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Die Fastenfrage (Mk 2,18-22). Eine Exegese im Rahmen der Lehramtsausbildung

Título: Die Fastenfrage (Mk 2,18-22). Eine Exegese im Rahmen der Lehramtsausbildung

Exégesis , 2013 , 24 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Max Bretschneider (Autor)

Teología - Estudio bíblico
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Da das Markusevangelium als das älteste der vier Evangelien gilt, schafft es heutzutage eine bedeutende Quelle für Rückfragen der Historie Jesus. Demzufolge stehen die übrigen Evangelisten in direktem Bezug zu seinen „narrativen Verkündigungen“.

Markus-Johannes wird mehrfach in der Bibel erwähnt. So gilt er in der Apg 13,5 und 13 als Begleiter Paulus und Barnabas auf ihrer ersten Missionsreise. Mit Petrus selbst wird ihm eine enge Freundschaft nachgesagt, da er als sein Dolmetscher bei Predigten fungierte. Nur auf Wunsch der römischen Christen soll Markus sein Evangelium niedergeschrieben haben
Doch wer ist dieser Markus? Ist er wirklich der Verfasser des uns vorliegenden Evangeliums? Sein biblischer Bericht selbst liefert nur vage Angaben zu seiner Person und lässt viel Interpretationsspielraum. Dennoch gilt in der altkirchlichen Überlieferung Markus, der mit jüdischem Namen Johannes heißt, als Verfasser. Er stammt aus Jerusalem und das Haus seiner Mutter Maria war schon damals ein wichtiger Versammlungsort, in dem sich die führenden Persönlichkeiten der damaligen Urgemeinde trafen.

Eine sehr bekannte Perikope des Markusevangeliums beschäftigt sich mit der sog. „Fastenfrage“ – Markus 2,18-22. Hier wird nicht nur die Problematik des Fastens an sich erörtert, sondern auf einer anderen Ebene ebenfalls die vorherrschende Spannung zwischen Jesus und den Pharisäern.
Diese exegetische Arbeit befasst sich mit jener Perikope aus dem Markusevangelium, wobei, unter dem Punkt Literarkritik, versucht wird, nicht nur auf formale und sprachliche Besonderheiten einzugehen, sondern gleichwohl die traditionelle und redaktionelle Entstehungsgeschichte auf den verschiedenen Stufen der Tradition darzulegen.

Es gilt demzufolge nachzuweisen, inwiefern ein Übersetzungsvergleich erste Indizien liefern kann, die in den folgenden Schritten – u.a. einer Überprüfung auf Einheitlichkeit und einem synoptischen Vergleich – ausgearbeitet werden. Desgleichen besteht Klärungsbedarf in der Begriffs-und Religionsgeschichte bezüglich Markus 2,18-22, wobei versucht wird die Problematik Jesu mit den Pharisäern darzulegen.
Als letzter exegetischer Schritt werden die verschiedenen Stufen der Tradition hervorgehoben und die reale Wirkungsgeschichte von Markus 2,18-22 und deren eigentlicher Stellenwert für die christliche Urgemeinde erörtert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Übersetzungsvergleich

3. Literarkritik

a) Abgrenzung

α) Abgrenzung nach oben

β) Abgrenzung nach unten

b) Stellung im Kontext

c) Gliederung (Elberfelder)

d) Synoptischer Vergleich

e) Einheitlichkeit

4. Traditionsgeschichte/Formgeschichte

a) Scheidung von Tradition und Redaktion

b) Gattungsbestimmung

c) Der Sitz im Leben

5. Begriffs- und Religionsgeschichte

a) Begriffsgeschichte

b) Religionsgeschichtliche Analyse

6. Der Sinn des Textes

a) Der Sinn des Textes auf der ersten Stufe der Tradition (Verse 18,19ab)

b) Der Sinn des Textes auf der zweiten Stufe der Tradition (Verse 18,19ab + 20)

c) Der Sinn des Textes auf der dritten Stufe der Tradition (Verse 18,19ab + 20,19c)

d) Der Sinn des Textes auf der „vierten“ Stufe der Tradition (markinische Redaktion)

7. Wirkungsgeschichte und Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die exegetische Untersuchung der Perikope Markus 2,18-22 (die sogenannte „Fastenfrage“), um durch literarkritische, traditionsgeschichtliche und formgeschichtliche Analysen die Entstehungsstufen des Textes sowie die darin verhandelte Spannung zwischen Jesus und den Pharisäern zu erörtern.

  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte anhand verschiedener Traditionsschichten.
  • Durchführung eines synoptischen Vergleichs mit Matthäus und Lukas.
  • Analyse der religionsgeschichtlichen Hintergründe von Fasten und Bußriten im antiken Judentum.
  • Klärung der Aussageabsicht Jesu im Kontext des anbrechenden Reiches Gottes.
  • Untersuchung des Verhältnisses zwischen der Lehre Jesu und etablierten religiösen Traditionen.

Auszug aus dem Buch

Der Sinn des Textes auf der ersten Stufe der Tradition (Verse 18,19ab)

Die älteste erreichbare Fassung liegt in den Versen 18, 19ab vor – eine Art Streitgespräch. Diese Konfliktsituation, welche vermutlich auf eine Aussage Jesu zurückzuführen ist, in welcher er das Fasten für sich und seine Jünger grundsätzlich ablehnt, kann näher hin in die Gattung der Apophthegmata eingeordnet werden.

