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Zusammenhang zwischen Nutzung elektronischer Medien und Bewegungsmangel von Kindern und Jugendlichen

Título: Zusammenhang zwischen Nutzung elektronischer Medien und Bewegungsmangel von Kindern und Jugendlichen

Tesis (Bachelor) , 2015 , 48 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Till Sippel (Autor)

Deporte - Medios y comunicación
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Neben dem steigenden Massenkonsum und der Institutionalisierung der Freizeit, scheint eine Enttraditionalisierung des Alltags und das Verschwinden der Straßenspielkultur vonstatten zu gehen, die besonders die 1950er Jahre prägte. Doch ist es wirklich so, dass die Heranwachsenden sich in ihrer Freizeit weniger außerhalb des Hauses aufhalten? Sind sie körperlich inaktiver geworden und besteht möglicherweise ein Zusammenhang zwischen diesem Bewegungsmangel und der Nutzung elektronischer Medien, die inzwischen in nahezu jedem Haushalt zu finden sind? Sprachen Charlton und Neumann-Braun bereits 1992 zu Recht von einer „Medienkindheit“, die sich in der „Medien-Jugend“ fortsetze?

Ein Blick in die Literatur zeigt, dass dieser Sachverhalt und die oben erwähnte Ursache-Wirkung-Beziehung zwischen Bewegungsmangel und der Nutzung neuer Medien schwieriger empirisch zu belegen sind, als es von vielen Autoren dargestellt wird. Ziel dieser Arbeit ist es also, auf der Grundlage ausgewählter Studien, wissenschaftlich fundierte Aussagen gesammelt darzustellen und auf die oben aufgeführte Fragestellung zu übertragen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung und Bedeutung von Bewegung und sportlicher sowie körperlicher Aktivität

2.1 Begriffserklärung

2.2 Bedeutung

3. Veränderte Lebens- und Bewegungswelten

3.1 Gesellschaftliche Ebene

3.2 Familiäre und soziale Ebene

3.3 Spiel und Freizeitverhalten

3.3.1 Verhäuslichung der Freizeit

3.3.2 Verinselung der Freizeit

4. Bedingungen der Sportteilnahme

4.1 Biologische und demographische Faktoren

4.2 Soziale und ökonomische Faktoren

5. Auswirkungen von Bewegungsmangel

6. Vorstellung der Studien

6.1 MediKuS-Studie

6.2 KiGGS-Studie

6.3 KIM-Studie

6.4 JIM-Studie

7. Medien als Grund für Bewegungsmangel - Alternative oder Ergänzung?

7.1 Körperlich-sportliche Aktivität der KiJus

7.2 Mediennutzung der KiJus

7.3 Zusammenhang zwischen Mediennutzung und körperlich-sportlicher Aktivität

8. Ergebnisse und Fazit

9. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Nutzung elektronischer Medien und dem Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen. Dabei wird analysiert, inwieweit ein erhöhter Medienkonsum zu körperlicher Inaktivität führt und welche Rolle dabei sozioökonomische Faktoren sowie die veränderten Lebenswelten der jungen Generation spielen.

  • Wandel von Kindheits- und Lebenswelten (Verhäuslichung und Verinselung).
  • Bedeutung von Bewegung für motorische und psychosoziale Entwicklung.
  • Einfluss von Mediennutzung auf die körperlich-sportliche Aktivität.
  • Analyse der Ergebnisse zentraler Studien wie KiGGS, MediKuS, KIM und JIM.
  • Zusammenhang zwischen Medienkonsum, Übergewicht und Adipositas.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Verhäuslichung der Freizeit

Mit diesem Zitat, welches bereits als Einleitung in diese Arbeit diente, bringt Renate Zimmer die Veränderungen in der Spiel- und Freizeitgestaltung der KiJus, die mehr und mehr in den Blickpunkt der Forschung rückt, auf den Punkt.

Die veränderte Kindheit ist ein umstrittenes Thema. Während viele Autoren einseitig betrachtet und zum Teil ohne empirische Grundlage vorschnell von einem „Verschwinden der Kindheit“ (Postman 1983) oder einer „Medienjugend“ (Charlton et al. 1992), die ihre gesamte Freizeit vor Bildschirmen verbringt, berichten, ist ein Wandel dennoch insgesamt nicht zu übersehen. Während die Freizeitgestaltung im familiären und nachbarschaftlichen Rahmen an Bedeutung verloren hat, rückten die elektronischen Medien in den letzten Jahren verstärkt in den Blickpunkt der Heranwachsenden. Damit verbunden ist die Tatsache, dass die KiJus mehr Zeit mit sitzenden Tätigkeiten verbringen (Graf et al 2007, S. 87), die Straßenkultur, die die 1950er Jahre prägte, an Bedeutung verliert und die Freizeit verhäuslicht wird (vgl. Zimmer 2004, S. 22). Laut Heim (2002, S. 288f.) würden „aktive leibliche Primärerfahrungen mit körperlich-sinnlichen Qualitäten verdrängt und zunehmend durch mediale Erfahrungen aus zweiter Hand ersetzt“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des veränderten Freizeitverhaltens und der möglichen Korrelation zwischen Mediennutzung und Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen ein.

