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Entwicklung einer kombinierten Salzpille zur Erzeugung sehr tiefer Temperaturen mittels Entmagnetisierungskühlung

Titre: Entwicklung einer kombinierten Salzpille zur Erzeugung sehr tiefer Temperaturen mittels Entmagnetisierungskühlung

Thèse de Bachelor , 2014 , 45 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Florian Buschek (Auteur)

Physique - Physique nucléaire, Physique des particules
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Der Entwurf einer solchen Kombi-Pille für den Einsatz im vorhandenen Entmagnetisierungskryostaten ist das Ziel dieser Bachelorarbeit. Auf diese Weise soll ähnlich zum Funktionsprinzip einer zweistugen Kühlung, jedoch unter Verwendung nur eines Magneten, die erreichbare Endtemperatur auf bis zu 30 mK gesenkt werden. Die kombinierte Salzpille soll dabei die bisher verwendete, einzelne Salzpille, mit der etwa Tf ≈ 100 mK erreicht wurde, ersetzen.

Die Erzeugung tiefer bis sehr tiefer Temperaturen spielt heute in vielen Bereichen der Forschung eine wichtige Rolle. So müssen etwa in der Astrophysik empfindliche Detektoren oft gekühlt werden, um funktionsfähig zu sein, da sonst thermische Fluktuationen die Genauigkeit beeinträchtigen würden. Beispielsweise werden die Detektoren zur Vermessung der Röntgenstrahlung im All der ASTRO-H-Mission der NASA bei etwa 50 mK betrieben. Ähnliches gilt für die Instrumente der 2015 startenden Geräte PIPER (Primordial Inflation Polarization Explorer), die in der Polarisation der kosmischen Hintergrundstrahlung im Universum nach charakteristischen Spuren von Gravitationswellen suchen sollen, welche die inflationäre Phase nach dem Urknall belegen könnten. Dabei werden die Instrumente bei 100 mK betrieben.

In der Festkörperphysik lassen sich Quantenphasenübergänge nur für T → 0 beobachten und untersuchen, da diese im Gegensatz zu klassischen Phasenübergängen nicht durch thermische, sondern durch Quantenfluktuationen getrieben werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Motivation

1.2 Prinzip der adiabatischen Entmagnetisierung (ADR)

1.3 Praktische Realisierung im Labor

2 Design der kombinierten Salzpille

2.1 Anforderungen

2.2 Kühlsalze

2.3 Passiver Gas-Gap-Wärmeschalter

3 Diskussion

3.1 Mögliche Realisierung

3.2 Fehlerquellen und Komplikationen

3.3 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer kombinierten Salzpille zur Erzeugung sehr tiefer Temperaturen mittels adiabatischer Entmagnetisierung (ADR). Ziel ist es, durch die Kombination zweier verschiedener Salze und eines passiven Gas-Gap-Wärmeschalters eine effizientere Kühlung zu erreichen, um Endtemperaturen im Bereich von 30 mK zu ermöglichen und die Haltedauer des Kühlsystems zu optimieren.

  • Grundlagen der adiabatischen Entmagnetisierung (ADR)
  • Designanforderungen und thermische Optimierung der Salzpille
  • Materialanalyse und Auswahl geeigneter Kühlsalze (GGG, FAA, CPA)
  • Funktionsweise und Konstruktion passiver Gas-Gap-Wärmeschalter
  • Diskussion der thermischen Haltedauer und Fehlerquellen bei der Realisierung

Auszug aus dem Buch

1.2 Prinzip der adiabatischen Entmagnetisierung (ADR)

In paramagnetischen Salzen sind bei höheren Temperaturen und ohne externes Magnetfeld die magnetischen Momente der Elektronen in den äußeren Schalen ungerichtet, da die thermische Energie kBT größer als die Dipol-Dipol-Wechselwirkung die Momente untereinander ist. Da sich abhängig von der Gesamtdrehimpulszahl J für die Richtungen 2J + 1 Möglichkeiten ergeben, ist der Beitrag der magnetischen Momente zur Entropie S = R ln(2J + 1).

In Abb. 1.1 ist der thermodynamische Kreisprozess, der bei ADR ausgenutzt wird, exemplarisch für das Salz CMN mit J = 1/2 gezeigt. Zunächst wird isotherm ein externes Magnetfeld Bi angelegt, in dem sich die einzelnen Momente ausrichten und dadurch die Entropie verringert wird (A→B). Die dabei entstehende Wärme wird an ein Wärmebad bei Ti abgegeben. Anschließend mithilfe eines Wärmeschalters das Salz thermisch vom Bad isoliert und das Magnetfeld adiabatisch auf Bf reduziert (B→C). Dabei sinkt die Temperatur des Salzes auf Tf. Aufgrund der Wärmelecks erwärmt sich das Salz schließlich bei konstantem Magnetfeld wieder (C→A) und erreicht den Ausgangszustand, wenn die Kühlleistung unter die abgebaut ist. Die Haltedauer kann dabei kontinuierlicher Absenken des Restfeldes Bf zusätzlich verlängert werden.

