Effiziente Recherche im Internet. Methoden, Quellen und Bewertung von Informationen


Hausarbeit, 2012

12 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Begriffsbestimmung von Effektivität und Effizienz

3. Recherche
3.1. Anwendungsbereiche
3.2. Recherchearten
3.3. Online Recherche
3.4. Recherchedienste

4. Informationsquelle Internet
4.1. Definition Information
4.2. Wissenschaftliche Quellen
4.3. Enzyklopädien
4.4. Suchmaschinen
4.5. Auswertung der Quellen
4.5.1. Informationsgehalt und Relevanz
4.5.2. Glaubwürdigkeit

5. Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

1. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

In der vorliegenden Hausarbeit wird das Thema „Effiziente Online Recherche“ behandelt. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Notwendigkeit von Effizienz, sowie der Analyse und Einordnung der gesammelten Informationen.

Das Ziel dieser Arbeit ist die kritische Hinterfragung und Auswertung von Informationsquellen im Internet. Bezugnehmend auf die Kernaufgabe dieser Hausarbeit stellen sich zwei Fragen: Welche Vorgehensweise ist sinnvoll, um an informative und glaubwürdige Quellen zu gelangen? Wie glaubwürdig und informativ ist die untersuchte Quelle? Zur Beantwortung dieser Fragen wird zunächst die Notwendigkeit von Effizienz und Effektivität erörtert, um anschließend den Bezug zur effizienten Recherche herstellen zu können. Dies wiederum setzt voraus, dass der Begriff Recherche eindeutig definiert wird und die Anwendungsbereiche aufgezeigt werden.

Anschließend wird die Online Recherche erklärt. Die Komplexität von Recherche wird folgend anhand der Abläufe von wirtschaftlichen Recherchediensten dargestellt.

Im Anschluss daran, findet eine Analyse der Informationsquelle Internet statt. Der Schwerpunkt liegt hierbei in der Auswertung und Einordnung der Quellen.

Im letzten Teil dieser Hausarbeit werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst und die zuvor beschrieben Problemstellungen beantwortet.

2. Begriffsbestimmung von Effektivität und Effizienz

Die Notwendigkeit von effizientem und effektivem Handeln ist vor allem im Zeitmanagement begründet. Bestimmte Aufgaben müssen in einer vorgegeben Zeit abgearbeitet werden. Daher ist es von enormer Bedeutung, Arbeitsabläufe und Organisationsstrukturen so zu optimieren, dass sichergestellt ist, dass geplante Ziele unter Berücksichtigung des Zeitfaktors erreicht werden.

Um die Bedeutung von Effektivität und Effizienz zu verstehen, müssen diese vorab eindeutig definiert werden. „Die Effektivität bezieht sich auf die Zielorientierung, d.h. stets zu hinterfragen und sicherzustellen, die richtigen Dinge zu tun.“[1] Anhand dieser Definition von Wolf-Dieter Mangler wird deutlich, dass Effektivität zur Zielerreichung notwendig ist. Es handelt sich demnach nur dann um effektives Handeln, wenn eine Tätigkeit zur Erreichung des geplanten Ziels beiträgt. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Tätigkeiten, welche nicht dazu dienen das angestrebte Ziel zu erreichen, bezüglich der Aufgaben als nicht effektiv angesehen werden können.

In enger Verbindung zur Effektivität steht die Effizienz. Hierbei geht es weniger darum, die richtigen Dinge zu tun, sondern um die richtige Vorgehensweise bei der Ausführung der Handlungen. „Die Effizienz bezieht sich auf die Tätigkeitsorientierung, d.h. den Anspruch zu haben und auch danach zu handeln, Dinge richtig zu tun.“[2] Hierbei zeigt sich, dass nicht allein die Auswahl der Tätigkeit, sondern vor allem die eigentliche Durchführung zur Zielerreichung von Bedeutung ist.

In Bezug auf die Recherche bedeuten diese Erkenntnisse, dass bei dem Ziel der Informationsgewinnung sowohl die Vorgehensweise, als auch die Handlungen in sich, eine elementare Bedeutung haben. Zunächst wird ein Ziel geplant welches erreicht werden soll. Anschließend wird überlegt, was die notwendigen Arbeitsschritte sind und wie diese ausgeführt werden müssen. Es handelt sich daher um eine Auswahl von Tätigkeiten und Methoden.