2. Begriffserklärung und Bedeutung von Bewegung und sportlicher sowie körperlicher Aktivität: In diesem Kapitel werden grundlegende Fachbegriffe definiert und die essenzielle Rolle körperlicher Aktivität für die kindliche Entwicklung erläutert.

3. Veränderte Lebens- und Bewegungswelten: Es werden die gesellschaftlichen und familiären Rahmenbedingungen analysiert, die zur Verhäuslichung und Verinselung der kindlichen Freizeit führen.

4. Bedingungen der Sportteilnahme: Dieses Kapitel beleuchtet biologische, demografische und sozioökonomische Einflussfaktoren, die die Partizipation von Kindern und Jugendlichen am Sport maßgeblich bestimmen.

5. Auswirkungen von Bewegungsmangel: Hier werden die gesundheitlichen und psychosozialen Folgen eines passiven Lebensstils, insbesondere im Hinblick auf Adipositas und motorische Leistungsfähigkeit, dargestellt.

6. Vorstellung der Studien: Es erfolgt eine detaillierte Einführung in die für die Arbeit relevanten Forschungsreihen: MediKuS, KiGGS, KIM und JIM.

7. Medien als Grund für Bewegungsmangel - Alternative oder Ergänzung?: Dieses Kapitel bildet den Kern der Analyse, indem es empirische Daten zur Mediennutzung und körperlichen Aktivität gegenüberstellt und auf Zusammenhänge prüft.

8. Ergebnisse und Fazit: Die Arbeit fasst die zentralen Befunde zusammen und diskutiert, ob und inwieweit Mediennutzung ursächlich für Bewegungsmangel verantwortlich ist.

9. Ausblick: Der Ausblick formuliert Ansätze zur Bewegungsförderung und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung sowie die Bedeutung von Medienkompetenz.

Schlüsselwörter

Bewegungsmangel, Mediennutzung, körperliche Aktivität, Kinder und Jugendliche, KiGGS-Studie, MediKuS, Freizeitgestaltung, Verhäuslichung, Verinselung, Sportpartizipation, Übergewicht, Adipositas, Mediensozialisation, Gesundheitsverhalten, Medienkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Bachelorarbeit?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Nutzung elektronischer Medien und einem Mangel an Bewegung bei Kindern und Jugendlichen (KiJus).

Welche zentralen Themenbereiche werden behandelt?

Schwerpunkte sind die veränderten Lebenswelten, die Bedeutung motorischer Aktivität, Einflüsse auf die Sportteilnahme sowie die gesundheitlichen Konsequenzen passiver Freizeitgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis wissenschaftlicher Studien fundierte Aussagen über die Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen Medienkonsum und Bewegungsmangel bei jungen Menschen zu treffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Studienanalyse, bei der empirische Befunde aus zentralen Projekten wie der KiGGS-, MediKuS-, KIM- und JIM-Studie zusammengetragen und bewertet werden.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der veränderten Lebenswelten, die Analyse von Einflussfaktoren auf die Sportteilnahme, die Folgen von Bewegungsmangel und die detaillierte Auswertung von Studienergebnissen zum Medienkonsum.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den Schlüsselbegriffen gehören Bewegungsmangel, Mediennutzung, körperliche Inaktivität, Verhäuslichung und die genannten Langzeitstudien.

Warum wird im Dokument von "KiJus" gesprochen?

Dies ist eine in der Arbeit eingeführte verkürzte Bezeichnung für "Kinder und Jugendliche", um den Lesefluss zu erleichtern.

Gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen Mediennutzung und Übergewicht?

Die Arbeit belegt, dass ab einer bestimmten Nutzungsdauer (insbesondere bei Fernsehen und Computer) ein statistisch bedeutsam erhöhtes Adipositas-Risiko für Kinder und Jugendliche besteht.

Ergänzt oder behindert die Mediennutzung sportliche Aktivität?

Das Ergebnis ist differenziert: Während eine zeitliche Konkurrenz besteht, können Medien auch der Information über Sport dienen; ab einem gewissen Umfang korreliert exzessiver Medienkonsum jedoch negativ mit der Sportbeteiligung.

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Detalles

Título
Zusammenhang zwischen Nutzung elektronischer Medien und Bewegungsmangel von Kindern und Jugendlichen
Universidad
University of Münster  (Institut für Sportwissenschaft)
Calificación
1,7
Autor
Till Sippel (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
48
No. de catálogo
V335052
ISBN (Ebook)
9783668248526
ISBN (Libro)
9783668248533
Idioma
Alemán
Etiqueta
Nutzung elektronischer Medien elektronische Medien Bewegungsmangel Verinselung Verhäuslichung Bewegungswelt sportliche Aktivität Auswirkungen von Bewegungsmangel MediKus KiGGS KIM KiGGS-Studie KIM-Studie JIM-Studie Körperlich-sportliche Aktivität Mediennutzung Massenkonsum Enttraditionalisierung Technisierung Institutionalisierung Medienkindheit körperliche Aktivität Lebenswelt Kinder Jugendliche Freizeitverhalten Sportteilnahme Sportpartizipation Adipositas Diabetes Übergewicht Medienkompetenz Sport
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Till Sippel (Autor), 2015, Zusammenhang zwischen Nutzung elektronischer Medien und Bewegungsmangel von Kindern und Jugendlichen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335052
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