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Die Kindersegnung nach dem Markusevangelium. Exegese von Markus 10,13-16 (Lutherübersetzung)

Titre: Die Kindersegnung nach dem Markusevangelium. Exegese von Markus 10,13-16 (Lutherübersetzung)

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2016 , 34 Pages

Autor:in: Alexander Przyborowski (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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„Kinder sind unsere Zukunft.“ Unabhängig des Fachgebietes, dieses Sprichwort kann wohl niemand widerlegen. Auch für uns als Kirche stellt der Nachwuchs die Zukunft, um deren und dessen Wohl wir besorgt seien sollten, dar. Bereits in biblischer Zeit wurde sich um Kinder gesorgt und man vertraute sie Gott an, damit sie gesegnet durchs Leben gehen. Auch Jesus widmete seine Aufmerksamkeit Kindern und segnete sie, was wir unter anderem in den synoptischen Evangelien belegt finden.

In der Debatte über das Thema der Säuglingstaufe beziehen sich einige auf die Bibelstelle der Kindersegnung und bieten auf dieser Grundlage den Eltern die Kindersegnung als Überbrückung bis zur religiösen Mündigkeit des Kindes an. Somit haben die Eltern die Möglichkeit ihrem Kind die Entscheidung über ein Leben mit Jesus zu überlassen und geben ihm dennoch Gottes Gnade, Schutz und Güte mit auf den Weg. Hierbei ist ausdrücklich zu betonen, dass eine Kindersegnung kein Ersatz für eine Taufe darstellt.

Bei Säuglingstaufen im Allgemeinen wird wohl kein anderer Bibeltext so oft als Predigtgrundlage genommen wie das Kinderevangelium. Bei Taufgottesdiensten wird diese Perikope auf viele verschiedene Weisen ausgelegt. Beispielsweise dass die Kinder gerade wegen ihrer Schuldlosigkeit zum Reich Gottes gehören, über das eben ihre Naivität und Unkenntnis sie in Jesu Augen schutzbedürftig macht. Ebenso geläufig ist die Auslegung, dass unsere Gesellschaft zu verklemmt und förmlich ist und dass auch die „Großen“ kindlicher werden sollten.

Aufgrund dessen liegt dieser neutestamentlichen Exegese die Thematik der Kindersegnung zugrunde. Der Text des Markusevangeliums wurde gewählt, da dieser aus dem ältesten überlieferten Evangelium entstammt und somit aufgrund seiner zeitlichen Nähe zu den Begebenheiten vermutlich der authentischste ist. Des Weiteren wurde er auch auf Grund seiner allgemeinen Bekanntheit und Vieldeutigkeit gewählt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Annäherung an den Text

3 Textkritik

3.1 Übersetzungsvergleich anhand ausgewählter Bibelübersetzungen

3.2 Bezugnahme auf den Urtext

4 Textanalyse

4.1 Abgrenzung des Kinderevangeliums

4.2 Sprachliche Auffälligkeiten und Textkohärenz der Perikope

4.3 Gliederung von Markus 10, 13-16

5 Begriffserklärungen

5.1 Kinder

5.2 Segen

5.3 Reich Gottes

6 Entstehungsgeschichte der Perikope

6.1 Literarkritik

6.1.1 Synoptischer Vergleich

6.1.2 Parallele in der apokryphen Schrift des Thomasevangeliums

6.2 Formgeschichte

6.3 Redaktionsgeschichte

6.3.1 Exkurs zum Markusevangelium

6.3.2 Verortung der Perikope im Kontext des Evangeliums

7 Wirkungsgeschichte

8 Gesamtinterpretation

9 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel einer neutestamentlichen Exegese der Kindersegnung nach dem Markusevangelium (Markus 10, 13-16), um das Verständnis dieser Perikope im historischen und theologischen Kontext zu schärfen und ihre Bedeutung für das Verständnis des „Reiches Gottes“ zu beleuchten.

  • Neutestamentliche Exegese von Markus 10, 13-16
  • Vergleichende Analyse verschiedener Bibelübersetzungen
  • Untersuchung der historischen und sozialen Stellung von Kindern im antiken Palästina
  • Analyse der Begrifflichkeiten „Segen“ und „Reich Gottes“
  • Synoptischer Vergleich und Entstehungsgeschichte der Perikope

Auszug aus dem Buch

4.1 Abgrenzung des Kinderevangeliums

Das zehnte Kapitel des Evangeliums wird mit einer in sich geschlossenen Lehre vor einer großen Menge an Menschen über die Ehescheidung eröffnet, welche mit einer separaten Jüngerbelehrung in den Versen 10ff endet und mit dem Wiederaufgreifen des Motives der Kinder wird in Vers 13 ein neuer Text begonnen. Ebenso zeigt sich die Änderung der Situation auch an der Lokalität des Geschehens. Während die Handlung in Markus 10,10-12 in einem Haus stattfindet, ist anzunehmen, dass Vers 13 wiederum an den Beginn des Kapitels anknüpft, also an eine Situation in welcher Jesus vor vielen Menschen predigt. Diese Öffentlichkeit lässt erst die Möglichkeit des einfachen Herantretens an Jesus zu und würde auch das Ausbleiben einer genaueren Vorstellung der Personen erklären, welche die Kinder zu ihm bringen.

