Das Thema dieser Hausarbeit ist die Zeichensetzung in der deutschen Sprache. Speziell geht es um das Komma. Zu Beginn werde ich in einigen Zeilen die Entstehung der Interpunktion im Laufe der Jahrhunderte untersuchen. Nicht außer Acht zu lassen sind die gegenwärtigen Kommaregeln. Trotz Verwirrung durch zahlreiche Rechtschreibreformen in den vergangenen Jahrzehnten, auch im Bereich der Interpunktion, werde ich die aktuellen und wichtigsten Regeln bündig darstellen und mit Beispielen versehen, um diese verständlich zu machen.
Um eine Verbindung zur Schule herzustellen, sind die Schulbücher und Arbeitshefte der Verlage Westermann und Klett mit P.A.U.L. D. und deutsch.kompetent in verschiedenen Jahrgangsstufen interessant für mich. Diese gilt es miteinander zu vergleichen und kritisch zu betrachten, denn sie sind das „Werkzeug“ der Lehrer, um den Schülerinnen und Schülern Wissen zu vermitteln. Grundlegend werde ich meinen Blick auf die 5. und 6. Jahrgangsstufe richten, aber auch in die Bücher der 7. bis 10. Klassen schauen. Es soll darum gehen, wie die Zeichensetzung heutzutage vermittelt und welche Aufgabe den Schulen dabei überlassen wird. Die Schulbücher und Arbeitshefte unterstützen dabei meine Arbeit. Ich werde Beispiele aufzeigen und letztendlich ein Fazit über den Vergleich der Schulbücher ziehen.
Das Kerncurriculum Hessen für das Fach Deutsch hat eigene Vorstellungen, wie die Umsetzung im Unterricht auszusehen hat; aber ob dies auch so umgesetzt wird, ist fraglich. Damit beschäftige ich mich in Kapitel 3. Mit meiner Fragestellung „Wie lässt sich die Zeichensetzung in der Schule erfolgreich vermitteln?“ möchte ich meine Einleitung abschließen und im letzten Kapitel wieder darauf eingehen.
Bereits in der Grundschule werden die elementaren Regeln der Interpunktion gelernt und dann in der weiterführenden Schule differenziert weiterentwickelt. Da aber eine intensive Analyse der ganzen Schulformen den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, richte ich meinen Blick auf die 5. Klasse und aufwärts.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Entstehung und Entwicklung der Interpunktion im Satz
3. Funktionen und Regeln des Kommas
3.1 Das Komma bei Aufzählungen
3.2 Das Komma bei Teilsätzen
3.3 Das Komma bei Einschüben und Zusätzen
4. Die Zeichensetzung in der Schule
4.1 Kerncurriculum Hessen
4.2 Schulbuchvergleiche
4.3 Zusammenfassung der Schulbuchvergleiche
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Vermittlung der Kommasetzung im deutschen Schulunterricht. Ziel ist es, unter Einbeziehung historischer Hintergründe der Interpunktion, die aktuellen didaktischen Konzepte ausgewählter Schulbuchreihen kritisch zu analysieren und deren Effektivität bei der Wissensvermittlung an Schülerinnen und Schüler zu hinterfragen.
- Historische Entwicklung der Interpunktion und des Kommas
- Systematik aktueller Kommaregelungen
- Vergleich der Schulbuchreihen P.A.U.L. D. und deutsch.kompetent
- Analyse didaktischer Ansätze und Aufgabenformate in Lehrwerken
- Stellenwert der Zeichensetzung im Kerncurriculum Hessen
Auszug aus dem Buch
3.1 Das Komma bei Aufzählungen
Im Deutschen werden verschiedene syntaktische Größen gereiht. Man setzt zwischen die einzelnen Gruppen ein Komma, es sei denn, sie sind bereits durch eine Konjunktion verbunden:25
Bsp.: „Die Schachtel enthält einen Bleistift, zwei Radiergummis und einen roten Spitzer.“26
Also gilt, dass Elemente einer Aufzählung durch Kommata getrennt werden. Dies können Subjekte, Prädikate, Objekte, Wortgruppen oder auch Infinitivgruppen sein. Das Komma im obigen Beispiel kann man auch durch „und“ ersetzen.27 Durch diese „Faustregel“ ist sie für viele SuS einfacher zu verstehen und für die Lehrer durchaus leichter zu vermitteln.
