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Die italienische Sprache und Kultur in Argentinien

Título: Die italienische Sprache und Kultur in Argentinien

Trabajo Escrito , 2015 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Romanística - Estudios latinoamericanos
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Das heutige Argentinien wurde von keiner Nation so geprägt wie von den Italienern. Es werden in dieser Arbeit zunächst die Situationen Italiens und Argentiniens im 19. Jahrhundert näher beleuchtet, es werden die Push- und Pullfaktoren für die Immigration aus Italien in das ferne Südamerika genannt. Im Anschluss wird der Einwanderungsprozess näher beschrieben, das heißt, wann der Andrang nach Argentinien am stärksten war, ob die Immigranten für immer dort blieben und weitere fragen werden geklärt.

In den folgenden beiden Kapiteln werden die Auswirkungen, welche die starke Immigration hatte, näher erläutert: Zunächst wird der Fokus auf die Sprach gelegt, hier sind bereits im Vorfeld die beiden entstandenen Kontaktvarietäten Cocoliche und Lunfardo zu nennen, Gründe für die Entstehung und Zeitpunkt der Nutzung dieser Varietäten wird geklärt. Zum Abschluss wird noch einmal der Einfluss der Italiener auf die Kultur Argentinien betrachtet, zwei Punkte werden hier angesprochen: die argentinische Küche und das Bildungssystem.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtliches

2.1 Situation in Italien

2.2 Situation in Argentinien

2.3 Einwanderung

3. Sprache

3.1 Cocoliche

3.2 Lunfardo

4. Kultur

4.1 Italienische Küche

4.2 Italienisch im argentinischen Bildungssystem

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den maßgeblichen Einfluss italienischer Einwanderer auf die Sprache, Kultur und gesellschaftliche Identität Argentiniens unter Berücksichtigung historischer Migrationsprozesse.

  • Historische Push- und Pullfaktoren der italienischen Migration im 19. und 20. Jahrhundert
  • Entwicklung und Charakteristika der Kontaktvarietäten Cocoliche und Lunfardo
  • Kulturelle Prägung durch italienische Einflüsse in der argentinischen Küche
  • Stellenwert der italienischen Sprache und Kultur im argentinischen Bildungssystem
  • Soziolinguistische Auswirkungen und Identitätsfragen argentinischer Bevölkerungsgruppen

Auszug aus dem Buch

3.1 Cocoliche

Das erste Mal, dass der Ausdruck Cocoliche erwähnt wurde, war im Jahre 1890 im Theater in Uruguay in dem Stück Juan Moreira. In dem Stück gibt es die Rolle eines Einwanderers aus Italien dessen Name Cocoliche lautet, der Name geht zurück auf den Nachnamen eines italienischen Theatermitarbeiters, welcher Cocolicchio oder Cocoliccio lautete. Der Cocoliche wird zum Stereotyp eines italienischen Immigranten: schmutzige Kleider und ein gebrochenes Spanisch mit zahlreichen Italianismen zeichnen ihn aus. Seither steht Cocoliche nicht mehr nur für die Figur des Italieners im Theater, es bezeihnet auch die italienischen Immigranten und deren Sprache.

Wie kurz zuvor erwähnt, bezeichnet das Cocoliche eine Mix- oder Übergangssprache vom Italienischen in das Spanische und sollte den Immigranten die Eingliederung in die Gesellschaft in Argentinien vereinfachen, in dem es die Verständigung zwischen Immigranten und Einheimischen ermöglichte.

