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Der Seeweg vom Indus zum Euphrat. Die Reisen des Nearchos nach Arrians "Indica"

Título: Der Seeweg vom Indus zum Euphrat. Die Reisen des Nearchos nach Arrians "Indica"

Trabajo , 2011 , 12 Páginas , Calificación: 2,1

Autor:in: Annalena Schäfer (Autor)

Historia universal - Antigüedad
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Eine der zahlreichen Periploi, die in der hellenischen Zeit entstanden sind, stammt vom Flottenkommandant Alexanders des Großen, Nearchos. Seine verloren gegangene Schrift, die über den Seeweg vom Indus zum Euphrat berichtet, ist im zweiten Jahrhundert nach Christus von Arrian ausgiebig für seine Indika genutzt worden. Die Indika ist gewissermaßen eine Adaption von Nearchos´ Arbeit. Arrian führte in hadrianischer Zeit (117-138 nach Christus) nicht nur selbst eine Inspektionsreise von Trapezus nach Sebastopolis durch, sondern bezog später, auf breiterer Quellenbasis die gesamte Schwarzmeerküste in seinen Text ein.

Als primäre Quelle und „einen Experten für alle Dinge Indien betreffend“ nennt Arrian Nearchos neben einigen anderen (wie z.Bsp.: Eratosthenes, oder Megasthenes). Es wird angenommen, dass Nearchos´ Briefe autobiographisch sind und den Verlauf seiner Flotte vom Hydaspes nach Sua beschreiben. Allerdings überdeckt das viele geographische und ethnographische Material die persönliche Erzählung des Flottenkommandanten. Zwar war Nearchos nicht bei der Durchquerung der gedroischen Wüste dabei, gab aber einen vagen Bericht über das Leiden der Truppen, die die Wüste durchquerten. Ebenso wenig war er in Persepolis dabei, um den Tod des Calanos zu bezeugen, trotzdem beschreibt er dieses Ereignis in einigen Details.

Der aus Kreta stammende Nearchos war bereits ein Wegbegleiter Alexanders als dessen Vater Philip II. noch am Leben war. So erwähnt Nearchos, in seinen Berichten über Alexanders Rückkehr aus Indien Ereignisse, die er im Hinblick auf die Odyssee auswählte, trotzdem vergleicht Arrian ihn mit Aristobulos, einem Zeitgenossen der nach dem Tod des Königs schrieb, also kein offensichtliches Interesse an der Verbreitung falscher Wahrheiten hatte.

Aufgrund dieser, allem Anschein nach objektiven Berichte, bekommen wir heute einen Eindruck darüber, wie Menschen vor mehr als 2000 Jahren das Meer überquerten, neue Länder, Kulturen, Menschen und Tiere entdeckten und über diese schrieben. Im Folgenden soll dargestellt werden, was Nearchos aufgrund seiner Erfahrung und seiner subjektiven Absichten für erwähnenswert hielt und wie er sowohl von Zeitgenossen, aber vor allem von Arrian charakterisiert und dargestellt wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Beginn der Reise

Treffen mit dem König

Über den Monsun

Begegnungen mit fremden Tieren

Mythen und Legenden

Auf der Weiterfahrt

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Reise des Flottenkommandanten Nearchos vom Indus zum Euphrat, wie sie in Arrians "Indika" überliefert ist, um aufzuzeigen, wie persönliche Erfahrungen und subjektive Absichten Nearchos' Berichterstattung prägten und wie er von Zeitgenossen sowie von Arrian charakterisiert wird.

  • Die historische Rolle und Reise des Nearchos als Flottenkommandant unter Alexander dem Großen.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit geographischen und ethnographischen Überlieferungen in den "Indika".
  • Das Spannungsfeld zwischen pragmatischer Seefahrerkunst und der literarischen Darstellung von Mythen und Legenden.
  • Die Rolle Nearchos' als Führungspersönlichkeit und Kapitän in Extremsituationen.
  • Die Bedeutung der Reise für die wirtschaftliche Vernetzung zwischen Europa und Asien.

Auszug aus dem Buch

Beginn der Reise

Nearchos‘ Reise als Flottenkommandant begann als Alexander Pattala erreichte. Der König ließ hier einen Hafen und Anlegestellen errichten, während er sich selbst aufmachte um den restlichen Arm des Indus zu erkunden. Trotz einiger Zwischenfälle erreichte er das Meer und nachdem er alle nötigen Opfergaben erbracht hatte schickte er seine Flotte, unter Nearchos Kommando in den Golf von Persien. Prof. Hammond erwähnt, dass der König an Land ging und mit einem Teil seiner Kavallerie die Küste erkundete, um zu sehen welche Art von Land es war und um die Flotte auf der Weiterreise mit Wasser zu versorgen ließ er Brunnen bauen. Alexander bereitete so den ersten Teil Nearchos´ Reise über den (Westarm des) Indus vor, während er selbst nach Pattala zurückkehrte.

