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Die Philosophie der Sprechakte nach John L. Austin. Haben Tiere Sprechakte?

Eine philosophische Untersuchung

Título: Die Philosophie der Sprechakte nach John L. Austin. Haben Tiere Sprechakte?

Trabajo Escrito , 2016 , 28 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Ann-Kathrin Limpert (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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Folgende Untersuchung setzt sich mit der sprachphilosophischen Lehre von John Langshaw Austin auseinander. Ein besonderer Vermerk soll in dieser Abhandlung auf der den drei Sprechakten, die Austin benennt, liegen. Diese wären die Lokution, die Illokution und die Perlokution. Nachdem die Sprechakttheorie von Austin dargelegt und diskutiert wurde, wodurch ein Vorwissen geschaffen wurde, wird die eigentliche These dieser Abhandlung thematisiert. Austin bezog seine Sprechakttheorie nur auf das vernunftbegabte menschliche Individuum, aber was ist eigentlich mit Tieren? Die Abhandlung fokussiert dabei die These, ob Tiere fähig sind, Sprechakte zu vollziehen. Um diese These überprüfen zu können, muss vorher eine Prämisse gesetzt werden, die für dieses Vorhaben unabdinglich ist.

Im weiteren Verlauf wird Austins' Lehre über die Sprache dargelegt, die 1962 posthum in dem Werk: „How to do things with words “ veröffentlicht wurde. Die sogenannte Sprechakttheorie umfasst seine von Studenten der Harvard Universität aufgearbeitete Vorlesung in aus dem Jahr 1955.

Austin selber, und das ist auch sehr stilistisch für ihn als Dozenten gewesen, hat nur wenige Aufsätze veröffentlicht. Das besondere an Austins' Sprechakttheorie ist, dass auf ein gesprochenes Wort wirklich eine Handlung folgt. Er ist mit dieser Idee, dass Äußerungen wirklich Handlung vollziehend sind, revolutionär. Im Gegensatz dazu haben seine berühmten Vorgänger wie Wittgenstein oder Frege Sprache als ein die Wirklichkeit konstruierendes Instrument angesehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1: Prolog- Ist Sprache nur etwas für das Tier Mensch?

Kapitel 2: John L. Austins' Sprechakt-Theorie

Kapitel 2.1.: Der Begriff der Äußerung

Kapitel: 2.1.1: Konstative und performative Äußerungen

Kapitel: 2.1.2. : Die Theorie der „Verunglücksfälle“

Kapitel 2.2.: Die Grundthese der Sprechakttheorie

Kapitel 2.2.1 Die drei Sprechakte

Kapitel 2.3.: Von Intention und Konvention

Kapitel 3 Exkurs: Anthropomorphismus und das Tier-Bewusstsein

Kapitel 3.1: Die Intentionalität und Objektivität

Kapitel 3.2: Begriffe und intentionale Zustände

Kapitel 4: Sprechakte bei Tieren- Eine Erweiterung der Sprechakt Theorie von John L. Austin

Kapitel 4.1. Erweiterung des Sprechaktbegriffes

Kapitel 4.2. Sprechakte in der arteigenen Kommunikation?

Kapitel 4.3. Kommunikation von Mensch mit Tier- Eine Grenze für die Sprechakttheorie?

Kapitel 5: Epilog- Fazit: Ausblick auf die Forschung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit von John L. Austins Sprechakttheorie auf die Kommunikation von Tieren, um zu hinterfragen, ob Sprache exklusiv dem Menschen vorbehalten ist oder ob auch Tiere handlungswirksame Kommunikation vollziehen können.

  • Grundlagen der Sprechakttheorie nach John L. Austin
  • Die Rolle von Intention und Konvention in der Kommunikation
  • Anthropomorphismus und das Bewusstsein bei Tieren
  • Analyse intentionaler Zustände und geistiger Repräsentationen bei Tieren
  • Untersuchung von Sprechakten in der arteigenen tierischen Kommunikation
  • Grenzen der Sprechakttheorie bei der artübergreifenden Kommunikation zwischen Mensch und Tier

Auszug aus dem Buch

Kapitel 2.2.1 Die drei Sprechakte

Dabei lässt sich Austin's Sprechakt in drei verschiedene Bestandteile gliedern, die zusammen den einen Sprechakt ergeben. Diese Dreigliedrigkeit soll an einem Beispiel deutlich gemacht werden: Die Äußerung „Die Ruhr ist ein schöner Fluss“. Wer so eine Äußerung tätigt, möchte etwas Bestimmtes mit einem gewissen Gehalt mitteilen. Dort spricht Austin von dem lokutionären Akt. Dieser Akt ist nur da, um einen bestimmten Äußerungsgehalt mitzuteilen. Der zweite Akt sei der illokutionäre Akt. Innerhalb der getätigten Äußerung: „Die Ruhr ist ein schöner Fluss.“ vollzieht man eine sprachliche Handlung. Hierzu können zum Beispiel die Überzeugungen kommen, die der Sprecher selber bei der Äußerung dieses Satzes hat und einen Zuhörer überzeugen möchte.