Schwieriger hingegen sind die Reihungen mit „und“, „sowie“, „weder…noch“, „beziehungsweise“, „sowohl…als auch“, „entweder…oder“ und „oder“, denn wenn die Reihungen mit diesen Verbindungswörtern verbunden sind, wird kein Komma gesetzt. Die SuS lassen sich gerade bei diesen Konjunktionen dazu verleiten, ein Komma zu setzen. Daher gilt es dort, einen besonderen Hinweis zu geben.28
Bsp.: „Olga will weder ein Bier noch ein Glas Wein.“29
„Olga liest einen Krimi und Oskar trinkt ein Bier.“30
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Zeichensetzung ein, erläutert die Relevanz der Kommaregeln und stellt die Forschungsfrage bezüglich der erfolgreichen Vermittlung im Unterricht sowie den Vergleich der Schulbücher P.A.U.L. D. und deutsch.kompetent vor.
2. Die Entstehung und Entwicklung der Interpunktion im Satz: Dieses Kapitel zeichnet die historische Evolution der Zeichensetzung vom Mittelalter bis zur modernen, syntaktisch orientierten Interpunktion und der Etablierung des Kommas im 18. Jahrhundert nach.
3. Funktionen und Regeln des Kommas: Hier werden die zentralen grammatikalischen Regeln für den Einsatz des Kommas bei Aufzählungen, Teilsätzen sowie Einschüben und Zusätzen detailliert erläutert und mit Beispielen illustriert.
4. Die Zeichensetzung in der Schule: Dieser Abschnitt analysiert das hessische Kerncurriculum und vergleicht die didaktische Umsetzung der Kommasetzung in den Lehrwerken P.A.U.L. D. und deutsch.kompetent in den Klassenstufen 5 bis 10.
5. Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung des Kommas als Strukturierungsmittel und bewertet die verschiedenen Ansätze der untersuchten Lehrwerke bei der Vermittlung der Regeln an Schülerinnen und Schüler.
Schlüsselwörter
Interpunktion, Kommasetzung, Zeichensetzung, Grammatikunterricht, Schulbuchvergleich, P.A.U.L. D., deutsch.kompetent, Kerncurriculum, Satzgefüge, Satzreihe, Aufzählung, Sprachdidaktik, Rechtschreibreform, Satzgliederung, Didaktik der Grammatik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Vermittlung und Anwendung der Kommasetzung in der deutschen Sprache innerhalb des Schulunterrichts.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Feldern zählen die historische Entwicklung der Interpunktion, die geltenden grammatikalischen Kommaregeln sowie die didaktische Aufarbeitung dieser Regeln in gängigen Deutsch-Schulbüchern.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie lässt sich die Zeichensetzung in der Schule erfolgreich vermitteln?“
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zur Geschichte der Interpunktion sowie einer vergleichenden Inhalts- und Didaktikanalyse von Schulbüchern und Arbeitsheften.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der grammatikalischen Regeln (historisch und aktuell) sowie eine umfassende Gegenüberstellung und kritische Betrachtung der Lehrwerke P.A.U.L. D. und deutsch.kompetent.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Interpunktion, Kommasetzung, Sprachdidaktik, Schulbuchvergleich, Satzgefüge und Kerncurriculum.
Wie unterscheidet sich der Ansatz der Verlage bei der Vermittlung der Kommasetzung bei Aufzählungen?
Während beide Verlage die Regeln über Merksätze einführen, zeigt der Vergleich, dass deutsch.kompetent tendenziell anspruchsvollere Aufgabenformate nutzt und früher mit komplexen Satzstrukturen beginnt als P.A.U.L. D.
Welche Rolle spielen das Kerncurriculum und die Bildungsstandards?
Sie definieren die curricularen Vorgaben für das Fach Deutsch, wobei das Kerncurriculum spezifische Jahrgangsstufen für die Einführung bestimmter Zeichensetzungsregeln vorgibt, während die Bildungsstandards diese allgemeiner fassen.
- Citar trabajo
- Maximilian W. Stein (Autor), 2016, Die Kommasetzung. Die Interpunktion in der deutschen Sprache, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336183