Ob Nearchos zu Beginn seiner Reise den östlichen oder westlichen Arm des Flusses befahren hat ist in Fachkreisen umstritten. Seit 1929 wurde angenommen, dass Nearchos den östlichen Arm des Indus hinab segelte. 1980 jedoch bewies Professor Hammond aufgrund Nearchos´ eigener Aufzeichnungen, dass dieser definitiv den westlichen Arm hinunter gesegelt ist. Arrian erwähnt weder den großen See, welchen Alexander auf seiner Reise gesehen haben soll, noch die Küste zwischen beiden Mündungen. Zudem belegen Nearchos´ Entfernungsmessungen, dass die Küste von Arabitae am westlichen Arm des Indus nach R. Arabis 1000 Stadien betrug. Alexander war wohl der Ansicht, dass der östliche Arm des Indus leichter zu beschiffen sei. Was letztendliche die Änderung des Kurses betrifft, so war sie Nearchos wahrscheinlich durch Angriffe nativer Gentile aufgezwungen worden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Person des Nearchos und die Bedeutung von Arrians "Indika" als Quelle für die antike Seefahrt.

Beginn der Reise: Darstellung des Reiseantritts am Indus und der strategischen Überlegungen bei der Routenwahl.

Treffen mit dem König: Schilderung der Wiedervereinigung von Nearchos und Alexander sowie der daraus resultierenden Bedeutung für die Fortführung der Expedition.

Über den Monsun: Analyse des Umgangs mit meteorologischen Herausforderungen und der Rolle einheimischer Navigatoren.

Begegnungen mit fremden Tieren: Beschreibung der Interaktion mit der Fauna, insbesondere Walen, und der psychologischen Führung der Mannschaft durch Nearchos.

Mythen und Legenden: Untersuchung der mythischen Überlieferungen und der Glaubwürdigkeit des Berichterstatters.

Auf der Weiterfahrt: Dokumentation der Reise entlang der carmanischen Küste und der geographischen Beobachtungen.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der historischen Bedeutung der Reise und der Persönlichkeit des Nearchos.

Schlüsselwörter

Nearchos, Arrian, Indika, Alexander der Große, Antike, Seefahrt, Indus, Persischer Golf, Monsun, Geographie, Ethnographie, Schifffahrt, Antike Geschichte, Entdeckungsreisen, Flottenkommandant.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Seereise des Nearchos, des Flottenkommandanten Alexanders des Großen, basierend auf den Aufzeichnungen in Arrians Werk "Indika".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Seefahrt in der Antike, der strategischen Planung von Expeditionen, dem Umgang mit fremden Kulturen und der kritischen Quellenauswertung antiker Texte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Leistungen des Nearchos zu würdigen und zu untersuchen, inwiefern seine subjektiven Absichten und Erfahrungen die überlieferten Berichte beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse unter Einbeziehung von Fachliteratur, Quellenvergleichen und der kritischen Bewertung des antiken Textmaterials.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische und thematische Abschnitte, die den Reiseverlauf, die Herausforderungen (wie den Monsun), Begegnungen und mythologische Aspekte detailreich darstellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Nearchos, Arrian, Indika, antike Seefahrt, Alexander der Große, Geographie und historische Quellenkritik.

Wie wurde die Identität des Reiseleiters bei der Ankunft verkannt?

Bei der Ankunft war Nearchos durch die Strapazen der Reise so gealtert und verwahrlost, dass der ihn empfangende Suchtrupp ihn nicht als Kommandanten identifizieren konnte.

Warum spielt die Begegnung mit Walen eine wichtige Rolle in der Arbeit?

Diese Begegnung dient als Fallbeispiel für Nearchos' Fähigkeiten als Kapitän, da er die Angst seiner Mannschaft durch psychologische Führung in produktiven Tatendrang umwandelte.

Welche Rolle spielt die Sage um die Insel Nosala?

Sie illustriert, wie Nearchos mit dem Kurs abwich, um Mythen zu erforschen, was ihm einerseits Tadel einbrachte, aber gleichzeitig seine mutige Natur unterstreicht.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Seeweg vom Indus zum Euphrat. Die Reisen des Nearchos nach Arrians "Indica"
Universidad
University of Siegen  (Alte Geschichte)
Curso
Handel und Verkehr in der Antike
Calificación
2,1
Autor
Annalena Schäfer (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
12
No. de catálogo
V335380
ISBN (Ebook)
9783668252448
ISBN (Libro)
9783668252455
Idioma
Alemán
Etiqueta
seeweg indus euphrat reisen nearchos arrians indica
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Annalena Schäfer (Autor), 2011, Der Seeweg vom Indus zum Euphrat. Die Reisen des Nearchos nach Arrians "Indica", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335380
Leer eBook
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Extracto de  12  Páginas
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