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Multinationale Unternehmen und Technologietransfer

Título: Multinationale Unternehmen und Technologietransfer

Trabajo de Seminario , 2004 , 24 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Harald Bembom (Autor)

Economía - Relaciones económicas internacionales
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Das Ziel der vorliegenden Hausarbeit ist es, verschiedene Möglichkeiten des Technologietransfers in multinationalen Unternehmen aufzuzeigen. Dazu werden in einem ersten Schritt die Begriffe „multinationale Unternehmen“ und „Technologietransfer“ genauer definiert und abgegrenzt.
Grundsätzlich lässt sich ein Unternehmen dann als multinational beschreiben, wenn es in mehreren verschiedenen Ländern eigene Niederlassungen besitzt: „A multinational corporation is a firm that has plants in different countries“. Über das Ausmaß der unternehmerischen Auslandsaktivitäten wird bei dieser Definition jedoch keine Aussage getroffen. Auch die Definition „Unter einem multinationalen Unternehmen versteht man ein Unternehmen, das in mehreren Ländern mit eigenen Produktionsstätten und/oder Vertriebssystemen nachhaltig vertreten ist.“ nennt keine eindeutigen Kenngrößen, mit denen ein Grad an Multinationalität von Unternehmungen bestimmt werden kann. Beispiele für solche Kenngrößen wären die Anzahl der Beschäftigten in der Auslandsniederlassung, Umsatzkennzahlen oder Marktanteile. Für die weiteren Überlegungen in dieser Ausarbeitung sollen somit alle Unternehmen berücksichtig werden, die neben der Unternehmenszentrale weitere Niederlassung in anderen Ländern – unabhängig von der Niederlassungsgröße – betreiben.
Die Gründe für Unternehmen, sich multinational auszurichten, sind unterschiedlicher Natur. Oftmals sind es Faktoren, wie Standortvorteile (z.B. geringer Produktionskosten im Ausland), Rohstoffsicherung (Zugang zu knappen Ressourcen), erleichterter Marktzutritt (z.B. bei Importzöllen oder Protektionen), Steuervorteile (geringere Steuersätze, bessere Abschreibungsmöglichkeiten) oder der Ausschluss von Wechselkursrisiken (Risikopolitik), die ein Unternehmen zu diesem Schritt bewegen. Unabhängig von den Gründen, die ein Unternehmen zu einem solchen Schritt bewegt, handelt es sich bei einer Niederlassungsgründung im Ausland immer um eine strategische Entscheidung, die dem gesamten Unternehmen langfristig Effizienzvorteile bringen soll.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung und Definitionen

2 Arten des Technologietransfers

2.1 Wissensmanagement

2.2 Produktentwicklung für das Ausland und Produktexport

2.3 Lizenzen, Franchising und Joint Venture

2.4 Produktionsverlagerung

3 Technologietransfer anhand ausgewählter Beispiele

3.1 Wissensmanagement – Firma Siemens

3.2.1 Produktentwicklung für das Ausland – Stihl

3.2.2 Export von Produkten – Transrapid International

3.3.1 Verkauf von Lizenzen – Motorola

3.3.2 Das Fanchising-System – McDonald’s

3.3.3 Das Joint-Venture – Procter & Gamble / Clorox

3.4 Produktionsverlagerung – Epcos / Nissan / Armani

4 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die verschiedenen Strategien und Instrumente des Technologietransfers in multinationalen Unternehmen, um die damit verbundenen Effizienzvorteile und Wettbewerbspositionen zu beleuchten.

  • Grundlagen des multinationalen Unternehmertums und Definition des Technologietransfers
  • Differenzierung von Transferarten anhand der Kriterien "Transferbeteiligte" und "Transferobjekte"
  • Analyse praxisnaher Beispiele von Technologietransfer in unterschiedlichen Industrien
  • Untersuchung der Motive für Produktionsverlagerungen und deren Risiken
  • Strategische Bedeutung von Wissensmanagement und Kooperationsformen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Produktentwicklung für das Ausland – Stihl

