In der vorliegenden Arbeit werden die spezifischen Anforderungen, die ein Internationales virtuelles Projektteam (IVPT) sowohl an das Management beziehungsweise den Projektleiter als auch an die Teammitglieder stellt, aus technologischer, soziokultureller und organisatorischer Sicht analysiert sowie dessen Chancen in der Praxis aufgezeigt.
In einer IDC Umfrage vertraten 40% der US-amerikanischen und 43% der europäischen Großunternehmen die Einschätzung, dass die Zahl der virtuellen Teams innerhalb der Unternehmen zunehmen würde. Ebenso wurde erwartet, dass ,,die Zahl der Möglichkeiten, wie man einen Kunden erreicht, und die Zahl der Telearbeitsplätze‘‘ ansteigen würden.
Dieser Trend betrifft nicht nur Großunternehmen weltweit, sondern alle Unternehmen, die von der Globalisierung, Flexibilisierung der Belegschaft und zunehmender Spezialisierung betroffen sind.
Die Folgen dieser Entwicklung äußern sich in einer Dynamisierung der Märkte sowie gestiegenem Konkurrenzdruck, welche begleitet werden von Fortschritten im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) und dem Ausbau des Weitverkehrsnetzes (WAN/Internet). Durch die stetig wachsenden Anforderungen entsteht in Unternehmen eine neue Arbeitsform, das internationale virtuelle Projektteam, welche die Vorteile der Telearbeit mit denen der Projektteamarbeit kombiniert und vielschichtige Vorteile mit sich bringt. Die Arbeitsform des IVPT projiziert in gewisser Weise die gestiegenen Anforderungen der Unternehmen auf deren Führungskräfte und Mitarbeiter.
Inhaltsverzeichnis
- Problemstellung
- Internationale Virtuelle Projektteams
- Voraussetzungen für IVPT
- Einsatz internationaler virtueller Projektteams in Organisationen
- Besonderheiten bei der Durchführung
- Herausforderungen virtueller Zusammenarbeit in internationalen Teams
- Anforderungen an die Mitarbeiter
- Anforderungen an den Projektleiter
- Kommunikation
- Interkulturelle Aspekte
- Herausforderungen virtueller Zusammenarbeit in internationalen Teams
- Technologische Unterstützung der medienvermittelten Arbeit
- Projektmanagement Software
- Elektronische Kommunikation
- Integrierte Lösungen und Kollaborationssoftware
- Phasenspezifische Betrachtung der Führungsmethoden
- Aufbau und Konfiguration
- Start der Projektarbeit: Das Kick-off-Meeting
- Durchführung der Projektarbeit
- Beendigung der virtuellen Teamarbeit
- Praxisbeispiel
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den besonderen Anforderungen an die Projektdurchführung in internationalen virtuellen Projektteams (IVPT). Sie analysiert die spezifischen Herausforderungen und Chancen dieser Arbeitsform aus technologischer, soziokultureller und organisatorischer Perspektive.
- Herausforderungen der virtuellen Zusammenarbeit in internationalen Teams
- Bedeutung und Einfluss der Kommunikation in virtuellen Teams
- Interkulturelle Aspekte und deren Bedeutung für die Teamdynamik
- Technologische Unterstützung und Einsatz von Softwarelösungen in IVPT
- Phasenspezifische Betrachtung von Führungsmethoden in virtuellen Teams
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel definiert den Begriff des internationalen virtuellen Projektteams (IVPT) und beleuchtet die Entstehung und Voraussetzungen für dessen Einsatz in Unternehmen. Kapitel zwei widmet sich den besonderen Herausforderungen der virtuellen Zusammenarbeit in internationalen Teams, wobei die Anforderungen an Mitarbeiter und Projektleiter im Detail betrachtet werden. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der essentiellen Rolle der Kommunikation in virtuellen Teams und analysiert die medienvermittelte Kommunikation sowie die interkulturellen Aspekte, die bei der Zusammenarbeit über Distanz eine wichtige Rolle spielen. Kapitel vier befasst sich mit der technologischen Unterstützung der medienvermittelten Arbeit und analysiert verschiedene Softwarelösungen, die für Projektmanagement, elektronische Kommunikation und Kollaboration eingesetzt werden können. Das fünfte Kapitel betrachtet phasenspezifische Führungsmethoden in virtuellen Teams, angefangen vom Aufbau und Konfiguration über den Start der Projektarbeit bis hin zur Beendigung der Teamarbeit. Das sechste Kapitel stellt am Beispiel des Airbus Projekts A380 die Probleme dar, die in internationalen virtuellen Projektteams auftreten können. Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse der Arbeit zusammen und blickt auf die Zukunft der virtuellen Teamarbeit.
Schlüsselwörter
Internationale virtuelle Projektteams, virtuelle Zusammenarbeit, Kommunikation, interkulturelle Aspekte, Führungsmethoden, Projektmanagement Software, Kollaborationssoftware, Medienreichhaltigkeit, Teamdynamik, Herausforderungen, Chancen, Praxisbeispiel, Airbus A380
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein internationales virtuelles Projektteam (IVPT)?
Ein IVPT kombiniert die Vorteile der Telearbeit mit der Projektteamarbeit über Ländergrenzen hinweg unter Nutzung moderner IuK-Technologien.
Welche Anforderungen werden an den Projektleiter eines IVPT gestellt?
Der Projektleiter muss besondere Führungsmethoden anwenden, medienvermittelte Kommunikation beherrschen und interkulturelle Aspekte koordinieren.
Welche technologischen Lösungen unterstützen die virtuelle Teamarbeit?
Eingesetzt werden Projektmanagement-Software, Kollaborationssoftware (Groupware) und integrierte Lösungen für die elektronische Kommunikation.
Warum ist das Kick-off-Meeting in virtuellen Teams so wichtig?
Das Kick-off-Meeting dient zum Aufbau von Vertrauen, zur Klärung der Rollen und zur Konfiguration der Zusammenarbeit zu Beginn des Projekts.
Welches Praxisbeispiel wird für die Herausforderungen von IVPT genannt?
Die Arbeit führt das Airbus-Projekt A380 als Beispiel an, um Probleme zu verdeutlichen, die in internationalen virtuellen Projektteams auftreten können.
- Quote paper
- Marcel Christ (Author), 2009, Virtuelle Teamarbeit. Anforderungen und Chancen internationaler Projektteams, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335595