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Kulturelle Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen

Ein Vergleich zwischen Deutschland und Japan

Título: Kulturelle Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen

Tesis (Bachelor) , 2014 , 95 Páginas , Calificación: 1,1

Autor:in: Lisa-Catherine Schudi (Autor)

Sociología - Cultura, tecnología, naciones
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Im Jahr 2010 starben 1,24 Millionen Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr weltweit. Insbesondere in Entwicklungsländern steigt die Anzahl der Verkehrstoten aufgrund der schnell voranschreitenden Motorisierung doppelt so schnell, wie in den Industrieländern. Aus dieser Problematik heraus haben viele Länder und Regionen Aktionspläne erstellt, um die Anzahl an tödlich Verunglückten zu reduzieren.

Auch in Japan und Deutschland wurden solche Pläne entwickelt. Zur Verringerung der Todesopfer greifen beide Länder, wie nachfolgend noch näher dargelegt werden wird, stark auf den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen (FAS) zurück. Damit aber die Systeme ihren Beitrag zur Unfallvermeidung leisten können, müsste eine grundlegende Akzeptanz von Seiten der Bevölkerung vorhanden sein. Allerdings ist dies zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht der Fall. Insbesondere in höheren Altersgruppen ist eine grundlegende Akzeptanz von großer Bedeutung.

Denn durch den demographischen Wandel machen sie nicht nur einen immer größeren Teil der Bevölkerung aus, die verlängerte Fahrfähigkeit führt auch zu einem höheren Unfallpotential in dieser Altersgruppe. Daher ist essentiell, dass auch diese Altersgruppe die Systeme akzeptiert. Um die Akzeptanz und die Determinanten, die sie bestimmen, zu analysieren setzt sich diese Bachelorthesis mit dem Thema der Analyse der Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen in kulturellen Umfeldern auseinander. Hierfür werden Deutschland und Japan als Beispielländer verglichen.

Da FAS immer noch sehr neu in unserer heutigen Zeit sind und nur Umfragen in den einzelnen Ländern durchgeführt wurden, wird die Arbeit neben einschlägiger Fachliteratur insbesondere auf eigene empirische Daten gestützt. Um zu analysieren, welches der Länder eher eine Akzeptanz gegenüber den Systemen aufweist, wird auf das Technologieakzeptanzmodell von Davis und auf das Akzeptanzmodell für Fahrerassistenzsysteme eingegangen werden. Beide Modelle werden in dieser Arbeit verknüpft werden und um die Kulturdimensionen von Hofstede erweitert.

Durch die Analyse der Primär- und Sekundärquellen wird versucht folgende Fragen und Problemstellungen zu beantworten:

In welchem der untersuchten Länder werden Fahrerassistenzsysteme eher akzeptiert? Kann dies durch das vorgeschlagene Modell vorhergesagt werden? Welche Determinanten sind in welchem Land besonders wichtig?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Summary