3. Recherche

„Das Recherchieren ist im engeren Sinne ein Verfahren zur Beschaffung und Beurteilung von Aussagen über reales Geschehen, die ohne dieses Verfahren nicht preisgegeben, also nicht publik würden. Im weiteren Sinne ist es ein Verfahren zur Rekonstruktion erfahrbarer, d.h. sinnlich wahrgenommener Wirklichkeit mit den Mitteln der Sprache.“[3]

Michael Haller definiert Recherche als Verfahren zur Informationserfassung. Hier zeigt sich, dass beim Recherchieren teils bekannte Sachverhalte ergänzt, zusammengefasst und beurteilt werden. Ein bestimmtes Thema kann somit beispielsweise dem Leser eines Rechercheberichts umfassend beschrieben werden. Durch das Ergänzen und Hinterfragen bekannter Sachverhalte wird das jeweilige Thema erweitert. Während der Recherchearbeit stellen sich daher neue Fragen, welche durch weiteres Recherchieren beantwortet werden können. Im Duden hingegen wird Recherchieren als das Anstellen von Ermittlungen und Nachforschungen beschrieben.[4]

So vielseitig die Anwendung von Recherche auch ist, so uneinig sind sich beispielsweise die Journalisten, sie eindeutig zu definieren. Die Kernaussage der verschiedenen Definitionen ist allerdings oftmals gleich. „Im Kern jeder Recherche steht die Beschaffung, Überprüfung, Bewertung und Deutung des Neuen im Rahmen des schon Bekannten.“[5] Vergleicht man die oben zitierte Definition von Michael Haller und die Folgende, stark vereinfachte Erklärung des Recherchebegriffs, so lässt sich erkennen, wie unterschiedlich die Ansätze der Begriffserklärung sein können. Recherche ist „das mühselige Beschaffen von Wissen“.[6]

Auf der einen Seite steht die präzise ausformulierte Definition der Recherche von Michael Haller, auf der anderen steht jene, sehr weit gefasste und nicht ins Detail gehende Variante von Matthias Brendel.

3.1. Anwendungsbereiche

Die Anwendungsbereiche der Recherche sind vielseitig. Dies liegt vor allem daran, dass Nachforschungen in vielen verschiedenen Bereichen durchgeführt werden. Ist es nun die Suche nach Informationen für ein Projekt, das Suchen nach Personen, die journalistische Recherche oder das Recherchieren für eine Hausarbeit wie diese. Nahezu in jeder Lebenslage werden Nachforschungen und Ermittlungen angestellt. Oftmals geht es allein um das Beschaffen von Informationen und nicht um die zuvor erwähnte Ergänzung oder die kritische Hinterfragung bekannter Sachverhalte. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Begriff Recherchieren in der Regel mit Informationsbeschaffung gleichgesetzt. Dies ist jedoch nur ein Teil dessen, was Recherche wirklich umfasst. Zusätzlich zur reinen Beschaffung von Informationen, zählt die Bewertung und Deutung des Erfahrenen zu den Aufgaben von Recherche. Gäbe es diesen Zusammenhang zwischen Beschaffung, Bewertung und Deutung nicht, so ist das Ziel des Erkenntnisgewinns verfehlt.

Ein weiterer Anwendungsbereich, zusätzlich zur Journalistik ist beispielsweise die Kriminalistik. Verbrechen oder Straftaten werden in diesem Fall durch das Verwenden von Recherchemitteln aufgedeckt. Recherchemittel können in diesem Beispiel Zeugenbefragungen, niedergeschriebene Aussagen oder Laborergebnisse sein.

Besonders aktuell ist jedoch die Recherche personenbezogener Daten. Hierbei spielt das Internet eine tragende Rolle. Recherchierte Datensätze können Adressen, Kontodaten, Vorlieben oder das Konsumverhalten der jeweiligen Person enthalten. Des Weiteren stellt sich hier einmal mehr die Frage der Legalität solcher Aufzeichnungen, welche hier nicht näher betrachtet wird.

3.2. Recherchearten

Im Journalismus ist die Recherche ein unverzichtbares Hilfsmittel im Redaktionsalltag. Nach Haller wird der Begriff Recherche in die folgenden drei Recherchiertypen unterteilt. Die ereignisbezogene Recherche beschreibt Haller als „Überprüfungs- und Vervollständigungsrecherche“, die Themenrecherche als „Thesen- und Trendrecherche“ und die Enthüllungsrecherche als „investigative Recherche oder Inside-Enthüllung“.[7]

3.3. Online Recherche

Das Internet bietet ein großes Spektrum an Informationen aller Art. Das Ziel effizienter Online Recherche ist es, dass Wichtige von dem Unwichtigen zu trennen und im Anschluss zu eruieren, welche Absicht der Herausgeber der Informationen verfolgt. Dies ist unter anderem notwendig, um die Glaubwürdigkeit und Objektivität der Quelle zu prüfen. Auf den Punkt der Glaubwürdigkeit wird in Kapitel 4.5.2. explizit eingegangen.

„Allgemein kann unter dem Begriff Onlinerecherche jede rechercherelevante Handlung gefasst werden, die mittels PC und Internet durchgeführt wird.“[8]

Welche Handlungen hier genau gemeint sind, ergibt sich aus den zuvor genannten Gesichtspunkten der Effektivität. In welcher Art und Weise diese Handlungen im Anschluss ausgeführt werden, liegt in der Effizienz begründet. Grundsätzlich ist die Vorgehensweise bei der Online Recherche abhängig von dem jeweiligen Anwendungsbereich.

