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Trauer und Todesverständnis bei Kindern und Jugendlichen

Titre: Trauer und Todesverständnis bei Kindern und Jugendlichen

Texte Universitaire , 2008 , 21 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Dipl. Sozialpädagogin/Dipl. Soz. Arb. (FH) Gabriele Kuschke (Auteur)

Travail Social
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So unterschiedlich wie Kinder und Jugendliche sind, so verschieden sind auch ihre Vorstellungen vom Tod. Nicht nur das Alter der Kinder spielt hier eine entscheidende Rolle, sondern ein ganzes Gefüge von inneren und äußeren Bedingungsfaktoren (wie Religion, soziales Umfeld oder Kultur). Kinder und Jugendliche gleichen Alters zeigen mitunter große Unterschiede in ihrer Entwicklung und ihrem Verhalten und somit auch im Umgang mit Verlusterlebnissen, Tod und Trauer.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, darzustellen, wie Kinder in verschiedenen Entwicklungsstufen auf den Verlust eines geliebten Menschen reagieren und wodurch diese Reaktionen beeinflusst werden. Die Verfasserin vergleicht in Bezug auf dieses Thema die Bindungstheorie nach J. Bowlby/M. Ainsworth und das Entwicklungsmodell nach Jean Piaget. Die untersuchten Personengruppen sind Babys und Kleinkinder, Vorschulkinder, Grundschulkinder sowie Jugendliche ab 11 Jahren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Faktoren für die Art der Trauer

2. Todesverständnis bei Kindern und Jugendlichen

3. Todesverständnis anhand verschiedener entwicklungspsychologischer Modelle

3.1 Bindungstheorie nach J. Bowlby und M. Ainsworth

3.2 Das Entwicklungsmodell nach Jean Piaget – Entwicklung der geistigen Leistungsfähigkeit

3.3 Babys/ Kleinkinder zwischen 12 Monaten und 3 Jahren

3.4 Vorschulkinder (3 bis 5 Jahre)

3.5 Grundschulkinder (6 bis 10 Jahre)

3.6 Heranwachsende/Jugendliche ab 11 Jahre

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit sich die Trauerprozesse von Kindern und Jugendlichen von denen Erwachsener unterscheiden, wobei ein besonderer Fokus auf dem entwicklungsabhängigen Verständnis von Tod und Sterben liegt.

  • Einflussfaktoren auf die individuelle Art der Trauer bei Kindern
  • Entwicklungspsychologische Einordnung des Todesverständnisses nach Piaget
  • Bedeutung der Bindungstheorie für die Trauerbewältigung
  • Alterspezifische Reaktionen auf Verlust und Tod
  • Psychologische Schutzmechanismen im kindlichen Trauererleben

Auszug aus dem Buch

3.1 Bindungstheorie nach J. Bowlby und M. Ainsworth

Mary D. Salter Ainsworth forschte gemeinsam mit J. Bowlby an der Bindungstheorie. Sie definierte drei Klassen von Bindungsstilen (Ainsworth) und Trauerbewältigung: sicher gebunden --- normale Trauer, ambivalent-unsicher--- chronische Trauer, vermeidend --- keine Trauer, viel somatische (körperliche) Reaktionen.

Die Vertreter der Bindungstheorie nehmen an, dass die Entwicklung einer sicheren Bindung zwischen einem Kleinkind und dessen primärer Bezugsperson in der Kindheit die Grundlage für die Fähigkeit ist, stabile und intime soziale Beziehungen im Erwachsenenalter aufrecht zu erhalten. Soziale Entwicklung nimmt ihren Anfang damit, dass sich zwischen dem Kind und seiner Mutter (oder einer anderen Bindungsperson) eine starke emotionale Beziehung entfaltet.

Bindung wird dabei als Neigung des Menschen verstanden, enge, von intensiven Gefühlen getragene Beziehungen zu anderen zu entwickeln. Dieses gefühlsgetragene Band bleibt über Raum und Zeit hinweg erhalten und ist sehr spezifisch, denn keine der Personen kann ausgetauscht werden. Es wird neben Nahrungsaufnahme und Sexualität als primäres angeborenes menschliches Grundbedürfnis gesehen, sichert es dem Säugling doch Nähe, Zuwendung und Schutz einer vertrauten Person. Das heißt, fühlt er sich müde, krank, ängstlich, unsicher oder allein, so werden die von Geburt an vorhandenen kommunikativen Fähigkeiten wie Schreien, Lächeln, Weinen, Anklammern aktiviert, welche die Nähe zur Bezugsperson wieder herstellen soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Faktoren für die Art der Trauer: Dieses Kapitel erläutert die inneren und äußeren Bedingungsfaktoren, wie Alter, Geschlecht und soziales Umfeld, die das Trauererleben von Kindern maßgeblich beeinflussen.