1. Einleitung

2. Theorieteil

2.1 Das Technologieakzeptanzmodell

2.1.1 TAM 1

2.1.2 TAM 2

2.1.3 TAM 3

2.2 Theory of Planned Behavior

2.3 Modell der Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen

2.4. Moderatoren der Technologieakzeptanz

2.4.1 Alter und Geschlecht

2.4.2 Kulturelle Einflüsse auf die Technologieakzeptanz

2.4.2.1 Machtdistanz (Power Distance Index – PDI)

2.4.2.2 Individualismus versus Kollektivismus (Individualism – IDV)

2.4.2.3 Maskulinität versus Feminität (Masculinity – MAS)

2.4.2.4 Ungewissheitsvermeidung (Uncertainty Avoidance Index – UAI)

2.4.2.5 Zusammenfassung der Kulturdimensionen

3. Ausgangslage in Deutschland und Japan

3.1 Legale und politische Rahmenbedingungen

3.1.1 Legale Aspekte

3.1.2 Politik

3.2 Unfallvermeidungspotential

3.3 Demographischer Wandel

3.4 Grad der Technologisierung

3.5 Datenschutz und Privatsphäre

3.6 Bekanntheit, Benutzung und Vertrauen

4. Auswertung des Fragebogens

4.1 Hintergrundwissen

4.2 Attraktivität

4.3 Erfahrung mit den Systemen

4.4 Einschätzung von Fahrerassistenzsystemen und autonomen Fahren

4.5 Zahlungsbereitschaft

4.6 Nutzungsintention

5. Diskussion der Ergebnisse und Bestimmung der Nutzungsintention

5.1 Subjektive Norm

5.2 Wahrgenommene einfache Bedienbarkeit

5.3 Wahrgenommener Nutzen

5.4 Einstellung zum Verhalten

5.5 Zahlungsbereitschaft

5.6 Wahrgenommene Verhaltenskonsequenzen

5.7 Vorhersage der Nutzungsintention

6. Interventionsmöglichkeiten

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen (FAS) in Deutschland und Japan, um zu verstehen, wie kulturelle Unterschiede und individuelle Faktoren die Nutzungsintention beeinflussen. Ziel ist es, auf Basis des Technologieakzeptanzmodells (TAM) und Hofstedes Kulturdimensionen ein Modell zu entwickeln, das vorhersagt, in welcher Kultur und Bevölkerungsgruppe eine höhere Akzeptanz für FAS besteht.

  • Vergleich der Technologieakzeptanz zwischen Deutschland und Japan.
  • Einfluss von Kulturdimensionen auf die Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen.
  • Analyse der Bedeutung von Alter, Geschlecht und Technologisierung für die Nutzungsintention.
  • Empirische Untersuchung der Einstellung zu Fahrerassistenzsystemen und autonomem Fahren mittels Umfrage.
  • Ableitung von Interventionsmöglichkeiten zur Steigerung der Systemakzeptanz.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 TAM 1

In der ersten Version dieses Modells gab es für die Akzeptanz von Technologien und damit auch für das Nutzungsverhalten zwei wichtige Faktoren: der Wahrgenommene Nutzen (WN) und die Wahrgenommene einfache Bedienbarkeit (WEB). Beide wirken auf die Nutzungseinstellung ein und WN hat außerdem noch direkten Einfluss auf die Nutzungsintention (NI). Davis beschreibt WN und WEB wie folgt: WN ist “the degree to which an individual believes that using a particular system would enhance his or her job performance” (Davis 1985: 26) und WEB ist “the degree to which an individual believes that using a particular system would be free of physical and mental effort” (Davis 1985: 26). Neben dem Einfluss auf die Nutzungseinstellung wird außerdem beschrieben, dass WEB auch noch einen direkten Einfluss auf WN hat, da eine einfachere Handhabung auch die Ergebnisqualität beeinflusst und sich daher auch auf die Arbeitsleistung auswirkt. Trotz des Einflusses von WEB auf WN und die Nutzungseinstellung, stellt Davis dennoch fest, dass der Einfluss von WN eine größere Rolle spielt als der Einfluss von WEB, da er nicht nur die Nutzungseinstellung sondern auch NI direkt beeinflusst (Davis 1985: 26, 173). In späteren Untersuchungen wurde außerdem festgestellt, dass WN einer der wichtigsten, wenn nicht sogar der wichtigste Einflussfaktor auf Verhaltensabsichten, Einstellung und eigentlichen Nutzen ist (Sun/Zhang 2005: 59). Das bedeutet also, dass eine Person, die von einem System einen positiven Nutzen antizipiert, das System eher akzeptieren wird, als wenn sie einen negativen bzw. keinen Nutzen erwartet (Jockisch 2009: 237).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die weltweite Problematik der Verkehrstoten und die Bedeutung der Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen als Sicherheitsfaktor in Deutschland und Japan.

2. Theorieteil: Darstellung der theoretischen Grundlagen, einschließlich der verschiedenen Versionen des Technologieakzeptanzmodells (TAM) und der Theory of Planned Behavior sowie deren Erweiterungen durch kulturelle Faktoren.

3. Ausgangslage in Deutschland und Japan: Vergleich der rechtlichen, politischen und demographischen Rahmenbedingungen sowie des technologischen Fortschritts und des Unfallvermeidungspotentials in beiden Ländern.

4. Auswertung des Fragebogens: Präsentation und Analyse der empirischen Daten aus der durchgeführten Umfrage zur Bekanntheit, Attraktivität und Nutzungsintention von FAS.