3.4. Recherchedienste

Wie in vielen anderen Branchen, kann sich der Suchende professioneller Hilfe bedienen. Das Recherchieren wird in diesem Fall Recherchedienstleistern durchgeführt. Besonders im Bereich der Marktforschung wird im Alltag häufig auf diese Art von Dienstleistung zurückgegriffen. Häufig bedienen sich diese Recherchedienstleister kostenpflichtiger Internetportale für Ihre professionelle Recherche. Doch nicht nur im Bereich der Marktforschung finden professionelle Recherchen statt.

Beispielsweise die deutsche Internetbibliothek, kurz DIB, bietet einen Rundumservice für verschiedenste Wissensgebiete.[9]

Durch solche Dienste ist es möglich, dass sich der Recherchierende auf die Interpretation und Weiterentwicklung des jeweiligen Themas konzentrieren kann. Der Vorteil besteht in der enormen Zeitersparnis. Das Pendant in der Wirtschaft wäre das „Konzentrieren auf Kernkompetenzen“, welches besagt, dass sich ein Unternehmen auf die Aufgaben konzentriert, die es am besten beherrscht. Dadurch kann sich der jeweilige Mitarbeiter auf Hauptaufgaben konzentrieren.

4. Informationsquelle Internet

Das Internet ist in der heutigen Zeit ein Medium, das kaum noch wegzudenken ist. Dafür sprechen die verschiedensten Online Auftritte großer, mittelständischer und kleiner Unternehmen. Große Netzwerke wie Facebook oder Twitter bieten vor allem neue Absatz-, Werbe- und Informationsmöglichkeiten. Datentransfers und der Informationsaustausch via Email sind zur Normalität geworden. Der schnelle Informationsaustausch und der Zugang für jedermann stellen die aussagekräftigsten Vorteile des Internets dar.

4.1. Definition Information

Eine Information ist „Derjenige Anteil einer Nachricht, der für den Empfänger einen Wert besitzt.“[10]

Näher betrachtet drückt diese Definition aus, dass Nachrichten und Datenmengen, lediglich für eine geringe Auswahl an Empfängern eine Information darstellen.

Um auf das bereits angesprochene Thema des Nutzens zurück zu kommen, muss zunächst betrachtet werden, für wen die Nachricht oder der Datensatzes einen Wert darstellt. Dieser Sachverhalt wird an folgendem Beispiel deutlich.

Bekommen ein Banker an der Börse und eine Kassiererin die aktuellen Kursverläufe in Form einer Nachricht mitgeteilt, so ist dies für den Banker höchstwahrscheinlich eine Information, für die Kassiererin vermutlich ausschließlich eine Nachricht ohne Nutzen. Vorausgesetzt ist allerdings, dass die Kassiererin kein Interesse an obigem Sachverhalt hat und dieser keinen Wert für sie darstellt. Bezugnehmend auf die zuvor zitierte Definition, ist das Filtern einer Nachricht somit erforderlich um an Informationen zu gelangen.

[...]


[1] Mangler, W.-D.: Aufbauorganisation. Praxisorientierte Organisation, 2. Auflage, Norderstedt 2010, S.4.

[2] Mangler, W.-D.: Aufbauorganisation. Praxisorientierte Organisation, 2. Auflage, Norderstedt 2010, S.4.

[3] Haller, M.: Recherchieren. Ein Handbuch für Journalisten, 5. Auflage, Konstanz 2000, S.246.

[4] Vgl. o.V.: Recherche, http://www.duden.de/rechtschreibung/Recherche, 22.04.2012.

[5] Haller, M.: Recherchieren. Ein Handbuch für Journalisten, 5. Auflage, Konstanz 2000, S.41.

[6] Brendel, M., u.a.: Richtig recherchieren, 7. Auflage, Frankfurt 2010, S.11.

[7] Haller, M.: Recherchieren. Ein Handbuch für Journalisten, 5. Auflage, Konstanz 2000, S.39.

[8] Marchill, M., u.a.: Journalistische Recherche im Internet. Bestandsaufnahme journalistischer Arbeitsweisen in Zeitungen, Hörfunk, Fernsehen und Online, Düsseldorf 2008, S.37.

[9] Vgl. o.V.: http://www.deutscheinternetbibliothek.de/dib1, 01.05.2012.

[10] Vgl. o.V.: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/information.html, 1.05.2012.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Effiziente Recherche im Internet. Methoden, Quellen und Bewertung von Informationen
Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach
Note
2,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
12
Katalognummer
V335375
ISBN (eBook)
9783668254541
ISBN (Buch)
9783668254558
Dateigröße
617 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hausarbeit, Recherche, Wissenschaftliches Arbeiten, Effizienz, Effizient, Effektiv, Effektivität, Lernmethoden, Arbeiten, Wissenschaft
Arbeit zitieren
Jens Banduhn (Autor), 2012, Effiziente Recherche im Internet. Methoden, Quellen und Bewertung von Informationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335375

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