Im Rahmen dieser Hausarbeit soll das Leben der Frau im 19. Jahrhundert untersucht werden. Die Autorin und Aktivistin der Frauenbewegung Marie Calm wird ebenfalls eine wichtige Rolle in dieser Hausarbeit spielen. Es soll zunächst erläutert werden, wie die Frauen und besonders die Töchter im 19. Jahrhundert lebten und wie die zunehmend stärker werdende Leselust der weiblichen Jugend zustande kam. Weiterhin werden einige Mädchenratgeber und Gattungen vorgestellt. Abschließend wird über das Leben und über ein Werk der Autorin Marie Calm berichtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1 Zur allgemeinen Situation der bürgerlichen Frauen und Töchter im 19.Jahrhundert unter besonderer Einbeziehung des steigenden Leseverhaltens
2.2 Bürgerliche Töchter und Eheprobleme
2.3 Mädchenratgeber und Gattungen
2.4 Erzähltheorie
2.5 Berufsbildung
2.6 Marie Calm
2.6.1 Das Leben der Marie Calm
2.6.2 Marie Calm: „Ein Blick ins Lebens“
2.7 bürgerliche Frauenbewegung
3. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebenswirklichkeit bürgerlicher Frauen und Töchter im 19. Jahrhundert, wobei ein besonderer Fokus auf der Rolle von Marie Calm als Aktivistin und Autorin liegt. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der damaligen gesellschaftlichen Situation, dem Leseverhalten weiblicher Jugendlicher und der Funktion von Mädchenratgebern kritisch zu beleuchten.
- Lebenssituation und Erziehung bürgerlicher Frauen im 19. Jahrhundert
- Entwicklung und Bedeutung von Mädchenratgebern und Backfischliteratur
- Die Rolle der Literatur als Ventil und Orientierungshilfe
- Berufswahl und Bildungsbestrebungen bürgerlicher Töchter
- Das Wirken und die Schriften von Marie Calm im Kontext der Frauenbewegung
Auszug aus dem Buch
Marie Calm: „Ein Blick ins Lebens“
Marie Calm unterteilt ihren Mädchenratgeber „Ein Blick ins Leben. Mitgabe für die heranwachsende weibliche Jugend“ in drei Lebensbezirke: Das innere Leben, worunter auch die Wahl des Berufs und die geistige Fortbildung fallen, das häusliche Leben, in dem es unter anderem um die Bildungsmittel im Hause und um die Zeiteinteilung geht, und in das gesellige Leben, in dem mitunter der erste Ball, der Blaustrumpf und der Abschluß der Jugendzeit behandelt werden. Dieser Abschnitt der Hausarbeit wird sich hauptsächlich mit der Wahl des Berufs auseinander setzen.
Marie Calm sieht sich in ihrem Werk selber als ratende Freundin und gibt der jungen Leserin allerlei Ratschläge und Überzeugungen mit auf den Weg. Sie geht oft auf fiktive Einwände der neu gewonnenen Freundin ein und widerlegt sie geschickt mit viel Einfühlungsvermögen und scheinbar großer Lebensweisheit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Hinführung zum Thema des Lebens der Frau im 19. Jahrhundert und die Vorstellung der zentralen Rolle von Marie Calm.
2. Hauptteil: Analyse der gesellschaftlichen Bedingungen, Mädchenliteratur und Bildungschancen der bürgerlichen Frau.
2.1 Zur allgemeinen Situation der bürgerlichen Frauen und Töchter im 19.Jahrhundert unter besonderer Einbeziehung des steigenden Leseverhaltens: Untersuchung der Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern und der Rolle der Literatur für die bürgerliche Schicht.
2.2 Bürgerliche Töchter und Eheprobleme: Darstellung der strukturellen Veränderungen innerhalb der Familie und der Bedeutung der Heirat als Lebensziel.
2.3 Mädchenratgeber und Gattungen: Klassifizierung und Vorstellung verschiedener literarischer Formen, die Mädchen als Ratgeber dienten.
2.4 Erzähltheorie: Analyse des Schreibstils und der Kommunikationsstruktur in Mädchenratgebern am Beispiel von Marie Calm.
2.5 Berufsbildung: Diskussion des wachsenden Wunsches bürgerlicher Frauen nach Bildung und Berufsausübung sowie der gesellschaftlichen Widerstände.
2.6 Marie Calm: Biografie und Analyse der pädagogischen sowie schriftstellerischen Tätigkeit von Marie Calm.
2.6.1 Das Leben der Marie Calm: Lebenslauf und Engagement von Marie Calm in der Frauenbewegung und im Bildungswesen.
2.6.2 Marie Calm: „Ein Blick ins Lebens“: Detailanalyse der Argumentationsweise im Werk von Marie Calm bezüglich der Berufswahl.
2.7 bürgerliche Frauenbewegung: Einordnung der Mädchenratgeber in den historischen Kontext der Frauenrechtsbewegung.
3. Schluss: Zusammenfassendes Fazit über die Bedeutung der Mädchenratgeber für die Emanzipationsbestrebungen der Frau.
Schlüsselwörter
19. Jahrhundert, bürgerliche Frauen, Mädchenratgeber, Marie Calm, Frauenbewegung, Backfischliteratur, Mädchenbildung, Berufswahl, gesellschaftliche Rolle, Geschlechterrollen, Erziehung, Emanzipation, weibliche Identität, Hausarbeit, Literatur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Lebenswelt bürgerlicher Frauen und Töchter im 19. Jahrhundert sowie mit der Rolle von Literatur als Orientierungshilfe.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die gesellschaftliche Stellung der Frau, die Entwicklung der Mädchenliteratur (insb. Ratgeber) und der Kampf um Bildung und berufliche Selbstständigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Einfluss der Mädchenratgeber auf die Lebensentwürfe bürgerlicher Mädchen zu analysieren, insbesondere unter dem emanzipatorischen Aspekt der Autorin Marie Calm.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Inhaltsanalyse, um historische Mädchenratgeber und das Wirken von Marie Calm zu untersuchen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zur gesellschaftlichen Situation, zu verschiedenen Gattungen der Mädchenliteratur, zur Berufsbildung und ausführlich zum Leben sowie den Werken von Marie Calm.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Mädchenratgeber, bürgerliche Frauenbewegung, 19. Jahrhundert, Bildung und Emanzipation.
Warum war die Wahl eines Berufs für bürgerliche Töchter damals so schwierig?
Frauen waren gesellschaftlich auf die Rolle als Ehefrau und Mutter fixiert; eine berufliche Tätigkeit galt häufig als Makel oder als Zeichen finanzieller Not, was durch Vorurteile gegenüber arbeitenden Frauen verstärkt wurde.
Welchen Stellenwert nimmt Marie Calm in dieser Untersuchung ein?
Marie Calm fungiert als Fallbeispiel einer Frau, die sowohl als aktive Kämpferin der Frauenbewegung als auch als Autorin von Mädchenratgebern eine Brücke zwischen traditionellen Rollenbildern und dem Wunsch nach Bildung schlug.
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- Stephanie Pick (Author), 2002, Die bürgerliche Frau im 19. Jahrhundert unter Einbeziehung der Autorin Marie Calm, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33588