Die Äußerung hat demnach eine verändernde Komponente bezogen auf die Welt, da die Welt nun in der Weise verändert wurde, dass nun eine bestimmte Festlegung getätigt wurde und zwar, dass die Ruhr ein schöner Fluss sei. Der illokutionäre Akt bringt also Handlungen hervor, die die Welt verändern. Wie schon erwähnt wirkt der Sprecher durch seine Äußerung auf seinen Gesprächspartner ein, mit bestimmten Absichten und Überzeugungen. Der letzte Akt beschreibt Austin als perlokutionären Akt. Er umfasst also nichts anderes, als die Absicht des Sprechers auf den Zuhörenden und geht über den illokutionären Akt hinaus. Dies kann sich zum Beispiel darin manifestieren, indem man mit der Äußerung:“ Die Ruhr ist ein schöner Fluss“, seinem Gegenüber indirekt unterstellt, demnächst einen Ausflug dorthin zu unternehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1: Prolog- Ist Sprache nur etwas für das Tier Mensch?: Einleitung in die Fragestellung, ob Kommunikation eine exklusive Eigenschaft des Menschen ist, motiviert durch ein Zitat von Elias Canetti.

Kapitel 2: John L. Austins' Sprechakt-Theorie: Darlegung der theoretischen Grundlagen von John L. Austin, einschließlich performativer/konstativer Äußerungen und der Einführung der drei Sprechakt-Elemente.

Kapitel 3 Exkurs: Anthropomorphismus und das Tier-Bewusstsein: Diskussion über die Gefahr der Vermenschlichung tierischen Verhaltens und die notwendige Prämisse eines tierischen Bewusstseins.

Kapitel 4: Sprechakte bei Tieren- Eine Erweiterung der Sprechakt Theorie von John L. Austin: Anwendung der Sprechakttheorie auf konkrete Beispiele tierischer Kommunikation und Untersuchung der Grenzen dieser Anwendung.

Kapitel 5: Epilog- Fazit: Ausblick auf die Forschung: Zusammenfassende Bewertung der Tragweite und der Grenzen von Austins Theorie in Bezug auf die Tierwelt.

Schlüsselwörter

Sprechakttheorie, John L. Austin, Sprachphilosophie, Tierkommunikation, Anthropomorphismus, Intentionalität, Performative Äußerungen, Lokution, Illokution, Perlokution, Bewusstsein, Arteigene Kommunikation, Verunglücksfälle, Zeichensprache, Intention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die sprachphilosophische Sprechakttheorie von John L. Austin dazu geeignet ist, auch Kommunikation bei Tieren als handlungswirkende Sprechakte zu erfassen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Definition von Sprechakten nach Austin, die philosophische Problematik des Anthropomorphismus, die Untersuchung tierischer Bewusstseinsformen und die Anwendung der Theorie auf spezifische Beispiele wie die Kommunikation von Meerkatzen und Menschenaffen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, plausibel zu zeigen, dass auch Tiere eine Sprache besitzen, die Handlungen vollziehen kann, und dabei die Grenzen der Anwendbarkeit von Austins Theorie auszuloten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Untersuchungsmethode, bei der die Konzepte von Austin (und anderen wie Searle oder Proust) analysiert, diskutiert und auf empirische Beobachtungen der Tierforschung übertragen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Theorie von Austin, einen Exkurs zu Tierbewusstsein und Anthropomorphismus sowie die konkrete Anwendung der Theorie auf die arteigene Kommunikation von Tieren und die Kommunikation zwischen Mensch und Tier.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Sprechakttheorie, Intentionalität, Bewusstsein, Anthropomorphismus und Kommunikation.

Inwiefern können Tiere laut Austin ihre Sprache "missbrauchen"?

Anhand des Beispiels der grünen Meerkatzen zeigt die Autorin, dass Tiere durch Täuschung (z. B. falsche Alarmrufe für egoistische Vorteile) gegen die Regeln einer aufrichtigen Kommunikation verstoßen können, was Austin als "Verunglücksfälle" oder "Missbräuche" des Verfahrens bezeichnet.

Welche Rolle spielt die "Artenschranke" in der Argumentation?

Die Artenschranke stellt die Grenze dar, an der die Sprechakttheorie bei der Kommunikation zwischen Mensch und Tier (z. B. durch Gebärdensprache bei Affen) an ihre Grenzen stößt, da eine eindeutige intentionalle Interpretation durch den Menschen oft spekulativ bleibt.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Philosophie der Sprechakte nach John L. Austin. Haben Tiere Sprechakte?
Subtítulo
Eine philosophische Untersuchung
Universidad
TU Dortmund  (Fakultät für Humanwissenschaften und Theologie)
Curso
Einführung in die Sprachphilosophie
Calificación
1,7
Autor
Ann-Kathrin Limpert (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
28
No. de catálogo
V335629
ISBN (Ebook)
9783668255234
ISBN (Libro)
9783668255241
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sprachphilosophie John Austin Tiere Sprechakttheorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ann-Kathrin Limpert (Autor), 2016, Die Philosophie der Sprechakte nach John L. Austin. Haben Tiere Sprechakte?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335629
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