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Big Data. Der moralische und konfliktfreie Umgang mit Daten

Title: Big Data. Der moralische und konfliktfreie Umgang mit Daten

Elaboration , 2016 , 27 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Ina Meyer (Author)

Computer Science - Software
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„Big Data“ ermöglicht es den Menschen mit höherer fachlicher Kompetenz, Entscheidungen so einfach und qualifiziert wie möglich zu treffen. Das menschliche Gehirn ist eine sehr gute Maschine, aber es ist sehr schlecht darin, aus Milliarden von aufeinander aufbauenden oder unabhängigen Faktoren und Ereignissen eine qualifizierte Entscheidung abzuleiten. Denn die linke Hirnhälfte ist nun mal langsam und rechnet sequentiell. Computer sind wiederum anders. Sie können nur mit sehr großer Mühe unabhängige visuelle und akustische Faktoren parallel zu einem inneren Bild verarbeiten, wie es das menschliche Gehirn in der rechten Hälfte tut. Dafür kann aber der Computer sehr schnell und fehlerfrei logische Ketten mit unzähligen Faktoren durchrechnen. Allein dem Computer das Treffen von qualifizierten und weitreichenden Entscheidungen zu überlassen, ist mehr als kritisch.“

„Big Data“ ist also die Informations- und Technologiegrundlage für die Empfehlungssysteme bzw. Entscheidungsunterstützungssysteme. Die Technologie, also das „Womit?“, ist dabei vorerst nicht relevant. Zuerst stellt sich die Frage nach dem „Was?“ in irgendwelchen Daten, die Sie bereits haben oder erst benötigen. Wenn man weiß, „was“ man wissen will, kommt das „Wie?“, das aus der analytischen bzw. generell wissenschaftlichen Perspektive heraus hilft, das „Was?“ zu beantworten. Und das „Womit?“ ergibt sich dann automatisch, weil technische Unterstützungen dafür benötigen werden.

Was das „Big Data“ so spannend und nützlich macht, ist die Möglichkeit, die Computerfähigkeiten mit dem menschlichen Gehirn zu kombinieren. Der Computer errechnet aus Milliarden von Faktoren ein paar Entscheidungsoptionen – und das immer und immer wieder, und der Mensch trifft die finale Entscheidung mit all seiner Intuition, dem Situationsgefühl und seiner Erfahrung. Genau dieser Punkt macht das Thema so interessant, dass es in diesem Assignment behandeln wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Allgemeines

Der Begriff Big Data

Moralische Sicht

Datenschutzrechtliche Sicht

Die Akteure

Allgemeines

Die Verantwortung der Akteure

Die Werte der Akteure

Die Konflikte der Akteure

Handlungsalternativen und deren Folgen für die Akteure

Fazit

Quellen

Webseiten

Bücher

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Feld von Big Data im Hinblick auf moralische und datenschutzrechtliche Implikationen. Dabei werden die zentralen Akteure des Big-Data-Ökosystems identifiziert, ihre jeweiligen Verantwortungsbereiche und Wertvorstellungen analysiert sowie bestehende Konflikte und Handlungsalternativen im Umgang mit personenbezogenen Daten aufgezeigt.

  • Identifikation und Kategorisierung der Akteure in Big-Data-Wertschöpfungsketten
  • Analyse der moralischen und datenschutzrechtlichen Herausforderungen
  • Untersuchung der Werte und Interessenkonflikte verschiedener Stakeholder
  • Diskussion von Handlungsalternativen zur Stärkung der informationellen Selbstbestimmung
  • Bewertung von Qualität und Transparenz als Faktoren für das Vertrauen der Nutzer

Auszug aus dem Buch

Die Verantwortung der Akteure

„Der Begriff der Verantwortung bezeichnet nach verbreiteter Auffassung die Zuschreibung einer Pflicht zu einer handelnden Person oder Personengruppe (Subjekt) gegenüber einer anderen Person oder Personengruppe (Objekt) aufgrund eines normativen Anspruchs, der durch eine Instanz eingefordert werden kann und vor dieser zu rechtfertigen (zu beantworten) ist. Handlungen und ihre Folgen können je nach gesellschaftlicher Praxis und Wertesystem für den Verantwortlichen zu Konsequenzen wie Lob und Tadel, Belohnung, Bestrafung oder Forderungen nach Ersatzleistungen führen. Die Beziehung (Relation) zwischen den beteiligten Akteuren knüpft am Ergebnis des Handelns an.“

Grundsätzlich wird Big Data vor allem aus der Perspektive des Datenschutzes diskutiert. Obwohl dies aus gesellschaftlicher Sicht äußerst relevant ist, zeigt es aber auch, dass urheberrechtliche, eigentumsrechtliche und haftungsrechtliche Überlegungen eine zentrale Rolle für den Einsatz von Big Data spielen müssen. Das Urheberrecht schützt geistige Schöpfungen, die über eine ausreichende Gestaltungshöhe verfügen (§ 2 Abs. 2 UrhG).

