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Implementierung von neuen Arbeitsstrukturen als Leitungsaufgabe im Krankenhaus

Projekt „Manchester-Triage-System“ zur Ersteinschätzung von Patienten in einer Zentralen Notaufnahme

Titre: Implementierung von neuen Arbeitsstrukturen als Leitungsaufgabe im Krankenhaus

Dossier / Travail , 2016 , 36 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Stefan Schröter (Auteur)

Santé - Santé Publique
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Die Patienten- und Behandlungszahlen deutscher Krankenhäuser steigen ständig an. In den Jahren 2005 bis 2012 kam es zu einer Zunahme von 16.071.846 auf 17.976.447 vollstationärer Patienten. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich der prozentuale Anteil der als Notfall aufzunehmenden Patienten von 33,7% auf 41,5%. Außerhalb der Öffnungszeiten von niedergelassenen Ärzten konzertiert sich die Notfallversorgung auf die Krankenhäuser. Die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin e.V. (DGINA) gibt an, dass mindestens 20 Mio. Notfallpatienten jährlich in deutschen Krankenhäusern stationär und ambulant versorgt werden. Durch weitere gesellschaftliche Rahmenbedingungen und neue strukturelle Maßnahmen der letzten Jahre, wie dem demografischen Wandel, der Einführung eines neuen Abrechnungssystems (DRG) und der Entwicklung in der ambulanten Versorgung, kommt es zu einer Steigerung der Anforderungen an die Organisation Zentraler Notaufnahmen (ZNA), da diese die erste Anlaufstelle für mehr als 50 Prozent der stationären Patienten darstellt und dadurch oft als Aushängeschild eines Krankenhauses betrachtet wird.

Durch notwendige Umstrukturierungen und die Zusammenlegung der chirurgischen und internistischen Notaufnahmeeinheiten kam es 2012 zur Zentralisierung und Bündelung des Patientenaufkommens in eine gemeinsame ZNA. Die Patientenzahlen stiegen in dieser Einheit fast übergangslos beträchtlich an. Im Jahr 2011 waren es noch 10000 Kontakte mit Patienten, im Folgejahr schon 17000. Seitdem ist ein weiterer kontinuierlicher Anstieg zu beobachten. Eine Dringlichkeitseinschätzung der Patienten erfolgt durch die erstaufnehmende Pflegefachkraft. Dieser Einschätzung liegt bisher kein strukturierter Standard zugrunde. Vielmehr beruht sie auf den Erfahrungswerten der jeweiligen Pflegefachkraft und den Informationen, die durch den Rettungsdienst sowie die Patienten selbst und deren Angehörige zu erheben sind.

Durch die Notwendigkeit einer einheitlichen und qualitativen Ersteinschätzung, besonders für Patienten mit akuten Krankheitsbildern, ergibt sich für mich die Wahl des Themas der Facharbeit. Sie beschreibt das Führungsinstrument Projektmanagement (PM) und dessen heutige Bedeutung, um neue Prozesse in bestehende Systeme implementieren zu können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Projektmanagement

2.1 Wie definiert sich Projektmanagement?

2.2 Vorteile der Anwendung des Projektmanagements

2.3 Projektentstehung und Ausgangssituation

2.4 Der Projektauftrag

3. Projektplanung und -phasen

3.1 Die Projektstrukturplanung

3.2 Projektablaufplanung und Terminplanung

3.3 Kosten- und Ressourcenplanung

3.4 Risikoanalyse und Überwachung des Projekts

3.5 Durchführung des Projekts

3.6 Abschluss des Projekts

4. Der Projektleiter

5. Ersteinschätzung durch MTS am Klinikum XXX

5.1 Die Zentrale Notaufnahme am Klinikum XXX

5.2 Derzeitiger Prozessablauf

5.3 Triage und Ersteinschätzung

5.3.1 Geschichtliche Entwicklung und Systemvergleich

5.3.2 Verfahrensgrundlagen

5.4 Implementierung des MTS als Projekt

5.4.1 Initiierung und Zielsetzung

5.4.2 Benennung des Projektleiters

5.4.3 Zusammenstellung der Projektgruppe

5.4.4 Planung mittels PDCA-Zyklus

5.4.5 Kostenberechnung

5.4.6 Schulungsphase

5.5 Prozesseinbindung in die ZNA

5.5.1 Veränderungen der vorhandenen Strukturen

5.5.2 Organisatorische Änderungen

5.5.3 Personelle Voraussetzungen

6. Die Rolle der FLP

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Facharbeit setzt sich zum Ziel, das Führungsinstrument Projektmanagement theoretisch zu beleuchten und dessen Anwendung praxisnah anhand der Implementierung des Manchester-Triage-Systems (MTS) in einer Zentralen Notaufnahme (ZNA) darzustellen, um die Behandlungsqualität und Patientensicherheit durch eine strukturierte Ersteinschätzung zu optimieren.

  • Grundlagen und Definitionen des modernen Projektmanagements
  • Strukturierte Planung und Durchführung von Veränderungsprojekten im Klinikalltag
  • Analyse und Vergleich verschiedener Ersteinschätzungssysteme
  • Implementierung des Manchester-Triage-Systems als Standard für die ZNA
  • Rolle und Aufgabenvielfalt der Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege (FLP) bei der Prozessoptimierung

Auszug aus dem Buch

3.6 Abschluss des Projekts

Unter Projektabschluss versteht man eine plangerechte Beendigung des Projekts und Erreichung der festgelegten Ziele. Diese Phase ist besonders kritisch, da der Erfolg nicht garantiert ist. Es kann zum Scheitern des Projekts, zur Aushöhlung oder zur Verlängerung kommen.

