Beinen (vgl. Scheibe et al., 1989, S. 79) kann es ebenso zu Störungen der Sensibilität oder gar zur Lähmung kommen.

3.4) Die Diagnose

Wurden Schmerzen wahrgenommen und unterscheiden sich wesentlich von den „üblichen“ Rückenschmerzen, die vielleicht einmal alle paar Monate auftreten, ist es zu empfehlen den Arzt aufzusuchen. Gemeinsam wird mittels einer körperlichen Untersuchung und einem Gespräch festgestellt wo die Schmerzen ihren Ursprung haben und wie weit sie ausgeprägt sind. Es wird bei vermehrten Problemen eine Krankheitsgeschichte (Anamnese) erhoben und ausgewertet. Zur exakten Diagnose werden Röntgenaufnahmen des betroffenen Abschnitts der Wirbelsäule gemacht (vgl. Oldenkott & Scheiderer, 2005, S. 45ff.).

4) Behandlungsmöglichkeiten und präventive Maßnahmen

Was alle Behandlungsmöglichkeiten 3 gemeinsam haben ist, dass sie versuchen Schmerzen zu lindern oder vollständig zu beseitigen. Präventive Maßnahmen hingegen steuern gegen Leid und Schmerz an und wollen es erst gar nicht dazu kommen lassen. Im Folgenden sind nun einige von zahlreichen Methoden und vorbeugende Möglichkeiten aufgelistet.

4.1) Nicht-operative Behandlung von Bandscheibenleiden

Die Schmerztherapie

Vorrangiges Ziel dieser Therapie ist die Schmerzlinderung und Beseitigung durch Verabreichung von Medikamenten. Die Schmerzmittel müssen ausreichend stark dosiert sein um erfolgreich zu wirken und die Schmerzen zu bekämpfen. Es gibt in der praktischen Anwendung drei verschiedene Stufen und Stärken von Schmerzmitteln. Die erste Stufe beinhaltet beispielsweise die schwächeren Schmerzmittel wie das bekannte Paracetamol.

Die Infusionsbehandlung

Allgemein versteht man unter einer Infusionsbehandlung die intravenöse Therapie mit Cortison. Diese Behandlung beseitigt die Schmerzen am schnellsten. Das Cortison führt dazu, dass Schwellungen zurückgehen und Druck auf der Wirbelsäule oder den Nerven abgebaut wird.

[...]


1 Protrusio: Vorwölbung

2 Prolaps: Vorfall

3 Alle nun aufgelisteten Maßnahmen sind ausführlich und weiterführend in folgender Literatur nachzulesen: Oldenkott, P. & Scheiderer, W. (2005). Bandscheiben-Leiden: Was tun? Stuttgart: TRIAS.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Bandscheibenleiden. Behandlungsmöglichkeiten und Prävention
Autor
Jahr
2013
Seiten
13
Katalognummer
V334784
ISBN (eBook)
9783668249301
ISBN (Buch)
9783668249318
Dateigröße
956 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bandscheiben, Bandscheibenvorfall, Hexenschuss, Ischias, Wirbelsäule, Prävention
Arbeit zitieren
Sascha Demuth (Autor), 2013, Bandscheibenleiden. Behandlungsmöglichkeiten und Prävention, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334784

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