Die Einleitung fokussiert ohne weitere Umschreibung sofort den Kern des Problems. Die Jünger der Pharisäer, sogar die Jünger des Johannes, fasten – die Jünger Jesu jedoch nicht. Die Praxis Jesu ist also vor allem dadurch charakterisiert, dass er – in den Augen seiner Gegner – kein Asket ist und die Askese auch für seine Jünger nicht fordert. Das unterscheidet ihn vor allem von Johannes dem Täufer, der in Vers 18 ausdrücklich als Gegenstück genannt wird: Johannes fastet, Jesus fastet nicht. Da sich dessen Ansichten bezüglich diesem Thema nicht mit dem damaligen jüdischen Verständnis vereinbaren lassen, lehnt er dies in Vers 19ab ab.

Im damaligen Judentum gab es unterschiedliche Arten des Fastens, zum einen das öffentliche wie auch das private Fasten, zum anderen das gesetzlich verordnete und das freiwillige. Der Exeget Gnilka geht davon aus, dass letzteres bei der vorliegenden Perikope gemeint sei. So sieht jener die allgemeine Motivation dafür in der „(...) Demütigung vor Gott, Sühne, Bitte“, welche damals als fester Bestandteil des religiösen Lebens angesehen wurde.

Jesus legitimiert seine Abgrenzung gegenüber den Pharisäern und den Johannesjüngern mit dem Bildwort der Hochzeit. Diese steht stellvertretend für die sog. „messianische Heilszeit“, welche in baldiger Erwartung eintreten wird. Jesus ist überzeugt: Mit seinem Wirken bricht das Reich Gottes an. In dieser heilvollen Zeit ist kein Platz für asketische Praxis. Jesus lehnt daher aufgrund dieses freudigen Ereignisses das Trauern im Sinne der Buße – der Fastenpraxis – ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des Markusevangeliums ein und definiert die exegetische Zielsetzung bezüglich der Perikope Markus 2,18-22.

2. Übersetzungsvergleich: Anhand dreier Bibelübersetzungen werden textliche Unterschiede analysiert, die Auswirkungen auf die Interpretation und den Kontext der Fastenfrage haben.

3. Literarkritik: Dieser Abschnitt untersucht die Abgrenzung der Perikope nach oben und unten, ihre Einbettung in den narrativen Kontext sowie ihre interne strukturelle Einheitlichkeit.

4. Traditionsgeschichte/Formgeschichte: Hier wird die Perikope in ihre redaktionellen und traditionellen Stufen zerlegt und als „Streitgespräch“ bzw. „Apophthegma“ gattungsmäßig bestimmt.

5. Begriffs- und Religionsgeschichte: Es werden die Hintergründe des Fastens im antiken Judentum sowie das Motiv des Bräutigams als Metapher für Jesus untersucht.

6. Der Sinn des Textes: Die exegetische Analyse der jeweiligen Traditionsstufen führt zu einem vertieften Verständnis der Botschaft Jesu und der späteren redaktionellen Bearbeitung.

7. Wirkungsgeschichte und Fazit: Der Autor fasst zusammen, wie die Perikope die christliche Urgemeinde beeinflusste und betont die Bedeutung der Konzentration auf das „Hier und Jetzt“.

Schlüsselwörter

Markusevangelium, Fastenfrage, Exegese, Jesus, Pharisäer, Traditionsgeschichte, Apophthegma, messianische Heilszeit, Streitgespräch, Urgemeinde, Bildworte, Fastenpraxis, Redaktion, Literarkritik, Religionsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht exegetisch die Perikope Markus 2,18-22, in der Jesus mit dem Vorwurf konfrontiert wird, warum seine Jünger nicht fasten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Fastenpraxis im antiken Judentum, die Abgrenzung der Jüngerschaft Jesu von anderen Gruppen und die Deutung Jesu als Bräutigam in der messianischen Heilszeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Entstehungsgeschichte der Perikope durch verschiedene exegetische Methoden aufzuzeigen und zu verstehen, wie die frühchristliche Gemeinde ihre Fastenpraxis legitimierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es kommen die historisch-kritische Methode zum Einsatz, insbesondere die Literarkritik, Traditions- und Formgeschichte sowie ein synoptischer Vergleich mit den Evangelien nach Matthäus und Lukas.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die literarkritische Abgrenzung, die Aufarbeitung der Traditionsstufen, die Gattungsbestimmung und die religionsgeschichtliche Analyse des Fastenritus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Exegese, Traditionsgeschichte, messianische Heilszeit und der historische Kontext der Auseinandersetzung zwischen Jesus und den Pharisäern stehen im Mittelpunkt.

Warum ist die Unterscheidung der Traditionsstufen für den Autor so wichtig?

Weil sie aufzeigt, dass der Text nicht aus einem Guss entstand, sondern durch die Gemeinde an spätere Bedürfnisse angepasst wurde, insbesondere um das Fasten am Todestag Jesu zu rechtfertigen.

Wie deutet der Autor die Bildworte vom neuen Wein und den neuen Schläuchen?

Er interpretiert dies als Ausdruck der Unvereinbarkeit von altem, konservativem Judentum und der neuen, dynamischen Lehre Jesu, die eine Offenheit für das „Hier und Jetzt“ erfordert.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Fastenfrage (Mk 2,18-22). Eine Exegese im Rahmen der Lehramtsausbildung
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Calificación
2,3
Autor
Max Bretschneider (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
24
No. de catálogo
V335223
ISBN (Ebook)
9783668251465
ISBN (Libro)
9783668251472
Idioma
Alemán
Etiqueta
fastenfrage eine exegese rahmen lehramtsausbildung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Max Bretschneider (Autor), 2013, Die Fastenfrage (Mk 2,18-22). Eine Exegese im Rahmen der Lehramtsausbildung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335223
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