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Aufsichtsratseffektivität durch Ausschüsse? Eine konzeptionelle Analyse

Titel: Aufsichtsratseffektivität durch Ausschüsse? Eine konzeptionelle Analyse

Bachelorarbeit , 2016 , 50 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Nicoletta Liubcenco (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der Arbeit besteht nicht nur darin, notwendige Voraussetzungen zur Etablierung von wirksamen Aufsichtsratsausschüssen darzustellen, sondern auch die Wirkung ausgewählter Parameter der Ausschussbildung auf die Unternehmensperformance zu untersuchen. Auf Grundlage einer näheren Betrachtung des Prüfungsausschusses, scheint es, dass Unternehmen insbesondere von Ausschüssen mit einem hohen Anteil an unabhängigen und qualifizierten Mitgliedern profitieren können.

Aufsichtsratsausschüsse als spezialisierte „task force“ des Gesamtgremiums haben den Zweck, mithilfe Ihrer besonderen Aufgaben und Ihrer idealerweise vorhandenen Expertise einzelne Arbeitsbereiche besser abzudecken als es ein Gesamtgremium ohne Ausschüsse tun könnte. Beispiele für Ausschüsse sind Vergütungsauschüsse, in denen die Systeme der Vorstandsvergütung gestaltet werden, Audit-Ausschüsse, in denen z.B. die Finanzberichterstattung des Vorstands unter die Lupe genommen wird und Nominierungsauschüsse, in denen die Personalplanung der Vorstandsetage betrieben wird.

Fragen in diesem Zusammenhang sind, welchen Nutzen diese Ausschüsse für das Unternehmen haben und, im Speziellen, inwieweit sie die Kontrollfunktion des Aufsichtsrats gegenüber dem Vorstand verbessern. So ist bspw. interessant, inwieweit die Zusammensetzung des Vergütungsauschusses dazu beiträgt, dass das Unternehmen seinen Managern überzogene Gehälter zahlt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Konzeptioneller Hintergrund

2.1 Begriff und Entstehung von Aufsichtsratsausschüssen

2.2 Aufsichtsratsausschüsse als Element der Corporate Governance

2.2.1 Corporate Governance als Bezugsrahmen

2.2.2 Entwicklung des Deutschen Corporate Governance Kodex

2.3 Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen

2.4 Schwächen der Aufsichtsratspraxis

3 Prüfungsausschüsse in deutschen Aktiengesellschaften

3.1 Regulatorische Grundlagen

3.2 Organisation und Zusammensetzung von Prüfungsausschüssen

3.3 Aufgaben von Prüfungsausschüssen

3.4 Anforderungen an die Ausschussmitglieder

3.4.1 Persönliche Voraussetzungen

3.4.2 Qualifikation

3.4.3 Unabhängigkeit

4 Effektivität von Ausschüssen im Aufsichtsrat

4.1 Nutzen und Konsequenzen aus der Implementierung von Ausschüssen

4.1.1 Vorteile einer Ausschussbildung gegenüber dem Gesamtgremium

4.1.2 Risiken einer Ausschussbildung

4.2 Evaluation der Ausschusseffektivität: Die Effizienzprüfung

5 Empirische Ergebnisse zur Ausgestaltung von Prüfungsausschüssen und ihrer Wirkung auf die Unternehmensperformance

5.1 Einfluss der Unabhängigkeit der Prüfungsausschussmitglieder

5.2 Einfluss der Finanz- und Branchenexpertise der Prüfungsausschussmitglieder

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht auf Basis theoretischer Grundlagen und empirischer Studien, ob der Einsatz von Aufsichtsratsausschüssen – speziell des Prüfungsausschusses – tatsächlich zu einer Effektivitätssteigerung der Unternehmensüberwachung im deutschen dualistischen System beiträgt.

  • Rolle und Entstehung von Aufsichtsratsausschüssen
  • Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen (Prinzipal-Agent-Theorie vs. Stewardship-Theorie)
  • Regulatorische Anforderungen und Aufgaben von Prüfungsausschüssen
  • Vorteile und Risiken der Ausschussbildung sowie Verfahren zur Effizienzprüfung
  • Einfluss von Unabhängigkeit und Qualifikation auf die Unternehmensperformance

Auszug aus dem Buch

2.3 Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen

Der Einführung von Strukturen und Maßnahmen zur effizienten Unternehmensüberwachung liegen wesentliche verhaltenswissenschaftliche Phänomene der Unternehmensführung zugrunde. Die dominierende Theorie, welche insbesondere in den Corporate Governance Kodizes verankert ist, stellt die sogenannte Prinzipal-Agent-Theorie dar (vgl. Zattoni / Cuomo, 2010). Den Kerngedanken der Theorie bildet die Interessensdivergenz zwischen den Eigenkapitalgebern (Prinzipal) und dem Management (Agent) aufgrund einer asymmetrischen Informationsverteilung. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Akteure vordergründig opportunistisch und nutzenmaximierend handeln, wodurch Zielkonflikte zwischen ihnen entstehen.