5. Diskussion der Ergebnisse und Bestimmung der Nutzungsintention: Zusammenführung von Theorie und empirischen Daten zur Analyse der Einflussfaktoren auf die Nutzungsintention und Validierung der Vorhersagemodelle.

6. Interventionsmöglichkeiten: Ableitung konkreter Strategien zur Steigerung der Nutzerakzeptanz unter Anwendung des TAM3-Modells.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Modellergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Technologieakzeptanz.

Schlüsselwörter

Fahrerassistenzsysteme, Technologieakzeptanz, Deutschland, Japan, Nutzungsintention, TAM, Kulturdimensionen, Verkehrssicherheit, Unfallvermeidung, Demographischer Wandel, Internetnutzung, Datenschutz, Haftung, Automobilindustrie, Nutzerakzeptanz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorthesis untersucht die kulturell geprägte Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen (FAS) durch einen Vergleich zwischen Deutschland und Japan, um Faktoren zu identifizieren, die die Nutzungsbereitschaft beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Schwerpunkte sind die Technologieakzeptanzmodelle (TAM), kulturelle Unterschiede gemäß Hofstede, die demographische Entwicklung sowie die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen der Einführung von FAS in den beiden Ländern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, ein Modell zur kulturellen Akzeptanz von FAS zu entwickeln, mit dem vorhergesagt werden kann, in welchem Land und welcher Bevölkerungsgruppe die Akzeptanz höher ist, um so gezielte Vermarktungs- und Interventionsstrategien abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert die Analyse von Primärquellen (eigene Umfrage unter 276 Personen in Deutschland und Japan) mit einer tiefgehenden Auswertung von Sekundärliteratur zu bestehenden Akzeptanzmodellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen Theorieteil zur Modellbildung, eine detaillierte Gegenüberstellung der Ausgangslage in beiden Ländern (Recht, Unfallstatistiken, Demographie) und eine umfangreiche empirische Auswertung des Fragebogens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Fahrerassistenzsysteme, Technologieakzeptanz, Nutzungsintention, Kulturdimensionen, Verkehrssicherheit und interkulturellen Vergleich.

Warum wurde neben Deutschland gerade Japan als Vergleichsland gewählt?

Japan ist ein führender Markt für FAS und weist kulturelle Unterschiede auf (z.B. bei Machtdistanz und Kollektivismus), die einen interessanten Kontrast zum deutschen Markt bilden, was eine Validierung des Akzeptanzmodells ermöglicht.

Welche Rolle spielt der demographische Wandel in der Untersuchung?

Der demographische Wandel wird als kritisch angesehen, da FAS das Unfallrisiko älterer Fahrer senken können, aber gleichzeitig Hürden bei der Bedienung und Akzeptanz in dieser wachsenden Altersgruppe bestehen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Interventionsmöglichkeiten?

Unter Anwendung des TAM3 wird deutlich, dass Vertrauen durch Erfahrung (Probefahrten), Aufklärung über technische Grenzen und eine benutzerfreundlichere Gestaltung für Senioren entscheidend sind, um die Nutzungsintention zu steigern.

Wie sicher ist die Vorhersage der Nutzungsintention basierend auf dem Modell?

Das Modell ermöglicht eine fundierte Vorhersage, wobei die Autorin einräumt, dass die Komplexität menschlichen Verhaltens und die unterschiedlichen kulturellen Ausprägungen eine 100-prozentige Genauigkeit ausschließen und weitere empirische Studien erforderlich sind.

Final del extracto de 95 páginas  - subir

Detalles

Título
Kulturelle Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen
Subtítulo
Ein Vergleich zwischen Deutschland und Japan
Universidad
University of Applied Sciences Bremen
Calificación
1,1
Autor
Lisa-Catherine Schudi (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
95
No. de catálogo
V335849
ISBN (Ebook)
9783668308794
ISBN (Libro)
9783668308800
Idioma
Alemán
Etiqueta
Fahrerassistenzsysteme Autonomes Fahren Automobilbranche international interkulturell Hofstede Technologie Akzeptanz Japan Deutschland Mobilität Sicherheit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lisa-Catherine Schudi (Autor), 2014, Kulturelle Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335849
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