Die deutsche Firma Stihl mit Sitz in Waiblingen, gegründet 1926, ist seit 1971 Weltmarktführer im Bereich Motorsägen. Mit insgesamt 7.570 Mitarbeitern wurde im Jahr 2003 ein Umsatz von über 1,5 Mrd. Euro erzielt. Der Auslandsanteil des Umsatzes lag bei 87,3%. Bereits im Jahre 1931 wurden die ersten Produkte („Baumfällmaschinen“) nach Russland und in die USA exportiert. Die Gründung der ersten Auslandsniederlassung erfolgte im Jahre 1966 in Österreich. Heute ist die Firma Stihl in über 160 Länder mit einem Vertriebsnetz vertreten. Aufgabe der Regionalchefs in diesem Vertriebsnetz ist neben dem Verkauf von Kettensägen auch die Auswertung lokaler technischer Ideen und Markttrends. Diese werden in regelmäßigen Abständen bei der Unternehmensleitung und der Entwicklungsabteilung in Waiblingen präsentiert. Die in Spanien entwickelte Idee eines benzingetriebenen, handgetragenen Olivenbaumschüttlers wurde mit dem Know-How der Entwicklungsabteilung in Waiblingen weiter ausgearbeitet und zur Weltmarktreife gebracht. Außerdem entwickelten die Ingenieure von Stihl auf dieser Grundlage ein Gerät für die Kaffeeernte. Beide Produkte werde heute von Stihl weltweit vermarktet. Dieses Beispiel zeigt, dass ein Technologietransfer auch zwischen mehreren Länder (Spanien -> Deutschland / Deutschland -> Exportländer) stattfinden kann. Außerdem wird hieran deutlich, dass es einen Technologietransfer zwischen Länder in der Gestalt geben kann, dass in einem Land Produkte entwickelt werden, welche ausschließlich auf ausländischen Märkten vertrieben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung und Definitionen: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen fest, definiert multinationale Unternehmen und den Begriff des Technologietransfers.

2 Arten des Technologietransfers: Hier werden vier Hauptformen des Technologietransfers (Wissensmanagement, Produktexport, Kooperationen, Produktionsverlagerung) theoretisch hergeleitet und systematisiert.

3 Technologietransfer anhand ausgewählter Beispiele: In diesem Hauptteil wird die Theorie durch konkrete Fallstudien illustriert, wobei die Strategien verschiedener Konzerne detailliert analysiert werden.

4 Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung eines effizienten Technologietransfers für die Wettbewerbsfähigkeit.

Schlüsselwörter

Multinationale Unternehmen, Technologietransfer, Wissensmanagement, Produktionsverlagerung, Internationalisierung, Wettbewerbsvorteile, Effizienz, Innovationsmanagement, Lizenzvergabe, Franchising, Joint-Venture, Produktexport, Technologietransfermatrix, Standortvorteile

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, wie multinationale Unternehmen Technologie zwischen verschiedenen Standorten oder Kooperationspartnern übertragen, um Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt Wissensmanagement, den Export von Produkten, vertragliche Kooperationen wie Lizenzen und Joint-Ventures sowie die Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die verschiedenen Möglichkeiten des Technologietransfers aufzuzeigen und zu erläutern, wie Unternehmen durch diese Strategien ihre Effizienz und Marktposition verbessern können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Fundierung, ergänzt durch eine systematische Einordnung in eine Transfermatrix und die qualitative Analyse von Fallbeispielen aus der Wirtschaftspraxis.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Klassifizierung der Transferarten und einen ausführlichen Praxisteil, der anhand von Unternehmen wie Siemens, Stihl und Motorola die Anwendung der Methoden demonstriert.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Technologietransfer, multinationale Unternehmen, Effizienzsteigerung, Wettbewerbsfähigkeit und Strategische Internationalisierung.

Warum ist das Beispiel der Firma Stihl für diese Arbeit relevant?

Das Beispiel zeigt besonders deutlich, dass Technologietransfer nicht nur einseitig verläuft, sondern dass lokale Markttrends im Ausland erfolgreich in globale Produktentwicklungen integriert werden können.

Welche Rolle spielen Joint-Ventures laut der Arbeit bei der Technologieübertragung?

Sie dienen als Schnittstelle, um technologische Stärken (z.B. Produktionsverfahren) mit lokalen Gegebenheiten oder Partnermarken zu verbinden, ohne das volle Risiko eines Markteintritts alleine tragen zu müssen.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Multinationale Unternehmen und Technologietransfer
Universidad
University of Duisburg-Essen
Curso
Seminar Schwerpunktfach
Calificación
1,7
Autor
Harald Bembom (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
24
No. de catálogo
V33518
ISBN (Ebook)
9783638339681
Idioma
Alemán
Etiqueta
Multinationale Unternehmen Technologietransfer Seminar Schwerpunktfach
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Harald Bembom (Autor), 2004, Multinationale Unternehmen und Technologietransfer, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33518
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