2. Todesverständnis bei Kindern und Jugendlichen: Hier werden die wissenschaftlichen Kernfaktoren wie Nonfunktionalität, Irreversibilität und Universalität beleuchtet, die für das kindliche Begreifen des Todes entscheidend sind.

3. Todesverständnis anhand verschiedener entwicklungspsychologischer Modelle: Das Kapitel stellt die Bindungstheorie und Piagets Stufenmodell vor, um den Zusammenhang zwischen kognitiver Entwicklung und Trauerreaktionen zu verdeutlichen.

3.1 Bindungstheorie nach J. Bowlby und M. Ainsworth: Es wird dargelegt, wie die Qualität der Bindung zur Bezugsperson die späteren Bewältigungsstrategien bei Trauer und Verlust prägt.

3.2 Das Entwicklungsmodell nach Jean Piaget – Entwicklung der geistigen Leistungsfähigkeit: Dieser Abschnitt beschreibt die kognitiven Stadien und den Prozess der Assimilation und Akkommodation im Hinblick auf die Identitätsbildung.

3.3 Babys/ Kleinkinder zwischen 12 Monaten und 3 Jahren: Es wird aufgezeigt, dass Kinder in diesem Alter die Endgültigkeit des Todes noch nicht verstehen können, aber sensibel auf die Trennung von Bezugspersonen reagieren.

3.4 Vorschulkinder (3 bis 5 Jahre): Das Kapitel thematisiert die Phase, in der Kinder zwar zwischen belebten und unbelebten Dingen unterscheiden lernen, aber dennoch magische Vorstellungen vom Weiterleben besitzen.

3.5 Grundschulkinder (6 bis 10 Jahre): Hier wird beschrieben, wie Kinder beginnen, die Endgültigkeit des Todes zu erfassen, dies aber emotional oft noch schwer akzeptieren können.

3.6 Heranwachsende/Jugendliche ab 11 Jahre: Der Fokus liegt auf der Angleichung der Trauerreaktionen an das Erwachsenenniveau, gepaart mit einer realistischeren Einschätzung von Sterben und Tod.

Resümee: Die Zusammenfassung unterstreicht, dass Kinder in Trauerphasen hinein- und herausspringen, was ihnen als Schutzmechanismus dient, um mit dem intensiven Schmerz umzugehen.

Schlüsselwörter

Trauer, Todesverständnis, Kindheit, Jugendliche, Bindungstheorie, Entwicklungspsychologie, Jean Piaget, Verlust, Trennung, Trauerbewältigung, Kognitive Entwicklung, Bezugsperson, emotionale Entwicklung, Sterben, Psychosoziale Belastung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der differenzierten Betrachtung des Todesverständnisses und der Trauer bei Kindern und Jugendlichen unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Entwicklungsstufe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth, die kognitiven Entwicklungsstadien nach Piaget sowie der altersabhängige Umgang mit Verlusterlebnissen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, das Verständnis für die andersartigen Trauerprozesse bei Kindern zu schärfen und aufzuzeigen, wie kognitive und emotionale Reifung das Sterbensverständnis beeinflussen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse entwicklungspsychologischer Modelle und verbindet diese mit ihren eigenen professionellen Beobachtungen aus der stationären Kinder- und Jugendarbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die verschiedenen Altersgruppen – vom Kleinkind bis zum Jugendlichen – detailliert analysiert und deren spezifische Reaktionen auf den Tod von Bezugspersonen dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Trauer, Bindung, Todesverständnis, Entwicklungsstufen, emotionale Schutzmechanismen und kognitive Reifung.

Wie unterscheidet sich die Trauer von Kindern von der Erwachsener?

Im Gegensatz zu Erwachsenen, die Trauer oft als kontinuierlichen Prozess erleben, zeigen Kinder ein "Hinein- und Herausspringen" in die Trauer, was als wichtiger Schutzmechanismus dient.

Warum ist das Verständnis der Bindungstypen für die Trauerarbeit wichtig?

Die Bindungsqualität (sicher, vermeidend, ambivalent oder desorganisiert) bestimmt maßgeblich, ob ein Kind nach einem Verlust zu einer gesunden Trauerarbeit fähig ist oder eher pathologische Muster entwickelt.

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Résumé des informations

Titre
Trauer und Todesverständnis bei Kindern und Jugendlichen
Université
University of Applied Sciences Jena
Note
1,7
Auteur
Dipl. Sozialpädagogin/Dipl. Soz. Arb. (FH) Gabriele Kuschke (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
21
N° de catalogue
V335062
ISBN (ebook)
9783668244016
ISBN (Livre)
9783668244023
Langue
allemand
mots-clé
trauer todesverständnis kindern jugendlichen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dipl. Sozialpädagogin/Dipl. Soz. Arb. (FH) Gabriele Kuschke (Auteur), 2008, Trauer und Todesverständnis bei Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335062
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Extrait de  21  pages
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