Die Ursache solcher Zielkonflikte liegt häufig in der Trennung von Eigentum und Kapital, welche als spezifisches Merkmal börsennotierter Aktiengesellschaften bezeichnet werden kann. Die unterschiedliche Informationsverteilung konfrontiert den Principal mit Unsicherheit über das Verhalten des Agenten, weil er dessen Absichten nicht vollständig einschätzen kann („hidden action“) (vgl. Rössler, 2001). Im Ergebnis führt dies zur Gefahr, dass der Agent zum Nachteil des Prinzipals handelt („moral hazard“) (vgl. Rössler, 2001).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beleuchtung der Relevanz von Corporate Governance durch Unternehmensskandale und Definition der Zielsetzung zur Effizienzsteigerung der Überwachung durch Ausschüsse.

2 Konzeptioneller Hintergrund: Erläuterung der Begriffe, Entstehungsgeschichte sowie theoretische Verankerung der Ausschussbildung in der Corporate Governance.

3 Prüfungsausschüsse in deutschen Aktiengesellschaften: Detaillierte Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen, Aufgabenbereiche und Anforderungen an die Ausschussmitglieder.

4 Effektivität von Ausschüssen im Aufsichtsrat: Diskussion der Vor- und Nachteile sowie Analyse der Methoden zur Evaluierung der Ausschusseffektivität mittels Effizienzprüfung.

5 Empirische Ergebnisse zur Ausgestaltung von Prüfungsausschüssen und ihrer Wirkung auf die Unternehmensperformance: Wissenschaftliche Untersuchung des Einflusses von Unabhängigkeit und Expertise der Mitglieder auf die Überwachungsqualität.

6 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Aufsichtsrat, Prüfungsausschuss, Corporate Governance, Unternehmensüberwachung, Prinzipal-Agent-Theorie, Effizienzprüfung, Unabhängigkeit, Finanzexpertise, Bilanzskandale, Aufsichtsratsausschüsse, Performance, Rechnungslegung, Compliance, Stewardship-Theorie, Audit Committee.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Effektivität von Aufsichtsratsausschüssen, insbesondere von Prüfungsausschüssen, als Instrument zur Stärkung der Unternehmensüberwachung in deutschen Aktiengesellschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die regulatorischen Grundlagen, die theoretische Fundierung durch ökonomische Theorien, die Anforderungen an Ausschussmitglieder sowie die Auswirkungen dieser Gremien auf die Performance.

Welches primäre Ziel verfolgt die Bachelorarbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, ob eine tatsächliche Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit durch die Implementierung von Ausschüssen erreicht werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es handelt sich um eine konzeptionelle Analyse, die auf einer fundierten Auswertung relevanter Fachliteratur und existierender empirischer Befunde aus dem In- und Ausland basiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der konzeptionelle Hintergrund, die spezifischen Anforderungen an Prüfungsausschussmitglieder (Person, Qualifikation, Unabhängigkeit) und die Effektivitätsdiskussion vertieft.

Welche Charakteristika definieren diese Arbeit?

Sie zeichnet sich durch die Verknüpfung von juristischen Rahmenbedingungen mit verhaltenswissenschaftlichen Theorien und die Einordnung aktueller empirischer Ergebnisse in den deutschen Kontext aus.

Warum ist der Prüfungsausschuss besonders relevant?

Da er eine Schlüsselrolle bei der Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung innehat, gilt er als eines der wichtigsten Instrumente für das Vertrauen der Anleger.

Was besagt das "Leaning Back Syndrom"?

Dies beschreibt das Risiko, dass Aufsichtsratsmitglieder, die nicht in einem Ausschuss sitzen, sich aufgrund der Vorarbeit der Ausschüsse unterfordert fühlen und unkritisch deren Empfehlungen übernehmen.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aufsichtsratseffektivität durch Ausschüsse? Eine konzeptionelle Analyse
Note
1,7
Autor
Nicoletta Liubcenco (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
50
Katalognummer
V335145
ISBN (eBook)
9783668251090
ISBN (Buch)
9783668251106
Sprache
Deutsch
Schlagworte
aufsichtsratseffektivität ausschüsse eine analyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicoletta Liubcenco (Autor:in), 2016, Aufsichtsratseffektivität durch Ausschüsse? Eine konzeptionelle Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335145
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Leseprobe aus  50  Seiten
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