Projektmanagement ist ein Instrument des Change-Managements. Ein Projekt kann demzufolge auch als Veränderungsprojekt betrachtet werden. Change-Management ist in der gesamten Projektphase, besonders bei der Implementierung der Projektlösung, umfassend und intensiv zu betreiben. Kurt Lewin beschrieb für Veränderungsprozesse in Gruppen und Organisationen ein 3-Phasen-Modell, welches Klaus Olfert noch durch eine vorhergehende vierte Phase erweitert hat. Es soll sich eine freiwillige und stufenweise Änderung der Einstellungen ergeben, von Ablehnung hin zu Akzeptanz und Identifikation. Aufgaben dabei sind:

Informationsstreuung: Dienstbesprechungen, Rundschreiben, Veröffentlichungen, Betriebsversammlungen

Unfreezing (Auflockern): Änderungsbewusstsein bei den Mitarbeitern schaffen; Einbeziehung der Mitarbeiter in das Projekt; weitere Vorgehensweise erläutern

Moving (Hinüberleiten): flexibles Reagieren der Verantwortlichen; Motivierung der Beteiligten, z.B. durch Befragungen, Informationsveranstaltungen und Schulungen; das neue Projekt einführen, steuern und überwachen

Refreezing (Verfestigen): Rückführung aus Widerständen, z.B. durch Beteiligung und Coaching; Projekt anpassen und im vorhandenen Prozess integrieren und akzeptieren; stetige Überwachung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel erläutert die steigenden Patienten- und Behandlungszahlen in deutschen Notaufnahmen und identifiziert die Notwendigkeit einer strukturierten Ersteinschätzung.

2. Das Projektmanagement: Hier werden theoretische Grundlagen des Projektmanagements, dessen Phasen und der Nutzen für die Bewältigung komplexer organisatorischer Anforderungen im Krankenhauswesen dargelegt.

3. Projektplanung und -phasen: Dieses Kapitel detailliert die einzelnen Planungsschritte, von der Strukturplanung über Ressourcenkalkulation bis hin zur Risikoanalyse und Durchführung.

4. Der Projektleiter: Es wird das Anforderungsprofil und die zentrale Rolle der Leitungskraft im Hinblick auf fachliche und sozial-kommunikative Kompetenzen beschrieben.

5. Ersteinschätzung durch MTS am Klinikum XXX: Dieses Kernkapitel beschreibt die konkrete Implementierung des Manchester-Triage-Systems als Projekt, inklusive Ist-Analyse, Planung, Kostenberechnung und Prozesseinbindung.

6. Die Rolle der FLP: Die Rolle der Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege wird als Motor für Veränderungsprozesse und zur Förderung der Mitarbeitermotivation analysiert.

7. Fazit und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und das Potenzial einer strukturierten Ersteinschätzung für die Qualität der Patientenversorgung hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Projektmanagement, Manchester-Triage-System, MTS, Ersteinschätzung, Zentrale Notaufnahme, ZNA, Notfallversorgung, Patientenorientierung, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege, FLP, Change-Management, Patientensicherheit, Notfallmedizin

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Einführung neuer Arbeitsstrukturen in einer Zentralen Notaufnahme mithilfe professioneller Projektmanagement-Methoden, spezifisch durch die Implementierung des Manchester-Triage-Systems.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Projektmanagement im Gesundheitswesen, der Vergleich klinischer Ersteinschätzungssysteme sowie die Rolle der Führungskraft bei der Gestaltung von Veränderungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Verbesserung der Versorgungsqualität und Patientensicherheit in der Notaufnahme durch eine einheitliche, standardisierte Ersteinschätzung der Patienten mittels MTS.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode des Projektmanagements, angelehnt an Standards wie PDCA-Zyklen und Change-Management-Modelle, um einen Veränderungsprozess in der Praxis planbar und steuerbar zu machen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Projektmanagements und die detaillierte, beispielhafte Implementierung des Triage-Systems inklusive Kosten-, Ressourcen- und Schulungsplanung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Projektmanagement, Manchester-Triage-System, Zentrale Notaufnahme, Prozessoptimierung und Führungsaufgaben in der Pflege definieren.

Warum wird das Manchester-Triage-System (MTS) für dieses Klinikum empfohlen?

Das MTS wird aufgrund seiner 5-stufigen Struktur, der breiten Anwendbarkeit im pflegerischen Bereich sowie der Verfügbarkeit einer deutschen Übersetzung als besonders geeignet für eine strukturierte Ersteinschätzung angesehen.

Welche Rolle spielt die FLP bei der Projektumsetzung?

Die Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege fungiert als Motor für neue Denkansätze, koordiniert Beteiligte, fördert die Motivation und stellt die notwendige Unterstützung für die erfolgreiche Implementierung neuer Prozesse sicher.

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Résumé des informations

Titre
Implementierung von neuen Arbeitsstrukturen als Leitungsaufgabe im Krankenhaus
Sous-titre
Projekt „Manchester-Triage-System“ zur Ersteinschätzung von Patienten in einer Zentralen Notaufnahme
Cours
Fachweiterbildung für Leitungsaufgaben in der Pflege
Note
1,0
Auteur
Stefan Schröter (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
36
N° de catalogue
V334869
ISBN (ebook)
9783668246966
ISBN (Livre)
9783668246973
Langue
allemand
mots-clé
implementierung arbeitsstrukturen leitungsaufgabe krankenhaus projekt manchester-triage-system ersteinschätzung patienten zentralen notaufnahme
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefan Schröter (Auteur), 2016, Implementierung von neuen Arbeitsstrukturen als Leitungsaufgabe im Krankenhaus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334869
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