Da die Entropie beim Entmagnetisieren (B→C) konstant bleibt, diese aber nur vom Verhältnis B/T abhängt (siehe Formel 1.7), muss gelten Bi/Ti = Bf/Tf.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Dieses Kapitel erläutert die Motivation für die Erzeugung tiefer Temperaturen, führt in die physikalischen Grundlagen der adiabatischen Entmagnetisierung ein und beschreibt die technische Umsetzung im Labor.

2 Design der kombinierten Salzpille: Hier werden die Anforderungen an das Design einer kombinierten Salzpille, die Auswahl geeigneter Kühlsalze und die Funktionsweise eines passiven Gas-Gap-Wärmeschalters detailliert behandelt.

3 Diskussion: Dieses Kapitel diskutiert die optimale Konfiguration für die kombinierte ADR-Salzpille, analysiert mögliche Fehlerquellen im Betrieb und fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen.

Schlüsselwörter

Adiabatische Entmagnetisierung, ADR, Kryotechnik, Salzpille, Gas-Gap-Wärmeschalter, GGG, Kühlsalze, Wärmeleitfähigkeit, Entropie, Tiefkühlung, Magnetfeld, Haltedauer, Tieftemperaturphysik, Wärmemanagement, Kristallisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung von ADR-Kühlsystemen (Adiabatic Demagnetization Refrigeration) durch den Einsatz einer kombinierten Salzpille, um effizient Temperaturen unter 100 mK zu erreichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Thermodynamik paramagnetischer Salze, die Konstruktion von Wärmeschaltern zur thermischen Isolation und die technologische Auslegung kryogener Apparaturen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Reduktion der erreichbaren Endtemperatur auf ca. 30 mK durch den Entwurf einer kombinierten Salzpille und die Minimierung von Wärmelecks durch verbesserte Gehäuse- und Schalterkonzepte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden thermodynamische Kreisprozesse analysiert, Entropiediagramme verschiedener paramagnetischer Salze (GGG, FAA, CPA) ausgewertet und Berechnungen zur Wärmeleitfähigkeit für unterschiedliche Materialpaarungen durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der ADR, das Design und die Anforderungen an die kombinierte Salzpille sowie die detaillierte Untersuchung passiver Gas-Gap-Wärmeschalter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kryotechnik, ADR, Gas-Gap-Wärmeschalter, Kühlsalze und thermodynamische Entropieoptimierung sind die Kernbegriffe.

Warum wird die Kombination GGG und CPA als optimal angesehen?

GGG zeichnet sich durch eine hohe spezifische Wärmekapazität aus, während CPA eine niedrigere Ordnungstemperatur besitzt und im Vergleich zu FAA eine deutlich geringere Korrosivität aufweist.

Welche Funktion hat die äußere Hülle des Wärmeschalters?

Die Hülle sorgt für die mechanische Stabilität des Schalters, muss vakuumdicht sein, um das Austauschgas zu halten, und sollte zudem eine möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen, um Wärmelecks zu minimieren.

Wie beeinflusst das Magnetfeld die Schaltfunktion des Gas-Gap-Wärmeschalters?

Der in der Arbeit untersuchte passive Gas-Gap-Wärmeschalter ist magnetfeldunabhängig, was ihn besonders geeignet für den Einsatz innerhalb des starken Magnetfeldes des ADR-Kryostaten macht.

Welche Vorteile bietet ein Wellbalg gegenüber einem geraden Zylinder als Hülle?

Der Wellbalg reduziert durch seine geometrische Form die effektive Wärmeleitfläche und damit das unerwünschte Wärmeleck im offenen Zustand des Schalters signifikant.

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Résumé des informations

Titre
Entwicklung einer kombinierten Salzpille zur Erzeugung sehr tiefer Temperaturen mittels Entmagnetisierungskühlung
Université
Technical University of Munich  (Fakultät für Physik)
Note
1,7
Auteur
Florian Buschek (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
45
N° de catalogue
V335136
ISBN (ebook)
9783668251885
ISBN (Livre)
9783668251892
Langue
allemand
mots-clé
entwicklung salzpille erzeugung temperaturen entmagnetisierungskühlung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Florian Buschek (Auteur), 2014, Entwicklung einer kombinierten Salzpille zur Erzeugung sehr tiefer Temperaturen mittels Entmagnetisierungskühlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335136
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Extrait de  45  pages
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