Mit Vers 16 schließt den Text der Kindersegnung ab, dies ist anhand der Segenshandlung, welche bis heute auch die Funktion eines Abschiedes, beispielsweise im Gottesdienst, besitzt und des Ortswechsels in Vers 17 zu erkennen. Anschließend wird von der Begegnung mit dem reichen Jüngling und vom Lohn der Nachfolge berichtet. Daher ist aufgrund der in sich geschlossenen Lokalität und dem Motivwechsel die Perikope auf die Verse 13 bis 16 zu begrenzen, was auch in der sprachlichen Gestaltung des Textes zum Ausdruck kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Thematik der Kindersegnung ein und erläutert die Auswahl des Markusevangeliums als Grundlage der Exegese.

2 Annäherung an den Text: Hier werden erste Fragestellungen zum Text entwickelt, die grundlegende Aspekte wie die Rollen der Akteure und das Verständnis der Begrifflichkeiten hinterfragen.

3 Textkritik: In diesem Kapitel werden verschiedene Bibelübersetzungen verglichen und ein Blick auf den griechischen Urtext geworfen, um die Bedeutungsvielfalt zu erfassen.

4 Textanalyse: Dieser Abschnitt behandelt die literarische Abgrenzung der Perikope, ihre sprachliche Struktur sowie ihre inhaltliche Gliederung.

5 Begriffserklärungen: Hier werden die zentralen Begriffe „Kinder“, „Segen“ und „Reich Gottes“ in ihrem historischen, gesellschaftlichen und theologischen Kontext detailliert erläutert.

6 Entstehungsgeschichte der Perikope: Dieses Kapitel widmet sich der Literarkritik, der Formgeschichte sowie der Redaktionsgeschichte inklusive einer Verortung im Markusevangelium.

7 Wirkungsgeschichte: Dieser Teil untersucht, wie der Text in der christlichen Tradition und im innerbiblischen Kontext rezipiert und interpretiert wurde.

8 Gesamtinterpretation: Hier werden die Ergebnisse der vorangegangenen Analysen zusammengeführt, um eine umfassende Deutung der Kindersegnung zu formulieren.

9 Schlusswort: Das Schlusswort reflektiert die Erkenntnisse der Arbeit und stellt die Bedeutung für die heutige Gemeinde und Praxis heraus.

Schlüsselwörter

Kindersegnung, Markusevangelium, Reich Gottes, Exegese, Segen, Kindheit, synoptische Evangelien, Textkritik, Formgeschichte, Redaktionsgeschichte, Wirkungsgeschichte, Jesus Christus, Kindertaufe, Jünger, Nachfolge

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der neutestamentlichen Exegese der Kindersegnung nach Markus 10, 13-16 auf Basis der Luther-Übersetzung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Stellung von Kindern, die Bedeutung des Segens, das Konzept des Reiches Gottes sowie die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Perikope.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Perikope kritisch zu untersuchen und zu klären, welche theologischen Aussagen zur Kindersegnung und zum Zugang zum Reich Gottes der Text tatsächlich enthält.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden klassische Methoden der historischen-kritischen Bibelauslegung angewandt, darunter Textkritik, Literarkritik, Formgeschichte und Redaktionsgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine textkritische Analyse, die sprachliche Textanalyse, Begriffsklärungen sowie die Untersuchung der Entstehungs- und Wirkungsgeschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kindersegnung, Reich Gottes, Markusevangelium, Exegese, Segen und synoptische Evangelien.

Welche Bedeutung hat das Thomasevangelium in diesem Zusammenhang?

Das Thomasevangelium dient als Vergleichsinstanz (Logion 22), um Parallelen und Unterschiede in der Überlieferung zum Zugang zum Reich Gottes aufzuzeigen.

Warum spielt das "Reich Gottes" eine so zentrale Rolle?

Das Reich Gottes ist der zentrale Bezugspunkt der Lehre Jesu im Text; die Arbeit untersucht, ob es ein Geschenk ist, das wie ein Kind empfangen werden muss.

Wie bewertet die Arbeit die Verbindung zur Kindertaufe?

Die Arbeit hinterfragt die Nutzung des Textes als biblisches Argument für die Kindertaufe, da die Perikope in erster Linie von einer Segenshandlung berichtet.

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Résumé des informations

Titre
Die Kindersegnung nach dem Markusevangelium. Exegese von Markus 10,13-16 (Lutherübersetzung)
Auteur
Alexander Przyborowski (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
34
N° de catalogue
V335056
ISBN (ebook)
9783668249769
ISBN (Livre)
9783668249776
Langue
allemand
mots-clé
kindersegnung markusevangelium exegese markus lutherübersetzung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Przyborowski (Auteur), 2016, Die Kindersegnung nach dem Markusevangelium. Exegese von Markus 10,13-16 (Lutherübersetzung), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335056
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Extrait de  34  pages
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