Daten erfüllen aber regelmäßig nicht die Voraussetzungen des § 2 Abs. 2 UrhG. Trotzdem muss das Urheberrechtsgesetz beim Umgang mit Daten beachtet werden. Daher kann der sogenannte Sui generis-Schutz für Datenbanken (§§ 87a UrhG) greifen.

Darüber hinaus können Urheberrechte bei der Auswertung nutzergenerierter Inhalte Dritter in sozialen Netzwerken dem Datenumgang entgegenstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung erläutert das Potenzial von Big Data als Entscheidungsunterstützung und definiert die Aufgabenstellung sowie das Ziel der Untersuchung.

Allgemeines: Dieses Kapitel betrachtet Big Data als Rohstoff der Informationswirtschaft und beleuchtet die steigende Menge und Relevanz von Geschäftsdaten.

Der Begriff Big Data: Hier werden verschiedene Definitionen von Big Data analysiert und die zentralen Herausforderungen, bekannt als die „4 V’s“, thematisiert.

Moralische Sicht: Es wird die ethische Dimension der Datensammlung diskutiert, insbesondere im Kontext von Privatsphäre und sozialer Identität.

Datenschutzrechtliche Sicht: Dieses Kapitel analysiert das BDSG und diskutiert die Vereinbarkeit von Big Data mit gesetzlichen Datenschutzanforderungen.

Die Akteure: Hier werden die Rollen im Big-Data-Ökosystem wie Datensammler, Datenwissenschaftler und Regulatoren detailliert spezifiziert.

Die Verantwortung der Akteure: Dieses Kapitel erörtert die Pflichten der verschiedenen Akteure im Hinblick auf Sicherheit, Qualität und gesetzliche Vorgaben.

Die Werte der Akteure: Hier werden die moralischen und wirtschaftlichen Wertvorstellungen der beteiligten Akteure in einer Übersicht dargestellt.

Die Konflikte der Akteure: Dieses Kapitel beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Datennutzung und dem Schutz der informationellen Selbstbestimmung.

Handlungsalternativen und deren Folgen für die Akteure: Abschließend werden Strategien zur Verbesserung von Transparenz und Datenqualität diskutiert, um Vertrauen bei den Nutzern zu schaffen.

Fazit: Das Resümee stellt fest, dass bei verantwortungsvollem Umgang der Nutzen von Big Data die negativen Aspekte überwiegt.

Schlüsselwörter

Big Data, Datenschutz, BDSG, Datensammler, Datenverarbeitung, informationelle Selbstbestimmung, Privatsphäre, Wertschöpfungsnetzwerk, Datenqualität, Transparenz, Ethik, Verantwortung, soziale Netzwerke, Analytik, Personendaten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen von Big Data auf Gesellschaft und Individuum, insbesondere unter Berücksichtigung ethischer und rechtlicher Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Definition von Big Data, die datenschutzrechtliche Einordnung, die Rollen der Akteure im Ökosystem sowie die ethischen Wertekonflikte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Betroffenen und Anwendern von Big Data konkrete Hinweise für einen ethisch vertretbaren und rechtssicheren Umgang mit dem Datenszenario zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Thematik, basierend auf Literaturanalyse, Gesetzesgrundlagen und der Auswertung von Fallbeispielen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Rollen der Akteure (vom Datensammler bis zum Regulator), deren Verantwortung, Wertvorstellungen und die daraus resultierenden Konflikte intensiv analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Big Data, Datenschutz, informationelle Selbstbestimmung, Akteursverantwortung und Datenqualität.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise auf „Daten“ zwischen Big Data und klassischer Datenverarbeitung?

Big Data konzentriert sich auf die Analyse großer, oft unstrukturierter Mengen personenbezogener Daten zur Gewinnung neuer Erkenntnisse, während klassische Methoden oft für spezifische, bekannte Kontexte genutzt werden.

Welche Rolle spielt die „Datensparsamkeit“ in dieser Arbeit?

Datensparsamkeit wird als ein wesentliches Instrument zur Risikominimierung für den Einzelnen und als Verantwortung der Datenbereitsteller diskutiert, steht jedoch im Konflikt mit dem Bedarf der Analytiker an großen Datenmengen.

Was ist die Kernbotschaft des Kapitels über die Werte der Akteure?

Die Arbeit betont, dass Big Data selbst kein Wertsystem besitzt, weshalb die ethische Verantwortung bei den handelnden Menschen und Institutionen liegt, die Integrität und Genauigkeit priorisieren müssen.

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Details

Title
Big Data. Der moralische und konfliktfreie Umgang mit Daten
College
AKAD University of Applied Sciences Stuttgart
Course
IMG40
Grade
2,7
Author
Ina Meyer (Author)
Publication Year
2016
Pages
27
Catalog Number
V335761
ISBN (eBook)
9783668258204
ISBN (Book)
9783668258211
Language
German
Tags
Big Data Datennutzer Datenbereitsteller Datenverarbeiter 4V's
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ina Meyer (Author), 2016, Big Data. Der moralische und konfliktfreie Umgang mit Daten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335761
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