Die Mehrzahl der Italiener kam aus den unteren Schichten und übte Berufe wie Bauer oder Handwerker aus. Durch ihre Zugehörigkeit zur niedrigeren Gesellschaftsschicht genossen sie natürlich nicht die selbe schulische Ausbildung wie die höheren Schichten, dadurch war die Anzahl derer, die des Standarditalienisch mächtig waren, auch sehr gering. In den Berufen, die sie ausübten, waren sie entweder auf sich gestellt oder von Landsmännern, welche die selbe Sprache sprachen, umgeben. Somit war es für sie nicht zwingend notwendig, des Spanischen mächtig zu sein, außerdem hatten sie auch keine Möglichkeiten es zu erlernen. Falls sie doch einmal in die Situation kamen, sich mit Argentiniern verständigen zu müssen, wie beispielsweise beim Einkauf, so profitierten sie davon, dass sich die beiden Sprachen so ähnlich sind. Durch minimale Änderungen im Italienischen wurde der Kommunikationsprozess erleichtert und mit jeder weiteren Variation näherten sich die Italiener immer weiter dem Spanischen an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Verbindung zwischen Italien und Argentinien ein und formuliert die grundlegende Forschungsfrage bezüglich der kulturellen und sprachlichen Prägung des Landes.

2. Geschichtliches: Dieses Kapitel analysiert die sozioökonomischen Bedingungen in Italien und Argentinien im 19. Jahrhundert sowie die technologischen und politischen Faktoren, die den massiven Einwanderungsprozess steuerten.

3. Sprache: Der Abschnitt beleuchtet die Entstehung der sprachlichen Kontaktvarietäten Cocoliche und Lunfardo, die als Resultat der massiven italienischen Zuwanderung in der Region Río de la Plata entstanden.

4. Kultur: Hier werden die italienischen Einflüsse auf die argentinische Esskultur sowie die Rolle des Italienischen im lokalen Bildungssystem kritisch untersucht.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Argentinien durch die italienische Immigration tiefgreifend geprägt wurde, auch wenn die landessprachliche Identität primär im spanischen Raum verankert bleibt.

Schlüsselwörter

Argentinien, Italien, Einwanderung, Cocoliche, Lunfardo, Sprachkontakt, Identität, Migration, Kultur, Italienische Küche, Bildungssystem, Geschichte, Río de la Plata, Soziolinguistik, Assimilation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den tiefgreifenden Einfluss italienischer Einwanderer auf das heutige Argentinien, insbesondere im Hinblick auf sprachliche und kulturelle Prägungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Migrationsgeschichte, die Entstehung der Mischsprachen Cocoliche und Lunfardo sowie die Auswirkungen auf Kulinarik und Bildungswesen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Zitat von Jorge Luis Borges „Argentinier sind Italiener, die spanisch sprechen“ wissenschaftlich zu beleuchten und den Grad des italienischen Einflusses in Argentinien einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Analyse historischer sowie soziolinguistischer Daten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Analyse der Auswanderungswellen, die sprachwissenschaftliche Betrachtung hybrider Varietäten sowie die kulturelle Einflussnahme auf Küche und Schulen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Migration, Sprachkontakt, Cocoliche, Lunfardo, kulturelle Identität und Río de la Plata.

Warum spielt die Unterschicht eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Cocoliche?

Da viele italienische Einwanderer der unteren sozialen Schichten angehörten und kaum über formale Bildung verfügten, entwickelten sie aus praktischer Notwendigkeit im Kontakt mit dem Spanischen diese hybride Kommunikationsform.

Inwiefern hat sich die Funktion des Lunfardo im Laufe der Zeit verändert?

Ursprünglich als Geheimsprache der Unterschicht konzipiert, verbreitete sich der Lunfardo durch den Tango in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ist heute ein fester, wenn auch umgangssprachlicher Bestandteil der argentinischen Sprache, der zur Identitätsabgrenzung genutzt wird.

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Detalles

Título
Die italienische Sprache und Kultur in Argentinien
Universidad
University of Potsdam  (Institut für Romanistik)
Curso
Italien im Ausland. Bilder, Waren und Kultur eines Exportlandes
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
18
No. de catálogo
V335924
ISBN (Ebook)
9783668256392
ISBN (Libro)
9783668256408
Idioma
Alemán
Etiqueta
romanistik italien argentinien sprache kultur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2015, Die italienische Sprache und Kultur in Argentinien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335924
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